Urlaub in Südafrika Alle Informationen die du vor einer Reise nach Südafrika brauchst: Wetter, Gesetze, Unterkünfte, Essen, Regionen, Tipps & mehr!

1. Allgemeine Informationen

Länderflagge

Neben Küsten am Atlantik und am Indischen Ozean bietet Südafrika weite, tierreiche Steppen, beeindruckende Bergregionen, berühmte Weinanbaugebiete und zahlreiche interessante Städte. Das Land am Kap der Guten Hoffnung ist also nicht umsonst ein beliebtes Reiseziel. Nicht zuletzt aufgrund der ethnischen Vielfältigkeit Südafrikas sollte eine Reise jedoch gut vorbereitet sein. Wer die landesspezifischen Gesetze und Regeln schon im Vorfeld in seine Reiseplanung einbezieht, kann sich auf einen unbeschwerten Urlaub in einem faszinierenden Land freuen.

Zahlungsmittel - Der Rand


Wechselkurs

Wechselkurs

Der Wechselkurs des Rands gegenüber dem Euro und dem Dollar ist starken Schwankungen unterworfen. In den letzten Jahren bewegte sich der Wechselkurs gegenüber dem Euro beständig zwischen 8 – 15 Rand für einen Euro.


Banknoten

Banknoten

In Südafrika wird mit dem Rand (ZAR) bezahlt. Ein Rand entspricht 100 Cents (c). Als Hartgeld sind 1-, 2-, 5-, 10-, 20- und 50-Centmünzen sowie 1-, 2- und 5-Randmünzen im Umlauf. Seit 2012 ist auf der Vorderseite aller Scheine Nelson Mandela abgebildet. Auf der Rückseite befinden sich nach wie vor die einzelnen Vertreter der "Big Five". So findet man auf dem 200 Randschein den Leopard, auf dem 100 Randschein den Wasserbüffel, auf dem 50 Randschein den Löwen, auf dem 20 Randschein den Elefanten und auf dem 10 Randschein das Nashorn. In der Regel werden Zahlungsbeträge auf fünf Cent aufgerundet.


Bezahlung

Bezahlung

In Südafrika werden in der Regel nur Rand als Barzahlungsmittel akzeptiert. Die Annahme von ausländischen Zahlungsmitteln wie Dollar und Euro sind die Ausnahme. Der Umtausch von Euro in Rand sollte erst in Südafrika erfolgen, da der Umtauschkurs dort meist besser ist als im Herkunftsland. Reiseschecks werden von Banken und Wechselstuben akzeptiert, wobei die Wechselstuben oft einen besseren Kurs gewähren. Für die Einlösung von Reiseschecks ist die Vorlage eines Reisepasses erforderlich. Die Gebühren betragen um die 100 Rand, an Flughäfen liegen sie oft noch höher.

In Hotels in den größeren Lodges werden in der Regel Kreditkarten und EC-Karten akzeptiert. In weniger frequentierten Gebieten ist dies jedoch nicht gewährleistet. Geldautomaten für die Abhebung von Bargeld findet man vor allem in den größeren Städten.


Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Südafrika

Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Südafrika

Die Bezahlung mit Kredit- oder EC-Karte ist in den Touristenregionen und Großstädten problemlos möglich. Ist ein Ausflug in ländliche Regionen oder Einheimischenviertel geplant, ist eine Kartenzahlung nicht mehr gewährleistet. Sowohl für die Bezahlung mit Kredit- oder EC-Karte sowie für die Bargeldabhebung am Geldautomaten können Gebühren anfallen (abhängig vom Geldinstitut). Bei Visa- oder Masterkarten liegen die Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährung in der Regel zwischen 1,5 – 2,00 Prozent, bei EC-Kartenzahlungen wird um die 1 Prozent der Gesamtsumme berechnet.


Geldautomaten

Geldautomaten

In größeren Städten kann man problemlos Geldautomaten finden. Die Abhebung von Fremdwährungen ist meist kostenpflichtig und bewegt sich abhängig vom Geldinstitut zwischen 5-10 €uro pro Abhebung. Für die Abhebung bei einer Fremdbank kommt meist noch ein Zuschlag von ca. 2,50 € dazu. Es ist also ratsam, immer gleich größere Geldbeträge abzuheben. Eine Reihe von deutschen Bankinstituten bieten Ihren Kunden jedoch auch kostenlose Auslandsabhebungen in Südafrika an. An den Geldautomaten werden Kreditkarten akzeptiert, jedoch nicht alle ausländischen Maestrokarten.

Geldabhebungen am Geldautomat sollten am besten während der Banköffnungszeiten vorgenommen werden, da dann bei einem Zwischenfall sofort ein Angestellter kontaktiert werden kann. In jedem Fall aber sollte eine Abhebung an belebten Orten erfolgen.


Lebenshaltungskosten im Urlaub in Südafrika

Eine Reise nach Südafrika kann, je nach aktuellem Wechselkurs, extrem günstig oder entsprechend teuer ausfallen.

Die Lebenshaltungskosten in Südafrika schwanken ebenfalls stark, abhängig davon, wo man sich aufhält. Viele Hotels und Restaurants bieten einen gehobenen Standard mit entsprechenden Preisen. Günstiger wird es, wenn man beispielsweise auf den lokalen Märkten einkauft oder in einheimischen Restaurants essen geht. Öffentliche Verkehrsmittel sind relativ günstig.

Hello Suidafrika - Hallo Südafrika

In Südafrika lebt eine Vielzahl von afrikanischen Stämmen, die alle ihre eigenen Sprachen und Dialekte haben. Xhosa und Zulu sind am weitesten verbreitet. Etwa 25 Prozent haben Zulu als Muttersprache, ca. 17 Prozent Xhosa. Mit der Besiedlung der Kaphalbinsel durch die Niederländer im 17. Jahrhundert etablierte sich unter den Einwanderern das sogenannte Afrikaans, eine Mischung aus Niederländisch und afrikanischen Sprachen. Im 18. Jahrhundert brachten die Engländer die englische Sprache in das Land. Heute wird man mit Englisch überall verstanden, außer in sehr abgelegenen Gebieten. Afrikaans ist ebenfalls weit verbreitet, da es bis zum Ende der Apartheid Anfang der 1990er Jahre Amtssprache war.


Offizielle Amtssprache in Südafrika

Bis zum Ende der Apartheid war Afrikaans die offizielle Amtssprache Südafrikas. Daneben wurde in weiten Teilen Englisch gesprochen. Seit der Abschaffung der Apartheid (Anfang der 1990er Jahre) gibt es 11 offizielle Amtssprachen (Englisch, Afrikaans, Zulu, Süd-Ndebele, Xhosa, Sesotho, Nord-Sotho, Setswana, Tsonga, Swati, Tshivenda). Die Verkehrssprache ist in der Regel Englisch. In Schulen und Universitäten wird in der Regel auf Englisch unterrichtet und die meisten Medien sind englischsprachig. Verkehrsschilder sind in der Regel in Englisch und Afrikaans und/oder in der Amtssprache, die in dem jeweiligen Gebiet vorherrscht.


Die 30 wichtigsten Wörter auf Englisch / Afrikaans

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DeutschEnglisch / Afrikaans
HalloHello
Guten TagGood Day / Goeie dag
Auf WiedersehenGoodbye / Baai
Jayes / ja
Neinno / geen
DankeThank you / dankie
Bitte!You are welcome! / Met plesier!
Prost!Cheers! / Gesondheit!
EntschuldigungExcuse me / Versoning
Hilfe!Help!
Toilettetoilet
Ich heiße ...My name is ... / My naam is...
Ich hätte gerne ...I would like to have ... / Ek wil asseblief ...
Was kostet ...?What does the ... cost? / Wat kos ...?
Zahlen bitte!Pay please! / Die rekening asseblief!
Ich spreche kein Englisch / Afrikaans.I do not speak English. / Ek praat geen Afrikaans nie.
EingangEntrance / Ingang
AusgangExit / Uitgang
DeutschEnglisch / Afrikaans
einsone / een
zweitwo / twee
dreithree / drie
vierfour / vier
fünffive / vyf
sechssix / ses
siebenseven / sewe
achteight / agt
neunnine / nege
zehnten / tien
Montagmonday / Maandag
Dienstagtuesday / Dinsdag
Mittwochwednesday / Woensdag
Donnerstagthursday / Donnersdag
Freitagfriday / Vrydag
Samstagsaturday / Saterdag
Sonntagsunday / Sondag

Das Christentum in Südafrika

Das Christentum in Südafrika

Die Mehrheit der südafrikanischen Bevölkerung sind Christen (ca. 80 %). Der Anteil der muslimischen Bevölkerung beträgt ca. 2 %, Hindus machen ebenfalls ca. 2 % der Bevölkerung aus. Traditionell afrikanische Glaubensrichtungen findet man teilweise noch in den ländlichen Regionen, wo sie dann zumeist neben dem christlichen Glauben praktiziert werden.

Neben den klassischen christlichen Kirchen wie zum Beispiel die Römisch-Katholische Kirche oder der Evangelisch-Lutherische Kirche haben sich vorallem die unabhängigen christlichen Kirchen etabliert. In vielen dieser christlichen Glaubensgemeinschaften mischen sich traditionelle afrikanische Glaubensvorstellungen, welche sich im Gottesdienst und in Gebete wiederfinden. Davon existieren über 1000 Glaubensgemeinschaften, welche regional agieren und sich selbst finanzieren.

Neslon Mandela als Leitfigur in der Politik

Stärkste Partei in Südafrika ist seit Abschaffung der Apartheid African National Congress (ANC). Sie wurde 1923 gegründet und führte die Anti-Apartheidsbewegung maßgeblich an. Bei den ersten freien Wahlen 1994 ging sie als überragender Sieger hervor und Nelson Mandela wurde erster schwarzer Präsident Südafrikas und ist auch nach seinem Tod bis heute eine der wichtigsten Symbolfiguren des Landes.

Die Versprechen auf ein besseres Leben für die schwarze Bevölkerung konnte die Partei jedoch nur unzureichend erfüllen. Interne Machtkämpfe und Korruptionsskandale prägen die Geschichte des ANC bis heute. Trotzdem wurde die Partei 2014 mit ihrem Präsidenten Jacob Zuma 2014 erneut von über 60 % der Bevölkerung gewählt. Die größten Probleme wie die Armut unter der schwarzen Bevölkerung, hohe Kriminalität und die große Verbreitung von AIDS bleiben ungelöste Aufgaben, die weiterhin zu großen Spannungen in der Bevölkerung führen.


Staatsform und Regierungssystem in Südafrika

Südafrika ist eine Parlamentarische Demokratie mit föderativen Elementen. Der von den Abgeordneten der Nationalversammlung gewählte Präsident ist gleichzeitig Regierungschef. Das Parlament, welches aus zwei Kammern besteht, setzt sich aus der Nationalversammlung und dem Nationalrat zusammen. Die Nationalversammlung wird aller 5 Jahre direkt vom Volk neu gewählt. Der Nationalrat besteht aus jeweils zehn Delegierten aus den Provinzen.

Südafrika ist ein Land der drei Hauptstädte. Pretoria ist die formale Hauptstadt, in welcher die Regierung (Exekutive) sitzt. In Kapstadt sitzt das Parlament (Legislative) und in Bloemfontein das Oberste Berufungsgericht (Judikative). Dies hat geschichtliche Hintergründe. Anfang des 20.Jahrhunderts teilten England und die Niederlande Südafrika in vier Provinzen auf. Die damaligen Machtinhaber konnten sich auf keine Hauptstadt einigen und so teilten sie Regierungsgewalten im ganzen Land auf. Dies wurde Mitte der Neuziger Jahre auch ind er neuen Verfassung festgeschrieben.

Besondere religiöse Feiertage in Südafrika

Feiertage in Südafrika haben eine große Bedeutung, da sie zum Teil stark mit der wechselvollen Geschichte des Landes verbunden sind. Die meisten Feiertage werden mit großen Feiern und Events begangen. Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der Montag, der darauf folgt, ebenfalls frei. Durch die christliche Prägung des Landes werden auch in Südafrika Ostern (Good Friday und Family Day) und Weihnachten (Christmas Day und Boxing Day / Day of Goodwill) gefeiert. Ein ebenfalls wichtiger Gedenktag ist der Nelson-Mandela-Tag am 18.Juli, welcher vorallem auch an Gleichheit, Demokratie und Freiheit erinnern soll.


Nationale Feiertage in Südafrika

MonatTagFeiertag
Januar1.Neujahr
Februar-
März21.Tag der Menschenrechte - Jahrestag des Massakers von Sharpeville
April27.Tag der Freiheit - Jahrestag der ersten demokratischen Wahlen
Mai1.Tag der Arbeit
Juni16.Tag der Jugend - Jahrestag der Unruhen und des Massakers von Soweto
Juli-
August9.Nationaler Frauentag
September24.Tag des Kulturerbes
Oktober-
November-
Dezember16.Tag der Versöhnung - Jahrestag der Schlacht am Blood River zwischen Buren und Zulu

Notfallnummern für einen Urlaub in Südafrika

Die wichtigsten Notfallnummern werden in Südafrika entlang der Hauptverkehrsstraßen immer wieder auf Straßenschildern angezeigt.


NotfallbereichNotfallnummer
Erste Hilfe/Notarzt10177
Feuerwehr535 1100
Polizei10111
Touristen-Polizei418 2853
Deutsche Botschaft(0027) 012 4278900 - Pretoria
Zentrale Notrufnummer des Auswärtigen Amts(0049) (0)30 18-17-2000
Zentraler Sperrnotruf für Kreditkarten (90% aller Finanzinstitute)

(0049) 116 116

(0049) (0)30 405040 50 - bessere Erreichbarkeit aus dem Ausland


Medizinische Notfälle

Das Gesundheitswesen in Südafrika ist relativ gut ausgebaut. Überall im Land besteht eine staatliche Grundversorgung. Die Unterschiede zwischen den urbanen Zentren und den ländlichen Gebieten ist dennoch groß. Besonders in den Städten gibt es neben den staatlichen Einrichtungen auch zahlreiche private Krankenhäuser und Ärzte. Das Niveau der privaten Anbieter im medizinischen Bereich erreicht durchaus europäisches Niveau, während die staatliche Gesundheitsversorgung weit dahinter zurück bleibt. Wenn möglich, sollte daher im Krankheitsfall ein privates Krankenhaus oder ein privater Arzt konsultiert werden. Apotheken kann man in jeder Stadt problemlos finden. Die Preise für Medikamente liegen in der Regel weit unter den Preisen in Deutschland.

Bei Notfällen können Krankenwagen über den Rettungswagen-Notruf (10 777) oder über die Polizei (10 111, auch allgemeiner Notruf) gerufen werden. Je weiter man sich von den Städten entfernt, desto länger kann es allerdings dauern, bis ein Krankenwagen kommt. Die Kosten für eine medizinische Behandlung oder einen Krankentransport müssen in der Regel vor Ort bezahlt werden.


Polizei

Nach Beendigung der Apartheid wurden Polizei und Militär voneinander getrennt. Die Polizei übernimmt heute typisch polizeiliche Pflichten wie Schutzaufgaben, Verfolgung von Kriminalität und Verkehrsüberwachung. In Notfällen ruft man am besten den Polizeinotruf an (10 111). Bei Unfällen sollte in jedem Fall die Polizei verständigt werden. Überfälle und alle anderen kriminelle Delikte müssen bei der Polizeistation gemeldet werden, die für das Gebiet zuständig ist, in dem der Vorfall stattgefunden hat. Die zuständige Polizeistation kann unter der Polizeinotrufnummer erfragt werden.


Banken

Die Banköffnungszeiten in Südafrika sind in der Regel Montag bis Freitag von 9.00 bis 15.30 Uhr. Einige Banken öffnen auch am Samstag von 8.30 bis 11.00 Uhr. In ländlichen Gebieten schließen Banken teilweise für eine Mittagspause zwischen 12.30 und 14 Uhr. An größeren Flughäfen sind Bankschalter zum Teil rund um die Uhr geöffnet. Die Postbanken haben während der Postöffnungszeiten geöffnet (Mo–Fr: 8.00-16.30 Uhr, Sa: 8.00-12.00 Uhr).

Zu den größten südafrikanischen Banken zählen The Standard Bank of South Africa Limited, First National Bank of Southern Africa Limited und ABSA Bank Limited. Niederlassungen von internationalen Banken findet man unter anderem von der Deutschen Bank, der Credit Suisse und der Banque Française du Commerce Exterieur.

Zeitzone

Südafrika liegt in einer anderen Zeitzone als Europa (South Africa Standard Time / SAST). Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa genau entgegengesetzt. Wenn in Europa Winter ist, ist es in Südafrika Sommer.


Zeitverschiebung

Der Unterschied beträgt zur UTC +2 Stunden. Das heißt, während des europäischen Winters (in Südafrika Sommer) beträgt der Zeitunterschied aufgrund der Zeitumstellung in Europa nur +1 Stunde zu Südafrika. Im Sommer gibt es keine Zeitverschiebung, da Südafrika keine Sommer- und Winter-Zeit hat.


Winter-Sommer-Zeit

In Südafrika gibt es keine Umstellung auf Sommerzeit.

2. Das Wetter

Wetter

Die geografische Lage zwischen Atlantik und Indischem Ozean bescheren Südafrika unterschiedliche Klimazonen. Gebirge an der Küste und Hochgebirge im Landesinneren tragen darüber hinaus dazu bei, dass in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Wetterverhältnisse herrschen. Während an der Grenze zu Namibia heißes und trockenes Wüstenklima vorherrscht, ist das Klima um Kapstadt und auf der Kaphalbinsel mediterran geprägt. Obwohl das Klima insgesamt gemäßigt ist, kann es in den Gebirgen und auf den Hochplateaus besonders im südafrikanischen Winter zu erheblichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht kommen.

Das Wetter in Kapstadt

Die Klimatabelle für Kapstadt zeigt von November bis April eine beständige Durchschnittstemperatur um 20 °C am Tag. In den Monaten Mai bis Oktober liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen um 15 °C. Nachts wird es auf der Kaphalbinsel auch in den Wintermonaten selten kühler als 7-10 °C. Durch den atlantischen Einfluss weht hier jedoch häufig ein starker Wind. Um das höher gelegene Johannesburg liegen die Temperaturen im Sommer um 2-3 Grad darunter, im Winter liegt der Unterschied bei 5-7 Grad weniger.

In den Monaten Oktober bis März zeigt sich die Sonne mit durchschnittlich 9-11 Stunden am häufigsten. In der übrigen Zeit sind es aber auch immerhin noch durchschnittlich 6-8 Stunden. Die meisten Regentage gibt es von Oktober bis Mai mit durchschnittlichen Niederschlagsmengen von 60-80 mm.


Klimatabelle Südafrika (Kapstadt)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen26°C
16°C
26°C
16°C
25°C
14°C
23°C
12°C
20°C
9°C
18°C
8°C
17°C
7°C
18°C
8°C
19°C
9°C
21°C
11°C
24°C
13°C
25°C
15°C
Sonnenstunden11h11h9h8h7h6h6h7h8h9h10h11h
Niederschlag3d3d3d6d8d10d9d9d7d5d3d3d

Temperaturen

Im Südosten (Kapstadt und Kaphalbinsel) liegen die Temperaturen im südafrikanischen Sommer zwischen 22-27°C am Tag und um die 15-20°C in der Nacht. Im Winter sind die Tage immer noch angenehm warm (15-20°C), die Nächte sind selten kühler als 7-10°C. Im Landesinneren liegen die Sommertemperaturen etwas höher, im Winter können jedoch vor allem die Nächte auch sehr kalt werden und Temperaturen bis unter Null erreichen. Besonders in den Monaten Dezember bis April können in Teilen Südafrikas die Temperaturen bis auf 30 °C oder höher steigen, vor allem in der baumlosen Steppe Karoo, da dort nur noch wenig Einfluss vom Meer zu spüren ist. Auch am Indischen Ozean entlang der Garden Route und beispielweise in Durban sind 30 °C und darüber möglich. Die heißeste Gegend Südafrikas ist die Kalahari-Wüste (Northern Cape) mit sommerlichen Temperaturen bis 40°C und darüber.

Die Wassertemperaturen im Indischen Ozean betragen von November bis April durchschnittlich 24°C und von Mai bis Oktober um die 19-20°C. Im Atlantischen Ozean liegen sie um 3-4°C darunter.


Regen

Aufgrund des gemäßigten Klimas in Südafrika ist der Regen in den meisten Regionen relativ gleichmäßig auf das Jahr verteilt, wobei es von April bis August etwas mehr Regentage gibt als in den anderen Monaten. Ausnahmen bilden die Wüstenregion Kalahari sowie das Steppengebiet der Karoo, wo unterdurchschnittlich wenig Regen fällt. In Kapstadt führt der Tafelberg dazu, dass sich im Winter dort öfter Tiefdruckgebiete abregnen. Im Norden des Landes, beispielsweise im Gebiet des Krüger Nationalparks, können in den Monaten Oktober bis Januar sehr starke Regenfälle vorkommen. In den Hochgebirgsregionen fällt im Winter Schnee.


Jahreszeiten

Die Jahreszeiten in Südafrika sind den europäischen Jahreszeiten genau entgegengesetzt: Winter (Juni-August), Frühling (September-November), Sommer (Dezember-Februar), Herbst (März-Mai).

Tagsüber schwanken die Temperaturen zwischen den Jahreszeiten nicht so hoch wie in Deutschland. In den meisten Regionen Südafrikas herrschen auch außerhalb der Sommermonate angenehme Tagestemperaturen zwischen 15-22 °C. In höher gelegenen Lagen können die Temperaturen im Winter jedoch bis auf den Gefrierpunkt und teilweise sogar darunter sinken.


Klimatabelle Südafrika (Pretoria)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen29°C
18°C
28°C
17°C
27°C
16°C
24°C
13°C
22°C
8°C
19°C
5°C
20°C
5°C
22°C
8°C
26°C
12°C
27°C
14°C
27°C
16°C
28°C
17°C
Sonnenstunden8h8h8h8h9h9h9h10h10h9h9h9h
Niederschlag11d8d8d5d2d1d1d1d2d6d9d11d

Dem deutschen Winter entfliehen

Südafrika mit seinen unterschiedlichen Klimazonen kann man das ganze Jahr über bereisen. Beliebt ist natürlich der Sommer (Dezember-Februar), da es in Europa dann Winter ist und viele Urlauber in die Sonne flüchten. Allerdings kann es in diesen Monaten besonders im Landesinneren sehr heiß werden. Ein Besuch der Kalahari-Wüste kann in diesen Monaten sehr anstrengend werden. Außerdem fallen die südafrikanischen Schulferien in die Monate Dezember und Januar, sodass aufgrund der großen Nachfrage nach Unterkünften eine Reise in diesen Monaten rechtzeitig geplant werden sollte. Da viele Nationalparks eine Besucherbeschränkung haben, müssen auch diese Besuche frühzeitig in die Planung aufgenommen werden.

Für den Krüger Nationalpark im Norden des Landes eigenen sich am besten die milden und trockenen Monate Juni bis September. Von Oktober bis Januar herrschen die meisten Regentage mit teilweise starken und langanhaltenden Regenfällen. In diesen Monaten steigt auch das Malariarisiko an.

Von Juli bis September besteht die Möglichkeit für Walbeobachtungen am Western Cape.

3. Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Bei einer Reise nach Südafrika sind einige Formalitäten bei der Einreise zu beachten. So können beispielsweise bei Einreise aus einigen Ländern besondere Impfungen vorgeschrieben sein. Auch innerhalb des Landes gibt es Gesetze und Vorschriften, die von ausländischen Gästen beachtet werden müssen. Ein entsprechender Versicherungsschutz ist ebenfalls wichtig, um während des Urlaubs ausreichend abgesichert zu sein.

Visum für Südafrika

Staatsbürger aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich erhalten bei der Einreise nach Südafrika eine sogenannte Visitor´s Permit. Dieses Besuchervisum ist kostenlos und wird mit einem Stempel im Reisepass vermerkt. Mit diesem Visum ist ein maximaler Aufenthalt von 90 Tagen erlaubt.

Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht mehr mit dem Reisepass der Eltern einreisen. Auch sie benötigen wie Kinder über 10 Jahre einen Kinderausweis mit Lichtbild. Dies gilt auch für die meisten anderen EU-Länder sowie für eine Reihe von Ländern außerhalb der EU.

Für Staatangehörige anderer Länder kann die Pflicht bestehen, vor Einreise nach Südafrika ein Visum zu beantragen. Ob dies der Fall ist und welche Art von Visum erforderlich ist, kann bei der Botschaft oder der konsularischen Vertretung im jeweiligen Land erfragt werden.

Die aktuellesten Informationen, ob ein Visum nötig ist, sind beim Auswärtigen Amt unter Südafrika - Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu finden.


Visaarten

Die normale Besuchervisum „Visitor´s Permit“ wird für Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Einreise ausgestellt.


Bedingungen

Für das Visum muss der Reisepass noch mindestens zwei freie Seiten haben und 30 Tage über das Ausreisedatum hinaus gültig sein. Ein vorläufiger Reisepass mit Lichtbild und den zuvor genannten Bedingungen wird ebenfalls anerkannt.

Für minderjährige Besucher unter 18 Jahren gelten seit 1. Juni 2015 besondere Voraussetzungen. Sie müssen neben dem gültigen Reisepass eine beglaubigte Geburtsurkunde in englischer Übersetzung oder eine internationale Geburtsurkunde vorweisen.

Wenn nicht beide leiblichen Eltern mitreisen, ist eine beglaubigte Zustimmungserklärung des Elternteils erforderlich, das nicht mitreist. Auch dieses Dokument muss in englischer Sprache vorliegen. Darüber hinaus sind eine Kopie des Reisepasses und die Kontaktdaten des nicht mitreisenden Elternpaars erforderlich. Kinder unter 18 Jahren, die mit Erwachsenen reisen, die nicht deren Eltern sind, müssen neben den oben genannten Dokumenten eine eidesstattliche, in Englisch verfasste Erklärung beider Elternteile sowie die Kopie des Reisepasses und die Kontaktdaten beider Eltern mitführen. Alleinreisende Personen unter 18 Jahren benötigen darüber hinaus eine Bescheinigung (in Englisch) sowie die Passkopie und die Kontaktdaten der Person, zu der sie in Südafrika reisen.

Darüber hinaus kann es vorkommen, dass ein Nachweis über ausreichende Geldmittel für die Rückreise verlangt wird (z.B. bezahltes Rückflugticket).

Besonders bei Einreise aus gelbfiebergefährdeten Gebieten kann der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich werden.


Erwerbsmöglichkeiten

Die "Visitor´s Permit" wird direkt bei Einreise ausgestellt und ist kostenlos. Beglaubigte Übersetzungen (Geburtsurkunde, eidesstattliche Erklärung) können von beeidigten oder anerkannten Übersetzern erstellt werden. Die Beurkundung von eidesstattliche Erklärungen kann unter anderem durch Botschaften, Konsulate oder Notare erfolgen. Die Kosten richten sich nach Aufwand bzw. nach der Gebührenordnung von Notaren.

Abgesichert in Südafrika - Versicherungen im Urlaub

Das Angebot an Versicherungen für Urlaubsreisen ist groß. Es können sowohl komplette Versicherungspakete als auch spezifische Einzelversicherungen abgeschlossen werden. Welche Versicherungen man für einen Urlaub wählt, ist weitgehend abhängig von den persönlichen Umständen und dem eigenen Sicherheitsbedürfnis.


Krankenversicherung

Krankenversicherung

Da zwischen Deutschland bzw. Europa und Südafrika kein Sozialversicherungsabkommen existiert, werden in Südafrika keine europäischen Kranken- und Versicherungskarten oder Auslandskrankenscheine akzeptiert. Jede medizinische Behandlung muss vor Ort bezahlt werden. Vor der Reise nach Südafrika sollte man sich bei seiner Krankenversicherung genau über den bestehenden Krankheitsschutz erkundigen. Sollte dieser bereits weltweit gelten, muss nicht zwingend eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Zu prüfen wäre hier jedoch, welche Leistungen dort beinhaltet sind (z.B. Rücktransport im Krankheitsfall).

Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport kann entweder zeitlich begrenzt oder für ein ganzes Jahr abgeschlossen werden. Eine Jahresversicherung hat den Vorteil, dass dadurch alle Reisen in dem entsprechenden Jahr abgedeckt sind. Für Familien empfiehlt sich eine Familienversicherung.


Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Die grüne Versicherungskarte gilt meist nur innerhalb Europas. Die wenigsten europäischen KFZ-Versicherer bieten einen Versicherungsschutz für Südafrika an. In der Regel muss eine Versicherung für das Fahrzeug bei Grenzübertritt abgeschlossen werden. Zu beachten ist hierbei, dass die Standardversicherungen in Afrika nur geringe Deckungssummen für Sach- und Personenschäden haben. Gegebenenfalls kann eine Zusatzversicherung zur Erhöhung der Deckungssumme ratsam sein.

Die heimische Versicherung für das Fahrzeug kann übrigens nicht währenddessen gekündigt werden, da sie Voraussetzung für die Zulassung ist.

Zusätzlichen Schutz bietet eine ADAC- oder AvD-Mitgliedschaft. Diese beiden Automobilclubs unterhalten eine Kooperation mit dem Automobile Association of South Africa (AA). Mit dem Mitgliedsausweis können zahlreiche Leistungen des AA in Anspruch genommen werden.

Bei der Mitnahme seines eigenen Fahrzeuges in den Urlaub nach Südafrika ist außerdem zu beachten, das ein Carnet de Passage, welches zum Beispiel vom ADAC ausgestellt wird, mitzuführen ist.


Versicherungen für Mietfahrzeuge

Versicherungen für Mietfahrzeuge

In den Verträgen für Mietfahrzeuge ist in der Regel eine Selbstbeteiligung enthalten, deren Höhe von Anbieter zu Anbieter variiert. Zusätzlich kann eine Teilkaskoversicherung (CDW: Collision Damage Waiver) oder eine Vollkaskoversicherung (DW/TWL-Insurance) abgeschlossen werden. Die Teilkaskoversicherung reduziert den Selbstbehalt bis auf 10 %, bei der Vollkaskoversicherung ist meist eine Diebstahlversicherung inkludiert.


Reiseversicherung

Reiseversicherung

Ob der Abschluss einer zusätzlichen Reiseversicherung (Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung) notwendig oder sinnvoll ist, hängt von dem bereits bestehenden Sicherheitsschutz und den individuellen Rahmenbedingungen ab.

Eine Reiserücktrittversicherung ist immer bei hohen Reisekosten ratsam. Um bei unvorhergesehen Zwischenfällen die Kosten von der Versicherung getragen werden.

Auch eine Reisegepäckversicherung ist zu bedenken, um nicht gänzlich bei Verlust oder Beschädigung zusätzliche Kosten im Urlaub zu haben.

Zur Auslandskrankenversicherung ist anzumerken, dass Behandlungskosten in Südafrika immer vor Ort bezahlt werden müssen. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch einen Rücktransport im Krankheitsfall abdeckt, kann jedoch durchaus hilfreich sein.

Hanse Merkur Versicherungsgruppe

Wichtige Regeln und Verhaltensweisen für den Südafrikaurlaub

Vor einer Reise nach Südafrika sollte man sich mit den wichtigsten Gesetzen vertraut machen. Wer mit einem eigenen oder gemieteten Fahrzeug unterwegs ist, muss zwingend eine Reihe von Vorschriften beachten. In einem multikulturellen Land wie Südafrika gibt es darüber hinaus zahlreiche unterschiedliche Regeln und "ungeschriebene Gesetze", die man als Gast des Landes respektieren sollte.


Verkehr

Verkehr

Für Südafrika braucht man einen internationaler Führerschein, auch wenn dieser bei Verkehrskontrollen nicht immer verlangt wird. Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung des nationalen Führerscheins gültig.

In Südafrika herrscht Linksverkehr.

In Südafrika gibt es zahlreiche Verkehrskontrollen und es wird viel geblitzt. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h kann um 200 Rand kosten. Die Höchstgeschwindigkeit in der Stadt beträgt 60km/h, auf der Landstraße 100km/h und auf der Autobahn 120km/h. Auf nicht befestigten Straßen wird eine Maximalgeschwindigkeit von 60km/h empfohlen.

Für Alkohol gilt eine Grenze von 0,5 Promille. Die Strafen für Zuwiderhandlung sind drastisch. Neben einer hohen Geldstrafe erfolgt automatisch eine Anzeige. Zudem kann das Auto konfisziert werden.

Auch auf das Telefonieren mit dem Handy am Steuer sollte man verzichten. Das ist in Südafrika grundsätzlich verboten und wird ebenfalls mit hohen Geldstrafen geahndet.

Auf allen Sitzplätzen besteht zudem Anschnallpflicht.

Strafen für Verkehrsdelikte sollten niemals direkt bei der Kontrolle bezahlt werden. Es ist Polizisten grundsätzlich untersagt, die Strafgebühr bar zu kassieren. Bezahlt werden muss entweder bei einer Polizeistation oder bei der kommunalen Behörde. Diese sind zur Ausstellung eines offiziellen Belegs verpflichtet.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Drogen und Alkohol spielen in Südafrika eine durchaus kritische Rolle. Der Konsum ist weit verbreitet. Durch die Verschärfung von Gesetzen und durch die Erhöhung der Strafen für Missbrauch versucht die Regierung entgegen zu steuern. Sowohl weiche Drogen (z.B. Marihuana) als auch harte Drogen sind grundsätzlich verboten. Bei der Höhe der Strafe wird nicht zwischen weichen und harten Drogen unterschieden.

Bis vor einigen Jahren war der Ausschank von Alkohol in öffentlichen Bars an Sonn- und Feiertagen verboten. Dieses Gesetz wurde zwar aufgehoben, kann aber von den Regionalbehörden immer noch angewendet werden. An Jugendliche unter 18 Jahren darf Alkohol weder verkauft noch ausgeschenkt werden. Auf allen öffentlichen Plätzen (auch am Strand) und in öffentlichen Einrichtungen ist Alkohol verboten.

Der Verkauf von Alkohol ist in der Regel nur in besonderen Geschäften (Bottle Stores oder Drankwinkel) möglich. Allerdings kann man mittlerweile auch in vielen Supermärkten Bier und Wein kaufen.

In Lokalen, die nicht lizensiert sind, darf Alkohol nicht ausgeschenkt werden. Erlaubt ist jedoch das Mitbringen und das Trinken des mitgebrachten Alkohols (bring your own - BYO). Dafür wird in der Regel eine geringe Gebühr (Korkgeld, zwischen 5-30 Rand) verlangt. Lokale und Restaurants, die über eine Ausschanklizenz verfügen, sind mit einem oder mehreren „Y“ gekennzeichnet:

  • Y: Bier und Wein dürfen nur zum Essen ausgeschenkt werden.
  • YY: Bier und Wein dürfen während der Öffnungszeiten ausgeschenkt werden.
  • YYY: Bier, Wein und weitere alkoholischen Getränke dürfen während der Öffnungszeit ausgeschenkt werden.

Nacktheit

Nacktheit

Nacktbaden ist in Südafrika verboten. Die Ahndung ist jedoch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. In den letzten Jahren hat sich "oben ohne" auch in Südafrika immer mehr durchgesetzt. Am Indischen Ozean in der Nähe von Port Edward wurde der Mpenjati Beach sogar zum offiziellnr FKK-Strand erklärt und erfreut sich auch unter den Südafrikanern großer Beliebtheit. Auf der Kap Halbinsel inmitten der Bergkette der Zwölf Apostel befindet sich der Sandy Beach, der schon seit Jahren als inoffizieller FKK-Strand gilt.

Auch wenn in Südafrika Nacktbaden eine immer größere Tolerierung erfährt, bleibt es außerhalb der offiziellen FKK-Bereiche verboten und kann bestraft werden. Zudem sollte man auch darüber hinaus auch in den tolerierten und offiziellen FKK-Bereichen eine gewisse Vorsicht walten lassen, da zu große Freizügigkeit unter Umständen auch als Einladung zu Annäherungsversuchen verstanden werden kann.


Kulturschätze

Kulturschätze

In Südafrika stehen eine Vielzahl von einheimischen Pflanzen und Tieren unter besonderem Schutz. Das Pflücken von geschützten Pflanzen sowie das Fangen oder Töten von geschützten Tieren steht unter Strafe. Besonders im letzteren Fall können hohe Geldstrafen und eine Inhaftierung von bis zu 10 Jahren verhängt werden. Die Ausfuhr von Tierartefakten unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen, das unter anderem die Ausfuhr von Nashornprodukten, Elfenbein und von Fellen bestimmter Tiere verbietet.

Ebenso ist der Besitz, der Handel und die Ausfuhr von ungeschliffenen Diamanten strafbar.

Auch Kunstschätze oder ähnliches Kulturgut ist in Südafrika zu belassen, um unnötigen Ärger im Urlaub zu umgehen. Ist dennoch ein Kauf und eine Ausfuhr geplant, muss ein Zustimmung der zuständigen Behörden vorliegen.


Zoll

Zoll

Ausreise aus Deutschland - Einreise in Südafrika

  • Devisen
    • Es dürfen maximal R5000 in Banknoten nach Südafrika eingeführt werden. Traveller Checks sind nicht begrenzt, müssen aber deklariert sein.
    • Nach dem deutschen Zollgesetz Barmittel ab 10.000 € bei der Ausreise beim deutschen Zoll angemeldet werden.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Waffen
    • Für die Ausfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, ist eine Genehmigung erforderlich.
    • Die Einfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, sowie Feuerwerkskörper ist nicht gestattet.
    • Für die Einfuhr müssen die Jagdwaffen separat vom Handgepäck eingeführt werden und es ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Schmuck
    • Rohdiamanten müssen ein Kimberley-Zertifikat haben.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Gegenstand bis zu einem Wert von R3000 zollfrei. Für Gegenstände über R12000 ist eine Zollgebühr von 20% zu entrichten.
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
    • 250g Zigaretten- oder Pfeifentabak
  • Getränke
    • 2 Liter Wein
    • 1 Liter Spirituosen
  • Hygiene
    • 50ml Parfüm
    • 250ml Eau de Toilette
  • Speisen
    • Es dürfen keine Frischwaren und Nicht-Konserven eingeführt werden.

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Ausfuhr aus Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden.

Die südafrikanische Botschaft in Berlin erteilt Auskunft über die aktuellen Einfuhrbestimmungen nach Südafrika.


Ausreise aus Südafrika - Einreise nach Deutschland

  • Devisen
    • Es dürfen maximal R5000 in höchstens 500Rand-Scheinen aus Südafrika ausgeführt werden.
    • Nach dem deutschen Zollgesetz sind Barmittel ab 10.000 € bei der Einreise beim deutschen Zoll meldepflichtig.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Schmuck
    • Es dürfen keine ungeschliffenen Diamenten ausgeführt werden.
    • Rohdiamanten müssen ein Kimberley-Zertifikat haben.
  • Waffen
    • Für die Einfuhr und Ausfuhr ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Person bis zu einem Gesamtwert von 300 € zollfrei
  • Feuerwerkskörper
    • Die Einfuhr nicht zugelassene Feuerwerkskörper ist strafbar.
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
      oder
      50 Zigarren
      oder
      100 Zigarillos
      oder
      250g Tabak
  • Getränke
    • 2 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 22 % Alkohol
      oder
      1 Liter mit einem Alkoholgehalt über 22 % Alkohol
    • 4 Liter nichtschäumende Weine
    • 16 Liter Bier

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Die südafrikanische Botschaft in Berlin erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhrbestimmungen aus Südafrika.

Allgemeine Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Einfuhr nach Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden sowie die Reisefreimengen.


Diebstahl

Diebstahl

Große Teile der südafrikanischen Bevölkerung leben unter schwierigen Bedingungen. Besonders unter der schwarzen Bevölkerung herrscht immer noch große Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Armut. Die Kriminalitätsrate ist entsprechend hoch und ein Problem, mit dem das Land beständig zu kämpfen hat. Auf Diebstahl stehen hohe Strafen in Südafrika, viele Delikte bleiben jedoch unaufgeklärt.

Als Tourist in Südafrika ist man trotzdem relativ sicher, wenn man sich an einige grundlegende Regeln hält. Dazu gehört, dass Gelegenheiten zum Diebstahl möglichst gar nicht erst gegeben werden. Kostbarer Schmuck und hohe Geldbeträge sind im Hotelsafe am besten aufgehoben. Niemals sollte man Wertgegenstände unbeobachtet am Strand liegen lassen, während man im Meer badet, oder im Auto lassen. Autotüren sollten bei der Fahrt immer von innen verriegelt sein. Besonders an Kreuzungen kommt es immer wieder zu Diebstahlversuchen. Auf Spaziergänge in der Dunkelheit sollte man verzichten, insbesondere in abgelegenen Gebieten. Auch die Erkundung von Townships auf eigene Faust kann das Diebstahlrisiko erhöhen.


Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Südafrika ist ein überwiegend christliches Land, nur ein geringer Anteil der Bevölkerung ist muslimischen Glaubens. Zwischen Männern und Frauen herrscht offiziell Gleichberechtigung und seit Abschaffung der Apartheid auch zwischen Schwarzen und Weißen. Vor dem Hintergrund der Geschichte Südafrikas ist heute die gegenseitige Achtung ein wichtiger Bestandteil im alltäglichen Umgang, auch wenn die schwarze Bevölkerung noch immer zum ärmeren Teil der südafrikanischen Einwohner gehört. Aufgrund der unterschiedlichen Ethnien, die alle ihre eigenen ungeschriebenen Gesetze haben, sollte man Jedermann mit einer zurückhaltenden Höflichkeit begegnen.

Prostitution ist in Südafrika strafbar. Vorallem Kinderprostitution, die Begünstigung oder Organisation dieser bzw. alles im Zusammenhang mit Kinderprostitution - auch wenn es nicht zur Handlung kommt - ist strafbar.

Reisebestimmungen für Hunde und andere Tiere für Südafrika

Die Mitnahme eines Haustiers nach Südafrika bedarf einer Einfuhrgenehmigung, unabhängig von der Aufenthaltsdauer. Hunde und Katzen sowie eine Reihe anderer Tiere benötigen zudem einen implantierten Identifikations-Chip. Vor dem Reiseantritt muss eine Untersuchung bei einem Amtstierarzt erfolgen. Dieser muss den allgemeinen Gesundheitszustand als auch den Impfpass beglaubigen.

Wichtig ist ebenfalls sich vorher über die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland zu informieren.

Einen guten Überblick über die Bestimmungen und Tipps für das Reisen mit Tieren gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Einreisebestimmungen

Bei Einreise müssen das Veterinary Health Certificate und die Veterinary Import Permit vorliegen. Das Veterinary Health Certificate muss von einem Amtstierarzt im Heimatland ausgefüllt und beglaubigt werden. Dieses Dokument muss dann zusammen mit dem Antragsformular Veterinary Health Certificate an das Büro Director of Veterinary Services in Pretoria weitergeleitet werden. Von dort wird dann die Einfuhrgenehmigung erteilt. Bei der Einreise muss die erteilte Einfuhrgenehmigung im Original vorliegen.


Impfungen

Eine Tollwutimpfung ist Pflicht. Sie muss mindestens 30 Tage vor Einreise erfolgt und darf nicht älter als ein Jahr sein.

4. Unterkünfte

Unterkünfte

Weite Teile Südafrikas sind touristisch sehr gut erschlossen. Das Angebot an Unterkünften reicht von Luxushotels über günstige Pensionen bis hin zu Hostels und Jugendherbergen. In den Naturreservaten findet man ebenfalls von luxuriösen Lodges bis zu einfachen Camps alles. Sehr beliebt sind auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die in vielen Regionen angeboten werden. Viele Farmen bieten ebenfalls private Unterkunftsmöglichkeiten an. Die Infrastruktur an Campingplätzen ist in den touristisch frequentierten Gebieten gut ausgebaut.

Die Preise hängen sehr stark ab von der Wahl der Unterkunft, der Reisezeit und der Region. Viele Unterkünfte bieten einen hochwertigen Standard, für den auch Preise auf europäischem Niveau bezahlt werden müssen. Daneben kann man jedoch auch zahlreiche Möglichkeiten für sehr günstige Übernachtungen finden.

Safari-Lodge bis Wellness am Tafelberg

Besonders in den großen Städten wie Kapstadt und Johannesburg sowie an den beliebten Küstenorten und in den großen Nationalparks gibt es eine hohe Dichte an Hotels aller Preisklassen. Auch zahlreiche internationale Ketten sind vertreten. Große Hotelanlagen an den Stränden findet man hingegen selten. Die Preise für ein Mittelklassehotel bewegen sich je nach Saison und Lage zwischen 50 und 100Euro für eine Nacht im Doppelzimmer. Luxushotels und –lodges sind ebenfalls weit verbreitet. Hier liegen die Preise jedoch mindestens doppelt so hoch und höher.

Weit verbreitet ist Bed & Breakfast. Dabei handelt es sich meist um kleinere, privat geführte Häuser mit mehreren Zimmern. Auch hier gibt es sowohl ausgesprochen luxuriöse Unterkünften als auch sehr einfache Angebote. Mittlerweile wird sogar in einigen Townships Bed & Breakfast angeboten. Viele Bed & Breakfasts befinden sich in historischen Gebäuden, auf Weingütern oder auf Farmen. In größeren Bed & Breakfasts besteht oftmals sogar die Möglichkeit für Halb- oder Vollpension.

In den Naturreservaten kann man ebenfalls von sehr einfachen Camps bis hin zu Luxus-Lodges alles finden. Allein im Krüger Nationalpark befinden sich ca. 20 Camps unterschiedlicher Preiskategorien. Eine Nacht in einer Luxus-Lodge kann durchaus bis zu 400€/Nacht kosten. In den einfacheren Unterkünften ist hingegen schon eine Übernachtung um 20€/Nacht und Person möglich.

Einen guten Überblick über die Hotels in Südafrika bieten folgende Anbieter:

Während der Hauptreisezeit und insbesondere während der südafrikanischen Schulferien ist die Nachfrage an Unterkünften groß. Eine frühzeitige Buchung ist also empfehlenswert. Die meisten Unterkünfte können über das Internet gebucht werden. Vor allem außerhalb der Hauptreisezeit können bei Direktbuchungen Preisnachlässe verhandelt werden.

Internationale Jugendherberge oder kleines südafrikanisches Hostel

Vom Hostelling International South Africa (HISA) werden landesweit ca. 50 offizielle Jugendherbergen angeboten. Die meisten davon werden wie ein Hostel geführt und bieten neben Mehrbettzimmern auch Doppel- und Einzelzimmer an. Bettwäsche ist meist inbegriffen oder durch einen geringen Aufpreis erhältlich. Auch Internet ist in der Regel kostenfrei nutzbar. In einigen gibt es neben Frühstück auch Mittag- und Abendessen. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet zwischen 4-8€, im Doppelzimmer ungefähr das Doppelte. Reisende mit einem internationalen Jugendherbergsausweis (Hostelling International Guest Card) erhalten in der Regel einen Preisnachlass. Oftmals reicht auch die Vorlage eines Studentenausweises. Die meisten Jugendherbergen gibt es in der Kapregion und entlang der Garden Route. Ein vollständiges Verzeichnis findet man im Internet auf der Seite des Hostelling International South Africa. Für Rucksachreisende sind diese Unterkünfte zudem besonders interessant, da sie von den Buz Bussen angefahren werden.

Eine Alternative zu den Jugendherbergen bieten die zahlreichen Backpackers, die sich zum größten Teil auf dem gleichen Preisniveau befinden und eine ähnliche Ausstattung wie die Jugendherbergen bieten.

Für die Suche nach dem perfekten Hostel in Südafrika helfen folgende Portale:

Häuser und Ferienwohnungen in Südafrika

Das Angebot an privaten Ferienunterkünften in Südafrika ist umfangreich und bietet von exklusiven Villen bis einfachen Ferienwohnungen ein großes Spektrum. Im Internet findet man zahlreiche Vermittlungsagenturen, über die Buchungen vorgenommen werden können. Wie bei den Hotels gilt auch hier, dass die Preise für Unterkünfte in bevorzugten Lagen und mit guter Ausstattung den europäischen vergleichbar sind.

Bei den folgenden Anbietern kann ein Haus oder eine Ferienwohnung in Südafrika gemietet werden:

Camping in Südafrika - nah an der Natur

Mit fast 800 offiziellen Campingplätzen ist Südafrika ein ideales Reiseland für Camper. Die Plätze befinden sich teilweise in spektakulären Landschaften, direkt am Strand oder mitten in einem Nationalpark oder Naturreservat. Kein Wunder also, dass sie auch von den Südafrikanern stark frequentiert werden. Die Ausstattung ist allerdings sehr unterschiedlich. Gehobene Campingplätze verfügen oft über einen Swimmingpool, Kinderspielplätze und ein Restaurant, einfachere bieten teilweise nicht mehr als einen Stromanschluss und sanitäre Anlagen. Die Preise liegen zwischen 5€ pro Person und Nacht für einfachere Plätze bis 10€ pro Person und Nacht in gehobenen Anlagen. Auch viele Farmen, Hostels und Backpackers bieten auf ihrem Gelände die Möglichkeit zum Zelten oder zum Abstellen des Wohnmobils an. Allerdings gibt es auf diesen Plätzen oft keinen Stromanschluss. Wildes Campen ist in Südafrika verboten und auch nicht empfehlenswert.

Die folgenden Seiten geben einen guten Überblick und helfen bei der Suche nach einem passenden Stellplatz in Südafrika:

Seit 2003 nimmt das Tourism Grading Council of South (TGCSA) eine einheitliche Klassifizierung von Campingplätzen vor. Verzeichnisse von Campingplätzen findet man im Internet oder vor Ort in den Tourismusinformationen. Da das Campen auch bei Südafrikanern sehr beliebt ist, sollte eine frühzeitige Reservierung erfolgen. Wer keine eigene Campingausrüstung in den Urlaub mitnehmen will, kann sich bei verschiedenen Anbietern eine Ausrüstung ausleihen.


Zelt

Das hauptsächlich gemäßigte Klima in Südafrika stellt keine besonderen Anforderungen an eine Zeltausstattung. Eine Ausnahme bildet die Kapregion und die Atlantikküste, wo es teilweise sehr stürmisch werden kann. Insbesondere in den Gebieten, in denen eine Malariagefährdung besteht, sollte unbedingt ein Moskitoschutz dabei sein. Seit einigen Jahren gibt es zahlreiche Anbieter in Südafrika, die komplette Campingausrüstungen verleihen oder verkaufen.


Wohnmobil

In Südafrika ist das Reisen mit dem Wohnmobil nicht sehr weit verbreitet. Häufiger wird ein Fahrzeug mit Dachzelt oder ein sogenannter Bushcamper genutzt. Auf den meisten Campingplätzen stellt es kein Problem dar, einen Stellplatz dafür zu finden. Die Preise liegen je nach Platz und Saison zwischen 5 und 20€ pro Tag.


Wildes Camping

In Südafrika ist wildes Campen nicht erlaubt. Darüber hinaus ist es aufgrund der Gefahr von kriminellen Übergriffen auch nicht empfehlenswert. In vielen Gebieten gibt es zudem wilde Tiere. Wer einen kostengünstigen Schlafplatz mit dem Zelt oder dem Wohnmobil sucht und nicht auf einen Campingplatz will, kann bei Farmen oder Hostels/Backpackers nachfragen. Oftmals bieten diese die Möglichkeit für eine kostenlose oder kostengünstige Übernachtung auf ihrem Gelände an.

Couchsurfing in der Großstadt - kleine Zimmer im Outback

Angebote für Couchsurfing gibt es vor allem in den größeren Städten wie Johannesburg und Kapstadt. Meist sind es Studenten, die diese Art von Unterkunft anbieten. Private Zimmer kann man hingegen auch in kleineren Orten und in ländlichen Gebieten finden. Meist werden sie mit Frühstück angeboten. Zu finden sind sie im Internet über internationale Vermietungsprotale. Je nach Lage, Ausstattung und Saison kosten private Zimmer zwischen 20 und 70€ pro Nacht.

Auf folgenden Portalen können passende Sofas in Südafrika gefunden werden.

5. Gesundheit

Gesundheit

Südafrika verfügt über ein staatliches Gesundheitssystem, dass zumindest in den städtischen Gebieten gut ausgebaut ist. In den ländlichen Regionen kann die Entfernung zum nächsten Krankenhaus jedoch erheblich sein. Neben den staatlichen Gesundheitseinrichtungen gibt es zahlreiche private Kliniken und Praxen, in denen die medizinische Versorgung meist besser ist als in den staatlichen. Viele der privaten Einrichtungen verfügen über einen europäischen Standard. Auslandskrankenscheine oder deutsche Gesundheitskarten werden in Südafrika in der Regel nicht anerkannt. Behandlungen müssen direkt vor Ort bezahlt werden (bar oder Kreditkarte).

Hervorragende Versorgung in den Hauptstädten

In der Hauptstadt Pretoria, die sich den Regierungssitz halbjährlich mit Kapstadt teilt, gibt es neben dem staatlichen Krankenhaus (Pretoria Academic Hospital) mehrere private Kliniken (u.a. Medforum, Wilgers Hospital, Eugene Marais) sowie zahlreiche private Arztpraxen. In Kapstadt ist die medizinische Versorgung ebenfalls sehr gut. Zu den größten Krankenhäusern gehört das staatliche Groote Schuur, in dem Christian Barnard 1967 sie erste Herzverpflanzung durchführte. Das City Park Hospital und das Medi-Travel-International sind private Einrichtungen, wobei das letztere insbesondere für Tropenkrankheiten (z.B. Malaria) und Prophylaxen zuständig ist.

Impfungen für den Urlaub in Südafrika - Infektionen mit Impfschutz

Für Reisende, die direkt aus Europa einreisen, sind keine Impfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in diesem Gebiet) ist eine Geldfieberimpfung vorgeschrieben (ca. 70€) - ebenfalls ab einen Transitaufenthalt von 12Stunden in einem Gelbfieberland.

Um sich jedoch möglichst gut vor Krankheiten zu schützen, sind folgende Impfungen empfohlen:

Die Standardimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln

sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.

Landesspezifische Impfungen bei einer Reise nach Südafrika

KrankheitBemerkung
Hepatitis A
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Hepatitis B
  • bei engen sozialen Kontakten
  • bei Langzeitaufenthalten
Tollwut
  • bei Trekkingreisen
  • bei Kontakt zu Wildtieren und Projektarbeit im Tierschutz
  • bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
Thypus
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen

Infektrisiko im Urlaub in Südafrika - Infektionen ohne Impfschutz

Infektionskrankheiten sind weit verbreitet und eine Ansteckung ist schnell erfolgt. Die nachfolgende Liste stellt mögliche Risiken dar:

KrankheitBemerkung
Darminfektionen
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
  • Nutzung von Flaschenwasser
Malaria
  • Übertragung durch Mücken
HIV/AIDS
  • Übertragung durch sexuellen Kontakt, Drogenmissbrauch und Blut
Cholera
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
  • Nutzung von Flaschenwasser
Bilharziose
  • bei Kontakt mit kontaminierten Wasser - Baden in offenen Süßwasser nicht empfohlen

Allgemeine Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit

Wenige einfache Verhaltensregeln bewirken eine starke Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten:

  1. Moskitoschutz durch
    • Cremes mit DEET (außer Schwangere und Kinder unter zwei Jahren)
    • Tragen von langer Kleidung bei Dämmerung
    • Imprägnierung von Kleidung mit DEET
    • Imprägnierung von Zelt und Schlafsack mit DEET
    • Moskitoschutzkerzen
    • Moskitonetze
  2. Verzehr von Speisen nach dem Motto "Cook it, boil it, peel it or forget it" - "Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es"
  3. Verzehr von Getränken ohne Eis und nicht zu kalt
  4. Verzehr von Wasser nur aus der Flasche, nicht aus dem Hahn
  5. Sonnenschutz durch
    • Cremes mit Sonnenschutzfaktor größer als 20
    • Tragen von langer Kleidung und Kopfbedeckung
    • Nutzung des natürlichen Schattens
  6. kein Baden in natürlichen Gewässern
  7. kein direkter Kontakt mit Tieren
  8. regelmäßiges Händewaschen
  9. Verhütung beim Geschlechtsverkehr

Dies sind die grundlegenden Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit. Werden diese beachtet, ist eine Ansteckungsgefahr mit vielen Krankheiten stark reduziert. Ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt zum geplanten Urlaub sollte in jedem Falle stattfinden, um individuelle Risiken zu minimieren.

Die Sonneneinstrahlung in Südafrika ist extrem stark und die Ozonschicht sehr dünn. Sonnenschutz sollte also auch bei bewölktem Wetter immer angepasst sein und vor Ort gibt es meist Sonnenschutz zu kaufen der gleichzeitig einen Mückenschutz enthält. Auch lange Kleidung erfüllt sowohl den Zweck des Sonnenschutzes als auch den Zweck des Mückenschutzes.

Die aktuellesten Empfehlungen zum Reiseschutz können beim Tropeninstitut unter Südafrika nachgelesen werden.

Ebenfalls bietet das Auswärtige Amt unter Südafrika - Medizinische Hinweise die neusten Informationen zum Gesundheitsschutz für den Urlaub an.

Reiseapotheke für den Urlaub in Südafrika

Die Standardreiseapotheke deckt die häufigsten gesundheitlichen Probleme von gesunden Erwachsenen ab. Sie sollte folgende Dinge beinhalten:

Mittel gegen

  • Reisekrankheit
  • Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Wunddesinfektion
  • Schmerzen und Fieber
  • Prellungen und Zerrungen
  • Augenentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfallerkrankungen
  • Verbandmittel

Je nach genauem Reiseziel, Reisedauer und eigener gesundheitlichen Situation muss die Reiseapotheke angepasst werden.

Die Reiseapotheke von DocMorris - für jedes Reiseziel optimal gerüstet!

www.docmorris.de

Falls keine Tollwutimpfung vorliegt, sollten entkrampfende Medikamente mitgenommen werden. Bei einem Biss durch streunende oder wilde Tiere ist jedoch in jedem Fall das umgehende Aufsuchen eines Krankenhauses oder Arztes unumgänglich.

6. Kultur

Kultur

Als multikulturelles Land vereinigt Südafrika zahlreiche Völker und Stämme. Alle haben ihre eigenen Traditionen, kulturelle Besonderheiten und daraus resultierende Verhaltensweisen. Es ist fast unmöglich, sich auf diese Bandbreite vorzubereiten. In den großen Städten und in den touristischen Regionen herrschen jedoch weitgehend europäische Regeln und Sitten vor. Wer sich allerdings in abgelegene afrikanische Dörfer vorwagt, sollte sich vorher unbedingt über den dort lebenden Stamm und dessen Umgangsformen informieren.

Legere Kleidung in Südafrika

In Südafrika gelten keine besonderen Kleidervorschriften. Ein Großteil der Bevölkerung bevorzugt legere Kleidung. Am Strand sollte beachtet werden, dass "oben ohne" oder Nacktbaden außerhalb der dafür offiziell vorgesehenen Strände verboten ist. Außerhalb der Strände sowie beim Besuch von Restaurants und kulturellen Einrichtungen sollte angemessene Kleidung getragen werden. Auf Safaris und in malariagefährdeten Gebieten ist Kleidung zu empfehlen, die alle Körperteile weitgehend abdeckt.

Diskrete Höflichkeit im Südafrikaurlaub

Bei einigen schwarzen Völkergruppen gilt direkter Augenkontakt als unhöflich. Grundsätzlich entsprechen die allgemeinen Verhaltensweisen jedoch denjenigen in Europa.


Handzeichen - Andere Länder, andere Bedeutungen

HandzeichenBemerkung
Victory-ZeichenZeigefinger und Mittelfinger bilden ein V für Victory. In Südafrika hat dies nur diese Bedeutung, wenn die Handfläche zum Zuschauer zeigt. Zeigt die Handfläche weg vom Zuschauer bedeutet dies eine große Beschimpfung und Beleidigung
ausgestreckter ZeigefingerDer ausgestreckte Zeigefinger wird in Deutschland genutzt um auf etwas zu zeigen. In Südafrika wird dies als Angriff gedeutet.

Mit Geduld und Freundlichkeit ans südafrikanische Ziel

In Südafrika ticken die Uhren manchmal etwas anders. Für deutsche Gäste kann manchmal durchaus der Eindruck entstehen, dass manches auch schneller gehen könnte. Aufregung hilft in diesen Fällen jedoch am wenigsten und kann unter Umständen dazu führen, dass gar nichts mehr geht.

Wichtige Verhaltensweisen in Südafrika

Südafrika ist ein multikulturelles Land, in dem zahlreiche Ethnien leben. Jede Bevölkerungsgruppe hat ihre eigenen Regeln. Es ist sicher fast unmöglich, sich vor einer Reise nach Südafrika über all diese kulturellen Unterschiede zu informieren. Generell gilt jedoch auch hier, dass jedem Menschen gebührender Respekt entgegengenbracht werden sollte, gleichgültig welcher Hautfarbe oder Abstimmung er ist. Der höfliche Umgang miteinander wird in Südafrika groß geschrieben.

Mit den meisten Südafrikanern kommt man schnell ins Gespräch. Dabei sollten jedoch problematische Themen wie beispielsweise Apartheid, Rassismus und Aids vermieden werden. Mit Themen wie Sport, Musik oder die Landschaft Südafrikas liegt man meist richtig.

Vorsicht ist beim Fotografieren von Menschen geboten und niemals ohne deren ausdrücklicher Erlaubnis erfolgen.


Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Die Begrüßung mit Handschlag ist in Südafrika weit verbreitet. Ansonsten tut es auch ein einfaches "Hello" oder "Howzit", was so viel wie "Wie geht´s" (how is it) bedeutet. Meist wird sehr schnell dazu übergegangen, sich mit dem Vornamen anzusprechen. Zur Verabschiedung wird neben "good by" auch oft "see you" oder "take care" verwendet.


Nacktheit

Nacktheit

In Südafrika ist Nacktbaden oder "oben ohne" grundsätzlich verboten. An einigen Stränden wird es zwar weitgehend toleriert, vor Strafe ist man aber trotzdem nicht sicher. Am Indischen Ozean in der Nähe von Port Edward gibt es jedoch auch einen offiziellen FKK-Strand.


Rauchen

Rauchen

In Südafrika herrscht ein strenges Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden. Dazu gehören auch Flughäfen und Einkaufszentren. In Restaurants, Cafés und Bars ist das Rauchen nur in extra dafür vorgesehenen Raucherräumen erlaubt. Im Auto darf nicht geraucht werden, wenn sich dort Kinder unter 12 Jahren befinden. Auch das Wegwerfen von Zigarettenkippen auf Straßen und öffentlichen Plätzen steht unter Strafe. Eine Zuwiderhandlung kann mit Strafen bis zu 500 Rand und darüber geahndet werden.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Alkohol können Volljährige in den Bottle Stores oder Drankwinkeln erhalten. In der Gastronomie wird der Alkoholkonsum und -ausschank unterschiedlich gehandhabt. So gibt es Lokale mit dem Motto BYO - bring your own, in welchen der Gast sein eigenen Alkohol mit bringt bis hin zum Ausschank von allen alkoholischen Getränken während der gesamten Öffnungszeit. Die Gastronomien kennzeichen dies mit dem Buchstaben Y, welche Ausschanklizenz sie haben.

  • Y: Bier und Wein dürfen nur zum Essen ausgeschenkt werden.
  • YY: Bier und Wein dürfen während der Öffnungszeiten ausgeschenkt werden.
  • YYY: Bier, Wein und weitere alkoholischen Getränke dürfen während der Öffnungszeit ausgeschenkt werden.

Drogenbesitz, -kauf und -anbau werden in Südafrika hart bestraft. Dabei spielt es keine Rolle, obes weiche oder harte Drogen sind.


Intimitäten

Intimitäten

Händchenhaltend durch die Straßen zu schlendern ist in Südafrika problemlos möglich. Auf weitergehende Intimitäten in der Öffentlichkeit sollte man jedoch vermeiden, um keine Gefühle Dritter zu verletzen. Gerade unter der schwarzen Bevölkerung sind Intimitäten in der Öffentlichkeit nicht üblich.


Geschenke

Geschenke

Insbesondere auf dem Land kann es durchaus vorkommen, dass man als Gast eingeladen wird, sehr wahrscheinlich zu einem von den Südafrikanern so geliebten Barbecue. Als Gastgeschenk sollte man etwas mitbringen, dass dem Anlass entspricht. Da die meisten Südafrikaner gerne Whisky Cola trinken, könnte eine Flasche Whisky eine gute Idee sein. Auch ein oder zwei Flaschen Wein sind durchaus angemessen. Ein Blumenstrauß für die Hausdame wäre ebenfalls eine nette Überraschung, allerdings wird man diesen nur in den größeren Städten finden. Geldgeschenke sollten nur gemacht werden, wenn man die Personen etwas näher kennt und sich sicher ist, dass sie sich darüber freuen würden.

Auf Märkten und bei Straßenhändlern kann es passieren, dass einem ein Geschenk aus dem Sortiment angeboten wird. Das sollte man unbedingt höflich ablehnen, da in der Regel die Erwartung damit verbunden ist, dass etwas anderes, zumeist teureres dafür gekauft wird.


Fluchen

Fluchen

Fluchen gilt als unhöflich und sollte tunlichst vermieden werden. Auch im Straßenverkehr erlebt man selten fluchende Südafrikaner.


Handeln

Handeln

Handeln ist auf den Märkten weit verbreitet. Auch bei Straßenverkäufern ist oft noch reichlich Spielraum nach unten. In Geschäften sind die Preise zumeist Festpreise. Ein Verhandlungsspielraum kann sich jedoch ergeben, wenn man für größere Summen einkauft.

7. Getränke und Speisen

Getränke und Speisen

Die südafrikanische Küche ist geprägt durch die zahlreichen Einflüsse der verschieden Nationalitäten und Volksgruppen, die in Südafrika leben. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. Zudem haben sich insbesondere in den größeren Städten auch internationale Gerichte und Restaurants etabliert. An den Küsten gibt es ein großes Angebot an frischem Fisch und Seefood. Die zahlreichen landwirtschaftlichen Betriebe Südafrikas liefern frisches Obst und Gemüse und natürlich Fleisch. Südafrikaner lieben Fleisch und essen am liebsten bei einem Barbecue mit der Familie und Freunden.

Vielseitige südafrikanische Getränke

Südafrika gehört zu den größten und besten Weinanbaugebieten der Welt. Trotzdem herrscht bei den Südafrikanern der Konsum von Bier und hochprozentigem Alkohol vor.

Als Nationalgetränk Südafrikas gilt der Rooibos-Tee. Der Rotbuschstrauch, aus dessen Zweige der Tee gewonnen wird, wächst nur in einem bestimmten Gebiet in Südafrika. Dieses liegt in den Cedarbergen, die sich ca. 250 km nördlich von Kapstadt befinden. Der Tee, der koffein- und gerbstofffrei ist, gilt als besonders gesund. Ein typisch südafrikanisches Getränk ist auch der Springbock, der aus einem Mix von Pfefferminzschnaps und Amarulalikör besteht.


Flaschenwasser ist zu bevorzugen

Südafrika hat in den Großstädten eine gute Trinkwasserqualität. Der Geschmack des Leitungswassers ist jedoch nicht sehr gut, da es mit viel Chlor gereinigt wurde. In abgelegenen Regionen sollte man es jedoch vorher abkochen. Besser ist eine prinzipielle Nutzung von Flaschenwasser.


Bier vor Wein sagt der Südafrikaner

Die strengen Alkoholgesetze in Südafrika verbieten den Genuss von Alkohol auf öffentlichen Plätzen. Konsumiert werden darf er nur in privaten Räumen und in Lokalen, Restaurants und Hotels, die über eine entsprechende Lizenz verfügen.

Das Bier ist in Südafrika sehr beliebt. Auch als Bierproduzent steht Südafrika an vorderster Stelle. Zu den bekanntesten einheimischen Bierbrauereien gehören SAB Miller, die das bekannte Castle Lager Bier herstellt, und Birkenhead Brewery. Weitere bekannte Biersorten sind Heineken und Windhoek.

Im Bereich der Weine ist die Auswahl schier unendlich. Die größten Weinanbaugebiete liegen in der Kapregion. In Stellenbosch, Franschhoek, Constantia, Paarl, Somerset West und im Swartland gibt es zahlreiche größere und kleinere Weingüter, die sowohl Weis- als auch Rotwein anbauen, darunter weltweit renommierte Spitzenweine. Die meisten Weine kann man direkt auf den Weingütern verkosten und einkaufen.


Wiskey Cola, Wein und Rooibos-Tee

Südafrikaner sind zum größten Teil sehr gesellige Menschen, die gerne ausgehen. Tagsüber trifft man sich bei einem Kaffee oder Tee in einem der zahlreichen Cafés in den Innenstädten oder an der Küste. In den Bars, Clubs und Diskotheken wird Bier und Whisky Cola bevorzugt. Auch das südafrikanische Mixgetränk Springbock und Cider sind beliebt. In den meisten Restaurants findet man eine umfangreiche Weinkarte, zumeist mit Weinen aus der Region. Nicht wegzudenken aus dem Alltag ist der einheimische Rooibos-Tee.

Multikulturelle Teller

In Südafrika findet man einen vielfältigen Mix aus den verschiedenen Küchen der zahlreichen Einwanderer und den unterschiedlichen einheimischen Volksstämmen. Die Einflüsse kommen von Holländern, Engländern, Indern, Malaien, Hugenotten und vielen mehr. In der Kapregion, in der sich viele Malaien angesiedelt haben, sind Eintöpfe sehr typisch. In Natal hingegen, das einen hohen Anteil an indischen Einwanderern hat, sind häufig Curries auf dem Speiseplan. Neben Fisch, der an besonders an den Küstenorten fangfrisch auf den Teller kommt, wird viel Fleisch gegessen.


Typische südafrikanische Speisen

Frisches Gemüse wird gerne zusammen mit Fleisch zu einfachen Eintöpfen verarbeitet. Dazu gibt es Maisgries, Reis oder Kartoffeln. Gegrillte Steaks vom Rind oder vom Strauß sind ebenfalls äußerst beliebt, dazu werden verschiedene Gemüse, Pommes Frites oder Country Wedges serviert. Curries werden ebenfalls aus Fleisch und/oder Gemüse zubereitet und mit verschiedenen Chutneys angeboten. Fisch wird in jeder Form verarbeitet, als Grillfisch, gekocht, als Eintopf oder als Fischsuppe. Als Nachspeise sind besonders in den Sommermonaten frische Früchte aus der Region beliebt, darunter Melonen, Weintrauben und Äpfel. Wer es etwas süßer haben will, sollte den Malva Pudding probieren, der aus Aprikosen zubereitet wird. Ebenfalls zu empfehlen ist das aus frittiertem Teig zubereitete afrikanische Gebäck Koeksisters. Nachfolgend noch ein paar typische Gerichte, die man fast in allen Regionen finden kann:

  • Bobotie: ein Hackbraten auf malaiische Art
  • Biltong: getrocknetes, sehr salziges Fleisch vom Rind, Strauß, Kudu oder Nashorn
  • Bunny Chow (auch: Kota): ein Curry, das in einem ausgehölten Brotlaib serviert wird
  • Pap: Maisgrieß, der meist zusammen mit einem Eintopf gegessen wird
  • Potjiekos: ein Eintopf burischen Ursprungs, der aus Fleisch und Gemüse besteht und in einem Tontopf zubereitet wird
  • Samosa: frittierte, mit Gemüse oder Fleisch gefüllte Blätterteigtaschen

Strauß, Wasserblume und Meerestiere

In Südafrika kann man zahlreiche Spezialitäten probieren, die man sonst nur selten oder nur zu einem wesentlich höheren Preis bekommt. Dazu zählt beispielsweise das fettarme Straußenfleisch, das dem Fleisch von Geflügel ähnelt. Eine weitere Spezialität ist die Waterblommetjie, die Blüte der Wasserblume, die nur in der Kapregion auf Teichen wächst und gerne in Eintöpfen verwendet wird. Fischliebhaber können sich über eine günstige Alternative zu Hummer und Languste freuen. Der Crayfish bietet einen ähnlichen Genuss, kommt frisch aus dem Wasser und kostet nur einen Bruchteil. In der Lagunenstadt Knysna können Austernfans fangfrische Austern genießen.


Essen als gesellschaftliches Event in Südafrika

Das Frühstück orientiert sich an dem britischen Breakfast. Es gibt Toast, Marmelade, Eier als Rühr- oder Spiegeleier, auf Wunsch mit Schinken oder Speck. Aber auch Cornflakes oder Pancakes sind ein beliebtes Frühstück. Dazu wird oft ein frischer Orangen- oder Grapefruitsaft getrunken.

Da das Frühstück meist üppig ausfällt, wird zum Mittagessen oftmals nur eine Kleinigkeit zu sich genommen. Dazu zählen Sandwiches, Samosas oder Salate. Auch in Südafrika hat der Fastfood Einzug gehalten und viele nutzen diese schnelle Möglichkeit, um in der Arbeitspause eine Kleinigkeit zu essen. In den Küstengebieten findet man häufig auch günstige Fischimbisse.

Die Hauptmahlzeit ist das Abendessen, das gerne im Kreis der Familie oder mit Freunden eingenommen wird. Die Zeit für das Abendessen beginnt bereits schon ab 18 Uhr. Da auch die Südafrikaner gerne zum Abendessen ausgehen, sind die Restaurants fast immer gut besucht. Eine Tischreservierung ist in jedem Fall zu empfehlen.

Einer der Lieblingsbeschäftigungen der Südafrikaner ist das Barbecue, das nicht nur zuhause, sondern auch im Urlaub ausgiebig zelebriert wird. Gegrillt wird am liebsten gemeinsam mit Familienangehörigen und dem Freundeskreis. Auf den Grill kommen vorzugweise Steaks und die Boerrewors, eine deftig gewürzte Bratwurst. Fast ebenso beliebt ist das Picknick am Sonntag, das an zahlreichen Plätzen stattfindet. Zu den schönsten Plätzen zählen unter anderem der Table Mountain mit grandiosem Blick über Kapstadt und die Kirstenbosch National Botanical Gardens, ebenfalls am Tafelberg. Entweder man bringt sich seinen eigenen Picknickkorb mit oder man kauft einen bereits befüllten vor Ort.

8. Mobilität

Mobilität

Die meisten Besucher kommen mit dem Flugzeug in Johannesburg oder Kapstadt an. Von Europa aus bestehen zahlreiche Direktflüge verschiedener Anbieter. Innerhalb Südafrikas gibt es eine Vielzahl von nationalen Flugverbindungen in größere und kleinere südafrikanische Städte. An den größeren Flughäfen besteht die Möglichkeit, einen Mietwagen zu leihen. Der öffentliche Fernverkehr wird durch Fernbusse und die Eisenbahn abgedeckt.

Von Hauptstadt zu Haupstadt - Berlin - Kapstadt:

Flugzeug

14 h

Auto

181 h

Mit Zwischenstopps nach Südafrika

Ein Direktflug von Deutschland nach Kapstadt dauert ca. 14 Stunden. In der Regel wird über Nacht geflogen, sodass man am frühen Vormittag in Kapstadt landet. Mit Zwischenstopps kann es erheblich länger dauern.


Flughäfen in Südafrika

Die beiden größten Flughäfen Südafrika befinden sich in Johannesburg und Kapstadt. Der O.R. Tambo International Airport in Johannesburg ist das wichtigste Drehkreuz für internationale und nationale Flüge. Er gehört zu den 100 meistfrequentierten Airports weltweit. Von Johannesburg können zahlreiche internationale Ziele direkt erreicht werden. Die meisten internationalen Flüge machen einen Zwischenstopp in Johannesburg. Nationale Verbindungen bestehen z.B. nach Kapstadt, Durban, Port Elizabeth und East London. Der Flughafen liegt ca. 22 km vom Stadtzentrum entfernt.

Der Cape Town International Airport ist der zweitgrößte Flughafen Südafrikas. Er wird von über 20 internationalen Fluggesellschaften angeflogen und fungiert als wichtiges Drehkreuz für den touristischen Flugverkehr. Er befindet sich ca. 22 km östlich des Zentrums von Kapstadt. Auch von hier aus werden zahlreiche nationale Verbindungen bedient.

Alle ankommenden Fluggäste, die nicht Einwohner Südafrikas sind, müssen bei der Ankunft vor der Gepäckaufnahme die Einwanderungskontrolle durchlaufen und danach die Zollkontrolle.


Flüge innerhalb Südafrikas

Die nationalen Flugverbindungen werden hautsächlich über Johannesburg, Kapstadt und Durban abgewickelt. Diese Städte sind die wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Weitere wichtige Inlandsflughäfen befinden sich in East London (Ostkap), George und Port Elizabeth (Garden Route), Bloemfontein (Free State) sowie Nelspruit und Upington (Krüger Nationalpark). Zwischen dem sogenannten Golden Triangle (Johannesburg, Kapstadt, Durban) gibt es stündliche Verkehrsverbindungen. Bedient werden die nationalen Flugverbindungen hauptsächlich von der South African Airways (SAA)und den nationalen Fluggesellschaften Kulula und Mango. Ein Flug von Kapstadt nach Durban gibt es schon ab 800 Rand, je nach Fluggesellschaft, Flugtermin und Buchungszeitraum kann es aber auch etliche Rand mehr werden. Tickets erhält man entweder über das Internet direkt bei den Airlines oder deren Verkaufsstellen. Auch in Reisebüros können Tickets gebucht werden.

In Summe verkehren folgende Fluggesellschaften zwischen zahlreichen südafrikanischen Flughäfen:

Bei SAA besteht auch die Möglichkeit einer Kombination von Langstrecken- und Inlandsflug. Bei diesem Kombiticket gewährt die SAA einen Preisnachlass auf die gebuchten Inlandsflüge.


Flüge von / nach Deutschland

Von Frankfurt gibt es tägliche Direkt-Flugverbindungen nach Johannesburg und Kapstadt. Die Fluggesellschaften South African Airways (SAA) und Lufthansa fliegen von Frankfurt aus. Von Oktober bis April bietet Lufthansa auch von München aus Direktflüge an. Auch von anderen Großstädten in Europa werden Flugverbindungen nach Südafrika angeboten, die unter Umständen günstiger sein können. Allerdings kann sich durch Zwischenstopps auch die Flugzeit erheblich verlängern. Ein Flug mit Zwischenstopps kostet ab 450Euro pro Person, ohne Zwischenstopp können die Flugpreise schnell bei mindestens 700Euro pro Person liegen

Die folgenden Fluggesellschaften bieten wie oben beschrieben nationale und internationale Flüge an:

Weitere Fluggesellschaften für den internationalen Flugverkehr zwischen Deutschland und Südafrika sind:


Ticketerwerb

Flugtickets können bei den Fluggesellschaften, über Reisebüros oder über Serviceanbieter im Internet gebucht werden. Je früher man bucht, desto günstiger wird es in der Regel. Die Preise für einen Flug von Deutschland nach Südafrika liegen je nach Zeitraum und Fluggesellschaft zwischen ca. 450 und 1.300€.

Auf den eigenen Rädern durch Südafrika

Wie für die meisten afrikanischen Länder ist auch für die Einreise in Südafrika mit dem eigenen Fahrzeug ein sogenanntes Carnet de Passage erforderlich. Dabei handelt es sich um ein Zolldokument, das die zollfreie Einfuhr eines Fahrzeugs für einen begrenzten Zeitraum ermöglicht. Das Carnet de Passage kann bei den meisten heimischen Automobilclubs beantragt werden. Beim ADAC Deutschland kostet ein Carnet des Passage für Mitglieder ca. 200,00€. Zudem muss eine Kaution oder Bankbürgschaft über die Höhe des Zeitwerts hinterlegt werden.

Für jedes Fahrzeug im Straßenverkehr ist in Südafrika ein Aufkleber mit dem internationalen Länderkürzel des Herkunftslandes vorgeschrieben. Wenn der Fahrzeughalter nicht mitreist, muss eine beglaubigte Bescheinigung des Fahrzeughalters in Englisch mitgeführt werden.


Führerschein für den Südafrikaurlaub

Für Südafrika ist ein internationaler Führerschein erforderlich. Dieser ist nur in Verbindung des nationalen Führerscheins gültig.


Mieten eines Autos im Südafrikaurlaub

In allen großen Städten Südafrikas gibt es internationale und nationale Autovermietungen. Fahrzeuge können problemlos bereits vom Heimatort gebucht werden. Die meisten größeren Autovermietungen sind auch an den Flughäfen vertreten, sodass man das Auto dort bei Ankunft in Empfang nehmen kann.

Für die Anmietung ist in der Regel ein nationaler und ein internationaler Führerschein erforderlich sowie ein gültiger Reisepass und eine Kreditkarte. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Der Fahrer muss in der Regel mindestens zwei Jahre im Besitz des Führerscheins sein.


Verkehrsregeln in Südafrika

In Südafrika herrscht Linksverkehr (die Überholspur ist also rechts!).

In Ortschaften besteht ein Tempolimit von 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf Schnellstraßen (Freeways) 120 km/h. In Südafrika gibt es häufig Straßenkontrollen durch die Polizei und auch mobile Radarkontrollen sind weit verbreitet.

Die Verkehrsschilder sind ähnlich wie in Europa. Die Entfernungsangaben werden in Meilen gemacht (1 km=0,62 mi). Die Ampeln, von den Südafrikanern robots genannt, sind hingegen oft auf der anderen Straßenseite. Dadurch können sie leicht übersehen werden und beim Abbiegen steht man vor einer roten Ampel. Diese rote Ampel gilt jedoch nicht für den Abbiegenden, sondern nur für den Verkehrsteilnehmer, welcher der Ampel direkt gegenüber steht. Die Schilder 3F oder 4F an Ampeln kennzeichnen die Ampelphasen und haben keine weitere Bedeutung.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Es besteht Anschnallpflicht und die Pflicht, einen vollständigen Verbandskasten, ein Warndreieck und eine Warnweste im Auto mitzuführen.

Das Telefonieren mit dem Handy am Steuer ist verboten.

Park- und Halteverbote werden oft durch rote Straßenmarkierungen anstelle von Straßenschildern gekennzeichnet. Eine gelbe Markierung bedeutet eingeschränktes Halteverbot. Parkverbote sollten beachtet werden, da die südafrikanische Polizei mit Parkkrallen oder Abschleppen sehr schnell ist. Parkwächter, welche einem einen freien Parkplatz zuweisen und dafür eine Parkgebühr erheben, werden immer mehr durch Parkautomaten ersetzt. Da illegale Parkwächter den Stand der legalen Parkwächter sehr erschwerten, werden die Automaten eingesetzt. Die legalen Parkwächter erhalten dennoch ihren Anteil und illegale Parkwächter werden verdrängt. Um die Parkautomaten nutzen zu können, werden oft Parkkarten benötigt, welche beim Parkwächter oder dem örtlichen Tourism Office erhältlich sind und wiederaufgeladen werden können. Diese Parkkarten können meist in einem gesamten Stadtgebiet oder einer Region eingesetzt werden.

An Kreuzungen mit 3- oder 4-waystop Schildern (ein kleines Schild unter dem Stoppschild) hat das Fahrzeug Vorfahrt, das die Kreuzung als erstes erreicht hat. Doch nicht nur Stoppschilder kennzeichnen eine Stopppflicht auch eine weiß gestrichelte Linie quer zur Fahrbahn bedeutet Stop.

Im Kreisverkehr bewegt sich der Verkehr im Uhrzeigersinn und die Autos innerhalb des Kreisverkehres haben Vorfahrt.

Auf allen Straßen (auch auf Schnellstraßen) kann man auf Fußgänger oder Tiere treffen. Langsam fahrende Fahrzeuge fahren bei einem breiten Seitenstreifen auf diesem, um schneller fahrende Fahrzeuge vorbei zu lassen.

Straßennamen findet man wie in Deutschland auf Straßenschildern oder sie Namen sind in denBordstein eingelassen.

Prinzipiell sollte tagsüber und vorallem Nachts die Zentralverriegelung beim Autofahren aktiv sein, um sich und die Insassen vor Überfällen oder ähnlichen zu schützen.


Tanken in Südafrika

Das Tankstellennetz in Südafrika ist in weiten Teilen gut ausgebaut. Es kann jedoch auch auf Schnellstraßen vorkommen, dass die Entfernung von einer Tankstelle zur nächsten mehr als 100 Kilometer beträgt. An den Schnellstraßen und an vielen Bundesstraßen haben die Tankstellen in der Regel rund um die Uhr geöffnet. Benzin ist mit rund 13 Rand pro Liter billiger als in Deutschland. Tankstellenshops gibt es meist nur an den größeren Tankstellen entlang der Hauptverkehrsstraßen.

An den meisten Tankstellen wird von einem Tankwart getankt. In der Regel wird auch bei diesem bezahlt. Kreditkartenzahlung ist bisher nur selten möglich. Der Tankwart weiß normalerweise Bescheid, welches Benzin für welches Fahrzeug getankt werden muss. Üblicherweise werden auch gleich noch die Scheiben von ihm geputzt und, wenn gewünscht, der Reifendruck sowie der Öl- und Wasserstand überprüft. Viele der Tankwärter arbeiten freiberuflich und verdienen nur das, was sie an Trinkgeld bekommen. Ein Trinkgeld von 2-10 Rand, je nach Leistung, ist angemessen.


Parken in Südafrika

Parken in Südafrika ist ein Thema für sich. In den größeren Städten und an touristisch stark frequentierten Orten gibt es meist offizielle, gebührenpflichtige Parkplätze, die in der Regel von Parkplatzwächtern betreut werden. In Südafrika ist es zudem möglich, dass ein Parkplatzwächter (Car Guard) einen einzelnen Parkplatz pachtet und dafür dann Parkgebühren erheben kann. Meistens tragen diese offiziellen Parkplatzwächter eine Warnweste und die Parkplatzgebühr wird gegen ein Ticket, das als Quittung gilt, verkauft. Auch auf Parkplätzen und in Parkhäusern von Supermärkten und Shopping Centern gibt es meist Car Guards, die einen einweisen und dafür ein kleines Trinkgeld (ca. 2-5 Rand) erwarten.

Es kommt jedoch auch häufig vor, dass einfach irgendwelche Personen sich als Car Guard ausgeben und teilweise völlig überteuerte Parkgebühren fordern, nicht selten auf Plätzen, die gar nicht gebührenpflichtig sind oder sich gar im Halteverbot befinden. Oft tauchen diese Parkplatzwächter erst auf, wenn man wieder wegfahren will. Nicht selten findet man sein Auto dann auch nass vor und der Car Guard verlangt noch eine zusätzliche Gebühr für das Waschen des Autos.

Wie man sich da verhält, ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden. Überteuerten und unangemessenen Forderungen sollte man auf keinen Fall nachkommen. Ein kleines Trinkgeld für das Einweisen auch auf nicht offiziell gebührenpflichtigen Parkplätzen kann jedoch durchaus vertretbar sein. Für die meisten dieser inoffiziellen Car Guards ist es die einzige Einnahmequelle.

Nicht parken sollte man an Straßenrändern mit einer durchgezogenen roten Linie (Parkverbot) oder in anderen Bereichen, die durch ein Park- oder Halteverbot gekennzeichnet sind. Falschparken wird in Südafrika mit hohen Geldbußen geahndet.


Maut in Südafrika

Mautpflicht besteht für Autobahnen und einige Panoramastraßen. Die Höhe der Maut ist abhängig von der Fahrzeugart und der gefahrenen Strecke. Bezahlt wird an den Mautstationen. An den meisten ist nur Barzahlung möglich. Die Strecke von Johannesburg bis zum Krüger Nationalpark kostet ca. 30 Rand. Für den rund 10 km langen Chapman´s Peak Drive südlich von Kapstadt werden für einen Pkw ca. 40 Rand fällig.

Mit der Bahn in Südafrika

Südafrika verfügt über das größte Schienennetz des Kontinents. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Gütertransport. Da die Züge aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten oft große Umwege und mit niedriger Geschwindigkeit fahren müssen, erfolgt der Personenverkehr hauptsächlich durch Busse. Trotzdem kann eine Bahnfahrt eine interessante Alternative sein, da man während der Fahrt die Landschaft genießen kann.

Alle größeren Städte sind durch Bahnstrecken miteinander verbunden. Zudem verkehren zahlreiche Vorortzüge, welche nur als Pendlerzüge genutzt werden. Die Fernzüge haben meist drei Klassen sowie Schlafwagenabteile und ein Restaurant. Insbesondere für längere Strecken empfiehlt es sich in der 1. Klasse zu fahren, zumal der Preisunterschied zu den anderen Klassen meist nicht sehr groß ist. Bei Fahrten über Nacht ist der Preis für den Schlafwagen im normalen Ticketpreis enthalten.

Tägliche Zugverbindungen gibt es beispielsweise von Kapstadt über Johannesburg nach Pretoria sowie von Johannesburg nach East London, Port Elizabeth und Durban. Die Strecke von Kapstadt nach Durban wird einmal in der Woche befahren. Auf einigen Strecken können auch Fahrzeuge mitgenommen werden (z.B. Johannesburg-Kapstadt).

Neben den normalen Zugverbindungen gibt es in Südafrika eine Reihe von Luxuszügen, die in landschaftlich besonders reizvollen Gegenden verkehren. Der berühmteste ist der Blue Train, der Pretoria mit Kapstadt verbindet. Ein wirklicher Luxus ist der Rovos Rail, welcher in altmodischen Wagen mit modernen Kompfort ein Erlebnis darstellt.

In den Bahnhöfen der größeren Städte findet man neben dem Serviceschalter auch verschiedene Geschäfte und Restaurants. Insbesondere der Hauptbahnhof von Kapstadt (Cape Town Railway Station) bietet einen hohen Komfort, seit er für die Fußballweltmeisterschaft aufwendig renoviert wurde. Der größte Bahnhof des Landes befindet sich in Johannesburg (Johannesburg Park Station). Von dort aus gehen auch die meisten nationalen und internationalen Verbindungen aus. Die kleineren Bahnhöfe verfügen meist nur über einen Ticketschalter.

Bahntickets sind an den Bahnhöfen und Bahnstationen erhältlich. In den Zügen fahren in der Regel Zugbegleiter mit, die die Tickets kontrollieren und entwerten. Kinder unter 7 Jahren fahren kostenlos. Eine Ermäßigung gibt es für Kinder unter 13 Jahren (50 %). Studenten und Rentner zahlen den vollen Preis. Es ist ratsam die Tickets bis zur Endstation zu behalten, da es beim Aussteigen nochmals zu Kontrollen kommen kann. Tickets für die Luxuszüge wie beispielsweise dem Blue Train werden über Reiseagenturen verkauft.

Südafrikanische Busse am schnellsten

Zahlreiche Städte werden von Überlandbussen angefahren. Meist fahren sie von zentralen Busbahnhöfen in den Zentren der Städte und vom Flughafen ab. Die Busse sind in der Regel gut ausgestattet und verfügen über Klimaanlage und Toiletten. Auf vielen Strecken sind die Busse schneller als die Eisenbahn. Eine Fahrt von Johannesburg nach Kapstadt kostet ca. 400 Rand. Tickets bekommt man direkt bei den Abfahrtsbahnhöfen oder im Internet bei den jeweiligen Anbietern. Besonders in den Hauptreisezeiten sind die Busse stark frequentiert. Eine Reservierung wird empfohlen.

Tickets für die Überlandfahrten erhält man online, direkt am Busbahnhof oder in den jeweiligen Stadtbüros der einzelnen Anbieter:

Zusätzlich gibt es den Baz Bus, der auch einzelne Backpacker-Unterkünften direkt anfährt. Er verkehrt allerdings nur zwischen Kapstadt und Pretoria (über Port Elizabeth, Durban und Johannesburg). Es kann entweder nur ein Tagesticket oder ein Travel Pass für 7, 14 oder 21 Tage gekauft werden. Mit dem Travel Ticket sind beliebig viele Zwischenstopps möglich. Ein 14-Tage Ticket kostet ca. 2.000 Rand. Tickets sind direkt im Bus oder im Internet erhältlich. Auch für den Baz Bus wird eine Reservierung empfohlen.

Viele Möglichkeiten der Fortbewegung

Der öffentliche Nahverkehr ist in Südafrika nur in den größeren Städten einigermaßen gut ausgebaut. Für kürzere Strecken nehmen die Südafrikaner meist ein Sammeltaxi. Für normale Taxis sind die Tarife in einigen Städten festgelegt(z.B. in Kapstadt). Für längere Fahrten sollte man sie am besten vor der Abfahrt verhandeln.


Südafrikanische Sammeltaxis

Sammeltaxis gibt es vor allem im Einzugsbereich von großen Städten. Dabei handelt es sich um Kleinbusse, die eine feste Route fahren. Auf der Route kann man das Taxi überall per Handzeichen anhalten und zusteigen. Bezahlt wird direkt beim Fahrer, der Fahrpreis ist abhängig von der gefahrenen Strecke. In Kapstadt verkehren Sammeltaxis beispielsweise zwischen dem Hauptbahnhof und Camps Bay (über Green Point und Sea Point). Die Teilstrecke nach Green Point kostet ca. 6 Rand. Die Sammeltaxis verkehren hauptsächlich in der Zeit zwischen 5 -20 Uhr.


Boote für den kleinen Luxus in Südafrika

Besonders die Kapregion ist ein beliebter Anlaufpunkt für Segel- und Motorboote. In Kapstadt und in den umliegenden Küstenorten gibt es zahlreiche Marinas und Bootsvermieter. Voraussetzung ist mindestens ein SBF-See, bei einigen Vermietern muss jedoch auch der Sportküstenschifferschein (SKS) vorgelegt werden. Man kann jedoch auch Boote mit einem Skipper oder einer ganzen Crew mieten.


Vorsicht mit dem Rad

In Südafrika ist das Fahrradfahren nicht weit verbreitet. Es gibt so gut wie keine Infrastruktur für Fahrradfahrer. Das Radfahren auf den Straßen kann gefährlich sein, da die Autofahrer nicht an Radverkehr gewöhnt sind. Es gibt jedoch einige Anbieter, die geführte Radtouren anbieten.


Mit dem Schiff nach Südafrika

Nach Südafrika verkehren keine regelmäßigen Fähren. Möglichkeiten für eine Schiffsreise von Europa nach Südafrika bieten Kreuzfahrtschiffe und einige Containerschiffe, die eine begrenzte Anzahl von Gästen mitnehmen.

9. Aktivitäten

Aktivitäten

Südafrika bietet zahlreiche Möglichkeiten für sportliche und kulturelle Aktivitäten. Mit seinen zahlreichen Stränden und einem überwiegend gemäßigtem Klima ist es ideal für Strandurlaube. Die vielfältige Landschaft mit Wüsten, Gebirgen und einer Vielzahl von Naturreservaten kann auf Safaris und Trekking Touren erkundet werden. Städte wie Kapstadt und Johannesburg erwarten den Besucher mit einem vielfältigen kulturellen Angebot.

Bewegende Kultur in Südafrika

Südafrika hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Dieses Erbe wird in zahlreichen größeren und kleineren Museen am Leben erhalten. Eines der wichtigsten davon und gleichsam ein Wahrzeichen für den "Langen Weg zur Freiheit" liegt auf Robben Island, einer vorgelagerten Insel von Kapstadt. Auf dieser Gefängnisinsel hat der erste schwarze Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, fast 20 Jahre seines Lebens als Gefangener verbracht. Heute ist es ein Natur- und Nationaldenkmal, dessen historische Bedeutung die UNESCO mit der Ernennung zum Weltkulturerbe honorierte.

Die beste Möglichkeit, um die kulturelle Vielfalt des Landes kennenzulernen, sind die Cultural und Heritage Villages. Diese vom Staat geförderten Begegnungsstätten zeigen tiefe Einblicke in das Leben und die Kultur der verschiedenen Volksstämme wie beispielsweise der Xhosa, Zulu, Ndebele oder der Basotho.


Museum

Museum

Südafrika zeigt in einer Vielzahl an sehenswerten Museen die Geschichte, Kultur und den Stolz des Landes und der Südafrikaner.

Das Robben Island Museum in Kapstadt ist wohl eines der bekanntesten Museen des Landes. Es ist eine Gefängnisinsel vor Kapstadt, auf der Nelson Mandela 18 Jahre als Gefangener verbracht hat. Besichtigungstouren starten täglich von der Victoria & Alfred Waterfront. Ein weiteres Highlight ist das Südafrikanische Museum, welches ein naturgeschichtliches Museum ist mit einer Abteilung über das Leben der Ureinwohner. Als ältestes Museum Südafrikas (1825) ist ein erlebnisreicher und spannender Tag im Museum garatiert. Wer sich speziell für die Geschichte Kapstadt interessiert ist im Koopmans-de-Wet-House gut aufgehoben. Das kleine Museum zeigt in beeindruckender Weise das Leben in Kapstadt im 18. und 19. Jahrhundert. Eine Präsentation für das leibliche Wohl zeigt das Cloete Cellar – Weinmuseum. Auf dem Weingut Constantia zeigt dieses private Museum die Geschichte des Weinguts mit vielen Exponaten aus dessen langer Geschichte.

Wer sich weiter für die Geschichte des Weines in Südafrika interessiert kommt mit Sicherheit auch an dem Stellenryck Wine Museum in Stellenbosch nicht vorbei. Eine Ausstellung zur Geschichte des Weinanbaus in der Region sowie eine umfangreiche Sammlung kapholländischer Einrichtungsgegenstände.

In Johannesburg wartet das Apartheid Museum mit einer eindrucksvollen Dokumentation der Apartheidgeschichte Südafrikas auf Interessierte. Ein ebenso lohnenswerter Besuch ist der des etwas älteren Museum Afrika, welches das Leben in Südafrika von der Steinzeit bis heute gezeigt.

Wer sich speziell für die Gründerzeit in Südafrika interessiert ist im Local History Museum in Durban gut aufgehoben.

Und in Mthata/Soweto im ehemaligen Wohnhaus von Nelson Mandela in dem berühmten Township Soweto ist heute ein Museum, das das Leben einer mittelständischen Familie in einem Township zeigt.


Oper & Schauspiel

Oper & Schauspiel

Auch in der Oper und in der Theaterwelt spiegelt sich die Vielfalt Südafrikas wieder. Viele afrikanische Stücke haben hier ihren Platz neben den zahlreichen internationalen Aufführungen.

Erste Adresse in Kapstadt ist der Artscape Theatre Complex mit mehreren Sälen. Hier finden internationale, vorwiegend klassische Opern-, Ballett- und Theateraufführungen statt. Aber auch afrikanische Vorstellungen sind hier zu sehen. Moderne bis avantgardistische Aufführungen kann man Baxter erleben. Das Open-Air-Theater in Maynardville bietet Shakespeare unter freiem Himmel. Daneben gibt es in Kapstadt und Umgebung zahlreiche kleine Theater, die vor allem lokalen Theatergruppen bespielt werden.

Internationales Renommee genießt das Market Theatre in Johannesburg, in dem neben Theateraufführungen auch Konzerte und Ballettaufführungen stattfinden. In dem Theaterkomplex befinden sich auch das Museum Afrika, der Jazzclub Kippies sowie Restaurants und Bars.


Ausstellungen

Ausstellungen

Die Künstlerszene in Südafrika ist sehr aktiv und vielseitig. Besonders in Kapstadt und in Johannesburg, aber auch in zahlreichen kleineren Städten, gibt es eine Vielzahl von Galerien, die internationale und nationale Künstler ausstellen. So sind zum Beispiel die Johannesburg Art Gallery, welches unter anderem Werke von internationalen und nationalen Künstlern der Gegenwart zeigt, oder das African Art Center, welches Kunsthandwerk der Zulus präsentiert, beliebte Ausstellungen.


Kirchen & Tempel

Kirchen & Tempel

Besonders in Kapstadt erinnern noch einige Gebäude an die ehemaligen Einwanderer und Kolonialherren. Zu den ältesten Bauwerken Südafrikas zählt das Castle of Good Hope, das 1652 von dem Niederländer Jan van Riebeeck als Versorgungsstation der niederländischen Handelsschiffe errichtet wurde. Das monumentale Bauwerk beherbergt heute ein Museum, darüber hinaus werden regelmäßig Ausstellungen gezeigt.

Über 300 Jahre alte Stadthäuser aus der viktorianischen Zeit kann man in der Long Street finden. In den meisten von ihnen sind hübsche Cafés oder kleine Läden untergebracht. In der von der Long Street abgehenden Wale Street befindet sich die St. George Cathedral, die 1834 als anglikanisches Gotteshaus gebaut wurde. Auch hier finden regelmäßig klassische Konzerte statt.

Sport ist allgegenwärtig

Die meisten Südafrikaner sind sportbegeistert. Fußball und Wassersport liegen dabei ganz weit vorne. Das Land mit seinen so unterschiedlichen Regionen bietet beste Voraussetzungen für die verschiedensten sportlichen Aktivitäten.


Golf

Golf

Für Golfspieler ist Südafrika schon seit Jahren eine gefragte Destination. Über 500 Golfplätze gibt es im Land und die meisten davon sind ganzjährig bespielbar. Der Royal Cape Golf Club in Kapstadt wurde bereits 1885 gegründet und ist der älteste Golfclub Südafrikas. Heute reiht sich besonders in der Kapregion und entlang der Garden Route ein Golfplatz an den anderen, eingebettet in traumhafte Landschaften, oftmals mit direktem Blick auf das Meer.

In Südafrika ist Golfspielen günstiger als in Deutschland. Die meisten Golfplätze verlangen keine Mitgliedschaft und stehen allen Golfspielern offen. Die Plätze sind in der Regel gut gepflegt.


Segeln & Wassersport

Segeln & Wassersport

Mit ca. 3.000 Küstenkilometer sowie zahlreichen Flüssen und Seen bietet Südafrika sehr gute Voraussetzungen für alle möglichen Wassersportarten. Dabei kann man auch noch zwischen dem Atlantischen und dem Indischen Ozean wählen.

Die Kapregion mit dem rauen Atlantischen Ozean hat hervorragende Gebiete für Wind- und Kitesurfen. Besonders beliebt bei Surfern sind die Strände Bloubergstrand, False Bay, Muizenberg und Kalk Bay. Etwas näher zu Kapstadt liegen die Strände Clifton und Camps Bay, wo ebenfalls gute Surfvoraussetzungen herrschen. Allerdings muss man am Atlantik mit teilweise stürmischem Wetter und mit kühlen Wassertemperaturen rechnen.

Weniger windig und mit wärmeren Wassertemperaturen zeigt sich der Indische Ozean. Hier liegen zahlreiche Küstenorte mit weitläufigen Sandstränden und einem vielseitigen Wassersportangebot. In Plettenberg Bay kann man die Unterwasserwelt in einem Meeresnaturpark erkunden. Der Badeort Hermanus bietet sogar die Möglichkeit zum Haitauchen an. An den Stränden entlang der Garden Route bis nach Durban findet man zahlreiche Möglichkeiten und Angebote zum Surfen, zum Wasserskifahren, zum Segeln und vieles mehr. An der Südküste von Durban liegt der Umkomaas River, der gute Möglichkeiten für Paddler bietet.


Klettern

Klettern

Einer der beliebtesten Klettergebiete Südafrikas liegt fast mitten in Kapstadt. Das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt, der Tafelberg, bietet mehrere Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Im Südwesten von Kapstadt liegt "The Mines", ein Klettergebiet, das faszinierende Ausblicke auf Kapstadt ermöglicht. Etwas über 200 km nordöstlich von Kapstadt befindet sich das bekannteste Klettergebiet Südafrikas. Die in den Cederberg Mountains liegenden Rocklands bestechen durch ihre orangenfarbenen Felsen und bizarren Felsformationen.

Östlich von Johannesburg liegen die Drakensangberge. Mit seinen zahlreichen Schluchten und Bächen ist es ein wahres Klettereldorado. Der Ort Waterval Boven bildet das Zentrum der Kletterregion. Dort gibt es Informationen, Kartenmaterial und organisierte Touren. Der Kletterausflug in die Drakensangberge lässt sich hervorragend mit einem Ausflug in den nahe gelegenen Krüger Nationalpark verbinden.


Wandern

Wandern

In kaum einem anderen Land hat man eine vielfältigere Auswahl an unterschiedlichen Wanderrouten. Man kann entlang der Küste wandern oder durch Buschlandschaften und Wüste; durch Gebirge, Wälder oder Weinberge. Die landschaftliche Kulisse ist zumeist grandios.

Besonders gute Wandermöglichkeiten bietet der Tsitsikamma Nationalpark, wo auch der bekannte Otter Trail liegt. Dieser Wanderweg zieht sich über 42 km entlang der Küste des Indischen Ozeans. Allerdings sollte man für diese Tour schon etwas Erfahrung haben, da es teilweise sehr steile Streckenabschnitte gibt. Etwas einfacher ist dagegen der Tsitsikamma-Trail, der im Landesinneren über 60 km über Berge und durch Wälder führt.

Die größte Herausforderung ist der Amathola Hiking Trail (Eastern Cape). Er ist etwas mehr als 120 km lang und gilt als einer der schönsten Wanderrouten weltweit. Allerdings stellt er schon erhöhte Anforderungen an Kondition und Geschicklichkeit. Nordöstlich von Johannesburg liegt der Blyde River Canyon in den Ausläufern der Drakenberge, der ebenfalls ein beliebtes Wanderziel ist. Die Wanderstrecke durch den Canyon ist ca. 30 km lang und direkt an der Panorama-Route in Richtung Krüger Nationalpark.

An der Grenze zu Lesotho bietet der "uKhahlamba Drakensberg Park" zahlreiche Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dieser Teil der Drakensberge wurde aufgrund seiner einzigartigen Landschaft sowie seiner vielseitigen Flora und Fauna UNESCO Weltnaturerbe ernannt.


Wintersport

Wintersport

Südafrika gilt nicht als klassisches Skigebiet. Skifahren kann man dort aber trotzdem und das sogar in Verbindung mit einem Badeurlaub. Ab Anfang Juni schneit es in den Drakensbergen. In Tiffendell (Eastern Cape) auf über 2.700 m Höhe werden dann die Skilfte in Betrieb genommen. Das Skigebiet ist klein und die Abfahrten sind nicht mit den in den Alpen zu vergleichen. Ein besonderes Flair und beeindruckende Aussichten auf die schneebedeckten Gipfel der Drakensberge sind jedoch garantiert.

Auch in angrenzenden Königreich Lesotho gibt es eine Skianlage. Sie befindet sich auf 3.000 m Höhe in den Maluti-Bergen. Die Piste mit einem leichten Schwierigkeitsgrad ist ca. 1 km.


Weitere Sportmöglichkeiten

Weitere Sportmöglichkeiten

Zu den beliebtesten Sportarten der Südafrikaner gehört das Angeln. Zahlreiche Möglichkeiten dafür bietet die über 3.000 Kilometer lange Küste sowie eine Vielzahl von Flüssen und Seen. Ein Angelschein wird nicht benötigt, lediglich eine sogenannte "receational fishing permit", die in der Regel in den Postämtern erhältlich ist.

Das gemäßigte Klima Südafrikas bietet beste Voraussetzungen für Fahrten mit dem Heißluftballon. So kann man beispielsweise im Krüger Nationalpark die einzigartige Tierwelt von oben betrachten. Eine Ballonfahrt über die Kalahari Wüste bietet atemberaubende Ausblicke über endlose Sanddünen.

Eine neue Attraktion, die mittlerweile in vielen Teilen Südafrikas angeboten wird, sind die sogenannten Canopy-Touren. Dabei schwebt man, an Stahlseilen gesichert, hoch über dem Boden durch Schluchten oder Wälder und hangelt sich so von einer Plattform zur anderen. Angeboten werden solche Touren beispielsweise im Tsitsikamma Nationalpark, in dessen Gebiet sich noch ein Teil des ursprünglichen Regenwaldes befindet.

Südafrikanische Nächte laden zum feiern ein

In den größeren Städten wie Johannesburg, Pretoria und Kapstadt sowie in den touristisch stark frequentierten Gebieten gibt es zahlreiche Clubs, Bars und Diskotheken, viele davon mit Live Musik. In Kapstadt findet man besonders in der Long Street ein großes Angebot, aber auch in den Stadteilen Green Point und Woodstock sowie in der Victoria & Alfred Waterfront. Edle Diskotheken und Bars bieten auch zahlreiche Hotels. An den beliebten Küstenorten wie Clifton, Camps Bay oder entlang der Garden Route ist zumindest in den Sommermonaten auch für ausreichend Party gesorgt.


Festivals

In den größeren Städten Südafrikas gibt es ein reges Nachtleben. Bars, Clubs und Diskotheken sind äußerst beliebt. Musik von Live Bands spielt dabei immer eine große Rolle. Am Wochenende bieten auch viele Restaurants Live Musik an. Im Sommer finden vor allem in Kapstadt und in Johannesburg zahlreiche größere und kleinere Open Air Festivals statt. Ein riesige Vergnügungsanlage á la Las Vegas befindet sich in Sun City, ca. 150 km von Johannesburg entfernt. In den Lodges der Naturreservate werden abends oft Musik- und Tanzshows von afrikanischen Einwohnern geboten.

Auch wenn man sich an touristisch stark frequentierten Orten relativ sicher fühlen kann, sollte man bei der Wahl für das abendliche Ausgehprogramm vorsichtig sein und sich wenn möglich vorher im Hotel oder im Internet über die Lokalität erkundigen. Zu abgelegen sollte sie nicht liegen. Mit Einbruch der Dunkelheit empfiehlt es sich darüber hinaus ein Taxi für die An- und Rückfahrt zu nehmen.

Herausragende kulturelle Festivals sind unter anderem:

MonatStadtFestival / Veranstaltung
JanuarKapstadtCoon Carnival
SwellendamUp the Creek
Februar-
MärzOudtshoornKaroo National Arts Festival
DurbanFiesta and Harbor Festival
AprilKapstadtCape Town International Jazz Festival
UnderbergSplashy Fen
TankwaAfrikaBurn
Mai-
JuniGrahamstownNational Arts Festival
JuliKnysnaKnysna Oyster Festival
AugustKapstadtCape Town Fashion Week
NorthamOppiKoppi Bushveld Festival
September-
OktoberPretoriaJacaranda Festival
StellenboschFood and Wine Festival
DarlingRocking the Daisies
BloemfonteinMacufe
November-
DezemberSun City/Lost CityNedbank Golf Challenge

Südafrikanische Shoopingcenter

Vor allem in und um die größeren Städte gibt es moderne Einkaufszentren, in denen internationale Marken vertreten sind. Die meisten bieten auch zahlreiche Bars, Restaurants, Kinos und andere Unterhaltungsmöglichkeiten. Mit dem Canal Walk Shopping Center befindet sich eines der größten Einkaufszentren des Landes in der Nähe von Kapstadt. Aber auch an der Victoria & Alfred Waterfront, mitten im Zentrum der Stadt, hat man eine große Auswahl.


Zauber der kleinen Läden in Südafrika

Eine Alternative bieten die zahlreichen Märkte, auf denen vorwiegend lokale Produkte angeboten werden. Auf dem Pan African Markt in Kapstadt (Long Street) gibt es dazu auch regelmäßig Musik von afrikanischen Bands. Auf dem Neighbourgoods Market, der jeden Samstag im Stadtteil Woodstock stattfindet, gibt es neben Kunsthandwerk auch zahlreiche Verkaufsstände mit Lebensmitteln.

Sowohl in den größeren als auch in den kleineren Städten lohnt es sich jedoch auch in den kleinen Läden und Shops einzukaufen, die oft sehr spezielle Angebote haben. So kann man beispielsweise exklusive Lederwaren aus Straußenleder finden, kunstvollen afrikanischen Schmuck oder Mode von afrikanischen Designern.

Auf den Märkten und bei Straßenverkäufern ist Handeln durchaus üblich. Oftmals liegt der vom Verkäufer genannte Preis weit über dem tatsächlichen Verkaufspreis. Man muss jedoch schon einen langen Atem haben, denn gerade die Markt- und Straßenverkäufer sind sehr verhandlungsgeschickt. In Läden hingegen ist Handeln nicht sehr üblich. Meist sind die Waren mit festen Preisen ausgezeichnet. Das muss aber nicht heißen, dass man gar keinen Rabatt heraus handeln kann, zum Beispiel für umfangreiche Einkäufe.


Ein- und Ausfuhrbestimmungen in Südafrika

Bei einem Einkauf ab 250 Rand sollte man sich eine Rechnung ausstellen lassen, da ausländische Besucher die Mehrwertsteuer (14 %) erstattet bekommen. Die Rückerstattung erfolgt bei der Ausreise am Flughafen am Tax Refund Schalter. In Kapstadt gibt es auch in der Victoria & Alfred Waterfront eine Rückerstattungsstelle. Bedingung ist, dass die Rechnung korrekt erstellt wurde.

Nähere Informationen zum Thema Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei einem Südafrikaurlaub sind unter dem Punkt Gesetze zu finden.

In Deutschland sind die deutschen Zollvorschriften zu beachten. Bei der Einreise aus Südafrika gelten die Zollvorschriften für die Einreise aus nicht EU-Ländern.

Atemberaubende Schönheit Südafrikas

Die Landschaft Südafrikas bietet eine schier unendliche Vielfalt. Es grenzt an zwei Ozeane und bildet dort eine über 3.000 km lange Küste. Die endlos scheinende Steppe der Karoo geht im Westen des Landes über in die Kalahari-Wüste mit ihren beeindruckenden Sandformationen. Die Gipfel der Drakensberge ragen fast 3.500 Meter in den Himmel. In all diesen Landschaften gedeihen zahlreiche Pflanzen, viele davon gibt es nur in Südafrika. Genauso vielseitig und einzigartig ist die Tierwelt mit über 300 Säugetier- und über 100 Reptilienarten sowie Hunderte von Vogel- und Insektenarten.

Ein besonderes Erlebnis einer Südafrikareise ist eine Safari zu den „Big Five“. Elefanten, Büffel, Nashörner, Leoparden und Löwen sind nicht im bekanntesten Naturreservat Südafrikas, dem Krüger Nationalpark, anzutreffen, sondern auch in einigen der Naturparks in Provinz KwaZulu-Natal. Darüber hinaus leben unzählige Antilopen, Zebras und zahlreiche andere Tiere in den Reservaten.

Eine ganz andere Tiergattung lässt sich südlich von Kapstadt in der Nähe von Simon´s Town beobachten. Am Boulders Beach Strand lebt eine Kolonie von über 2.500 Brillenpinguinen. Eine weitere Attraktion bietet sich in Hermanus am Indischen Ozean zwischen Juni und November. In dieser Zeit kommen zahlreiche Wale, um sich zu paaren. Die besten Monate für ein Whale Watching sind die Monate September und Oktober.

Wellness für Touristen

Auch in Südafrika setzt sich der Wellness-Trend mehr und mehr durch. Vor allem in den touristischen Regionen findet man mittlerweile vermehrt Hotels mit einem entsprechenden Angebot.

Besonders in den Hotels der gehobenen Preisklasse gehören Schönheitsbehandlungen und Beauty-Anwendungen zum Standard.

Für Südafrika haben eine Reihe von Veranstaltern spezielle Yoga-Reisen im Angebot. Einige Lodges bieten Yogakurse an.

10. Regionen & Geographie

Regionen & Geographie

Die Landschaft Südafrikas ist vielfältig und artenreich. Von grünen satten Berggipfeln bis hin zu weißen weiten Sandstränden und wilden heißen Steppen ist hier alles zu finden. Die Südafrikanische Natur verzauberd nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Besucher des Landes.

Kapstadt und Umgebung

Die mit Abstand beliebteste Region ist Western Cape mit Kapstadt. Die "schönste Stadt der Welt", wie sie von den Südafrikanern genannt wird, ist umgeben vom Atlantischen Ozean und grünen Weinbergen. Schon beim Anflug kann man den imposanten Tafelberg sehen. Die schönsten Strände in der Umgebung sind Clifton und Camps Bay, wo sich ein atemberaubender Ausblick auf die Felsformation der Zwölf Apostel bietet. Wunderschöne Ausflüge lassen sich in die nahe gelegenen Weingüter der Winelands machen.


Garden Route

Die Garden Route ist eine beliebte Reiseroute, die auf der N2 entlang der Küste des Indischen Ozeans führt. Neben weitläufigen Sandstränden und reizvollen Küstenorten, liegt auf dem Weg auch der Tsitsikamma-Nationalpark mit einem Meeresschutzgebiet und einem Naturreservat. In der Lagune von Knysna gibt es die größte Austernfarm Südafrikas. Das Hinterland bildet die Steppenlandschaft der Karoo, wo es zahlreiche Strauße gibt.


Eastern Cape und Wild Coast

Das Eastern Cape bietet sowohl traumhafte Strände am Indischen Ozean als auch zahlreiche Möglichkeiten für Aktivurlauber. Das Zentrum der Region ist Port Elizabeth mit zahlreichen Freizeitangeboten. Nordöstlich der Stadt liegt der Addo Elephant National Park, in dem neben Elefanten auch Büffel, Kudus, Antilopen und zahlreiche andere Tiere leben. Die Wild Coast mit ihren zerklüfteten Buchten und einsamen Stränden beginnt hinter East London.


KwaZulu-Natal und Durban

Die Provinz KwaZulu-Natal bietet über 600 km Küste am Indischen Ozean und das höchste Gebirge des Landes, die Drakensberge. Mit Durban liegt hier die drittgrößte Stadt Südafrikas nach Johannesburg und Kapstadt. Viele Inder haben sich hier angesiedelt und geben der Stadt eine asiatische Prägung. Im Landesinneren liegt eine Reihe von Naturreservaten, die weniger frequentiert sind als der Krüger Nationalpark, aber sich durchaus für Tierbeobachtungen lohnen.


Gauteng und Johannesburg

In der nördichen Provinz Gauteng liegen Johannesburg, die größte Metropole Südafrikas, und Pretoria, die Verwaltungshauptstadt des Landes. Nicht weit von Johannesburg entfernt befindet sich auch das größte und bekannteste Township: Soweto. Einen Schönheitspreis wird Johannesburg zwar nicht gewinnen, aber es eines der wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Landes. Im Nordwesten von Johannesburg (ca. 150 km) liegt der riesige Vergnügungskomplex Sun City mit Casinos, Hotels, Restaurants und Theatern.


Mpumalanga und Krüger Nationalpark

Die meisten Touristen kennen von der Provinz Mpumalanga nur den Krüger Nationalpark, der der älteste und größte seiner Art in Südafrika ist. Sein Gebiet erstreckt sich über 20.000 km². In über 20 Camps können Besucher mitten im Nationalpark übernachten und auf Safaris Ausschau nach den "Big Five" halten. Die Region hat aber auch noch einiges mehr zu bieten, beispielsweise die faszinierende Bergwelt des Escarpment mit markanten Gipfeln, zahlreichen Flüssen, Schluchten und Wasserfällen.

11. Medien

Regionen & Geographie

In den meisten Hotels können deutsche Fernsehsender über Satellit empfangen werden. Deutsche Tageszeitungen sind in der Regel mit einem Tag Verspätung in größeren Hotels und teilweise auch in den Supermärkten größerer Städte erhältlich.

Telefonieren in Südafrika

Sowohl das Festnetz als auch das Mobilfunknetz ist in Südafrika gut ausgebaut, wobei das Mobilfunknetz in vielen Gebieten noch besser funktioniert als das Festnetz. In den größeren Städten gibt es flächendeckend öffentliche Telefone, die meist jedoch nur Standsäulen und keine geschlossenen Telefonzellen sind. Bei den öffentlichen Telefonen, die blau gekennzeichnet sind, kann man mit Münzen telefonieren, für die grün gekennzeichneten Telefone braucht man eine Telefonkarte. Auch in den Postämtern und an vielen Tankstellen stehen öffentliche Telefonzellen zur Verfügung. Außerdem gibt es in den größeren Städten zahlreiche Telefonshops. Auch die meisten Hotels bieten die Möglichkeit für Telefonate über das Festnetz an, allerdings meist zu sehr teuren Konditionen.

Für Handys gilt in Südafrika der GSM Standard. Das eigene Handy kann man also verwenden, wenn es GSM oder Tri-Band unterstützt. Für das Telefonieren über das Mobilfunknetz empfiehlt sich eine Prepaidkarte eines südafrikanischen Anbieters, um hohe Roamingkosten zu vermeiden.


Internationale Vorwahlnummern

LänderVorwahl
Südafrika0027
Deutschland0049
Schweiz0041
Österreich0043

Regionale Vorwahlen

In Südafrika muss immer eine dreistellige Vorwahl mitgewählt werden, auch wenn man sich in dem Gebiet befindet, für das die Vorwahl gilt. Die neun Provinzen haben jeweils eine Sammelnummer (z.B. 02 für Western und Northern Cape), die durch eine weitere Nummer für einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Gebiet ergänzt wird (z.B. 021 für Kapstadt und Umgebung). Ausgenommen sind die Notrufnummern und einige Servicenummern. Bei Auslandsgesprächen nach Südafrika muss die 0 der Ortsvorwahl weggelassen werden (also 0027 21 für Kapstadt).

Südafrikanische Telefonnummern die mit 0800 beginnen sind in der Regel kostenlos. Auf der Internetseite der Telekom South Africa findet man sowohl ein elektronisches Telefonbuch als auch die gesamten Vorwahlnummern. Die Telefonnummer für die Auskunft in Südafrika ist 1023 (ohne Vorwahl).


Kosten und südafrikanische Anbieter

Das Festnetz in Südafrika ist fest in der Hand der Telekom South Africa, Konkurrenz gibt es kaum. Telefongespräche über das Festnetz sind daher relativ teuer. Die teuerste Möglichkeit zu telefonieren sind Gespräche vom Hotelapparat, da die meisten Hotels noch höhere Tarife verlangen als die südafrikanische Telekom und darüber hinaus oft noch zusätzliche Gebühren erheben. Eine günstigere Alternative für In- und Auslandsgespräche über das Festnetz sind Telefonkarten, die man an öffentlichen Telefonen benutzen kann.

Telefonkarten bekommt man unter anderem in Postämtern, Telekomshops, Supermärkten und an Tankstellen für 20, 50, 100 und 200 Rand. Ein Ortsgespräch von ca. drei Minuten kostet aus einer öffentlichen Telefonzelle ungefähr 50 (südafrikanische) Cent. Für ein Gespräch nach Deutschland muss man ca. 6 Rand pro Minute rechnen. Telefonate von Deutschland nach Südafrika sind wesentlich günstiger. Die günstigsten Tarife für Auslandsgespräche gibt es zwischen 20.00 und 8.00 Uhr. Weitere Möglichkeiten, um die Kosten für Telefonate zu reduzieren, sind die Nutzung von Call by Call Nummern. Geld lässt sich auch sparen, wenn man sich von zuhause aus über eine Call by Call Nummer anrufen lässt.

Für das Telefonieren mit dem Handy über den heimischen Anbieter fallen Roamingkosten an. Diese können vermieden werden, wenn man eine Prepaidkarte eines südafrikanischen Netzanbieters kauft. Die größten südafrikanischen Anbieter im Mobilfunkbereich sind Vodacom, MTN und Cell C. Für die Nutzung einer solchen Karte darf das Handy keine Netzsperre haben. Man kann auch Handys mit einer entsprechenden Karte ausleihen, falls das eigene eine solche Sperre hat.

Prepaidkarten für Handys sind am Flughafen, in den Shops der Mobilfunkanbieter, in Supermärkten, an Tankstellen und in vielen anderen Läden erhältlich. In vielen davon kann man auch Handys ausleihen. Sowohl für die Miete eines Handys als auch für die Miete einer Prepaidkarte wird eine Mietgebühr erhoben, die Mietdauer beträgt in der Regel 7 oder 30 Tage. Eine Prepaidkarte bei der südafrikanischen Telekom kostet ca. 60 Rand/Woche. Aufgeladen werden kann sie mit einem Betrag zwischen 35-200 Rand. Für ein Auslandsgespräch muss man mit ca. 3 Rand/Minute rechnen.

Internet in Südafrika

Außer in sehr abgelegenen Gebieten ist der Internetempfang in Südafrika sehr gut. Viele Hotels und Restaurants bieten mittlerweile einen kostenfreien Zugang über W-LAN an. In den Flughäfen der größeren Städte sowie an zahlreihen Sehenswürdigkeiten wurden W-LAN Hotspots eingerichtet. Zudem gibt es zahlreihe Internet-Cafés, in denen das Internet für ein paar Rand pro Stunde genutzt werden kann. Die Anmeldung bei einem südafrikanischen Provider (z.B. afrihost.com) ist hingegen wegen hoher Bereitstellungsgebühren noch relativ teuer. Alternativen bieten internationale Provider, die für Südafrika günstige Tarife anbieten (z.B. GlobalNet und AOL). Teilweise lassen sich auch Prepaidkarten für das Handy zum Surfen nutzen. Diese müssen jedoch vorher freigeschaltet werden.


Mit dem Handy in Südafrika online gehen

Auch in Südafrika fallen Roamingkosten an, wenn man sich mit dem Handy in das heimische Netz einwählt. Günstiger ist es, vor Ort eine Prepaidkarte eines südafrikanischen Anbieters zu kaufen (z.B. von Vodacom, MTN oder Cell C). Teilweise bieten diese Karten nach vorheriger Freischaltung auch Zugang zum Internet. Die günstigste Möglichkeit zum Surfen im Internet findet man in den zahlreihen Internet-Cafés. In vielen Hotels und Restaurants kann man das Internet über einen W-LAN-Zugang allerdings auch kostenfrei nutzen. Kostenfreie W-LAN Hotspots gibt es teilweise an Flughäfen und an Sehenswürdigkeiten in größeren Städten.

Prepaid-Sim-Karten können bei vielen Anbietern schon vor der Reise direkt im Internet bestellt werden. Große Anbieter in Südafrika:

Vielsprachiges Radio und Fernsehn

Das öffentliche Radio in Südafrika wird durch die African Broadcasting Corporation (SABC) organisiert. Es wird in allen elf Landessprachen inklusive Englisch ausgestrahlt. Es gibt noch zahlreiche private Radiostationen wie zum Beispiel die KFM und Radio Good Hope FM am Kap.

Die Fernsehsender werden ebenfalls von der African Broadcasting Corporation (SABC) dominiert und in allen elf Sprachen inklusive Englisch gesendet. Es ist auch möglich übers Internet deutsche Fernsehsender zu empfangen. Doch kann dies durch zu schlechte Internetverbindungen nicht garantiert werden. Besser ist das Satellitenfernsehn, wobei die Firma Satelio (18 deutsche fernsehsender, 6 Radiosender) den südafrikanischen Markt erobern möchte.

Südafrikanische Post aus dem Urlaub

Seit der Umstrukturierung im Jahr 1996 funktioniert die südafrikanische Post auf europäischem Niveau. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 -16.30 Uhr und am Samstag von 8-12 Uhr. Kleinere Postämter haben häufig über Mittag geschlossen. Ein Standardbrief (Luftpost) nach Europa kostet 4,25 Rand (2016) und eine Postkarte 3,65 Rand. Briefmarken sind in Souvenirshops und Zeitschriftenläden erhältlich.

12. Weitere Tipps

Regionen & Geographie

Besonders in den größeren Städten wie Kapstadt und Johannesburg gibt es mittlerweile zahlreiche afrikanische Designer mit kleinen Labels. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, ist hier genau richtig. Ein schönes Mitbringsel sind die Straußeneier, die zu vielfältigen Produkten verarbeitet oder kunstvoll bemalt werden. Aus Straußen- und Büffelleder werden edle Lederwaren hergestellt, wie beispielsweise Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel und Schuhe. Diamanten und Goldschmuck lohnen sich ebenfalls, da sie in Südafrika zum Teil günstiger sind als in Europa. Weinliebhaber finden eine große Auswahl an hervorragenden Weinen. In der Regel ist es kein Problem, sich den Wein nachhause schicken zu lassen.

Atemberaubende Landschaften genießen

Südlich von Kapstadt befindet sich eine der schönsten Küstenstraßen der Welt: der Chapman´s Peak Drive. Von Hout Bay bis nach Noodhoek schlängelt sich die spektakuläre Küstenstraße über eine Distanz von 9 km. Wer hier noch nicht genug Aussicht genossen hat, kann weiter zum Kap der Guten Hoffnung fahren. Hier bläst einem zwar oft ein rauer Atlantikwind um die Nase, aber der kilometerweite Blick über das Meer ist einzigartig. Zurück in Kapstadt kann man dann einen grandiosen Sonnenuntergang vom Tafelberg aus genießen.

Strom in Südafrika

In den größeren Städten ist die Stromversorgung gut ausgebaut. Trotzdem kann es auch dort zu Stromausfällen kommen, die jedoch meist nicht lange dauern. Eine Taschenlampe sollte man jedoch trotzdem immer dabei haben. Abgelegene Gebiete und kleinere Orte sind teilweise noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. Auch abgelegene Camps, Farmen und Campingplätze verfügen häufig nur über ein Stromaggregat. Die Stromversorgung ist in diesen Fällen zumeist auf bestimmte Stunden beschränkt.


Stromspannung in Südafrika

Die Stromspannung beträgt in der Regel 220 -250 Volt. Die Steckdosen sind dreipolig. In den größeren Hotels gibt es teilweise im Bad eine zusätzliche Steckdose für Geräte mit 110 Volt. In einfachen Camps und teilweise auch auf Campingplätzen erfolgt die Stromversorgung häufig mit einem Stromaggregat (110 Volt).


Adapter für den Südafrikaurlaub

Für die dreipoligen Steckdosen ist ein Adapter erforderlich. Die meisten Hotels halten entsprechende Adapter vor. Kaufen kann man sie in Südafrika an den Flughäfen in den Reiseshops oder in Elektrofachgeschäften. In Deutschland bieten beispielsweise die ADAC-Shops entsprechende Stecker an. Die sogenannten Eurostecker passen in der Regel auch.

Trinkgeld in Südafrika

In Südafrika ist das Trinkgeld für viele ein wichtiges Einkommen. In Restaurants sollte es zwischen 10-15% der Gesamtsumme ausmachen. Für kleinere Gefälligkeiten wie Gepäcktragen im Hotel, Betanken des Autos oder Einweisung in einen Parkplatz sind 2-5 Rand angemessen. Trinkgeld für Hotelangestellte wird häufig als Sammeltrinkgeld gegeben, es sei denn, man möchte einen Angestellten besonders honorieren. Hier kommt es wesentlich auf die Dauer des Aufenthalts und die Preisklasse des Hotels an. Als Richtwert können 10-100 Rand für die Honorierung einer Einzelperson und 200-500 Rand für ein Sammeltrinkgeld genommen werden. Bei kürzeren Taxifahrten kann man den Betrag entsprechend aufrunden (5 Rand sollten es jedoch schon sein). Bei längeren Fahrten sind 20 Rand in Ordnung. Für Stadt- oder Safariführer sollte man, je nach Dauer und Qualität der Führung, zwischen 20-100 Rand geben.

Wie in vielen anderen Ländern trifft man auch in Südafrika immer wieder auf Menschen, die ihre Dienste anbieten (z.B. herumführen in der Stadt etc.). Ob man diese Dienste annimmt, bleibt einem selbst überlassen. Wenn sie angenommen werden, sollte in jedem Fall ein Trinkgeld gegeben werden (je nach Leistung 2-10 Rand).

Taxi fahren in Südafrika

In Südafrika halten Taxis in der Regel nicht auf Handzeichen an. Entweder man bestellt sie telefonisch oder man geht zu den Taxiständen. Die meisten Taxis sind mit Taxametern ausgestattet. Vor der Fahrt sollte man unbedingt darauf achten, dass diese auch angeschaltet sind. Sollte kein Taxameter vorhanden sein, ist es ratsam, den Fahrpreis vor Beginn der Fahrt zu verhandeln. Taxifahren ist in Südafrika günstiger als in Deutschland (ca. 10 Rand/Kilometer).

Öffnungszeiten von Geschäften in Südafrika

Die meisten Geschäfte öffnen Montag bis Freitag zwischen 8.00 bis ca. 17.00 Uhr und am Samstag zwischen 8.00-12.00 Uhr. Sonntags sind die Läden in der Regel geschlossen. Ausnahmen kann es in den großen Shopping Malls geben. Dort haben die Geschäfte teilweise auch am Sonntag geöffnet und unter Woche auch nach 17 Uhr.

Banken haben in der Regel von Montag bis Freitag zwischen 9 15.30 Uhr geöffnet und am Samstag zwischen 9-11 Uhr. Die Postöffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8.30-16.30 Uhr und am Samstag von 8- 11.30 Uhr.

Kleinere Banken und Postämter sowie Läden in kleineren Orten und ländlichen Gebieten machen teilweise eine Mittagspause.

Abhebegebühren und zusätzliche Bankgebühren in Südafrika

Für die Abhebung an Bankautomaten, den Umtausch von Bargeld und den Eintausch von Reisechecks fällt in der Regel eine Gebühr an. Die Höhe der Gebühr ist abhängig vom Betrag und vom Geldinstitut.

Einige deutsche Banken bieten die Möglichkeit einer kostenlosen Abhebung im Ausland.

Vorsicht und Bedacht in Südafrika

In Südafrika lebt eine Vielzahl wilder Tiere. Besonders die Tierreservate werden ja genau wegen ihnen besucht. Aber auch die Pflanzenwelt ist sehr vielseitig und exotisch, so dass auch ihr Vorsicht geboten ist.


Tiere

Tiere

Neben den „Big Fives“ (Büffel, Elefant, Leopard, Löwe und Nashorn) trifft man zahlreiche andere Tiere an. Beispielsweise kann es durchaus vorkommen, dass man in oder an einem Fluss auf ein Flusspferd trifft. Oberstes Gebot ist, den geltenden Vorschriften und Anweisungen des Tierreservatpersonals uneingeschränkt Folge zu leisten. Sollte man dennoch einmal unverhofft vor einem dieser Tiere stehen, gilt es Ruhe zu bewahren und sich möglichst vorsichtig in Sicherheit zu bringen. Dabei sollte das Tier niemals aus den Augen gelassen werden.

In warmen Süßgewässern wie Flüssen und Seen kann die Gefahr einer Infektion durch den Bilharzia-Parasit bestehen. Dabei handelt es sich um eine giftige Larve, die durch die Haut eindringen und sich in den Blutgefäßen festsetzen kann. Im Körper eingedrungen, kann sie sich dort zu einem Wurm von einer Länge bis zu 2 cm entwickeln und weiter verbreiten. Die Bilharziose (auch Schistosomiasis) kann zur Schädigung innerer Organe führen. Erste Symptome sind Juckreiz, nach Tagen oder auch erst nach einigen Wochen treten Fieber und Übelkeit auf. Das Auftreten solcher Symptome erfordert umgehende medizinische Hilfe.

Besonders in der Umgebung von Kapstadt gibt es "Baboons". Das sind freilaufende Paviane, die gerne Autos auseinander nehmen. Autotüren und Fenster sollten deshalb immer verschlossen sein.

An den Küsten Südafrikas tauchen immer wieder weiße Haie auf. Von Touristen Besonders frequentierte Strände werden überwacht. Sind Haie gesichtet worden, wird eine schwarze Flagge mit einem weißen Hai als Umriss gehisst. Baden sollte dann unbedingt vermieden werden. Auch an einsamen Stränden sollte auf das Baden verzichten werden.

Bei Wanderungen auf abgelegenen Wegen muss man mit giftigen Schlangen rechnen. Allerdings flüchten Schlangen in der Regel, wenn sie Geräusche hören oder Bewegungen wahrnehmen. Am besten ist es, mit einem Stock vor sich her zu schlagen und festes Schuhwerk zu tragen. Ein Biss kann unter Umständen tödlich verlaufen, deshalb ist in diesem Fall sofort ein Arzt oder Krankenhaus aufzusuchen.

Sofortige medizinische Hilfe ist auch bei einem Biss durch einen streunenden Hund erforderlich, da die Gefahr von Tollwut besteht.


Pflanzen

Pflanzen

In Südafrika ist die Kandelabereuphorbie relativ weit verbreitet, da sie häufig als Schutz vor wilden Tieren angebaut wird. Sie gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Der weiße Saft der Pflanze ist extrem giftig. Nur wenige Tropfen davon in den Augen können zur Erblindung führen. Auf der Haut können die Tropfen schwere Verbrennungen hervorrufen. In jedem Fall muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.


Naturphänomene

Naturphänomene

An einigen Stränden in Südafrika kann es gefährliche Strömungen geben. Auch zu starke Brandungen können eine Gefahr darstellen, insbesondere am Atlantischen Ozean. Die meisten Strände sind mit entsprechenden Warnschildern versehen. Ein rotes Viereck weist darauf hin, dass das Baden an diesem Strand gefährlich ist. Ein gelbes Schild mit einem schwarzen Kreis zeigt an, dass nur in einem Abschnitt von 200 Metern links und rechts des Schildes gebadet werden darf. Beaufsichtigte Strände sind mit einem Viereck gekennzeichnet, das halb gelb und halb rot ist.