Urlaub in Spanien Alle Informationen die du vor einer Reise nach Spanien brauchst: Wetter, Gesetze, Unterkünfte, Essen, Regionen, Tipps & mehr!

1. Allgemeine Informationen

Länderflagge

Spanien, das zusammen mit Portugal die iberische Halbinsel bildet, hat etwa 47 Millionen Einwohner. Davon leben etwas mehr drei Millionen in der Hauptstadt Madrid, die das kulturelle und auch geographische Zentrum des Landes bildet. Die meisten Menschen leben entlang der Küsten oder auf den spanischen Inseln während das Landesinnere eher dünn besiedelt ist.

Zahlungsmittel - Der Euro

Wechselkurs

Wechselkurs

In Spanien wird mit dem Euro bezahlt. Daher ist kein Geldwechsel für den Urlaub in Spanien notwendig. Sind noch Peseten aus einem vorhergehenden Urlaub in Spanien vorhanden, können diese bei der Banco de España noch auf unbegrenzte Zeit in Euro umgetauscht werden. Der Wechselkurs beträgt 1 Euro = 166,386 Peseta.


Banknoten

Banknoten

Seit 2002 hat der Euro in Spanien die Peseta abgelöst. Damit gehörte Spanien zu den ersten Ländern, die die neue, europäische Gemeinschaftswährung übernommen haben. Banknoten und Münzen sind in Wert, Aussehen und Beschaffenheit wie in Deutschland erhältlich. Niedrigste Münzwert ist 1Cent, der höchste Münzwert ist 2Euro. Niedrigste Banknote ist 5Euro, höchste Banknote ist 500Euro.


Bezahlung

Bezahlung

In Spanien werden alle gängigen Geldkarten akzeptiert. Auf Märkten, Kunsthandwerkermärkten oder in sehr kleinen Läden wird Barzahlung gewünscht bzw. sogar vorausgesetzt. Kleinere Beträge werden in der Regel bar bezahlt, im Restaurant ist die Bezahlung mit einer EC- oder Kreditkarte zwar oftmals möglich, aber nicht überall üblich. In Barcelona wird generell empfohlen, nicht zu viel Bargeld bei sich zu tragen, da Taschendiebe auf der belebten Rambla und den engen Gassen der Altstadt leichtes Spiel haben.


Mit der Kreditkarte / EC-Karte nach Spanien

Mit der Kreditkarte / EC-Karte nach Spanien

In Spanien werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Bei der Zahlung mit der Kreditkarte entfällt der sogenannte Auslandszuschlag, da Spanien zur Eurozone gehört.


Geldautomaten

Geldautomaten

Geldautomaten sind in Spanien wie in Deutschland in Banken untergebracht. Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es einen öffentlich zugänglichen Geldautomaten, an dem man mit der Kreditkarte (PIN wird benötigt) Geld abheben kann. Viele Automaten bieten eine deutsche oder zumindest englische Sprachfunktion an. Es ist auch möglich, Geld mit der EC-Karte abzuheben. Dann können aber Gebühren anfallen, die nicht zwangsläufig vor der Transaktion angezeigt werden und später als Belastung auf dem Konto erscheinen. Diese kann je nach Bank recht hoch ausfallen (fünf Euro und mehr). Zum einfacheren Nachvollziehen der Transaktion sollte man eine Quittung am Automaten ausdrucken und aufbewahren. In Spanien gilt wie überall, dass die PIN für Dritte nicht sichtbar eingegeben werden soll.


Lebenshaltungskosten im Urlaub in Spanien

Die Lebenshaltungskosten in Spanien richten sich nach den geplanten Aktivitäten und der Ferienregion. Barcelona und Madrid zählen zu den teuersten Städten der Welt und das schlägt sich auf die Reisekasse nieder. Ein Abendessen mit unterschiedlichen, vegetarischen und nicht-vegetarischen Tapas kostet etwa zehn bis 20 Euro in einem Restaurant des mittleren Niveaus, ein Kaffee unter zwei Euro. Insgesamt sind die Kosten für Grundnahrungsmittel in Spanien im Supermarkt oder auf dem Markt etwa mit dem deutschen Preisniveau in Deutschland zu vergleichen. Kinokarten kosten zwischen sieben und neun Euro, die Preise für Karten einer Opernaufführung im Liceu in Barcelona reichen von etwas über 20 bis in den mehrstelligen Bereich.

Hola España - Hallo Spanien

In Spanien wird Spanisch gesprochen, eine der Weltsprachen. Je nach politischer Orientierung wird die Landessprache auch als Kastilisch bezeichnet. Das iberische Spanisch weist einige Unterschiede zu den südamerikanischen Varianten auf, die sich unter anderem in unterschiedlichem Vokabular bemerkbar machen. Spanisch besitzt viele Cognomen mit dem Englischen, sodass das Vokabellernen meistens keine Schwierigkeiten bereitet. In Spanien gibt es viele Sprachschulen, die Ferienkurse anbieten. Spanier haben zumeist keine Schwierigkeit, Portugiesisch und Italienisch zu verstehen.

In Spanien gibt es einige Regionalsprachen, wobei das Katalanisch und Baskisch die bekanntesten sind. Natürlich ist die Freude im Baskenland oder in Katalonien groß, wenn man als Tourist die Begrüßung in der Regionalsprache beherrscht, aber zur Kommunikation ist in den meisten Fällen das Kastilische völlig ausreichend. Englisch wird von großen Teilen der Bevölkerung gesprochen. Gerade die jüngere Generation beherrscht diese lingua franca meist fließend, aber auch ältere Spanier haben solide Englisch-Kenntnisse. Häufig haben viele Spanier auch einige Deutschkenntnisse erworben, gerade in Touristenhochburgen ist eine Verständigung auf Deutsch problemlos möglich. Aber auch in ländlicheren Regionen gibt es Spanier mit Deutschkenntnissen, die für eine grundlegende Kommunikation ausreichend sind. Generell sind Spanier sehr bemüht, Touristen zu verstehen – zur Not mit Händen und Füßen und viel Humor.


Offizielle Amtssprache in Spanien

Amtssprache in Spanien ist das kastilische Spanisch. Im Baskenland und in Teilen von Navarra ist das Baskische/Euskara zweite Amtssprache seit den Demokratisierungsprozessen der 1970er Jahre. Dieses sprachliche Erbe wird intensiv gepflegt. Neben dem Baskischen gibt es weitere Sprachen, die in Spanien gesprochen werden. Dazu gehören Katalanisch, das die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens immer wieder befeuert, Aragonesisch, Asturleonesisch, Galicisch und Fala, die aber nur eine enge regionale Bedeutung haben. Alle Sprachen, mit Ausnahme des Baskischen, sind romanische Sprachen und verwandt mit dem Portugiesischen, Italienischen, Französischen, Okzitanischen, Rumänischen und Latein.


Die 30 wichtigsten Wörter auf Spanisch

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DeutschSpanisch
Hallo¡Hola!
Guten Tag¡Buenos días!
Auf Wiedersehen¡Hasta la vista!
Ja
Neinno
Danke¡Gracias!
Bitte!¡De nada!
Prost!¡Salud!
EntschuldigungPerdón
Hilfe!¡Ayuda!
Toiletteservicio, baño, aseos
Ich heiße ...Me llamo ...
Ich hätte gerne ...Quisiera ...
Was kostet ...?¿Cúanto cuesta ...?
Zahlen bitte!¡La cuenta, por favor!
Ich spreche kein spanisch.No hablo español.
Eingangentrada
Ausgangsalida
DeutschSpanisch
einsuno
zweidos
dreitres
viercuatro
fünfcinco
sechsséis
siebensiete
achtocho
neunnueve
zehndiez
Montaglunes
Dienstagmartes
Mittwochmiércoles
Donnerstagjueves
Freitagviernes
Samstagsábado
Sonntagdomingo

Das Christentum in Spanien

Das Christentum in Spanien

Spanien ist ein katholisches Land und kirchliche Traditionen werden hochgehalten. Dazu gehören Stadt- oder Regionalheilige und deren Prozessionen und Umzüge, eine sehr traditionelle Semana Santa zu Ostern, bei der maskierte Männer mit Fackeln in der Dunkelheit durch die Städte ziehen, und eine im Vergleich sehr niedrige Scheidungsrate. Erst vor zehn Jahren wurde das Scheidungsrecht in Spanien modernisiert. Neben dem Katholizismus haben sich auch andere Religionen in Spanien verbreitet. Dazu gehören das Judentum, der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus.

Religionen werden von der spanischen Verfassung geschützt und haben ihre eigenen Gebets- und Andachtsstätten eingerichtet.

Spanien eine parlamentarisch-demokratische Erbmonarchie

Spanien hat ein Mehrparteiensystem, das sich in den letzten Jahren weiter ausdifferenziert hat und das gesamte politische Spektrum von nationalkonservativ bis sozialistisch abdeckt. Die Wirtschaftskrise, die das Land hart getroffen hat, hat viele sogenannte Protestparteien wie Podemos hervorgebracht, die Sparkurse kritisieren und einen großen Zulauf in der Bevölkerung haben. Es ist nicht absehbar, ob sich diese Parteien etablieren können. Regionale Parteien haben einen lokal begrenzten großen Einfluss. Gerade seit der Wirtschaftskrise von 2008 ist das politische Leben auf der Straße aktiver geworden und es gibt viele Demonstrationen und Kundgebungen.


Staatsform und Regierungssystem in Spanien

Mit dem Tod des Diktators Franco 1975 wurde die sogenannte Transición eingeleitet, aus der Spanien als parlamentarische Monarchie hervorging, die seit 1982 als etabliert gilt. Die fast vierzig Jahre andauernde Franco-Diktatur hat Spuren in der Bevölkerung hinterlassen, die teilweise als traumatisch gelten. Als Tourist sollte man diese Zeit nicht ansprechen und auf gar keinen Fall die Sprache auf die Familiengeschichte während der Diktatur bringen. Spanien ist weit davon entfernt, diese Zeit aufzuarbeiten oder zu verarbeiten. Viele Menschen gelten immer noch als verschollen und Massengräber von politischen Gegnern werden teilweise heute noch gefunden.

Besondere religiöse Feiertage in Spanien

Der Kalender ist in Spanien stark geprägt von kirchlichen Feiertagen. Dazu gehört am 06. Januar Epiphanias (Heilig Drei König), am 19. März der Josefstag, große Feierlichkeiten zu Ostern (Viernes Santo - Karfreitag, Domingo de Resurrección - Ostersonntag), die Feiern zu Ehren des Heiligen Jakobus am 25.Juli, des Nationalheiligen Spaniens. Ebenso Asunción de la Virgen (Mariä Himmelfahrt) am 15. August. Dann wird am 12.Oktober der "Entdeckung" Amerikas durch Kolumbus gedacht. Am 1.November ist Todos los Santos (Allerheiligen). Weiter geht es mit der La inmaculada (Mariä Empfängnis) am 08. Dezember und natürlich Weihnachten am 25.Dezember. (Heilig Abend ist in Spanien nicht verbreitet, die Weihnachtsfeierlichkeiten beginnen mit dem 25. Dezember.) Viele religiöse Feiertage sind auch offizielle Feiertage.

Zusätzlich zu den überegionalen / nationalen religiösen Feiertagen kommen noch zahlreiche regionale Fiestas hinzu, welche nur selten einen Tag dauern.


Nationale Feiertage in Spanien

MonatTagFeiertag
Januar1.Año Nuevo - Neujahr
Februar-
März-
April-
Mai1.Día del Trabajo - Tag der Arbeit
Juni-
Juli-
August-
September-
Oktober12.Fiesta Nacional de España - Spanischer Nationalfeiertag
November-
Dezember6.Día de la Constitución - Tag der spanischen Verfassung

Notfallnummern für einen Urlaub in Spanien

In Spanien braucht man wie auch in anderen europäischen Ländern weder Guthaben auf dem Handy noch eine PIN zur Entriegelung des Mobilgeräts, um Notfallnummern wie Polizei oder Krankenwagen bzw. Sanitäter anzufordern. Auch in Spanien gibt es die Notrufsäulen am Straßenrand, mit denen man nicht nur eine Panne melden kann, sondern auch medizinische oder polizeiliche Hilfe erhält. Durch einen Anruf mit einer Notrufsäule wird der Standort automatisch mitgesendet, was bei in einem fremden Land große Vorteile hat. Hier ist man auch vom Empfang des Handynetzes unabhängig.

NotfallbereichNotfallnummer
Erste Hilfe/Notarzt061 oder 112
Feuerwehr085
Polizei062 oder 112
Deutsche Botschaft(0034) 91 557 90 00 - Madrid
Zentrale Notrufnummer des Auswärtigen Amts(0049) (0)30 18-17-2000
Zentraler Sperrnotruf für Kreditkarten (90% aller Finanzinstitute)

(0049) 116 116

(0049) (0)30 405040 50 - bessere Erreichbarkeit aus dem Ausland


Medizinische Notfälle

Den Notarzt verständigt man in Spanien über die Rufnummer 061 (ohne Vorwahl). Aber auch über die internationale Notrufnummer 112 erreicht man medizinische Hilfe.


Polizei

Auch die Polizei erreicht man über die 112. Darüber hinaus kann man mit der Feuerwehr (Bombero) über die 085 Kontakt aufnehmen. Für toxikologische Unfälle kann man die Feuerwehr oder den internationalen Notruf kontaktieren, aber das nationale Institut für Toxikologie erreicht man über die 91 562 04 20.


Banken

Ist im Urlaub die EC- oder Kreditkarte gestohlen worden oder hat man sie verloren, kann man die Karte jederzeit über folgende Nummer sperren lassen: 0049 116 116. Je nach Kreditkarteninstitut gibt es zusätzlich spezielle Notfallnummern. Mit der oben genannten Nummer kann man auch den Zugang zum Online-Banking sperren lassen und die eigene SIM-Karte im Handy deaktivieren lassen.

Geduld und Flexibilität - Das Zeitverständniss der Spanier

Angeblich gilt in Spanien das Motto „mañana, mañana“. Diese Gelassenheit, wenn es um Termine und deren Einhaltung geht, ist besonders spürbar bei handwerklichen Arbeiten, die innerhalb eines bestimmten Zeitplans absolviert werden sollen. Der Tag strukturiert sich in Spanien anders als in Deutschland: Die Mittagspause ist sehr lang (Siesta), um die im Sommer sengende Mittagshitze zu umgehen. Dafür ist der Arbeitsalltag wesentlich länger. Dementsprechend strukturieren sich auch die Essgewohnheiten und –zeiten. Vor 21 Uhr am Abend wird selten zu Abend gegessen und die Straßen sind auch in späten Stunden voller Leben. Einige Supermärkte haben rund um die Uhr geöffnet, andere Geschäfte schließen über die Mittagszeit, manchmal bis 17 Uhr.

Zeitzone

Spanien gehört zur gleichen Zeitzone wie Berlin - Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). Die Kanaren, autonome Gemeinschaft Spaniens vor der Küste Afrikas gelegen, sind in der gleichen Zeitzone wie London - Westeuropäische Zeit (WEZ) - beheimatet.


Zeitverschiebung

Es gibt keine Zeitverschiebung zu Deutschland. Ausnahmen sind die Kanarischen Inseln, bei welchen zu Deutschland -1 Stunde gerechnet werden muss.


Winter-Sommer-Zeit

Auch in Spanien wird auf die Winter- bzw. Sommerzeit umgestellt. Das gilt auch für die Kanaren. Zeitpunkt der Umstellung ist jeweils das letzte Wochenende im März für die Sommerzeit und das letzte Wochenende im Oktober für die Winterzeit.

2. Das Wetter

Wetter

Obwohl die meisten Menschen Spanien mit Sonne, Sommer und Strand verbinden, gibt es auf der iberischen Halbinsel verschiedene Klimazonen: An der Nordküste herrscht ein mildes Klima mit im Vergleich vielen Niederschlägen, während im Landesinneren kontinentalere Einflüsse auftreten und man an der Mittelmeerküste heiße Sommer und milde, aber regnerische Winter vorfindet.

Das Wetter in Spanien

Die Klimatabelle Spaniens zeigt über das Jahr verteilt ganz unterschiedliche Werte und regionale Unterschiede können bisweilen beträchtlich sein. Sonnenschein ist aber im Sommer gerade im Süden und Landesinneren eine verlässliche Konstante des Wetters, während man im Norden unter Umständen auch eine Regenjacke im Gepäck haben sollte, da die Küste an der Biskaya von maritimem Klima geprägt ist, das kurze Schauer mit sich bringt.


Klimatabelle Spanien (Madrid)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen11°C
6°C
13°C
8°C
17°C
8°C
18°C
11°C
23°C
17°C
29°C
23°C
33°C
26°C
32°C
25°C
27°C
21°C
20°C
15°C
14°C
10°C
11°C
7°C
Sonnenstunden4h4h5h6h9h10h12h11h8h7h5h4h
Niederschlag10d7d9d11d12d5d3d4d7d12d10d12d

Temperaturen

Madrid, im geographischen Zentrum der iberischen Halbinsel gelegen, weist ein kontinentales Klima auf. Im Winter, besonders in den Nächten, fällt das Thermometer im Minimum bis in den zweistelligen Minusbereich. Die Sommer sind in der spanischen Hauptstadt dafür sehr heiß und knacken die 40-Grad-Marke. Die Nächte bringen mit weit über zwanzig Grad nur eine geringe Abkühlung. An der Nordküste Spaniens wird es im Sommer nicht so heiß, die Temperaturen liegen hier zwischen 20 und 30 Grad, und die Winter werden nicht so knackig kalt. Auf den Gipfeln der Picos de Europa liegt allerdings im Winter Schnee und es gibt einige, kleine Skigebiete. An der Mittelmeerküste klettert das Thermometer im Sommer auf über 30 Grad und fällt im Winter auf Werte zwischen 15 und 20 Grad.


Regen

Madrid gehört zu den trockensten Regionen Spaniens. Hier fällt der meiste Niederschlag (durchaus auch Schnee) in den Wintermonaten zwischen Oktober und Februar. Ähnlich sieht das Bild für die Mittelmeerküste aus, auch wenn hier etwas mehr Niederschlag fällt und Schnee natürlich ausgeschlossen ist. Im Norden Spaniens fällt ungefähr doppelt so viel Regen wie in Madrid und die Schauer verteilen sich auf das ganze Jahr. Am trockensten ist es im Juli. Mit durchschnittlichen Minimaltemperaturen von etwa fünf Grad muss man nicht mit Schnee rechnen, auch wenn Frost selten möglich ist.


Jahreszeiten

Im Gegensatz zu den Tropen gibt es in Spanien durchaus ausgeprägte Jahreszeiten, die sich zum einen über die Temperatur, aber auch über den Niederschlag bestimmen lassen. An der Mittelmeerküste beginnt der Frühling wesentlich früher im Jahr und bereits im Februar kann man schöne und sonnige Tage am Meer verleben. Bis weit in den Herbst hinein ist es sonnig und warm. In Madrid ist der Winter oftmals kalt, es fällt Schnee oder Frost bedeckt den Boden. Eine ausgeprägte Übergangszeit ist nicht spürbar. An der Nordküste sind die Übergänge zwischen den Jahreszeiten wesentlich sanfter, auch wenn hier das Frühjahr meistens etwas früher beginnt und der Sommer einen etwas längeren Atem hat als in Deutschland.

Spanien - verschiedene Regionen zu unterschiedlichen Jahreszeiten

Spanien ist für viele das ganze Jahr über ein Urlaubsziel. Für den Strandurlaub sind natürlich die Sommermonate beliebt, aber auch der frühe Herbst bis in den Oktober hinein ist für einen Badeurlaub empfehlenswert. Möchte man die kulturellen Schätze der Landeshauptstadt oder Barcelonas erkunden, bieten sich der Spätherbst und der Vorfrühling an. Ein Urlaub im Norden ist ab Mai empfehlenswert und bis September ist das Wetter meist warm und beständig. Wanderungen auf dem Jakobsweg sollte man möglichst im Frühling oder Herbst unternehmen: Die Winter können kalt und regnerisch sein, während die Sommer für längere Märsche mit Gepäck zu heiß sein können.

3. Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Spanien ist seit 1986 Mitglied der Europäischen Union und damit auch Mitglied des Schengener Raums. Für deutsche Staatsbürger oder Staatsbürger eines anderen europäischen Staates bzw. eines Mitgliedsstaats des Schengener Abkommens ist die Einreise nach Spanien daher problemlos mit einem gültigen Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) möglich. Ein Visum wird nicht benötigt.

Visum für Spanien

Das Schengener Abkommen erlaubt es alles Staatsbürgern der Europäischen Union ohne Visum nach Spanien einzureisen. Da in Europa die Freizügigkeit für EU-Bürger besteht, ist auch ein längerer Aufenthalt in Spanien möglich. Einzige Bedingung ist das Mitführen eines gültigen Ausweisdokumentes (Reisepass oder Personalausweis).

Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht mehr mit dem Reisepass der Eltern einreisen. Auch sie benötigen wie Kinder über 10 Jahre einen Kinderausweis mit Lichtbild.

Die aktuellesten Informationen, ob ein Visum nötig ist, sind beim Auswärtigen Amt unter Spanien - Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu finden.

Abgesichert in Spanien - Versicherungen im Urlaub

Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bieten unterschiedliche Versicherungen an für eine Reise nach Spanien. Dazu gehören Reiserücktrittskostenversicherungen bzw. Stornoversicherungen, Gepäckversicherungen und teilweise auch Krankenversicherungen. Ob man diese Versicherungen für nötig erachtet und dazu bucht, hängt ganz von der persönlichen Situation ab. Manche Versicherungsangebote erweisen sich allerdings von vornherein als überflüssig, da sie von den Versicherungen in Deutschland ohnehin abgedeckt werden.


Krankenversicherung

Krankenversicherung

Viele Versicherungen bieten eine sogenannte Auslandskrankenversicherung oder Reisekrankenversicherung an, die grundsätzlich immer sinnvoll ist, denn im Ausland können Kosten für eine medizinische Behandlung schnell ins Astronomische steigen. Bei dieser Versicherung sollte man darauf achten, wie lange der Versicherungsschutz im Ausland besteht. Das ist unerheblich, wenn man einen kurzen Urlaub plant. Möchte man allerdings über vier Wochen in Spanien verbringen, sollte man sich mit den Konditionen vertraut machen. Auch die Klauseln zum Rücktransport nach Deutschland können Stolperfallen beinhalten. Formulierungen wie „medizinisch sinnvoller Krankenrücktransport“ laden zu juristischen Auslegungen ein. Auf der sicheren Seite ist man, wenn die Versicherung einen Rücktransport nach Deutschland auf jeden Fall übernimmt.


Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Die deutschen Kfz-Versicherungen sind auch im europäischen Ausland bei Unfällen mit Personenschäden gültig. Normalerweise ist das Nummernschild für die Polizei ausreichender Beweis eines bestehenden Versicherungsschutzes, aber um auf der sicheren Seite zu sein, ist es sinnvoll, die Versicherungsunterlagen im Gepäck oder Handschuhfach zu haben. Dass Zulassung und Führerschein ohnehin mit an Bord sein sollten, versteht sich von selbst. Vor dem Antritt der Reise sollte man sich über die Verkehrsregeln vertraut machen. Dazu gehören Geschwindigkeitsbegrenzungen und Regeln für Handys am Steuer, Warnwesten etc. Es lohnt sich auch, vor Reiseantritt nachzusehen, in welchem Zustand der Verbandskasten und evtl. das Ersatzrad sind.


Versicherungen für Mietfahrzeuge

Versicherungen für Mietfahrzeuge

Oftmals kann man über das Internet günstig Autos, Motorräder, Boote oder andere Fortbewegungsmittel mieten und dabei in Ruhe und in der eigenen Sprache die Mietbedingungen studieren. Besonders sollte man auf eine Vollkaskoversicherung achten. Durch die sogenannte Mallorca-Police, die die Deckungssumme bei Unfällen mit Personen- oder Sachschäden auf das deutsche Niveau (Personenschäden 2,5 Millionen Euro, Sachschäden 750.000 Euro) anhebt.


Reiseversicherung

Reiseversicherung

Viele Reiseveranstalter bieten bei der Buchung den Abschluss einer Reiseversicherung an. Gerade Fluggesellschaften offerieren Gepäckversicherungen. Selten wird allerdings das Gepäck bei einer Flugreise beschädigt, zerstört oder geht gänzlich verloren. Besonders bei Flügen mit einer Zwischenlandung mit nur sehr kurzem Aufenthalt im Transferbereich kann es allerdings vorkommen, das man am Ankunftsort auf das Gepäck eine Weile verzichten muss. Dann stellt die Fluggesellschaft allerdings häufig einen Gutschein für die nötigsten Anschaffungen aus. Trotz einer abgeschlossenen Diebstahlversicherung ist man verpflichtet, seine Wertsachen im Safe (entweder im Zimmer oder Hotel) aufzubewahren. Ansonsten liegt grobe Fahrlässigkeit vor und die Versicherung zahlt nicht.

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Wichtige Regeln und Verhaltensweisen für den Spanienurlaub

Gerade Gesetze, die mit Drogenkonsum und Rauchen in Verbindung stehen, sind in Spanien deutlich strenger als in Deutschland. Auch die Kleiderordnung wird in bestimmten Fällen konservativer gesehen. Bei polizeilichen Protokollen bei Diebstahl, Verkehrsunfällen oder ähnliche Vorkommnissen sollte man immer darauf achten, dass man nichts unterschreibt, was man nicht versteht.


Verkehr

Verkehr

Zum Führen eines Fahrzeugs ist man durch den entsprechenden Führerschein berechtigt. Einen internationalen Führerschein benötigt man in Spanien nicht mehr, da das Land Mitglied der EU ist und damit den nationalen Führerschein anerkennt. Weiterhin ist es sinnvoll, die Versicherungsunterlagen dabei zu haben. In Spanien ist man, wie in Deutschland auch, verpflichtet, mindestens eine Warnweste im Auto mitzuführen. Im Straßenverkehr sollte man die richtige Balance zwischen den Regeln und dem flotten Fahrstil der Einheimischen finden – normalerweise bereitet das allerdings keine weiteren Probleme.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Drogenkonsum steht in Spanien grundsätzlich unter Strafe. Hier gibt es keine Unterscheidung zwischen dem Besitz zum Eigenkonsum und dem Handel mit Drogen. Seit einigen Monaten sind die Gesetze in dieser Hinsicht weiter verschärft worden und die Strafen liegen zwischen zehn und über einer halben Million Euro oder Gefängnisstrafen.

Alkohol wird laut Gesetz in ganz Spanien nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft. Ob dieses Gesetz eingehalten wird, liegt an den Verkäufern und der Alkoholart. Die Promillegrenze zum Autofahren sind regional unterschiedlich, liegen aber im Durchschnitt höher als in Deutschland. Konsum von Alkohol auf offener Straße ist untersagt.


Nacktheit

Nacktheit

In Spanien gibt es Strände unter anderem an der Costa del Sol, die den Anhängern der Freikörperkultur vorbehalten sind. Dazu gehören auch Hotels, die entsprechende Angebote bereithalten. Insgesamt ist Nacktheit in der Öffentlichkeit, und dazu gehört auch Nacktbaden, aber verboten. Strafen von bis zu 300Euro können bei Missachtung fällig werden. Sonnenbaden ohne Bikini-Oberteil ist jedoch kein Problem. Besucht man Kirchen, sollte man darauf achten, dass die Schultern bedeckt sind und die Hosen und der Rock nicht ganz so kurz geraten sind. Generell ist die Kleidung in Spanien, besonders für Männer, eher konservativ. Lange Hosen und gebügeltes Hemd werden beim Restaurantbesuch am Abend erwartet – egal was das Thermometer sagt.


Kulturschätze

Kulturschätze

Neben Strand und Meer hat Spanien eine Vielzahl von kulturellen Stätten zu bieten, die einen Ausflug und eine Besichtigung lohnen. Hier gilt, wie quasi überall, dass man sich an Verbote zu halten hat. Dazu können je nach Monument Fotografieren, Betreten bestimmter Bereiche oder Telefonieren gehören. Hat man Kunst erworben und will diese ausführen, sollte man sich über die Bedingungen informieren: Werke lebender Künstler werden normalerweise nicht als "Güter von kulturellem Interesse" eingestuft und können exportiert werden. Anders sieht das bei Gegenständen verstorbener Künstler. Die Regionen regeln die Einstufung selbstständig und man sollte eine entsprechende Genehmigung zur Ausfuhr erwirken.


Zoll

Zoll

Reisen innerhalb der Europäischen Union - Ein-/Ausreise Deutschland - Ein-/Ausreise Spanien

  • Bargeld
    • Es müssen nach dem deutschen Zollgesetz Barmittel und gleichgestellte Zahlungsmittel ab 10.000 € auf Befragen beim deutschen Zoll angemeldet werden.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Waffen
    • Für die Einfuhr und Ausfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Tabak
    • 800 Stück Zigaretten
    • 400 Stück Zigarillos
    • 200 Stück Zigarren
    • 1kg Tabak
  • Getränke
    • 10 Liter Spirituosen
    • 10 Liter Alkoholhaltige Süßgetränke
    • 20 Liter Zwischenerzeugniss (z.B.: Sherry, Portwein)
    • 60 Liter Schaumwein
    • 110 Liter Bier
    • 10kg Kaffee
    • 10kg Kaffeehaltige Waren

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Allgemeine Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Einfuhr nach Deutschland und Ausfuhr aus Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden sowie die Reisefreimengen.

Die spanische Botschaft in Berlin erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhr- und Einfuhrbestimmungen aus und nach Spanien.

Besondere Gebiete

Ceuta und Melilla, obwohl Teil von Spanien, gehören nicht zum Zollgebiet der EU, sodass dort besondere Bestimmungen gelten. Gleiches gilt für die Kanaren, welche zwar zum Zollgebiet der EU zählen, jedoch nicht Teil des europäischen Steuergebiets sind. Für all diese Gebiete gelten die Zollbestimmungen für nicht EU-Staaten.


Diebstahl

Diebstahl

In den Touristenhochburgen in Spanien haben besonders Taschendiebe natürlich Hochkonjunktur. Gerade Barcelona ist dafür bekannt, dass man hier schnell im Gedränge auf der Rambla oder in der U-Bahn Opfer eines Diebstahls werden kann. Hat man eine Versicherung abgeschlossen, sollte man immer die Polizei rufen, da eine Auszahlung meist nur anhand eines polizeilichen Protokolls vorgenommen wird. Der Dieb allerdings wird meist nicht gefasst. Ansonsten ist der Hotelsafe ein sicherer Aufbewahrungsort für wertvollen Schmuck, große Menge von Bargeld oder EC- und Kreditkarten, die man nicht unbedingt benötigt. Wird eine dieser Karten gestohlen, sollte man sie umgehend über die Notrufnummer sperren lassen.


Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Rauchen in der Öffentlichkeit ist in Spanien stark eingeschränkt worden. Es gilt absolutes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, in der Nähe von Krankenhäusern und Spielplätzen sowie an Flughäfen. Raucherbereiche in Restaurants sind selten geworden.

Kinder müssen am Strand von Eltern oder Erziehungsberechtigten beaufsichtigt werden – hier drohen ansonsten mehrere hundert Euro Strafe.

Das Fotografieren von Polizisten ist seit kurzer Zeit verboten.

Reisebestimmungen für Hunde und andere Tiere für Spanien

Will man mit dem Haustier nach Spanien reisen, muss dies immer in Begleitung des Halters oder einer anderen Person sein. Es muss möglich sein, das Tier zu identifizieren und seinem Halter zuzuordnen. Entsprechende Gesundheitszeugnisse müssen auch in spanischer Sprache vorliegen. Hunde dürfen im Sommer in vielen Regionen nicht mit an den Strand.

Wichtig ist ebenfalls sich vorher über die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland zu informieren.

Einen guten Überblick über die Bestimmungen und Tipps für das Reisen mit Tieren gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Einreisebestimmungen

Tiere, die älter als drei Monate und eine Tollwutimpfung haben, können nach Spanien einreisen. Für Vögel gelten durch die Vogelgrippe besondere Bestimmungen zur Einreise. Generell sollte jedes Tier gechippt bzw. tätowiert sein, damit eine eindeutige Identifizierung und Halterfeststellung möglich ist. Außerdem gehört der Heimtierausweis ins Gepäck. Pro Halter sind nicht mehr als fünf Tiere gestattet. Zusätzlich gilt, dass die Tiere nicht den Besitzer wechseln dürfen bzw. mit einem anderen Halter ausreisen dürfen, da ansonsten Handel mit Heimtieren vorliegt und dort gesonderte Bestimmungen gelten. In einigen Regionen Spaniens gilt Maulkorbpflicht. Reist das Tier im PKW, muss es entsprechend gesichert sein (Transportkorb etc.).


Impfungen

Jedes Tier muss über eine Tollwutimpfung verfügen, die nicht jünger als 21 Tage sein darf, damit der Impfschutz in Kraft treten kann. Tiere unter drei Monate bzw. 15 Wochen haben noch keine solche Impfung und dürfen deshalb nicht einreisen. Eine entsprechende Bescheinigung über die Impfung muss mitgeführt werden. Weitere Impfungen, unter anderem gegen die Stuttgarter Hundeseuche oder gegen die Katzenseuche, werden normalerweise vom Tierarzt in Deutschland routinemäßig durchgeführt und in Spanien muss darüber kein Nachweis erbracht werden. Den Impfpass für das Tier sollte man trotzdem mitnehmen: Falls ein Tierarztbesuch in Spanien nötig wird, ist der Veterinär über bereits vorliegende Immunisierungen informiert.

4. Unterkünfte

Unterkünfte

Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer innerhalb der europäischen Union und wird von vielen Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Erwartungen an ihren Urlaub besucht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es im Land eine Vielzahl von unterschiedlichen Unterkunftsarten gibt, die für jeden Geschmack und Geldbeutel das Passende bereithalten.

Großes Hotel versus private Unterkunft - viele Möglichkeiten der Unterkunft in Spanien

Hotels sind die am weitesten verbreitete und beliebteste Unterkunftsart in Spanien. Sowohl internationale wie auch nationale Ketten unterhalten im Land Hotels, die nach spanischen und internationalen Standards zertifiziert sind und über Reisebüros oder das Internet einfach und schnell zu buchen sind. Die Preise staffeln sich nach Ort, Reisesaison und Ausstattung des Hotels von ungefähr 50 Euro pro Nacht. Die Preisskala ist nach oben hin offen. Inzwischen gibt es auch viele privat oder familiär geführte Hotels, die einen individuellen Charme haben und sich von den berüchtigten Bettenburgen an den Stränden abheben.

Einen guten Überblick über die Hotels in Spanien bieten folgende Anbieter:

Zu den günstigeren Reisezeiten gehören der Winter (abgesehen von Weihnachten und Silvester), der frühe Frühling (Februar und März, außer Ostern) und der Spätherbst (je nach den Herbstferien in den einzelnen Bundesländern).

Zahlreiche Hostels in Spanien

Inzwischen ist Spanien ein beliebtes Ziel von Jugend- und Sprachreisen oder auch Klassen- und Kursfahrten geworden, sodass sich ein breites Angebot an Jugendherbergen oder Hostels etabliert hat. Hostels sind nicht zu verwechseln mit sogenannten Hostals, die zwar einfachere Unterkünfte sind, in denen meist kein Frühstück angeboten wird, die sich aber nicht nur an ein jüngeres Publikum richten. In allen größeren Städten gibt es Hostels; entlang des Jakobswegs in Nordspanien findet man Pilgerherbergen, die gerne von den Wanderern auf der Route nach Santiago de Compostela genutzt werden und ebenfalls sehr günstig, aber meist auch spartanisch sind. Achtung: Hier ist eine Reservierung nicht möglich und es gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Ist die Herberge voll, muss man eben weiterwandern.

Für die Suche nach dem perfekten Hostel in Spanien helfen folgende Portale:

Häuser und Ferienwohnungen in Spanien

Ferienwohnungen, Apartments oder ganze Häuser für einen individuellen Urlaub in Spanien zu mieten, ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden und das Angebot hat sich der wachsenden Nachfrage angepasst. Besonders im Internet, auch abseits der großen Plattformen, findet man ein breit gefächertes Angebot. Der Preis richtet sich auch hier nach Lage, Ausstattung und Größe der Unterkunft sowie der Reisezeit. Besonders in den Städten wie Barcelona oder Málaga, aber auch in den ländlicheren Gegenden wird das Angebot an Ferienwohnungen und Häusern gerne genutzt.

Bei den folgenden Anbietern kann ein Haus oder eine Ferienwohnung in Spanien gemietet werden:

Früh zu buchen, lohnt sich, weil man dann eine große Auswahl an schön eingerichteten und individuellen Unterkünften hat.

Camping in Spanien - nah an der Natur

Über 1.000 Campingplätze gibt es in Spanien. Die meisten von ihnen sind traumhaft und zum Beispiel direkt an der Costa Brava gelegen, sodass es sehr beliebt ist, mit dem eigenen Wohnwagen auf die iberische Halbinsel aufzubrechen oder mit dem Zelt anzureisen. Selbst in der unmittelbaren Umgebung von Madrid gibt es mehrere Campingplätze. Die spanischen Campingplätze sind sehr gut ausgestattet. Alle Notwendigkeiten (kleiner Shop, Waschmaschine, Pool, Restaurante usw.) sind meist verfügbar. Ebenso kann WLan zusätzlich gebucht werden, wenn es nicht schon kostenfrei mit angeboten wird. Die Spanier selbst gehen gern zelten oder mieten sich eines der vielen kleinen Ferienhäuschen auf den Campingplätzen.

Die folgenden Seiten geben einen guten Überblick und helfen bei der Suche nach einem passenden Stellplatz in Spanien:


Zelt

Es gibt auf vielen Campingplätzen spezielle Stellplätze für Zelte. Auf der kanarischen Insel Teneriffa kann man auf Grillplätzen nach schriftlicher Genehmigung zelten. Diese Plätze sind allerdings weder bewacht noch abgegrenzt und nachts völlig verlassen. Zu diesen Plätzen gehört aber auch ein Gebäude mit sanitären Einrichtungen. Es versteht sich von selbst, dass man Müll und sonstigen Unrat auf diesen Plätzen wieder mitnimmt und ordnungsgemäß entsorgt.


Wohnmobil

Die Anreise mit dem Wohnmobil nach Spanien kann schon zum Ziel werden und im Internet finden sich viele Vorabinformationen über die Gegebenheiten vor Ort. Seinen Stellplatz kann man ebenfalls online vor Ankunft reservieren. Die Preise variieren auch hier, liegen aber meist über 20 Euro. Einige Stellplätze, die aber nicht unbedingt durch ihre schöne oder ruhige Lage bestechen, sind kostenlos.


Wildes Camping

Wildcampen ist in Spanien verboten. Ein Großteil des Landes auf der iberischen Halbinsel befindet sich in Privatbesitz, sodass man sich im Zweifelsfall mit dem Eigentümer auseinandersetzen muss. Campen innerhalb von Naturparks ist generell untersagt. Zu dieser Regel gibt es keine Ausnahme und bei Missachtung werden Geldstrafen fällig. Darüber hinaus ist der Untergrund auf der iberischen Insel nicht unbedingt dafür gemacht, hier problemlos ein Zelt aufzustellen: Geröll, harte Böden, dichtes Dornengestrüpp oder Unterholz können das Leben schwermachen. Mit dem Wohnmobil ist das Übernachten nur auf ausgewiesenen Stellplätzen erlaubt.

Couchsurfing in Spanien - Nah bei den Einheimischen

In den letzten Jahren hat das sogenannte Couchsurfing einen großen Aufschwung erlebt und Internetportale bieten verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten an. Meist ist die Unterkunft günstiger als eine Ferienwohnung oder ein Hotel – dafür teilt man sich unter Umständen Bad und Gemeinschaftsräume mit anderen Mitbewohnern oder mit dem Eigentümer der Unterkunft. So kommt man natürlich leicht in Kontakt mit Land und Leuten und besonders Sprachschulen in Spanien bieten diese Art der Übernachtung in Gastfamilien oftmals an. Im Gegenzug verzichtet man auf einen Teil seiner Privatsphäre. Gerade allein reisende Frauen sollte ihre Unterkunft sorgfältig aussuchen – dies gilt aber für alle Länder, in denen man per Couchsurfing eine Unterkunft sucht.

Auf folgenden Portalen können passende Sofas in Spanien gefunden werden.

5. Gesundheit

Gesundheit

Spanien ist in Sachen Gesundheit und medizinische Versorgung unbedenklich zu bereisen. Der Standard der ersten Welt gilt hier. Die Versorgung wird sichergestellt durch Krankenhäuser und Gesundheitszentren. Letztere sind meist in dicht besiedelten Gebieten verortet und gewährleisten durch das Angebot eines Allgemeinmediziners, Physiotherapeuten, Kinderarzt und einem medizinischen Pflegedienst eine Grundversorgung. Auf dem Land gibt es meist noch den klassischen Landarzt, der Sprechstunden anbietet oder zu Hausbesuchen gerufen werden kann.

Medizinische Versorgung durch Apotheker und Ärzte abgesichert

Als EU-Bürger hat man das gleiche Anrecht auf medizinische Versorgung wie ein Einheimischer. In Madrid gibt es mehrere große Krankenhäuser bzw. Universitätskliniken. In vielen Regionen wie zum Beispiel auf Mallorca oder in Malaga haben sich deutsche Ärzte und Zahnärzte niedergelassen, sodass gesundheitliche Probleme schnell und unkompliziert behandelt werden können.

Apotheken haben ein Monopol auf die Ausgabe von Medikamenten. Man erkennt sie an dem großen, grünen, beleuchteten Kreuz und dem Schriftzug „Farmacia“. Einheimische gehen oft erst in die Apotheke und lassen sich von dem gut ausgebildeten Fachpersonal beraten, ehe sie zum Arzt gehen.

Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) ist eine Behandlung problemlos möglich. Urlauber mit gesundheitlichen Problemen sollten vorsorglich eine Auslandskrankenversicherung abschließen und sich bei ihrer Krankenkasse in Deutschland über Konditionen informieren.

Impfungen für den Urlaub in Spanien - Infektionen mit Impfschutz

Impfungen gegen Hepatitis A und B werden für eine Reise nach Spanien vom Auswärtigen Amt empfohlen. Auch wenn die Vogelgrippe schon lange wieder aus den Medien verschwunden ist, ist sie auch in Spanien aufgetreten. Kontakt mit toten Vögeln aller Art sollte man also vermeiden. Die jährlich auftretende Influenza („Grippe“) tritt auch in Spanien auf und eine Impfung dagegen kann bei Risikopatienten empfehlenswert sein. Vor einigen Jahren gab es wieder einen Ausbruch von Malaria in Spanien, eine Impfung gegen diese Krankheit wird momentan aber nicht empfohlen.

Um sich jedoch möglichst gut vor Krankheiten zu schützen, sind folgende Impfungen empfohlen:

Die Standardimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln

sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.

Landesspezifische Impfungen bei einer Reise nach Spanien

KrankheitBemerkung
Hepatitis A
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Hepatitis B
  • bei engen sozialen Kontakten
  • bei Langzeitaufenthalten

Infektrisiko im Urlaub in Spanien - Infektionen ohne Impfschutz

Infektionskrankheiten sind weit verbreitet und eine Ansteckung ist schnell erfolgt. Die nachfolgende Liste stellt mögliche Risiken dar:

KrankheitBemerkung
Aviäre Influenza "Vogelgrippe"
  • jeglichen Kontakt mit toten Geflügel meiden
Borreliose
  • Übertragung durch Zecken
Zika-Virus
  • Übertragung durch Mücken

Allgemeine Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit

Wenige einfache Verhaltensregeln bewirken eine starke Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten:

  1. Moskitoschutz durch
    • Cremes mit DEET (außer Schwangere und Kinder unter zwei Jahren)
    • Tragen von langer Kleidung bei Dämmerung
    • Imprägnierung von Kleidung mit DEET
    • Imprägnierung von Zelt und Schlafsack mit DEET
    • Moskitoschutzkerzen
    • Moskitonetze
  2. Verzehr von Speisen nach dem Motto "Cook it, boil it, peel it or forget it" - "Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es"
  3. Verzehr von Getränken ohne Eis und nicht zu kalt
  4. Verzehr von Wasser nur aus der Flasche, nicht aus dem Hahn
  5. Sonnenschutz durch
    • Cremes mit Sonnenschutzfaktor größer als 20
    • Tragen von langer Kleidung und Kopfbedeckung
    • Nutzung des natürlichen Schattens
  6. kein Baden in natürlichen Gewässern
  7. kein direkter Kontakt mit Tieren
  8. regelmäßiges Händewaschen
  9. Verhütung beim Geschlechtsverkehr

Dies sind die grundlegenden Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit. Werden diese beachtet, ist eine Ansteckungsgefahr mit vielen Krankheiten stark reduziert. Ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt zum geplanten Urlaub sollte in jedem Falle stattfinden, um individuelle Risiken zu minimieren.

Die aktuellesten Empfehlungen zum Reiseschutz können beim Tropeninstitut unter Spanien nachgelesen werden.

Ebenfalls bietet das Auswärtige Amt unter Spanien - Medizinische Hinweise die neusten Informationen zum Gesundheitsschutz für den Urlaub an.

Reiseapotheke für den Urlaub in Spanien

Die Standardreiseapotheke deckt die häufigsten gesundheitlichen Probleme von gesunden Erwachsenen ab. Sie sollte folgende Dinge beinhalten:

Mittel gegen

  • Reisekrankheit
  • Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Wunddesinfektion
  • Schmerzen und Fieber
  • Prellungen und Zerrungen
  • Augenentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfallerkrankungen
  • Verbandmittel

Je nach genauem Reiseziel, Reisedauer und eigener gesundheitlichen Situation muss die Reiseapotheke angepasst werden.

Die Reiseapotheke von DocMorris - für jedes Reiseziel optimal gerüstet!

www.docmorris.de

Falls keine Tollwutimpfung vorliegt, sollten entkrampfende Medikamente mitgenommen werden. Bei einem Biss durch streunende oder wilde Tiere ist jedoch in jedem Fall das umgehende Aufsuchen eines Krankenhauses oder Arztes unumgänglich.

6. Kultur

Kultur

Spaniern sagt man dem Klischee entsprechend nach, dass sie sehr emotional seien und mit Körperkontakt weniger Probleme hätten als die eher distanzierten Deutschen. Das Sprichwort sagt auch, dass Spanier ein stolzes Volk seien. Wahr ist auf jeden Fall, dass Traditionen in Spanien gepflegt werden, die sich häufig in regionalen Besonderheiten ausdrücken.

Kleidung - bedeckt im katholischen Spanien

Allzu freizügige Kleidung wird abseits vom Strand nicht gerne gesehen. Besonders wenn zur Besichtigung von Kirchen aufbricht, ist es ratsam, sich entsprechende zu Kleidung und zumindest darauf zu achten, dass die Schultern und die Oberschenkel bedeckt sind. Der Besuch eines Restaurants ohne T-Shirt oder nur im Bikini-Oberteil wird generell nicht gutgeheißen. Männer sind gut beraten, wenn sie auch eine leichte, lange Stoffhose und einige gebügelte Hemden im Koffer haben, denn in Spanien besucht man ein Restaurant nur in dieser Kleidung, unabhängig von der Außentemperatur. Diese Hinweise gelten nur in bedingtem Maße für Hotelanlagen.

Wilde Gesten mit Bedeutung

Spanier reden häufig schnell, laut, mit weit ausholenden Gesten und ausdrucksstarker Mimik. Was für einen Unbeteiligten aussehen mag wie ein ausgewachsener Streit, muss nichts dergleichen sein. Emotionen gehören im spanischen Alltag einfach dazu und werden gerne und häufig expressiv gezeigt und mit den entsprechenden sprachlichen Mitteln auch deutlich ausgedrückt. Das bedeutet aber nicht, dass unverhohlene Kritik ausgesprochen wird. Im Gegenteil werden negative Rückmeldungen jeglicher Art tendenziell eher unterdrückt.


Handzeichen - Andere Länder, andere Bedeutungen

HandzeichenBemerkung
OKDas Formen eines Kreises mit Zeigefinger und Daumen bedeutet in Deutschland etwas Positives: Lob an die Küche zum Beispiel. In Spanien, wie in vielen anderen südeuropäischen Ländern auch, ist diese Geste allerdings eine ziemlich starke Beleidigung.
HörnergesteMittel- und Ringfinger sind in der Faust, alle anderen Finger werden ausgestreckt. Dies kann in Spanien zu Problemen führen, denn damit bezeichnet man sein Gegenüber als betrogenen Ehepartner.

Wichtige Verhaltensweisen in Spanien

Einige kulturelle Besonderheiten gibt es auch in Spanien. Dazu zählt, dass man schnell und herzlich in den Freundeskreis aufgenommen und als „amigo“ oder eben „amiga“ bezeichnet wird. Diese Freundesbezeichnung hat nicht den gleichen Stellenwert wie in Deutschland, sondern wird eher locker gesehen.


Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Die förmliche Anrede mit „usted“ bzw. „ustedes“ ist auf dem Rückzug und viel häufiger ist das „tú“. Ältere Personen spricht man aber weiterhin mit der Höflichkeitsform an.

Männer begrüßen und verabschieden sich mit Handschlag, Frauen mit Kuss auf die Wange (erst rechts, dann links). Diese Begrüßung bzw. Verabschiedung ist auch bei einem Treffen von Mann und Frau üblich und es man wird meist als distanziert und kühl wahrgenommen, wenn man sich dieser Begrüßung verweigert.

Die Kombination „Señor“ + erster Nachname ist zwar üblich, wird aber auch selten. Auch das respektvolle „Don“ + Vorname ist auf dem Rückzug, meist ist die Anrede mit dem Vornamen üblicher.


Nacktheit

Nacktheit

In Spanien gilt ein eher konservativer Umgang mit Bekleidung und deren Nichtvorhandensein. Es gibt ausgewiesene FKK-Strände, Nudistenhotels und Campingplätze, aber jenseits dieser geschützten Bereiche kann das Fehlen der gesamten Bekleidung mit Geldbußen geahndet werden. Über Sonnenbaden ohne Bikinioberteil sehen die Ordnungshüter jedoch meistens hinweg.


Rauchen

Rauchen

War Spanien lange Zeit durch seine kolonialen Besitzungen einer der führenden Tabakimporteure und zeugt auch die aus Carmen berühmte Tabakfabrik in Sevilla noch vor dieser Zeit, ist Spanien heute ein Land, das Rauchen aus dem öffentlichen Raum mehr und mehr verbannt. In Restaurants gibt es kaum Raucherbereiche, Rauchen in einem bestimmten Radius um Kinderspielplätze und Krankenhäuser ist verboten, gleiches gilt für öffentliche Verkehrsmittel und auch die Raucherbereiche in Flughäfen werden immer seltener. Bei Nichtbeachtung der Gesetze muss man unter Umständen mit Geldstrafen rechnen.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Ab 18 Jahren erhält man in Spanien Alkohol jeder Art legal. Ist auch der Kauf durch das Alter eingeschränkt, können auch Jüngere schon Alkohol konsumieren – das Nippen am Wein beim Abendessen ist also kein Problem. Der Konsum von Alkohol auf offener Straße ist verboten und kann mit Geldstrafen quittiert werden.

Die Promillegrenzen fürs Autofahren sind je nach Region unterschiedlich, liegen aber im Durchschnitt etwas höher als in Deutschland. Aber auch hier ist man auf der sicheren Seite, wenn man nichts trinkt, wenn man anschließend mit dem Auto unterwegs sein will.

Drogen werden in Spanien nicht toleriert. Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen dem Besitz um privaten Konsum und dem Besitz zum Handel. Hohe Geldstrafen, die schnell in den sechsstelligen Bereich gehen können, oder Haftstrafen drohen.


Intimitäten

Intimitäten

Emotionen sind in Spanien Teil der Alltagskultur. Der „beso“ gehört zur Begrüßung und Verabschiedung einfach dazu und Zuneigung wird normalerweise offen gezeigt. Daher werden Intimitäten zwischen Partnern bis zu einer gewissen Grenze toleriert. Dazu gehört allerdings nicht Sex an öffentlichen Plätzen, nachts am Strand etc. oder unangemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit, in Kirchen oder Restaurants. Hier werden von den Ordnungshütern Geldstrafen verhängt und man sieht sich unter Umständen mit dem Vorwurf, öffentliches Ärgernis erregt zu haben, konfrontiert.

Mit Homosexualität wird in Spanien offen und tolerant umgegangen. Homosexuelle Ehen und die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare sind seit 2005 legal.


Geschenke

Geschenke

In Spanien werden gerne Gastgeschenke gemacht. Ideal sind Geschenke, die etwas Ess- oder Trinkbares enthalten, denn Spanier essen und trinken gerne und sind neugierig auf unbekannte Speisen. Will man ein gelungenes Geschenk machen, bringt man aus Deutschland vielleicht eine Flasche Wein aus einem deutschen Weinanbaugebiet und ein Stück Schwarzwälder Schinken in schöner Verpackung mit. Ist man selbst der Beschenkte, gilt es meist als unhöflich, das Geschenk nicht sofort zu öffnen – man darf also seiner Neugier auf der Stelle nachgeben und sich dann natürlich gerne überschwänglich freuen und bedanken.


Fluchen

Fluchen

Fluchen in der Öffentlichkeit ist in Spanien tabu. Spanien ist bei aller Offenheit noch sehr konservativ und religiös – ein Kraftausdruck wird also mindestens mit einem Stirnrunzeln bedacht. Bei aller Emotionalität gehört sich lautes und ausgiebiges Fluchen nicht und man eckt bei den Spaniern mit einem solchen Verhalten schnell an.


Handeln

Handeln

In Spanien wird gerne, oft und lautstark gehandelt und gefeilscht. Das gilt nicht nur auf Märkten oder bei fliegenden Händlern, sondern auch in Geschäften. Achtung, im Supermarkt sind die Preise manchmal ohne Steuer angegeben – das kann den Einkaufsbetrag schnell um ein Fünftel in die Höhe treiben. Beim Handeln sollte man sich im Laufe der Zeit nicht nur Mut angewöhnen, sondern auch immer wieder üben. Wichtig ist, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer am Ende des Handels das Gefühl haben, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Handeln ist eine besonders kommunikative Praxis, in der es nicht so sehr um die Ware, sondern vielmehr um den Gegenüber geht. Wenn man also wenigstens etwas Spanisch spricht, hat man nicht nur viel mehr Freude am Handeln, sondern auch bessere Chancen auf ein Schnäppchen – oder das, was man dafür hält.

7. Getränke und Speisen

Getränke und Speisen

Spanien ist ein kulinarisches Eldorado für Feinschmecker und kulinarisch Abenteuerlustige. Das Angebot an Speisen und Getränken ist stark regional geprägt und überall kann man Spezialitäten entdecken, auf die die Spanier besonders stolz sind. Ein Lob an die Küche ist also immer besonders willkommen.

Frische Säfte, Wein und Kaffee - Getränkekultur in Spanien

Neben den internationalen Softgetränken bekommt man in Spanien oft viele frischgepresste Säfte, die gesund und lecker sind. Im Süden Spaniens werden viele Früchte, auch für den Export nach Deutschland, angebaut, und da ist ein frischgepresster Orangensaft natürlich fast ein Muss.

Aber davon abgesehen beheimatet Spanien viele gute Weinanbaugebiete und spanischer Wein genießt häufig einen ausgezeichneten Ruf.

Kaffee ist in Spanien eine Wissenschaft für sich und wird je nach Milchanteil bezeichnet: Ein „café solo“ ist ein Espresso, danach folgen Abstufungen bis zum „café con leche“ – dem Milchkaffee.


Trinkwasser in Flaschen

Je nach Region ist das Wasser aus der Leitung von durchaus guter Qualität. Manchmal weht aber schon der typische Chlorgeruch aus dem Wasserhahn und dann sollte man lieber davon absehen, dieses Wasser zu trinken und stattdessen im Supermarkt eine Flasche oder einen großen Kanister kaufen. Auf dem Jakobsweg kann man aus vielen der Brunnen entlang der Pilgerroute ohne Bedenken trinken, sodass man den Wasservorrat, den man mit sich herumträgt, eher klein halten kann. Kleinkinder und ältere Menschen bzw. Urlauber mit gesundheitlichen Problemen sind besser damit beraten, Mineralwasser im Supermarkt zu kaufen. Hier erhält man inzwischen auch oft Wasser mit Kohlensäure („con gas“).


Bier und Wein, das sag ich dir...

Spanien ist Heimat einiger renommierter Weinanbaugebiete. Dazu zählt unter anderem das Rioja im Norden Spaniens. Im Restaurant bestellt man oft den „vino de la casa“, den Hauswein, der günstig, aber von einer durchaus annehmbaren Qualität ist. Spanischer Wein, sowohl weiß als auch rot, ist trocken. In Asturien gibt es den berühmten Apfelwein, den Sidra, der sehr gut und frisch schmeckt. Schon das Einschenken aus dem Fass ist ein Erlebnis.

In Spanien wird auch beliebtes Bier gebraut, unter anderem das San Miquel. Viel Schaum darf man allerdings nicht erwarten.


Alkohol mit Stil genießen

Spanier haben früher gerne den spanischen Wein getrunken. Inzwischen hat auch Bier viele Anhänger gewonnen und der Trend scheint dahin zu gehen, dass man den einheimischen Wein zwar weiterhin trinkt, aber für besondere Gelegenheiten reserviert. Insgesamt kann man am Getränkekonsum, aber auch eine Art Regionalstolz ablesen: Katalanen bevorzugen das Malzbier Damm aus Barcelona, Andalusier trinken gerne den regionalen Wein. Auch Sangria, zwischenzeitlich in Verruf gekommen, ist ein eigentlich beliebtes Getränk. Trunkenheit in der Öffentlichkeit wird allerdings nicht gerne gesehen. Das geht Hand in Hand mit dem Verbot von Alkoholkonsum auf offener Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Regionale Vielfaltigkeit - Der Esstisch der Spanier

Die spanische Küche ist stark regional geprägt und äußerst vielfältig. Das kanarische Gofio findet man nur selten auf dem Festland, aber überall kommen gerne Fisch und Meeresfrüchte und verschiedene Sorten Fleisch auf den Tisch. Darunter sind auch Kaninchen oder Lamm, die in Deutschland eher untypisch sind. Auch Gemüse wird gerne gegessen.


Typische spanische Speisen

Spanien ist natürlich das Land der Tapas, die eigentlich aus dem Baskenland kommen. Die kleinen Gerichte sind äußerst praktisch zum Teilen und Kosten. Früher waren die Tapas nur die Kleinigkeit zum Getränk, heute kann man damit ganze Mahlzeiten in großer Vielfalt und zu einem relativ moderaten Preis bestreiten.

Typisch ist auch die Paella, die besonders in und um Valencia typisch ist. In die traditionelle Paella gehört kein Fisch, aber heute wird sie in allen Variationen, unter anderem auch als vegetarische Version, angeboten.

Gerade im Süden hat die arabische Epoche ihre Spuren in der Küche hinterlassen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Gerichte aus Kaninchen, die man dort häufig auf der Speisekarte findet.


Süßes und Fritiertes - Spanisches Fingerfood

Frühstück ist in Spanien, wie in vielen südeuropäischen Ländern, eine eher dürftige Angelegenheit, aber am Vormittag kann man meistens eine Portion Churros, idealerweise mit Schokoladen-Sauce, essen. Churros sind Teigringe, die in Fett gesotten werden und heiß oder warm serviert werden. Die Schokoladensauce, die manchmal mit Alkohol verfeinert wird, muss separat bestellt werden. Ansonsten gibt es die Krapfen auch mit Zucker.

In Katalonien kommen die Fans von Süßspeisen natürlich mit katalanischer Creme auf ihre Kosten. Auch „leche asada“ (gebackene Milch) erfreut sich großer Beliebtheit.

Gleiches gilt für den mallorquinischen Mandelkuchen, ein typisches Mitbringsel von den Balearen.


Spanisches Abendbrot ist das gesellige Highlight des Tages

Frühstück ist meist eine recht klägliche Angelegenheit in Spanien. Es besteht häufig nur aus einem Kaffee. Manchmal gibt es dazu ein Croissant oder ein getoastetes Brot, eingerieben in Olivenöl, gehackten Tomaten und Salz.

Die lange Mittagspause zieht ein Menu in einem Restaurant nach sich, das aus einem Salat oder einer anderen Vorspeise, einem Hauptgericht und eventuell einer Nachspeise besteht. Dazu gibt es Wein, Wasser, Brot und meist auch Oliven.

Abends wird ausführlich gegessen, allerdings wesentlich später als man das aus Deutschland gewöhnt ist. Auch kleinere Kinder nehmen an diesen späten und langen Abendessen teil, die zwar weniger üppig sind als das Mittagessen, aber dafür umso geselliger.

8. Mobilität

Mobilität

In Spanien kommt man leicht von einem Ort zum anderen, auch wenn man die Entfernungen schnell unterschätzt. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, viele Zugverbindungen und Überlandbusse. Dazu kommen recht preiswerte Inlandsflüge und Fährverbindungen zu den spanischen Inseln oder zu anderen europäischen Staaten.

Von Hauptstadt zu Haupstadt - Berlin - Madrid:

Flugzeug

3 h

Auto

21 h

Nach Spanien fliegen jederzeit möglich

Von der Nord- an die Südküste ist die schnellste und eine recht kostengünstige Alternative das Flugzeug. In Spanien gibt eine Billigfluglinie - Vueling -, die preiswerte Flüge anbietet, und auch Verbindungen nach Deutschland und in andere europäische Staaten im Programm hat. Darüber hinaus ist Spanien meistens das Transitland für alle Verbindungen mit Zwischenlandung nach Südamerika (außer Brasilien) und einige Destinationen in Mittelamerika.


Flughäfen in Spanien

Der größte Flughafen des Landes ist Madrid Barajas. Er zählt zu den größten Flughäfen Europas und viele nationale und internationale Flugverbindungen starten von hier aus. Hier werden oftmals auch die Zwischenlandungen auf dem Weg nach Südamerika, zum Beispiel Buenos Aires, eingelegt. Darüber hinaus gibt es fast fünfzig Flughäfen in Spanien. Für die beliebten Touristendestinationen im Süden des Landes sind die Flughäfen von Barcelona, Málaga und Sevilla große Passagiermagneten. Die balearischen und kanarischen Inseln verfügen über mehrere eigene Flughäfen, darunter Palma de Mallorca oder Teneriffa Nord. Die meisten Flughäfen in Spanien sind gut in das öffentliche Verkehrsnetz integriert, sodass man mit dem Bus oder Zug weiterreisen kann.


Flüge innerhalb Spaniens

Die Frequenz von Inlandsflügen nimmt zu, während die Kosten für diese Flüge sinken. Je nachdem wie weit man im Voraus bucht, erhält man sehr günstige Konditionen, die meistens sogar preiswerter als eine Zugfahrt sind. Hier lohnt sich also längerfristige Planung. Dazu kommt, dass eine Bahnfahrt mitunter mehr als zehn Stunden dauern kann, während man mit dem Flugzeug das Land von Nord nach Süd in etwas mehr als einer Stunde durchqueren kann. Die Flüge sind leicht von Deutschland aus zu buchen, indem man sich entweder im Internet informiert oder im Reisebüro die entsprechenden Details einholt.

In Summe verkehren folgende Fluggesellschaften zwischen zahlreichen spanischen Flughäfen:


Flüge von / nach Deutschland

Direktflüge von Deutschland nach Spanien sind inzwischen die Regel. Günstige Angebote für einen Hin- und Rückflug, die man frühzeitig bucht, liegen bei etwa 100 Euro. Inzwischen hat sich der Flughafen von Zürich als beliebte Station für eine Zwischenlandung etabliert. Der Aufenthalt in der Schweiz ist meistens nicht lange und das Umsteigen unkompliziert. Nicht alle Flughäfen in Spanien werden direkt von Deutschland aus angeflogen. Manche der Flughäfen wie Santander in Kantabrien sind eher als Regionalflughäfen zu verstehen, die nur von einer einzigen Fluglinie international bedient werden. Die Flughäfen auf den Balearen und Kanaren werden auch von Deutschland aus direkt oder mit einer Zwischenlandung bedient.

Die folgenden Fluggesellschaften bieten wie oben beschrieben nationale und internationale Flüge an:

Weitere Fluggesellschaften für den internationalen Flugverkehr zwischen Deutschland und Spanien sind:


Ticketerwerb

Flugtickets, sowohl für Inlands- als auch für internationale Flüge kann man direkt über die entsprechende Fluggesellschaft beziehen oder man bucht sie über eines der vielen Portale für Flüge im Internet. Aber auch Reisebüros verkaufen Tickets für Flüge nach Spanien, auf die spanischen Inseln oder innerhalb des Landes. Flugpreise können sich täglich ändern. Manchmal ist es möglich, einen Preis für mehrere Stunden oder Tage zu reservieren. Die Kosten für einen Flug schwanken täglich, manchmal sogar stündlich, aber tendenziell steigen die Preise je näher das Abflugdatum rückt. Stornierungen oder Umbuchungen können je nach gewähltem Tarif sehr teuer werden, sodass man mit einer festen Planung Flüge buchen sollte oder eine Reiserücktrittskostenversicherung abschließen kann.

Mit dem eigenen Auto nach Spanien

Mit dem eigenen Auto oder Motorrad nach Spanien zu fahren, kann den eigenen Urlaub durch Zwischenübernachtungen, zum Beispiel in Frankreich, verlängern. Gerade Langzeiturlauber, die den Winter in Spanien oder auf Mallorca verbringen, reisen häufig mit dem eigenen Auto an, um die Kosten für einen Mietwagen über mehrere Wochen zu umgehen. Auf die Balearen kann man unter anderem von Barcelona aus mit der Fähre übersetzen. Von Huelva und Cadiz aus kann man mit dem eigenen Auto oder Motorrad die Fähre zu den Kanaren nehmen.


Führerschein für den Spanienurlaub

Spanien ist Teil der europäischen Union. Damit ist kein internationaler Führerschein mehr erforderlich, der nationale Führerschein reicht zur Berechtigung des Führens eines Fahrzeugs aus.


Mieten eines Autos im Spanienurlaub

Will man Land und Leute jenseits der Strandsiedlungen kennen lernen, was ein sehr lohnenswertes Unterfangen ist, dann kann man einen PKW oder ein Motorrad mieten. Es ist möglich, sich bereits vorher im Internet zu informieren, Preise zu vergleichen und auch das Gewünschte zu buchen. Das ist meistens günstiger als den Wagen vor Ort zu buchen. Es werden eine Vielzahl von Versicherungen angeboten – auf keinen Fall sollte man auf die Vollkaskoversicherung verzichten. Je nach Region und Ausflugszielen, die man ansteuern möchte, sollte man auch Glas-, Unterboden- und Reifenschutz in Betracht ziehen. Oftmals kann man auch ein Navigationsgerät zusätzlich mieten, sodass man nicht mehr in Landkarten spähen muss.


Verkehrsregeln in Spanien

Die spanischen Verkehrsregeln sind denen in Deutschland sehr ähnlich: Rechtsverkehr, Anschnallpflicht und Handyverbot am Steuer gehören ebenso dazu wie die Pflicht, eine Warnweste mit sich zu führen und bei Pannen oder Unfällen auch zu tragen. Nichtbeachtung kann zu hohen Geldstrafen führen.

Die Tempolimits in Spanien setzen sich wie folgt zusammen: Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen liegt bei 120 km/h, auf Schnellstraßen bei 100 km/h, auf Landstraßen bei 90 km/h und innerorts, wenn nicht anders ausgeschildert, bei 50 km/h.

Die Promillegrenze in Spanien liegt bei 0,5.

Der Fahrstil der Spanier ist generell etwas offensiver und flotter als der Deutschen. Hier sollte man ein Auge zudrücken, wenn man gerade die Vorfahrt abtreten musste.

Bagatellschäden am Fahrzeug entlocken den Polizisten übrigens meistens nur ein gleichgültiges Schulterzucken.


Tanken in Spanien

In Spanien gibt es Tankstellen der meisten großen Ketten und einige wenige private Tankstellen. Viele Tankstellen, gerade in den größeren Städten, haben lange oder auch rund um die Uhr geöffnet. Bei manchen zahlt man direkt an der Zapfsäule mit der EC- oder Kreditkarte bzw. zahlt vorher in bar einen Betrag, für den man dann tanken kann. Vorsicht ist geboten bei Tankstellen entlang der Touristenrouten auf der A7 von Frankreich nach Barcelona: Hier lauern oftmals Diebe. Auf Teneriffa im Gebirge sind Tankstellen sehr dünn gesät und man sollte nach Möglichkeit mit einem vollen Tank zu Erkundungstouren in diese Region aufbrechen.


Parken in Spanien

Oftmals werden sogenannte „Miradores“ (Aussichtspunkte) an besonders schönen Stellen ausgewiesen. Dort kann man auch das Auto abstellen, aber viele der Parkplätze sind unbefestigt und man sollte sie vorsichtig und langsam befahren. In den Städten können Parkplätze rar werden. Es gibt Tiefgaragen, aber zumeist parkt man den Wagen auf der Straße. Blaue Linien am Bordstein markieren gebührenpflichtige Parkplätze – man zahlt am Automaten. Gelbe Linien signalisieren absolutes Parkverbot, das man nicht missachten sollte, da man den Wagen ansonsten abgeschleppt oder mit einer Parkkralle versehen wiederfindet.


Maut in Spanien

Die spanischen Autobahnen sind in privater Hand und daher mautpflichtig. Das gilt nicht für die beiden Autobahnen auf Teneriffa, die kostenlos sind. Die Gebühren kann man mit allen gängigen Kreditkarten, mit EC-Karten oder auch in bar bezahlen. Die Einheimischen nutzen meist das Teletac-System, bei dem die Daten von einem Aufkleber auf der Windschutzscheibe eingelesen werden und die Maut direkt vom Konto abgebucht wird. Die Mautkosten sind moderat: Um von der Nordküste in die Hauptstadt zu gelangen (etwa 500 Kilometer), zahlt man ungefähr 15 Euro.

Mit der Bahn in Spanien

Die staatliche Bahngesellschaft Renfe unterhält das Eisenbahnnetz in Spanien. Dazu zählen auch diverse Hochgeschwindigkeitsstrecken, die fortlaufend erweitert werden. Von Madrid aus kann man auf dieser Strecke bis Andalusien reisen. Neben den Hochgeschwindigkeitstrecken gibt es auch langsamere Züge, die weite Teile des Landes und innenstädtische Verbindungen bedienen. So hat zum Beispiel der Flughafen von Málaga einen Anschluss an das Schienennetz und es gibt zwei Stopps in der Stadt. Alle Regionen sind miteinander verbunden und zumeist über Madrid zu erreichen, aber kleinere, abgelegene Dörfer sind schwer oder gar nicht mit dem Zug zu erreichen.

Die Hauptstadt Madrid verfügt über zwei große Bahnhöfe (Atocha und Chamartín, wovon erster auch architektonisch interessant ist), die Verbindungen in alle Landesteile sicherstellen. Jede größere Stadt verfügt über einen Bahnhof, die in den meisten Fällen auch mit der nötigen Infrastruktur wie Kiosk, Cafés und sogar Restaurants, Geldautomaten und einer Touristeninformation ausgestattet sind. Fast alle Bahnhöfe sind barrierefrei zugänglich. Es ist auch möglich, aus dem Ausland (Frankreich und Italien) nach Spanien per Bahn zu reisen.

Tickets kann man auf der Homepage von Renfe erwerben oder man ersteht sie direkt am Bahnhof an Ticketautomaten oder am Schalter.

Weiterhin kann man von Deutschland interrail-Rundreisen durch Spanien buchen, die recht preisgünstig sind und durch das ganze Land führen. Auf Wunsch kann man auch die An- und Abreise per Zug organisieren, was eine optimale Reisemöglichkeit für all die ist, die nicht gerne fliegen und die lange Autofahrt auf die iberische Halbinsel scheuen.

Die Züge in Spanien sind meist pünktlich und im Allgemeinen sauber und in gutem Zustand. Das letzte große Zugunglück ereignete sich im Sommer 2013 in Santiago de Compostela. Insgesamt gilt Reisen mit dem Zug in Spanien aber als sicher.

Mobil mit dem Bus durch Spanien

In Spanien verkehren in größeren Städten Stadtbusse, die die einzelnen Stadtteile bedienen. Für Urlauber werden oftmals besondere Tickets angeboten, die Eintritt in einige Sehenswürdigkeiten und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs beinhalten (zum Beispiel Barcelona Card). Außerdem gibt es Tages-, Drei-, Fünf- oder Siebentageskarten, die recht kostengünstig sind.

Neben dem öffentlichen Busnahverkehr gibt es Überland- bzw. Fernbusse, die unter anderem vom Unternehmen Alsa betrieben werden und die die Städte miteinander verbinden. Insgesamt werden fast 200 Ziele im Land angefahren. Maximal verbringt man, je nach Verkehrs- und Wetterlage, zwölf Stunden im Bus.

Madrid als Hauptverkehrsknotenpunkt des Landes verfügt über zwei große Busbahnhöfe (Estación del Sur und Aveninda de América), von denen aus man in jede Region per Bus aufbrechen kann. Aber auch kleinere Städte wie Sevilla oder Málaga verfügen über einen zentralen Omnibusbahnhof, der von den Fernbuslinien bedient wird. Die Busbahnhöfe sind je nach Größe mit einer Grundausstattung an Infrastruktur versehen (Zeitungskiosk, Wartebereich, Toiletten, Ticketschalter), der Betrieb ist routiniert und auch für Urlauber, die kein oder nur wenig Spanisch sprechen, leicht zu durchschauen: Sich ständig aktualisierende Anzeigetafeln halten die Abfahrtszeiten und Bussteige in übersichtlicher Form zum Nachlesen bereit.

Tickets für die Stadtbusse des öffentlichen Nahverkehrs erhält man im Bus oder direkt an der Haltestelle über einen Automaten. Tickets, die länger gültig sind, kann man bei der Busgesellschaft oder bei der Touristeninformation erwerben. Interessiert man sich für das Konzept der Barcelona Card, sollte man sich im Internet über die Inklusiv-Leistungen informieren und eventuell auch online buchen, um einen günstigeren Preis zu bekommen bzw. Rabattaktionen ausnutzen zu können.

Tickets für die Fernbusse kann man ebenfalls online buchen oder man erwirbt sie am Schalter bzw. Automaten am Busbahnhof:

Beim Fahrer kann man meistens keine Tickets kaufen.

Zu Land, Zu Wasser und Zu Fuß - Spanien entdecken

Neben Flugzeug, Auto, Zug und Bus gibt es noch einige andere Verkehrsmittel, mit denen man Spanien erkunden kann. Spanien ist zu einem großen Teil von Wasser umgeben, sodass man sich über Boots- bzw. Fährverbindungen informieren sollte, die bei gutem Wetter und ruhiger See zu einem schönen Urlaubserlebnis werden. Die Innenstädte erkundet man am besten zu Fuß. Es gibt viele Fußgängerzonen, Fußgängerampeln über belebte Straßen und lange Strandpromenaden, an denen man entlangbummeln kann. Aber als Fußgänger sollte man ein wachsames Auge auf den Verkehr haben – auch hier gilt der flotte Fahrstil der Spanier, dem man sich als Fußgänger anpassen sollte.

Boote in Spanien

Spanien verfügt über viele hundert Kilometer an traumhafter Küstenlinie, die sich abwechslungsreich aus steilen Klippen, kleinen Buchten und langen Sandstränden zusammensetzt. Auch die spanischen Inseln bieten hervorragende Reviere für Sportbootführer und Segler.

Ist man mit dem eigenen Boot in spanischen Gewässern unterwegs, muss man nicht nur den Bootsführerschein bei sich tragen, sondern auch einen internationalen Bootsschein und einen Steuerbeleg.

Fährt man unter spanischer Flagge, muss man auch einen spanischen Bootsführerschein vorlegen können.

Für Boote, die eine Kiellänge von unter vier Metern und höchstens zehn Kilowatt Leistung haben, benötigt man keinen Führerschein, aber diese Wasserfahrzeuge darf man nur in bestimmten Küstengewässern nutzen.


Mit dem Fahrrad in Spanien

In Spanien gibt es gerade in den Touristenhochburgen zahlreiche Möglichkeiten, Fahrräder zu mieten. Auch Stadträder, die auch in Deutschland langsam Einzug halten, werden inzwischen vermehrt angeboten.

Will man eine Compostela auf dem Jakobsweg erhalten, kann man das auch mit dem Rad erreichen – der Zustand des Jakobswegs verlangt allerdings nach einem Mountainbike und die Wegstrecke verlängert sich auf mindestens 200 Kilometer.

Radwege sind in Spanien trotz allem immer noch eine Seltenheit und man fährt oft auf Feldwegen oder Nebenstrecken, die die landschaftliche Schönheit des Landes am besten zeigen. Auch Stadttouren mit dem Fahrrad werden inzwischen angeboten – hier muss man sicher allerdings mit dem innerstädtischen Verkehr auseinandersetzen und man sollte möglichst nicht zu den Stoßzeiten am Morgen und Abend unterwegs sein.


Spanische Fähren

Spanien ist seit jeher eine große Seefahrernation. Folgerichtig gibt es viele Fährverbindungen entlang der Küste, die entweder die Festlandhäfen untereinander verbinden, Menschen zu den Inseln bringen oder auch ins europäische Ausland gehen. So kann man mit der Fähre unter anderem nach Afrika, Frankreich, Großbritannien, auf die kanarischen Inseln oder auf die Balearen reisen. Fährtickets kann man an den Schaltern der Fährgesellschaften vor Ort erwerben, im Internet ordern und man erkundigt sich im Tourismusbüro vor Ort.

Die Häfen sind auch Anlaufstation für viele Kreuzfahrtschiffe, die besonders vom Frühling bis in den Herbst hinein viele Touristen in die Städte bringen.


Spanische U-Bahnen

In Madrid, Barcelona, Bilbao, Palma de Mallorca und Valencia gibt es eine U-Bahn (Metro), die regelmäßig und von dem geschäftigen Treiben oberirdisch unbeeindruckt verkehrt. Auch hier kann man Einzelfahrscheine oder Tageskarten bzw. Mehrtageskarten erwerben. Der Zugang zum Bahnsteig ist mit automatischen Schranken versehen. Den Fahrschein benötigt man auch, um den Bahnsteig am Ankunftsort wieder verlassen zu können – man sollte ihn also nicht entsorgen. Fahrkartenautomaten gibt es in der jeder Station. Die Automaten verfügen auch über eine Kartenzahlfunktion und geben Wechselgeld.

9. Aktivitäten

Aktivitäten

Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Das liegt an der schieren Vielfalt an Aktivitäten, die das Land bereithält. Neben dem klassischen Strandurlaub am Mittelmeer kann man einen Kulturtrip einlegen oder eine Städtereise unternehmen, eine Wandertour machen oder einen Genussurlaub mit kulinarischen Entdeckungen planen.

Altertum, Mittelalter, Neuzeit - spanische Kultur geprägt durch viele Epochen

Spanien verfügt über eine wechselvolle Geschichte, die ihre eindrucksvollen Spuren hinterlassen hat: Römische Monumente findet man ebenso wie grazile, islamische Architektur, trutzige, mittelalterliche Burgen, prunkvolle Barockarchitektur oder Highlights der modernen Baukunst. Darüber hinaus befinden sich in Spanien viele Kunstschätze wie unter anderem eine große Anzahl an Gemälden von Picasso, religiöse Artefakte oder Gemälde der großen spanischen Künstler der frühen Neuzeit. Weiterhin hat sich eine lebhafte Theater- und Opernszene entwickelt und es gibt Museen der unterschiedlichsten Art, die man erkunden kann.


Museum

Museum

Das berühmteste Museum Spaniens dürfte wohl der Prado in Madrid sein. Die umfassende Gemäldesammlung zieht jedes Jahr viele tausend Besucher an. Abends ab 18 Uhr ist der Eintritt kostenlos, dafür ist dann umso mehr los in den großen Sälen.

Ein weiteres Highlight in der spanischen Museumslandschaft ist das Guggenheim-Museum im baskischen Bilbao. Allein schon das Äußere des Museums erregt Aufsehen und ist Teil einer umfassenden Modernisierung und Umorientierung der Hafenstadt gewesen.

Darüber hinaus gibt es im ganzen Land kleine, spannende Museen mit speziellen, breit gefächerten Themen – zum Beispiel das Reismuseum in Valencia oder das Museo Naval in der Hauptstadt.


Oper & Schauspiel

Oper & Schauspiel

Das Liceu in Barcelona direkt an der Rambla genießt einen ausgezeichneten Ruf und die Preise sind moderat. Allein schon die prunkvolle Aufmachung im Inneren ist einen Besuch wert und man kann Führungen durch das Gebäude machen.

Madrid hat fast zehn Opernhäuser und Theater zu bieten. Viele Stücke sind auf Spanisch, aber es gibt auch Ballett- oder Flamencoaufführungen, die sehr lohnend sind. Tickets erhält man etwa an der Abendkasse oder im Internet. Meist sind die Aufführungen gut besucht und man sollte sich früh genug um Tickets bemühen. Die Preise sind je nach Aufführung und Platzkategorie nicht überteuert.


Ausstellungen

Ausstellungen

Die Weltausstellung war mehrmals zu Gast in Spanien und hat ihre Spuren im Land hinterlassen. 1888 gastierte sie in Barcelona und hinterließ der Stadt den Arc de Triomf, fünfzig Jahre später bescherte sie Barcelona und Sevilla Ausstellungsgelände, die heute immer noch genutzt werden. Der Pavillon von Mies van der Rohe in Barcelona ist heute immer ein Besuchermagnet und besticht mit seinen klaren Formen. Im Jahr 1992 beherbergte Sevilla wieder die Weltausstellung und auch wenn einige Werke gestohlen oder beschädigt wurden, lohnt ein Besuch von La Cartuja.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von spannenden, ständig wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Themen im ganzen Land.


Kirchen & Tempel

Kirchen & Tempel

Die berühmtesten Kirchen Spaniens sind die Sagrada Familia des genialen Architekten Gaudí und die Kathedrale von Santiago de Compostela, die jährlich das Ziel vieler tausend Pilger aus der ganzen Welt ist. Beide Kirchen könnten nicht unterschiedlicher sein und faszinieren doch ihre Besucher.

Neben diesen beiden Glanzlichtern gibt es in jeder Stadt eine Kirche oder Kathedrale, die eine Besichtigung wert ist. In Toledo findet man zum Beispiel eine Kirche, die bis ins 6. Jahrhundert zurückgeht und damit vor dem maurischen Kalifat errichtet wurde. Will man einen Eindruck von der maurischen Architektur erhalten, sollte man auf keinen Fall einen Besuch in der Alhambra versäumen, bei der es sich zwar um eine Stadtburg handelt, aber in deren Architektur und Ausschmückung auch islamisch-religiöse Elemente eine Rolle spielen.

Für viele bedeutende Monumente sollte man die Karten vorher im Internet kaufen, da man sich dann lange Wartezeiten erspart und man ein Zeitfenster zugewiesen bekommt, den man einhalten muss. So lässt sich ein Besuch gut planen.

Aktiv in Spanien

Spanien als Land zwischen Meer und Gebirge bietet eine große Bandbreite an sportlichen Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Der Jakobsweg ist in den letzten zehn Jahren ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt und hat damit einen wahren Pilgertrend ausgelöst, aber neben Wandern, Mountainbiken und Reiten gibt es auch andere Möglichkeiten, sich sportlich in Spanien zu betätigen. Der Strand ist einer der Orte, an dem man Beachvolleyball, Windsurfen oder anderen Wassersportarten nachgehen kann, während man im Landesinneren zu Klettertouren, Ausflügen zu Pferd oder mit dem Quad aufbrechen kann.


Golf

Golf

Spanien ist bei Golfspielern eine sehr beliebte Destination. Allein auf den kanarischen Inseln gibt es über 20 Golfplätze, die durch ihre schöne Lage bestechen, aber auch auf dem Festland, teilweise in bequemer Nähe zu den Großstädten gibt es Golfplätze, die gerne von Spielern aus aller Welt besucht werden. Auch Golfreisen nach Spanien oder auf die Inseln können gebucht werden und eine Vielzahl von Golfhotels und –resorts stehen als Unterkunft zur Verfügung, die im vier- und fünf-Sterne-Bereich angesiedelt sind. Der Transport des Golf Packs ist als Sperrgepäck bei vielen Fluglinien ohne Probleme möglich.


Segeln & Wassersport

Segeln & Wassersport

Spaniens Küsten mit einer Gesamtlänge von 4.000 Kilometern bieten eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten. An den langen Stränden der Costa Brava oder Costa del Sol, die ihrem Namen in Sachen Sonnenstunden alle Ehre macht, kann man auch mit kleinen Kindern schwimmen und planschen.

Für ambitioniertere Wassersportarten wie Windsurfen, Segeln, Wellenreiten und anderes ist die rauere Nordküste rund um Santander, San Sebastian oder Bilbao geeignet, aber Wassersportler zieht es auch auf die Kanaren, wo sich gute Bedingungen an Wind und Wellen finden. Im Süden Spaniens (Tarifa) findet man einen konstanten, starken Wind.

Taucher finden geeignete Reviere auf den Kanaren und an der Costa Brava.


Klettern

Klettern

Spanien weist einige beeindruckende Gebirgsketten auf. Dazu gehört die Sierra Nevada („die schneebedeckten Berge") im Süden des Landes, aber auch die Picos de Europa, ein Teil des Kantabrischen Gebirges, das in Asturien, Kastilien-León und Kantabrien im Norden des Landes liegen. Eine der faszinierendsten Kletterdestinationen in Spanien befindet sich etwa fünfzig Kilometer nördlich von Málaga im Süden des Landes: El Chorro lockt mit besonderen Herausforderungen und einer grandiosen Landschaft. Daneben bietet Teneriffa als junge kanarische Insel vulkanischen Ursprungs auch einiges an Herausforderungen für Kletterer. Gerade im Winter zieht es Kletterer nach Spanien, da das Wetter in vielen Gegenden ganzjährig Felsgänge zulässt.


Wandern

Wandern

Die berühmteste Wanderstrecke in Spanien, wenn nicht sogar in Europa, ist der Jakobsweg. Er führt durch den Norden Spaniens und wenn man den Weg in Sarria (ungefähr 120 Kilometer bis Santiago de Compostela) beginnt, erhält man am Ende eine begehrte Urkunde, Compostela genannt. Der Jakobsweg hat keinen Startpunkt – je nach Kondition und Zeit kann man den Beginn frei wählen. Der Weg über die Pyrenäen ist anspruchsvoll, im Sommer macht den Wanderern die Hitze und im Winter der Schnee zu schaffen.

Für die, die es weniger anstrengend mögen, gibt es neben den langen Strandspaziergängen natürlich auch Wege durch die vielen, landschaftlich schönen Nationalparks auf der iberischen Halbinseln oder Touren, die über die kanarischen oder balearischen Inseln führen.


Wintersport

Wintersport

Die meisten Urlauber verbinden Spanien mit Sonne, Strand und Meer, aber die iberische Halbinsel verfügt über einige kleine, aber feine Skigebiete, die außerhalb des Landes wenig bekannt sind. Als Destinationen für einen Skiurlaub bietet sich die Sierra Nevada oder der Norden des Landes an. Auch an der französischen Grenze finden sich gute Skigebiete in den Pyrenäen. Die Höhe der Skigebiete liegt zwischen über 500 Meter und über 3.000 Metern, insgesamt gibt es in Spanien eine Pistenlänge von etwas mehr als 1.000 Kilometern. Tageskarten in der Hauptsaison in Spanien sind ab zwölf Euro zu haben.


Weitere Sportmöglichkeiten

Weitere Sportmöglichkeiten

Für Triathleten gibt es Spanien mehrere Ironman-Rennen und klassische Triathlons. Reisen zu diesen Events werden teilweise von Reisebüros in Deutschland organisiert.

Außerdem kann man in Spanien viele kleine Flugplätze mit dem Segelflieger oder dem Motorflugzeug ansteuern. Fallschirmspringen und Paragliding wird ebenfalls angeboten. Über alle weiteren Sportarten, die man in Spanien betreiben kann, kann man sich im Internet informieren.

Feiern bis in die spanischen Morgenstunden

Spanien ist eines der Urlaubsziele, das für ein pulsierendes Nachtleben und eine große Party-Kultur bekannt ist. Ibiza ist seit mehreren Jahrzehnten eine Insel, die für ihre Partys bekannt ist. Aus der Hippie-Szene sind inzwischen viele Clubs hervorgegangen, die allerdings für Jugendliche unter 18 Jahren oftmals nicht zugänglich sind. Auch Mallorca mit seinem berühmt-berüchtigten Ballermann ist eine der Ziele für Junggesellen-Abschiede und ausdauerndes Feiern bis in die frühen Morgenstunden. Aber auch auf dem Festland hat sich eine Party-Kultur etabliert, die besonders in den Feriensiedlungen entlang der Costa Brava und Costa del Sol ihre Hochburgen hat. Dazu gehört auch der noble Ferienort Marbella


Nachtleben

Das Nachtleben in Spanien spielt sich auf den Straßen und Plätzen der Städte ab. Der spanische Arbeitsalltag geht wesentlich später als der deutsche zu Ende und das Abendessen wird nicht vor 21 Uhr eingenommen. Dementsprechend ist die Bar das verlängerte Wohnzimmer in Spanien und hier gilt: Je voller desto besser – man quetscht sich gerne noch dazu, denn lautes Treiben ist ein Qualitätsmerkmal. Nur ganz selten, zum Bespiel an einem Montagabend, wird man durch stille Straßen gehen. Ansonsten herrscht ein dichtes Gedränge und man kann die Flaneure wunderbar von den Plätzen aus beobachten. Ansonsten gibt es auch Discotheken, Strandbars und Clubs. Die sogenannten Chiringuitos am Strand schließen meistens schon um 18 Uhr, weil sie die Strandbesucher mit kleinen Snacks verpflegen.


Festivals

Religiöse Feierlichkeiten stehen ganz groß in Spaniens Veranstaltungskalender. Dazu gehören die Sanfermines in Pamplona Anfang Juli, wo der berühmte Stierlauf stattfindet, und die Fiesta de Santiago Apóstol am 25. Juli in Santiago. Auch die Prozessionen während der Semana Santa (Ostern) sind ein sehenswertes, wenn auch etwas gruseliges Spektakel im ganzen Land. Darüber hinaus gibt es die Tomatina in Buñol in der Nähe von Valencia, die im August stattfindet und bei der sich alles um die Tomate dreht. Außerdem gibt es im ganzen Land eine Vielzahl von Musikfestivals oder lokale Feste wie das Weinfest zu San Mateo im September in Logroño im Rioja.

Herausragende kulturelle Festivals sind unter anderem:

MonatStadtFestival / Veranstaltung
Januar-
FebruarTeneriffa & CádizKarneval
MärzValenciaLas Fallas
AprilMallorcaMallorca Smooth Jazz Festival
Mai-
JuniAlicanteLas Hogueras
BarcelonaSonar Festival
JuliPamplonaLos Sanfermines - Stierrennen in Pamplona
BenicàssimFestival Internacional de Benicàssim
PeraladaPeralada Festival
Vitoria-GasteizVitoria-Gasteiz Jazz Festival
San SebastiánSan Sebastián Jazzaldia
CórdobaCórdoba Guitar Festival
MéridaFestival Internacional De Teatro Clasico de Mérida
AugustSantanderFestival Internacional de Santander
MurciaInternational Cante de las Minas Festival
SeptemberSan SebastianSan Sebastian Film Festival
SevillaLa Bienal Flamenco Sevilla
OktoberMallorcaFestival MúsicaMallorca
Santiago de CompostelaWomex
MadridFestival Internacional De Jazz De Madrid
ZaragozaFestival De Musica Independiente De Zaragoza
CádizIberoamerikanisches Theaterfestivak
NovemberBarcelonaInternationales Jazzfestival
Dezember-

Shopping in Spanien - Wenig Schnäppchen, viele Unikate

Spanien ist zwar kein besonders günstiges Shoppingparadies, aber man entdeckt immer wieder schöne Mitbringsel oder besondere Modeartikel. Viel Handgemachtes gibt es zu entdecken – von Töpferei über Korbflechterei bis hin zu Lederartikeln kann man sich mit Souvenirs und Produkten für den Eigenbedarf eindecken. Daneben sind in den größeren Städten alle großen Modeketten etabliert, aber auch einige regionale Anbieter. Beliebt sind auch Lebensmittel, die man ins europäische Ausland ausführen darf. Dazu gehören der berühmte Serrano-Schinken, Wein, Oliven oder Süßigkeiten wie der Mandelkuchen, der auch gut haltbar ist. Auf bunten Märkten findet man Antiquitäten, Kunst und Kitsch ganz nah beieinander und stöbern lohnt sich.


Handeln als Brücke zu den Spaniern

Handeln gehört in Spanien dazu. Im Supermarkt hat man meistens weniger Chancen, aber gerade wenn man Kunsthandwerk beim Erzeuger oder auf dem Markt kauft, kann man handeln und sollte sich auf ein Gespräch einstellen, denn Handeln ist besonders eine kommunikative Sache. Am Ende geht es nicht nur darum, einen guten Preis erzielt zu haben, sondern sich auch auf sein Gegenüber eingelassen zu haben und vielleicht ergibt sich darüber hinaus ja auch ein nettes Gespräch – auch wenn das in einer radebrechenden Mischung aus Spanisch, Deutsch, Englisch und Gesten stattfindet.


Ein- und Ausfuhrbestimmungen in Spanien

Spanien als Teil der europäischen Union unterliegt den geltenden Aus- und Einfuhrbedingungen. Alkohol und Zigaretten bzw. Zigarren und Zigarillos können in den generell geltenden Mengen aus- bzw. eingeführt werden. Alle Produkte müssen für den Eigenbedarf bestimmt sein und danach richten sich auch die Mengenangaben. Vorsicht ist geboten bei der Ausfuhr von Kunstgegenständen: Hier sollte man sich eine Ausfuhrgenehmigung der Region besorgen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ceuta und Melilla sind nicht Teil der EU und hier gelten gesonderte Bestimmungen. Auch die Kanaren sind nicht im europäischen Steuerbereich erfasst, weshalb Parfum hier zum Beispiel günstiger zu erhalten ist.

Nähere Informationen zum Thema Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei einem Spanienurlaub sind unter dem Punkt Gesetze zu finden.

In Deutschland sind die deutschen Zollvorschriften zu beachten. Bei der Einreise aus Spanien gelten die Zollvorschriften für die Einreise aus EU-Ländern.

Geheimnissvolle und lebendige Natur in Spanien

Spaniens Natur ist vielfältig und voller Überraschungen. Viele Landschaften sind von der UNESCO als Biosphärenreservate ausgezeichnet worden. Die Mandelblüte auf Mallorca im Februar taucht die Insel in ein liebliches, rosa-weißes Blütenkleid und zieht viele Besucher an. Der Park Garajonay auf der Kanareninsel La Gomera beheimatet einen Lorbeerwald, der von Nebelschwaden geheimnisvoll durchwabert wird. Natur und Kultur gehen Hand in Hand in den sattgrünen Tälern an der kantabrischen Küste, wo alte Traditionen noch lebendig sind. Die Mancha präsentiert sich im Gegensatz dazu karg und nur eine Windmühle ab und zu unterbricht das Panorama – hier ist Don Quichote wahrhaftig zu Hause.

Wellness für Körper und Geist in Spanien

Der Wellness-Trend hat auch Spanien erfasst und eine Vielzahl von Hotels bieten dazu unterschiedliche Aktivitäten und Einrichtungen an. Neben Schwimmbädern, Sauna, Massagen und verschiedenen Behandlungen nach ayurvedischen Konzepten ist auch die spanische Lebensart an sich Wellness für Körper und Geist: Es geht alles etwas langsamer, mit einer positiveren Grundhaltung, das Essen ist gut und reichhaltig und die Sonne verwöhnt Körper und Geist – die idealen Voraussetzungen für einen erholsamen Aufenthalt in Spanien.


Spanisches Wellness immer auf dem neusten Stand

Neben den klassischen Schönheitssalons kann man in Spanien auch private Beautybehandlungen im eigenen Ferienhaus organisieren. Daneben bieten viele Hotels eine eigene Beauty-Abteilung, die oft die neuesten Trends auf dem Gebiet der Schönheit für die Gäste bereithalten. Spaniens reiche Natur liefert viele Naturprodukte wie Olivenöl oder Aloe Vera, die frisch und ohne Zusatzstoffe in Beautybehandlungen eingesetzt werden.


Yoga, QiGong und vieles mehr in Spanien

Wellness für den Geist steht in einer immer hektischer werdenden Zeit mehr und mehr im Vordergrund für einen erholsamen Urlaub. In Spanien haben sich diverse Hotels etabliert, die spezielle Programme anbieten, um den Geist durch Meditation, Yoga etc. zur Ruhe kommen zu lassen und gestärkt und gereinigt in den Alltag zurückkehren zu können. Auch während des Aufenthalts in Spanien in einem Hotel werden Yoga-Kurse, Meditation, Qi Gong als Ferienkurs angeboten. Das lässt sich mit Massagen und anderen wohltuenden Behandlungen verbinden.

10. Regionen & Geographie

Regionen & Geographie

Spanien wird oft und ganz sicher nicht zu unrecht als Land der Gegensätze bezeichnet. Dies wird nicht nur in der abwechslungsreichen Landschaft deutlich, sondern zeigt sich auch in Mentalitäten, Sprachen und Traditionen. Das Land besteht aus 17 autonomen Gemeinden, von denen sich die meisten nochmals in unterschiedliche Provinzen gliedern.

Andalusien

Ganz im Süden der iberischen Halbinsel liegt Andalusien. Diese autonome Gemeinde ist stark geprägt von seinem maurischen Erbe, das sich in der Architektur, der Küche und auch in manchen Begrifflichkeiten niederschlägt. Die Hauptstadt Andalusien ist Sevilla. In Andalusien liegen nicht nur große Obst- und Gemüseanbaugebiete, die vom milden Klima profitieren, sondern auch die großen Feriengebiete.


Aragón

Aragón mit seiner Hauptstadt Zaragoza grenzt an Frankreich und die Pyrenäen an. Früher war Aragón ein eigenständiges Königreich und heute kommen Wintersportler in die Bergregionen. Im Sommer sind Wanderer und Kletterer in der Natur unterwegs und kehren in den alten Klöstern ein, um den lokalen Wein zu verkosten.


Asturias

Asturias liegt am kantabrischen Meer bzw. der Bucht der Biskaya und hat mit seiner Hauptstadt Oviedo einen wahren architektonischen Schatz: Die Gebäude und Ruinen umfassen Epochen von vor der römischen Besiedlung der iberischen Halbinsel bis in die letzten Jahrzehnte. Asturias gilt als die Region des Apfelweins (Sidra), den man hier in urigen Bars bekommt.


Balearische Inseln

Die Balearen sind die spanischen Inseln im Mittelmeer und mit Mallorca umfassen sie einen der größten Touristenmagneten in ganz Spanien. Daneben gibt es aber auch noch das ruhigere Menorca und Ibiza, das sich im Laufe der Zeit seinen Ruf als Insel der Aussteiger bewahrt hat. Palma de Mallorca ist die sehr sehenswerte Hauptstadt der balearischen Inseln, wo die imposante Kathedrale La Seu die Stadtansicht dominiert und es viele kleine Gässchen zu entdecken gilt.


Baskenland

Das Baskenland im Norden Spaniens zeichnet sich durch seine regionale Besonderheit und sein starkes Unabhängigkeitsstreben aus. Teile des Baskenlands gehören zu Frankreich. Über diese politische Trennung hinweg wird in beiden Teilen die baskische Euskara gesprochen, die mit keiner anderen indoeuropäischen Sprache verwandt ist. Die Hauptstadt des Baskenland ist Vitoria-Gasteiz.


Extremadura

Die autonome Gemeinschaft Extremadura mit der Hauptstadt Mérida grenzt an den Nachbarstaat Portugal und gliedert sich in einen gebirgigen und wasserreichen Norden, wo Kirschen und Paprika angebaut werden und einen eher trockenen Süden, wo Weinanbau betrieben wird und das Schwein Steineicheln frisst und den berühmten iberischen Schinken liefert. Extremadura ist eine der wilden Regionen Spaniens: Hier gibt es Wölfe und Luchse, Störche und Kraniche sowie den Bodenvogel Großtrappe.


Galicia

Galicia am Nordwestzipfel der iberischen Halbinsel hat sowohl eine Küstenlinie entlang der Bucht der Biskaya als auch mit dem Atlantik. Hier findet sich das höchste Kliff des europäischen Kontinents. Santiago de Compostela, die berühmte Pilgerstadt, ist Hauptstadt dieser Region und hier liegt auch das Kap Finisterre, die allerletzte Station des Jakobswegs.


Kanarische Inseln

Die kanarischen Inseln, vor der afrikanischen Küste gelegen, sind ein beliebter Urlaubsort. Die 13 Inseln haben zwei Hauptstädte: Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria. Sowohl Wanderer als auch Badeurlauber finden auf den sogenannten Inseln des ewigen Frühlings mit ihrem milden Klima perfekte Bedingungen. Die Inseln sind sehr unterschiedlich: Während Fuerteventura vergleichsweise flach und sandig ist, beheimatet Teneriffa mit dem Teide den höchsten Berg Spaniens.


Kantabrien

Die Region Cantabria ist Namensgeber für das Kantabrische Meer, das Teile der Biskaya umfasst. Hauptstadt dieser grünen Region im Norden Spaniens ist Santander, eine sehr moderne Stadt, die aber auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Kantabrien ist von gebirgigem Hinterland und maritimem Klima geprägt, was der Region eine große landschaftliche Schönheit verleiht.


Kastilien-La Mancha

Kastilien-La Mancha ist das Herzstück Spaniens mit der alten Landeshauptstadt Toledo. Die Mancha ist eine eher karge Landschaft, die Kulisse für Cervantes‘ berühmten Roman Don Quijote abgibt. Kastilien ist Namensgeber für die Sprache Kastilisch und Toledo mit seinen alten Häusern und stillen Gassen auf jeden Fall eine Reise wert.


Kastilien-León

Diese Region, ebenfalls im Herzen der iberischen Halbinsel, ist sogar größer als Portugal, aber dünn besiedelt. Die Hauptstadt ist Valladolid. Die Landschaft, Meseta genannt, ähnelt den typischen Eindrücken, die man von den großen Weiten in den USA hat. Dieses kastilische Hochland wird zum Wein- und Olivenanbau oder als Weidegrund für das iberische Schwein genutzt.


Katalonien

In seinem Unabhängigkeitsbestreben ist Katalonien durchaus mit dem Baskenland vergleichbar. Auch hier gibt es eine eigene Sprache, das Katalonische, das sich aber ganz klar den romanischen Sprachen zuordnen lässt. Die Hauptstadt Barcelona wird jedes Jahr von mehreren Millionen Touristen besucht. Die Landschaft im Hinterland ist gebirgig, die Ausläufer der Pyrenäen sind deutlich spürbar, während die Strandabschnitte sich auch großer Beliebtheit erfreuen.


La Rioja

Diese Weingegend mit ihrer Hauptstadt Logroño liegt im mittleren Norden des Landes und ist Produzent der bekanntesten spanischen Weine. Langsam entwickelt sich auch der Weintourismus und viele Weingüter bieten Verkostungen, Führungen und Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Berge La Riojas ragen über 2.000 Meter in den spanischen Himmel.


Madrid

Die Landeshauptstadt Madrid stellt eine eigene Region dar. Sie liegt in der geographischen Mitte der iberischen Halbinsel mitten in der Mancha, unweit von Toledo, das sich gut mit dem Bus oder Zug erreichen lässt. Madrid ist politisches und kulturelles Zentrum Spaniens und bietet sich ideal als Ziel für einen Städtetrip an.


Murcia

Murcia ist eine kleine Region an der Mittelmeerküste westlich von Katalonien. Die gleichnamige Hauptstadt hat etwas mehr als 400.000 Einwohner. Murcia gehört zu den trockensten Regionen Europas und wird an 300 Tagen des Jahres von der Sonne verwöhnt, was im Umkehrschluss zu einer ständigen Wasserknappheit führt.


Navarra

Auch Navarra an der Grenze zu Frankreich war einst ein eigenes Königreich. Die Hauptstadt Pamplona ist für seinen Stierkampf berühmt und schon Ernest Hemingway machte hier Station. Auch hier wird Wein angebaut, aber neben diesen Weinanbaugebieten wird Navarra durch die Berge und die Wüste Bardenas Reales geprägt.


Valencia

Die Region Valencia mit der gleichnamigen Hauptstadt grenzt an Katalonien und beherbergt außerdem die Städte Alicante und Castellón. Auch hier ist das Mittelmeer der große Besuchermagnet. Das Hinterland präsentiert sich gebirgig, während ein Großteil des Küstenstreifens sehr fruchtbar ist.


Ceuta und Melilla

Die beiden Städte auf dem afrikanischen Kontinent gehören ebenfalls zu Spanien und sind eine Exklave in Marokko. Die beiden Städte in unmittelbarer Nähe zu Gibraltar werden mit aufwendigen Grenzsicherungen vor illegalen Einwanderern geschützt.

11. Medien

Regionen & Geographie

Spanien hat eine breit gefächerte Medienlandschaft mit Fernsehen, Hörfunk und Zeitschriften und Zeitungen aufzuweisen. Letztere erscheinen, wie die Mallorca-Zeitungen, auch auf Deutsch. Es gibt überregionale Zeitungen wie El Mundo oder El País, die in Madrid erscheinen und sich am politischen Spektrum orientieren, und regionale Zeitungen wie Voz Galicia, die aber jenseits der Region kaum wahrgenommen werden.

Telefonieren in Spanien

Telefonzellen und damit öffentliche Telefone sind im Zeitalter des Mobiltelefons selten geworden. In Hotelzimmern gibt es ein Festnetztelefon, die Kosten für getätigte Anrufe werden meist auf den Zimmerpreis aufgeschlagen und bei Abreise beglichen. Ansonsten kann man mit seinem eigenen Handy telefonieren.


Internationale Vorwahlnummern

LänderVorwahl
Spanien0034
Deutschland0049
Schweiz0041
Österreich0043

Kosten und spanische Anbieter

Je nach Anbieter und Vertrag variieren die Kosten für einen Anruf nach Deutschland von Spanien aus. Es gibt Mobilverträge, in denen bereits die Kosten für Anrufe nach Deutschland inkludiert sind, sodass man keine böse Überraschung erlebt, wenn man nach dem Urlaub auf die Telefonrechnung schaut. Die teilweise horrenden Roaming-Gebühren sind in den letzten Jahren stark gesunken und ab 2016 betragen sie pro Minute ein- oder ausgehender Anrufe 0,05 Euro. Für SMS gelten 0,02 Euro.

Ebenso gibt es günstige spanische Telefonkarten für das Handy. Beim Kauf einer solchen Karten ist meist ein Ausweisdokument vorzuzeigen. Anbieter sind zum Beispiel Movistar, Orange, Yoigo und viele mehr.

Internet in Spanien

Viele Hotels, Ferienwohnungen und privaten Unterkünfte bieten Zugang zum lokalen WLAN an, das meist auch die Außenbereiche und die Poolbereiche umfasst. Meist wird dies als Qualitätsmerkmal bei der Beschreibung der Unterkunft mitangegeben. Gleiches gilt für Restaurants und Bars. Oftmals ist dieses WLAN kostenlos, aber manchmal werden immer noch Wucherpreise verlangt.

Auch Internetcafés ermöglichen das Surfen im World Wide Web. Hier ist das Sicherheitsrisiko immer gegeben, Passwörter und private Daten auf dem fremden Rechner zu speichern und man sollte Vorsicht walten lassen und nach Möglichkeit keine Bankgeschäfte tätigen. Die Preise variieren zwischen einem und drei Euro pro Stunde. Manchmal wird auch der Datenverbrauch abgerechnet. Weitere Dienste (Scannen, Drucken etc.) werden gesondert berechnet.


Mit dem Handy in Spanien online gehen

Per mobilem Endgerät kann man das Internet nutzen, indem man die mobilen Daten aktiviert. Auch hier gilt, dass man ein Reisepaket pro Urlaubstag vom eigenen Anbieter kaufen kann oder einen Vertrag abschließt, in dem die Kosten schon inkludiert sind. Ab 2016 werden die Roaming-Kosten pro MB bei 0,05 Euro liegen.

Prepaid-Sim-Karten können bei vielen Anbietern schon vor der Reise direkt im Internet bestellt werden. Große Anbieter in Spanien:

Radio und Fernsehn in Spanien

In Spanien gibt es eine Vielzahl von Radio- und Fernsehsendern. Je nach Empfang hat man auch die Chance auf deutsche Sender im Fernsehen. Auf deutsches Radio muss man aber weitgehend verzichten. Davon ausgenommen sind Programme, die über Live Stream im Internet laufen. Die meisten deutschen Radiosender bieten einen solchen Service an. Man benötigt einen Flash Player und Ton auf dem Rechner. Auf Mallorca gibt es einen lokalen, deutschen Radiosender mit Sitz in Palma, der die neuesten Informationen über die Insel und aus aller Welt sendet.

Spanische Post - Ein Vergleich lohnt sich

Die spanische Post (Correos) hat seit etwa fünf Jahren zwar ihre Monopolstellung auf dem Markt eingebüßt, aber für Brief- und Postkartensendungen ist sie trotzdem die einzig bezahlbare Alternative. Pakete und Päckchen nach Deutschland können je nach Gewicht und Größe sehr teuer sein.

Ein Brief innerhalb Spaniens kostet 0,32 Euro, ein Brief nach Deutschland doppelt so viel. Eine Postkarte mit Urlaubsgrüßen wird mit 42 Cent frankiert. Ein Päckchen nach Deutschland von 500 Gramm kostet etwa 30 Euro, wenn man es mit Correos sendet. Hier lohnt unter Umständen der Vergleich mit anderen Anbietern.

Die Briefkästen sind auch in Spanien gelb. Entweder hängen sie an einer Wand oder sie sind als halbhohe Säulen gestaltet, auf denen die Aufschrift Correos zu lesen ist. Aller Horrorgeschichten über die Postlaufzeiten zum Trotz sollte man auf eine Postkarte oder einen Brief aus Spanien nicht länger als zwei Wochen warten. Die Zustellzeit kann sich bei unvollständiger oder unleserlicher Adresse verlängern.

12. Weitere Tipps

Regionen & Geographie

Natürlich gibt es auch für Spanien je nach Region jede Menge Geheimtipps. Da wäre der günstige Türkisschmuck in Barcelona zu erwähnen, der historische Garten in Málaga, Landhotels auf Mallorca oder Fischrestaurants an der Nordküste. Am schönsten ist es aber, wenn man selbst abseits der ausgetretenen Pfade das Land erkundet und Neues entdeckt, denn Spanien ist immer für eine Überraschung gut.

Reize überall auf der Iberischen Halbinsel

Besonders reizvoll sind natürlich die Küstenregionen der iberischen Halbinsel. Das Landesinnere wird meist als karg und eintönig beschrieben, aber auch das hat mit seinen Weiten seinen ganz eigenen Reiz. Touristisch wenig erschlossen und ursprünglich ist der Norden des Landes. Jenseits von den Pilgern auf dem Jakobsweg gibt es kaum Touristen, aber viel zu sehen. Der Süden lockt mit schönen Stränden und einem bunten Kulturmix zwischen Strandbar und Baudenkmal.

Strom in Spanien

Die einheitliche, europäische Stromspannung sind 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Ein Adapter für Geräte, die in Deutschland gekauft und benutzt wurden, ist daher in Spanien nicht nötig.

Trinkgeld in Spanien

Trinkgelder sind in Bars und Restaurants in Spanien üblich. Den Rechnungsbetrag rundet man aber nicht einfach auf, sondern lässt die Summe in bar auf dem Tisch zurück oder gibt sie dem Kellner persönlich. Etwa zehn Prozent der Rechnungssumme sind als Trinkgeld durchaus üblich.

Taxi fahren in Spanien

In den großen Städten Spaniens sind Taxis nur selten Mangelware. Man nimmt grundsätzlich auf der Rückbank Platz. Die Preise sind günstiger als in Deutschland, es gelten aber Nacht- und Wochenendzuschläge, Aufpreise für die Beförderung von Gepäck etc. Ein Schild am Taxi sollte über die Tarifkonditionen informieren.

Öffnungszeiten von Geschäften in Spanien

Die Siesta ist in Spanien in den großen Städten und auf dem Land gut etabliert. In Touristenzentren ist sie nicht unbedingt üblich, aber trotzdem sollte man sich nicht wundern, wenn zwischen 12 und 17 Uhr die meisten Geschäfte geschlossen haben. Ebenso sind in Touristenzentren die Geschäfte sieben Tage die Woche geöffnet. Einige kleine Supermärkte, die das Lebensnotwendigste wie Getränke, Hygieneartikel und kleine Snacks wie Chips und Schokolade verkaufen, haben teilweise rund um die Uhr und auch am Wochenende geöffnet, aber auf dem Land sollte man damit nicht rechnen. Sonntags haben die meisten Geschäfte und Supermärkte geschlossen. Große Ketten oder Warenhäuser lassen oftmals die Siesta ausfallen und haben von 9:30 oder 10:00 Uhr bis in den Abend hinein geöffnet.

Abhebegebühren und zusätzliche Bankgebühren in Spanien

Hebt man Geld mit der EC-Karte ab, werden Gebühren fällig, die je nach Bank über fünf Euro liegen können. Häufig zeigt der Automat die Höhe der Gebühren nicht an und man erlebt erst bei der Nachkontrolle zu Hause die unangenehme Überraschung. Am besten fordert man am Automaten eine Quittung an, damit man einen Beleg über die Abhebung hat

Einige deutsche Banken bieten die Möglichkeit einer kostenlosen Abhebung im Ausland.

Spanien als sicheres Reiseland

Spanien ist insgesamt ein sehr sicheres Reiseland. Die ETA, Untergrundorganisation aus dem Baskenland, hält sich an den Waffenstillstand von 2011 und die Entwaffnung geht seit 2014 vonstatten.


Tiere

Tiere

In Spanien gibt es Bären und Wölfe, die sich aber normalerweise vom Menschen fernhalten. Trifft man auf einen Bären, sollte man das Tier nicht reizen, sondern es auf die anwesenden Menschen aufmerksam machen und ihm zugleich den Weg freigeben. Auch Wölfe machen normalerweise einen großen Bogen um Menschen. Geht ein Wolf zum Angriff über, schüchtert man ihn mit Lärm und weit ausholenden Gebärden ein. In Spanien gibt es auch giftige Tiere. Dazu zählen Skorpione, Spinnen und Schlangen. Bei einem Biss sollte man ein Krankenhaus aufsuchen.


Pflanzen

Pflanzen

Grundsätzlich sollte man davon absehen, Pflanzen zu verzehren, die man nicht eindeutig identifiziert hat. Gleiches gilt auch für Pilze. Treten trotzdem Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Idealerweise kann man die Pflanze beschreiben oder sogar ein Pflanzenteil vorzeigen, was eine Identifizierung des Giftes einfacher macht. In Spanien gibt es Pflanzen, die starke allergische Reaktionen auf der Haut auslösen können. Je nach Stärke sollte man einen Arzt aufsuchen und gegebenenfalls eine Kortisonsalbe auf die gereizte Stelle auftragen. Giftig sind Oleander, die Kandelaber-Wolfsmilch-Gewächse, die bei Augenkontakt zu Erblindung führen kann, der Stechapfel und der Klatschmohn.


Naturphänomene

Naturphänomene

Spanien ist prädestiniert für einen Badeurlaub, aber es gibt gefährliche Strömungen, die das unbeschwerte Badevergnügen trüben können. Dazu gehört die sogenannte Rip-Tide, eine schmale Strömung, die am Strand auftritt und den Schwimmer aufs Meer zieht. Es ist sinnlos, gegen die Rip-Tide anzuschwimmen, sondern man bewegt sich parallel zum Strand bis man aus der Strömung herausgeschwommen ist. Einige Buchten, auch auf Mallorca, die mit schönen Stränden aufwarten, haben tückische Strömungen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man an bewachten Stränden schwimmt, wo es eine Badeaufsicht gibt.

Die kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und die vulkanische Aktivität ist im Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote deutlich zu spüren. Die kanarischen Inseln werden geologisch und seismologisch überwacht. Bei unerwarteten vulkanischen Aktivitäten gilt es, eine möglichst große Distanz zwischen sich und den Vulkankrater zu bringen. Lava kann in Tälern auftreten, daher sollte man sich auf eine Anhöhe flüchten. Treten gleichzeitig Erdbeben auf, stellt man sich im Haus unter einen Türsturz oder legt sich unter einen Tisch. Am besten verlässt man das Haus wegen möglicher Einsturzgefahr. Die Gefahr eines plötzlichen Vulkanausbruchs ist extrem niedrig.

Gerade der Süden Spaniens wird im Sommer von extremer Trockenheit geplagt. Die Region um Murcia gehört zu den trockensten in Europa und Wald- und Buschbrände sind hier durchaus möglich. Dann werden groß angelegte Löschmaßnahmen mit Flugzeugen und der Feuerwehr eingeleitet und die Bevölkerung evakuiert. Hält man sich an die Anordnungen, besteht kaum Gefahr. Sollte man dennoch von einem Waldbrand überrascht werden, läuft man quer zum Feuer davon und, wenn möglich den Hang hinab. Sicher sind wenig bewachsene Gebiete wie Geröllhalden oder der Strand.