Urlaub in Kanada Alle Informationen die du vor einer Reise nach Kanada brauchst: Wetter, Gesetze, Unterkünfte, Essen, Regionen, Tipps & mehr!

1. Allgemeine Informationen

Länderflagge

Kanada, dessen Spitzname "The Great White North" ist, ist ein Land mit enormen Ausdehnungen, die jeden Europäer in Erstaunen versetzen und die oft dazu verleiten, Distanzen zu unterschätzen. Die Hauptstadt Ottawa so wie andere touristisch interessante Städte wie Toronto oder Montreal liegen im Osten des Landes, aber auch im Westen gibt es mit Vancouver eine sehenswerte Metropole. Dazwischen liegt viel wilde und unberührte Natur, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Zahlungsmittel - Der Kanadische Dollar


Wechselkurs

Wechselkurs

In den letzten Jahren unterlag die Währung starken Schwankungen im Wert, aber generell ist Kanada kein übermäßig teures Urlaubsland. Der Wechselkurs von Euro zu kanadischem Doller liegt etwa bei 1,5. Für einen Euro bekommt man also etwa 1,5 kanadische Dollar.


Banknoten

Banknoten

Kanadische Dollar-Noten gibt es in 2-, 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Dollarscheinen. Die Scheine gibt es in mehreren Serien. Die Motive auf den Geldscheinen der aktuellen Serie (seit 2011 ausgegeben) thematisieren kanadische Innovationen in Wissenschaft und Technik. Generell sind alle Noten, die seit 1935 von der Bank of Canada heraus gegeben wurden, gültiges Zahlungsmittel. Es gibt auch noch 1000-Dollarscheine. Diese werden allerdings seit dem Jahr 2000 aus dem Verkehr gezogen, da sie häufig für Geldwäsche und im Rahmen organisierter Kriminalität Verwendung finden. Hartgeld gibt es in Form von 1-, 5-, 10-, 25- und 50 Cent-Münzen (100 Cent entsprechen einem Dollar), sowie 1- und 2-Dollarmünzen. Die Prägung von 1-Centmünzen wurde 2012 eingestellt.


Bezahlung

Bezahlung

In Kanada bezahlt man mit dem kanadischen Dollar (CAD), der unabhängig vom amerikanischen Dollar gewertet wird. In den Grenzregionen, zum Beispiel an den Niagara-Fällen, wird manchmal auch der US-Dollar akzeptiert. Die Umrechnung liegt zwischen 70 und 80 Cent pro kanadischem Dollar. Darüber hinaus hat aber auch in Kanada das "Plastikgeld" Einzug gehalten und Kreditkarten werden auch bei kleinen Beträgen gerne akzeptiert – allerdings fallen dort meist Gebühren an.


Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Kanada

Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Kanada

Mit Bargeld kommt man in Kanada natürlich weiter, aber wie überall auf der Welt ist es auch dort nicht empfehlenswert, größere Mengen an Dollar bei sich zu haben. Die Kreditkarte oder die Debit-Karte sind die gängigsten Zahlungsmittel und bei den Einheimischen sehr beliebt – egal ob im Fast-Food-Restaurant, Supermarkt oder Restaurant. Auch Eintrittsgelder können mit dem "Plastikgeld" beglichen werden. Allerdings werden deutsche EC-Karten nicht immer akzeptiert und wenn man mit der Kreditkarte bezahlt, sollte man daran denken, dass Gebühren fällig werden in Höhe von etwa einem Prozent. Auch wenn die Unterschrift beim Begleichen der Rechnungen in Deutschland durchaus noch üblich ist, braucht man in Kanada seit 2014 fast überall die PIN, die man sich vor dem Urlaub unbedingt einprägen sollte.


Geldautomaten

Geldautomaten

Geldautomaten, die sogenannten ATMs, findet man in Kanada nicht nur in Banken, sondern auch in Shopping Malls und manchmal auch in Supermärkten oder Tankstellen. Generell gilt auch in Kanada, dass man die Automaten auf Manipulation untersuchen sollte, seine PIN unbedingt schützen muss und die Gebühren beachten sollte, die je nach Geldinstitut anfallen. Daher kann es ratsam sein, größere Beträge abzuheben, um möglichst selten Gebühren zahlen zu müssen. Touristen sollten aber nicht ihre gesamte Barschaft mit sich führen und sie nach Möglichkeit im Hotelsafe deponieren.


Lebenshaltungskosten im Urlaub in Kanada

Gewisse Produkte wie Milch, Käse und Joghurt sind in Kanada sehr teuer, auch wenn das meist durch den schwachen Dollar ausgeglichen wird. In den Touristenzentren und Großstädten sind die Lebenshaltungskosten etwas höher und auch öffentliche Verkehrsmittel können die Reisekasse belasten. Eine warme Mahlzeit in einem Schnellrestaurant ist günstig zu haben, während die meisten Restaurants eher gehobene Preise haben und auch Wein ist nicht sehr preiswert. Will man abends essen gehen und sich tagsüber einiges ansehen, wo Eintritt verlangt wird, muss man zwischen 75 und 100 Euro pro Tag und Kopf einkalkulieren.

Hello Canada - Hallo Kanada

Kanada ist zweisprachig: Sowohl Englisch als auch Französisch sind Amtssprachen und Schilder und öffentliche Bekanntmachungen sind daher in beiden Sprachen verfasst. Das kanadische Französisch wird in der Provinz Quebec gesprochen und hat einige archaische Eigenarten, sodass man mit dem eigenen Schulfranzösisch auf Probleme stößt. Das Französisch von Quebec hat viele alte Merkmale bewahrt und erinnert daher an das Französisch aus dem 17. Jahrhundert. Daneben hat das Englische einen großen Einfluss auf die Sprache gehabt, sodass sich weitere sprachliche Besonderheiten ausgeformt haben. Das kanadische Englisch ist meistens keine Herausforderung – höchstens das fragende "eh?" stößt manchmal auf Unverständnis. Kanada ist trotz strikter Grenzkontrollen und strenger Einwanderungspolitik immer noch ein Einwanderungsland – viele Menschen kamen und kommen aus Asien und sprechen in ihren Familien und Freundeskreisen die Sprachen ihrer Heimat. Somit sind viele Sprachen in Kanada zu Hause, aber alle Kanadier sprechen Englisch – und die in Quebec auch das eigentümliche Französisch. Neufundland ist für seinen starken Dialekt bekannt, der nicht leicht zu verstehen ist, aber da unterscheiden sich Einheimische kaum von Touristen. Es hilft nur eifriges Nachfragen. Generell kommt man aber auch mit nur mäßigen Englischkenntnissen gut zurecht, denn die Kanadier sind offen und hilfsbereit und überraschend viele lernen oder sprechen (bruchstückhaft) Deutsch, weil sie deutsche Vorfahren haben.


Offizielle Amtssprache in Kanada

Kanada gehört zum Common Wealth und daher ist die erste Amtssprache selbstverständlich Englisch. Aber in der Provinz Quebec wird als erste Sprache Französisch gesprochen, da die Franzosen ab dem 17. Jahrhundert die Region besiedelten, Handelsposten errichteten und natürlich ihre Sprache mitbrachten, die sich bis heute gehalten hat und aus dem Alltag in Quebec gar nicht wegzudenken ist.


Die 30 wichtigsten Wörter auf Englisch

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DeutschEnglisch
HalloHello
Guten TagGood day
Auf WiedersehenGoodbye
Jayes
Neinno
DankeThank you
Bitte!You`re welcome!
Prost!Cheers!
EntschuldigungExcuse me!
Hilfe!Help!
Toilettetoilet
Ich heiße ...My name is ...
Ich hätte gerne ...I would like to have ...
Was kostet ...?What does the ... cost?
Zahlen bitte!Pay please!
Ich spreche kein Englisch.I do not speak English
EingangEntrance
AusgangExit
DeutschEnglisch
einsone
zweitwo
dreithree
vierfour
fünffive
sechssix
siebenseven
achteight
neunnine
zehnten
Montagmonday
Dienstagtuesday
Mittwochwednesday
Donnerstagthursday
Freitagfriday
Samstagsaturday
Sonntagsunday

*** Der/Das "RELIGION" in/auf der/die/das "LÄNDERNAME" ***

*** Der/Das

Kanada ist ein sehr säkulares Land. Religion spielt im öffentlichen Leben quasi keine Rolle. Selbstverständlich kann man Kirchen besichtigen, aber eine strenggläubige Schicht wie in den USA gibt es nicht. Die großen Weltreligionen sind in Kanada alle vertreten und auch kleinere Glaubensgemeinschaften haben ihre Anhänger. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man sich in Toleranz üben sollte und abfällige Bemerkungen über egal welche Religion genauso wenig zu den Smalltalk-Themen gehören wie extrem kritische Auseinandersetzungen mit einer Glaubensrichtung.

Politik in Kanada

Wenn nicht gerade Wahlen angesetzt sind, merkt man im Alltag von dem politischen Geschehen in Kanada eher weniger. Kanadier kommentieren zwar die Entscheidungen einzelner Politiker, aber größere Debatten sind in der Öffentlichkeit eigentlich eher unüblich. Im persönlichen Gespräch ist Politik kein Thema für den leichten Smalltalk, aktuelle Trends und Entwicklungen können aber durchaus kommentiert werden, wenn die Themen ernster werden. Die Meinung des anderen sollte man aber respektieren – Auffassungen, die gegen Toleranz und freiheitliche Grundordnung gehen, kann man schweigend hinnehmen, muss das aber nicht tun. Wichtig ist dabei aber auf jeden Fall der Ton gegenüber des Gesprächspartners.


Staatsform und Regierungssystem in Kanada

Kanada ist eine parlamentarische Monarchie, da das Land Teil des Commonwealth ist. Damit ist Königin Elisabeth II immer noch Staatsoberhaupt Kanadas und auf den Münzen weiterhin abgebildet. Die Regierungsform ist dem sogenannten Westminster-System angelehnt und wird als parlamentarische Demokratie eingeordnet. Die Unabhängigkeit erfolgte in mehreren Schritten: Bereits im 19. Jahrhundert wurde die United Province of Canada gegründet und 1867 zur Dominion. Im 20. Jahrhundert erfolgten weitere Schritte zur Unabhängigkeit bis 1982 das Statut von Westminster geschlossen wurde. Die Zugehörigkeit zu Großbritannien und die Queen-Begeisterung ist im Osten stärker ausgeprägt, während sich der Westen eher Richtung Asien orientiert.

Besondere religiöse Feiertage in Kanada

In Kanada gibt es lediglich zwei nationale religiöse Feiertage; zum einen der Karfreitag und der erste Weihnachtsfeiertag. In einigen Regionen Kanadas gelten darüber hinaus auch der Ostermontag und der zweite Weihnachtsfeiertag als Feiertage. Wie in anderen Ländern auch, gehört in Kanada Ostern zu den beweglichen Feiertagen.


Nationale Feiertage in Kanada

MonatTagFeiertag
Januar1.New Year`s Day - Neujahrstag
Februar-
März-
April-
Mai-
Juni-
Juli1.Canada Day - Kanadischer Nationalfeiertag
August-
September1. MontagLabour Day - Tag der Arbeit
Oktober2. MontagThanksgiving - Erntedankfest, nahezu landesweit
November11.Remembrance Day - Tag zum Gedenken der Kriegsgefallenen, nahezu landesweit
Dezember-

Notfallnummern für einen Urlaub in Kanada

Wie in den USA gilt auch in Kanada die 911, viel besungen und Element der Popkultur, mit der man zu einer zentralen Notrufdienststelle weitergeleitet wird. Auch die 0 bringt den Anrufer zur Vermittlung, die Verbindungen zu Feuerwehr und ärztlicher Hilfe oder der Polizei herstellt.


NotfallbereichNotfallnummer
Erste Hilfe/Notarzt911 oder 0
Feuerwehr911 oder 0
Polizei911 oder 0
Deutsche Botschaft(001) 613 2321101 - Ottawa
Zentrale Notrufnummer des Auswärtigen Amts(0049) (0)30 18-17-2000
Zentraler Sperrnotruf für Kreditkarten (90% aller Finanzinstitute)

(0049) 116 116

(0049) (0)30 405040 50 - bessere Erreichbarkeit aus dem Ausland


Medizinische Notfälle

Für ärztliche Hilfe wählt man die 911. Auch wenn die eigenen Englischkenntnisse begrenzt sind, sollte man in einem Notfall Ruhe bewahren und versuchen, so gut es geht die Situation zu beschreiben. Der Gesprächspartner am anderen Ende ist entsprechend geschult und kann auch aus nicht ganz richtigen Sätzen die notwendigen Informationen erschließen.


Polizei

Gleiches gilt bei der Polizei: Entweder erreicht man Hilfe über die 911 oder die 0 der Vermittlung, von wo man weiterverbunden wird.


Banken

Wird die Kredit- oder EC-Karte gestohlen, sollte man sofort die entsprechenden Karten sperren lassen. Die Mastercard schützt man vor den Dieben, indem man man die 1-636-722-7111 wählt, für die VISA-Card 001-303-967-1096 und für die EC-Karte 01805 021 021. Die allgemeine Sperrhotline hilft in jedem Fall weiter: Sie erreicht man unter der 0049 116 116, die entweder die Sperrung direkt vornimmt oder an die entsprechende Stelle weiterleitet. Nach Möglichkeit sollte man die Kontonummer bzw. die Kreditkartennummer bereithalten, aber im Notfall ist es auch möglich, das Konto ohne diese Angaben sperren zu lassen.

Zeitzone

Kanada hat sechs Zeitzonen, die das riesige Land der Länge nach durchschneiden. Allein das gibt einen Eindruck von den gewaltigen Dimensionen Kanadas, die auch das Zeitgefühl der Kanadier beeinflussen. Vier oder fünf Stunden mit dem Auto zu fahren, um Freunde zu besuchen auf einen Nachmittagskaffee, ist völlig normal und wird auch nicht als zu lang oder weit angesehen. In den großen Städten sollte man in Sachen Pünktlichkeit ein Auge zudrücken, denn der Verkehr hat es meistens ziemlich in sich.


Zeitverschiebung

Die geringste Zeitverschiebung haben die östlichen Landesteile: Hier herrscht die Newfoundland-Zeit mit -4,5 Stunden Unterschied zur mitteleuropäischen Zeit. Die Atlantic Time hat eine Differenz von -5 Stunden und nach ihr gehen die Uhren in Nova Scotia. Die östliche Standardzeit lässt die Uhren in Ontario und Quebec -6 Stunden hinter denen in Europa hinterherlaufen und -7 Stunden sind es mit der Central Standard Time, die unter anderem in Chicago oder Manitoba herrscht. Nach der Mountain Standard Time ticken die Uhren -8 Stunden im Unterschied zu zu Hause in Alberta, -9 Stunden sind es in Vancouver mit der Pacific Standard Time. Die Zeitverschiebung kann den Biorhythmus ganz schön durcheinander bringen und man braucht normalerweise pro Stunde Zeitverschiebung einen Tag, um sich daran zu gewöhnen. Meist hat man bei der Rückreise nach Deutschland die geringeren Probleme, sich wieder in die heimische Zeit einzugewöhnen, aber die ersten Tage in Kanada können schnell müde machen und man sollte, falls möglich, das Besichtigungsprogramm entsprechend anpassen.


Winter-Sommer-Zeit

Auch in Kanada gibt es eine Winter- bzw. Sommerzeit, die hier Daylight Saving Time genannt wird und in Kanada werden die Uhren am ersten Sonntag im April auf die Sommerzeit eingestellt. Am letzten Wochenende im Oktober darf man dann wieder eine Stunde länger schlafen, wenn die Uhren wieder auf die Winterzeit umgestellt werden.

2. Das Wetter

Wetter

Das Wetter in Kanada ist immer ein Gesprächsthema und die Kanadier verfügen über ein sehr gutes Gedächtnis für sehr kalte oder sehr milde Winter. Der Winter ist in der Tat nicht zu unterschätzen, denn er kann lang, kalt und ungeheuer schneereich sein. Durch den sogenannten Lake Effect können sich an der Südseite der Großen Seen riesige Schneemengen ansammeln und auch die Küsten können reichlich mit der weißen Pracht eingedeckt werden.

Das Wetter in Kanada

Ottawa im Osten des Landes ist mit einem recht frostigen Klima im Winter bedacht worden: Von Dezember bis Februar klettert die Quecksilbersäule nicht über den Gefrierpunkt und die Nächte werden mit zweistelligen Minusbereiche eisig. Der Wind Chill lässt die gefühlten Temperaturen noch sinken. Die Sonne scheint aber auch im Winter und lässt den Schnee dann leuchten. Ab März hält der Frühling Einzug, er kann sich aber auch verspäten und erst im April kommen. Die Übergangsjahreszeit ist nur sehr kurz und bereits im Mai kann es sehr warm und sonnig sein. Der Sommer hält sich meist bis in den September hinein und der goldene Herbst reicht in einem guten Jahr bis Anfang Dezember.


Klimatabelle Kanada (Ottawa)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen-6°C
-16°C
-4°C
-14°C
1°C
-8°C
11°C
0°C
18°C
6°C
24°C
12°C
26°C
15°C
25°C
12°C
20°C
9°C
14°C
4°C
5°C
-1°C
-3°C
-11°C
Sonnenstunden3h4h5h6h7h8h9h8h6h5h3h3h
Niederschlag7d8d8d8d8d8d7d8d8d8d9d10d

Temperaturen

Gerade der Osten hat mit extremen Temperaturen zu kämpfen: Im Winter können Werte bis minus dreißig Grad erreicht werden und auch minus zwanzig Grad sind tagsüber manchmal möglich. Die Sommer hingegen können sehr heiß werden und eine hohe Luftfeuchtigkeit mitbringen, die Kreislaufbeschwerden verursachen kann. Der Westen mit der Metropole Vancouver ist mit ausgeglicheneren Temperaturen gesegnet: Die Winter werden nicht so eisig kalt, der Frühling kommt früher, aber im Sommer wird es dafür bei Regenschauern nicht so heiß.


Regen

Niederschlag fällt im Osten und im Westen das ganze Jahr über; in der Mitte des Landes bleibt es häufiger trocken. Jeden Monat muss man mit zweistelligen Regentagen rechnen, aber meist sind es kurze Schauer, die sich schnell wieder verziehen. Nur im Westen des Landes kann der Regen auch schonmal mehrere Tage andauern, da die Wolken vom Meer her auf Berge treffen und sich so abregnen.


Jahreszeiten

Gerade in den östlichen Provinzen Kanadas ist der Frühling eine recht kurze Jahreszeit: Lag vor ein paar Tagen noch Schnee, sprießen schon die ersten Blumen und das Thermometer zeigt über zwanzig Grad. Der Winter kann sehr lang ausfallen, aber auch der Herbst kann von September bis Dezember mit milden Temperaturen und sonnigen Tagen ein schönes Urlaubsgefühl verbreiten. Der Winter hält für Schneebegeisterte meist ausgezeichnete Bedingungen bereit und Wintersportler finden viele verschiedene Möglichkeiten und Orte, sich auszutoben.

Die beste Reisezeit in Kanada

Viele Besucher kommen nach Kanada, um die Farbenpracht des Indian Summer im Herbst zu bewundern. Für den Westen bietet sich allerdings auch der Frühling als Reisezeit an. Im Sommer sollte man die Großstädte nach Möglichkeit meiden und der Winter ist nur für Wintersportler und Kältebegeisterte wirklich zu empfehlen.

3. Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Kanadas Einreisebestimmungen sind fast so strikt wie die der USA: An den Grenzen wird streng kontrolliert und längere Aufenthalte im Land müssen über die kanadischen Botschaften abgewickelt werden. Auch bestimmte Reiseversicherungen sollte man bedenken und die Gesetze werden in den meisten Fällen strikt eingehalten.

Visum für Kanada

Für den Aufenthalt in Kanada zu touristischen Zwecken benötigt man grundsätzlich kein Visum, jedoch eine sogenannte eTA (electronic Travel Authorization = elektronische Einreisegenehmigung). Diese Einreisegenehmigung erlaubt einen Aufenthalt im Land für bis zu sechs Monaten. Grundsätzlich erwirbt man mit einer eTA allerdings keinen Rechtsanspruch auf eine Einreise in Kanada. Bei der Einreise muss man den Beamten der Einwanderungsbehörde CBSA beispielsweise darlegen, dass man über ausreichende finanzielle Mittel für seinen Aufenthalt verfügt oder keine Aufnahme einer Arbeit beabsichtigt. Im ungünstigsten Fall kann trotz einer vorhandenen eTA die Einreise verweigert werden. Neben der eTA gibt es eine Reihe von Visaarten, welche man insbesondere für einen längeren Aufenthalt (Arbeit, Studium, …) im Land benötigt.

Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht mehr mit dem Reisepass der Eltern einreisen. Auch sie benötigen wie Kinder über 10 Jahre einen Kinderausweis mit Lichtbild. Dies gilt auch für die meisten EU-Länder sowie für eine Reihe von Ländern außerhalb der EU, so auch für Kanda. Bei Einreise mit Minderjährigen sollten die Nachweise über das Sorgerecht nicht fehlen.

Die aktuellesten Informationen, ob ein Visum nötig ist, sind beim Auswärtigen Amt unter Kanada - Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu finden.


Visaarten

Seit 2015 hat Kanada ein Online-Verfahren zur eTA-Beatragung eingeführt, mit dem alle Reisenden, auch Kinder, ein eTA bekommen können. Dafür benötigt man einen gültigen Reisepass, eine Kreditkarte und eine Emailadresse. Dies gilt aber nur für eine Einreise mit dem Flugzeug oder auf dem Landweg. Verfügt man als Tourist bereits über ein gültiges Visum, benötigt man kein eTA.


Bedingungen

Beim Antrag eines eTA benötigt man eine funktionierende Emailadresse, einen gültigen Reisepass, der auch während der Reise nicht ablaufen wird, und eine Kreditkarte. Auch Kinder und Minderjährige benötigen ein eigenes eTA. Während des Beantragungsprozesses wird man durch einen Fragebogen geführt, der ein Screening von potentiellen Gefährdern erlaubt.


Erwerbsmöglichkeiten

Das eTA erwirbt man nur online. Sieben Dollar werden pro Antrag fällig, aber dafür kann man innerhalb von fünf Jahren oder vor Ablauf des Reisepasses beliebig oft nach Kanada einreisen. Die Reisepassnummer wird hinterlegt und damit der Inhaber des Reisepasses als Einreisender registriert. Andere Visaarten zum Studieren oder Arbeiten in Kanada müssen bei den Botschaften bzw. ihren Filialen beantragt werden. Dies sollte man mit genügend Vorlaufzeit tun. Will man in die USA einreisen, benötigt man zusätzlich auch ein ESTA.

Abgesichert in Kanada - Versicherungen im Urlaub

Je nach Art der Reise, den Reisenden und dem mitgeführten Gepäck kann eine Versicherung sinnvoll sein. Das liegt jedoch im rein subjektiven Ermessen der Reisenden. Viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter bieten eine Vielzahl von Versicherungen an, die den Reisepreis in die Höhe treiben können. Man sollte also genau prüfen, welche Angebote man überhaupt benötigt.


Krankenversicherung

Krankenversicherung

Eine Auslandskrankenversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Meist gibt es recht kostengünstige Angebote nicht nur von Reiseveranstaltern, sondern auch von den großen Versicherern. Für Kanada ist eine Auslandskrankenversicherung auf jeden Fall empfehlenswert, denn die europäische Versichertenkarte EHIC nützt jenseits des Atlantiks nichts. Wenn man aber eine Krankenversicherung für das Ausland abschließt, sollte man darauf achten, dass ein Krankenrücktransport nach Deutschland in den Leistungen auch dann inkludiert ist, wenn die Ärzte es nicht zur Bedingung der Gesundung machen.


Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Das eigene Fahrzeug mit nach Kanada zu nehmen, muss vorher gut durchdacht sein. Allein die Frachtkosten belaufen sich je nach Modell auf mindestens 1.500 Euro. Wird das Fahrzeug nach dem Urlaub wieder ausgeführt, also nur für eine kurze Zeit von weniger als ein Jahr eingeführt, muss es nicht die strengen Import-Vorschriften erfüllen. Es ist ratsam kein temporäres Kennzeichen sowie den Fahrzeugschein und den internationalen Zulassungsschein und eine Benutzervollmacht vom Halter mitzuführen.

In Kanada besteht eine Versicherungpflicht für Fahrzeuge. Ob die deutsche Versicherung auch für Schäden in Kanada aufkommt ist dringend vorher abzuklären. In den meisten Fällen zählt die deutsche Versicherung in Kanada nicht und es muss eine zusätzliche kanadische KFZ-Versicherung für Kanada abgeschlossen werden.


Versicherungen für Mietfahrzeuge

Versicherungen für Mietfahrzeuge

Wenn man ein Fahrzeug mietet, gibt es meist bei den Vermietern bereits die Möglichkeit, Versicherungen abzuschließen. Dies sollte man in eigenem Ermessen tun. Eine Vollkasko-Versicherung gehört zur Grundausstattung. Je nach Baujahr des Autos ist eventuell auch auf den Glasschutz zurückzugreifen und besonders auf die Höhe der Deckungssumme bei Personenschäden zu achten.


Reiseversicherung

Reiseversicherung

Versicherungen gegen Diebstahl auf dem Weg nach Kanada sind meistens überflüssig: Gepäck wird nach der Aufgabe am Schalter und bevor man es vom Gepäckband holt, so gut wie nie gestohlen. Kommt ein Koffer trotzdem abhanden, haftet dafür die Fluggesellschaft und stellt bei verspätetem Gepäck Ersatz zur Verfügung. Ist man im Auto unterwegs und lässt Wertgegenstände im unverschlossenen Fahrzeug oder außerhalb des Hotelsafes zurück, haftet keine Versicherung. Eine Versicherung haftet auch nur dann, wenn das Fahrzeug oder Hotelzimmer aufgebrochen wurde. Daher sollte man, wenn man eine solche Versicherung abschließt, auch darauf achten, dass man die Bedingungen für einen Schadensfalls erfüllt.

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Wichtige Regeln und Verhaltensweisen für den Kanadaurlaub

Auch in Kanada gibt es einige skurrile Gesetze, die aus längst vergangenen Zeiten zu kommen scheinen. Dazu gehört, dass man Beträge, die mehr als 50 Cent ausmachen, nicht in Ein-Cent-Münzen zahlen darf – da diese längst abgeschafft sind, ist das ohnehin schwierig. Von diesen amüsanten Fällen abgesehen, gibt es in Kanada aber auch Gesetze, deren Missachtung ernste Konsequenzen haben können.


Verkehr

Verkehr

Ein internationaler Führerschein wird in Kanada bei der Anmietung eines Autos verlangt. Daneben muss man auch die Kreditkarte vorlegen. Gerät man in eine Verkehrskontrolle, wollen die Beamten meistens den Führerschein sehen. Nach anderen Papieren sollte man erst dann suchen, wenn man dazu aufgefordert wird – alles andere kann als Griff zur Waffe missverstanden werden. Teuer werden kann es, wenn man die Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreitet oder auf der Spur fährt, die für mehrere Passagiere pro Fahrzeug gedacht ist, wenn man alleine unterwegs ist.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Alkohol ist auch in Kanada ein sensibles Thema und die Strafen für Konsum bei Minderjährigen können horrend sein oder sogar in Gefängnisaufenthalten münden. Konsum in der Öffentlichkeit ist ebenfalls verboten und steht unter Strafe – hier kommt man meistens mit einer Geldstrafe davon.

Der Konsum von Cannabis ist seit 2015 in Kanada legalisiert. Andere Drogen sind aber nicht legalisiert.


Nacktheit

Nacktheit

Für Anhänger der Freikörperkultur gibt es auch in Kanada Badestrände oder Seen, wo sie alle Hüllen fallen lassen können. Die Mode ist auch in Kanada offen und mit knappen Outfits erregt man höchstens in Kirchen, der Oper oder in einem Restaurant ein Stirnrunzeln. Nacktheit in der Öffentlichkeit gilt aber trotzdem als Erregung öffentlichen Ärgernisses und wird dementsprechend geahndet.


Kulturschätze

Kulturschätze

Die first nations verkaufen oft selbst hergestelltes Kunsthandwerk, das sehr anspruchsvoll und individuell gestaltet sind. Diese Gegenstände sind als Souvenirs sehr beliebt, aber sobald sie einen antiquarischen Wert haben, kann sich die Ausfuhr als schwierig gestalten. Auch die Materialien können bei dem Export zu Problemen führen: Materialien von Tieren, die unter Artenschutz stehen, können zwar durch Sondergenehmigungen von first nations erlegt werden, aber die Einfuhr dieser Güter in Europa kann trotzdem Probleme machen. Dazu gehören Knochen, Felle, Horn und Elfenbein.


Zoll

Zoll

Ausreise aus Deutschland - Einreise in Kanada

  • Devisen
    • Können in unbegrenzter Höhe in Kanada eingeführt werden. Geldbeträge über 10.000 CAD müssen jedoch angemeldet werden.
    • Ebenfalss müssen nach dem deutschen Zollgesetz Barmittel ab 10.000 € bei der Ausreise beim deutschen Zoll angemeldet werden.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Schmuck
    • Persönlicher Schmuck kann in unbegrenztem Wert eingeführt werden. Allerdings sollte man gerade bei sehr teurem Schmuck auf Verlangen der Zollbehörden einen Besitznachweis erbringen können.
    • Rohdiamanten müssen ein Kimberley-Zertifikat haben.
  • Waffen
    • Für die Ausfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, ist eine Genehmigung erforderlich.
    • Die Einfuhr von Waffen muss deklariert werden und es erfolgt eine Genehmigung von 60 Tagen.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Person bis zu einem Gesamtwert von 60 CAD zollfrei. Bei Werten über 60 Dollar wird die beschenkte Person abgabenpflichtig.
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
    • 50 Stück Zigarren
    • 200g Tabak
    • 200g Tabaksticks
  • Getränke
    • 1,5 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 22 % Alkohol
      oder
      1,1 Liter mit einem Alkoholgehalt über 22 % Alkohol
      oder
      8 Liter Bier
    • bei Einreise muss der Alkohol deklariert werden

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Ausfuhr aus Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden.

Der Kanadische Zoll erteilt Auskunft über die aktuellen Einfuhrbestimmungen (nur auf englisch bzw. französisch) in Kanada.


Ausreise aus Kanada - Einreise nach Deutschland

  • Devisen
    • Können in unbegrenzter Höhe aus Kanada ausgeführt werden. Geldbeträge über 10.000 CAD müssen jedoch angemeldet werden.
    • Nach dem deutschen Zollgesetz sind Barmittel ab 10.000 € bei der Einreise beim deutschen Zoll meldepflichtig.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen. Bestimmte Materialien tierischen oder generell organischen Ursprungs dürfen in Deutschland nicht eingeführt werden. Daher sollte man sich vor dem Kauf, besonders vom Kunsthandwerk, informieren, welche Materialien verwendet wurden und im Zweifelsfall vom Kauf absehen.
  • Schmuck
    • Die Einfuhr von in Kanada erworbener Waren darf einen Gesamtwert von 430 € nicht übersteigen. Das gilt auch für Schmuck. Andernfalls muss er deklariert werden.
    • Rohdiamanten müssen ein Kimberley-Zertifikat haben.
  • Waffen
    • Für die Einfuhr und Ausfuhr von Waffen ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Person bis zu einem Gesamtwert von 430 € zollfrei
  • Feuerwerkskörper
    • Die Einfuhr nicht zugelassene Feuerwerkskörper ist strafbar.
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
      oder
      50 Zigarren
      oder
      100 Zigarillos
      oder
      250g Tabak
  • Getränke
    • 2 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 22 % Alkohol
      oder
      1 Liter mit einem Alkoholgehalt über 22 % Alkohol
    • 4 Liter nichtschäumende Weine
    • 16 Liter Bier

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Der Kanadische Zoll erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhrbestimmungen (nur auf englisch bzw. französisch) in Kanada.

Allgemeine Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Einfuhr nach Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden sowie die Reisefreimengen.


Diebstahl

Diebstahl

Kanada ist im Hinblick auf die Kriminalität ein sehr sicheres Urlaubsland, aber gerade in den Großstädten wie Toronto gibt es auch Gegenden, die nicht als so sicher gelten. Meist verirrt sich aber kein Tourist in diese Bereiche der Stadt. Aber generell sollte man Wertgegenstände nicht offensichtlich zur Schau stellen oder offensichtlich im Auto liegen lassen. Die Aufklärungsrate von Diebstählen ist je nach Region und Hinweisen sehr unterschiedlich, aber der Ärger, der damit verbunden ist, kann durch Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden.


Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Kanada verfügt in der Tat über einige kuriose Gesetze: So darf Alkohol im Auto nicht im Fahrgastbereich transportiert werden, sondern gehört in den Kofferraum. Weiterhin wird an Nationalfeiertagen ein Alkoholverbot auf Campingplätzen und in National-und Provinzparks ausgesprochen.

Die seltsamen Gesetze gehen aber darüber auch hinaus: So mag man sich über die Musikauswahl im Radio vielleicht wundern, aber gesetzlich vorgeschrieben ist, dass mindestens 30 Prozent kanadische Musik gespielt werden muss.

Reisebestimmungen für Hunde und andere Tiere für Kanada

Hunde, die älter als drei Monate sind und über eine Tollwutimpfung verfügen, dürfen nach Kanada einreisen. Diese Impfung darf nicht älter als ein Jahr sein, muss aber mindestens dreißig Tage zurückliegen. Generell sollte das Tier in einem guten Gesundheitszustand sein und auch dementsprechend aussehen. Unter Umständen wird am Flughafen eine Untersuchung durch einen Tierarzt vorgenommen, die der Halter des Tieres bezahlen muss. Die Kosten dafür liegen aber meist unter 100 CAD.

Wichtig ist ebenfalls sich vorher über die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland zu informieren.

Einen guten Überblick über die Bestimmungen und Tipps für das Reisen mit Tieren gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Einreisebestimmungen

Hunde und Katzen können ohne größere Probleme einreisen. Tiere, die noch keine acht Monate alt sind, und nicht vom Eigentümer mitgebracht werden, brauchen ein Gesundheitszeugnis. Hunde- oder Katzenfutter darf man allerdings nicht mitbringen und muss es in Kanada kaufen. Eine sehr gute Übersicht zu den Bedingungen zur Einreise mit Tieren nach Kanada stellt der kanadische Zoll zur Verfügung.


Impfungen

Es wird eine Tollwutimpfung verlangt, die vor zwischen dreißig Tage und einem Jahr in der Vergangenheit liegen muss. Ansonsten wird die Tollwutimpfung in Kanada durchgeführt und das Tier wird für dreißig Tage in Quarantäne genommen.

4. Unterkünfte

Unterkünfte

Kanada ist ein beliebtes Urlaubsland und die Regionen, die von Touristen am meisten besucht werden, sind entsprechend erschlossen, sodass es eine Vielzahl von Unterkünften gibt. Das Spektrum erstreckt sich vom noblen Skiresort bis hin zur Holzhütte, vom internationalen Stadthotel bis hin zur privaten Zimmervermietung, sodass für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei ist.

Große Vielfalt in den kanadischen Hotels

Hotels und Pensionen sind in Kanada die üblichste Form der Unterkunft und in allen Kategorien und mit unterschiedlichsten Ausstattungen zu haben. Die Preise richten sich danach, aber auch nach der Lage und der Reisezeit. Beliebt sind Aufenthalte im Herbst während des Indian Summer. Hotels sind dann schnell ausgebucht und die Preise entsprechend hoch. Empfehlenswert sind zentral gelegene Hotels in den großen kanadischen Städten für die Urlauber, die das erste Mal im Land sind und sich einen Überblick über Kanada verschaffen wollen. Neben den großen amerikanischen und internationalen Ketten gibt es auch kleinere Hotels, die privat geführt werden.

Einen guten Überblick über die Hotels in Kanada bieten folgende Anbieter:

Kanadische Hostels für Jung und Alt

Für das kleinere oder kleine Budget im Urlaub gibt es auch Jugendherbergen und Hostels. Meist kann man sich vorab im Internet einen recht guten Überblick über Lage, Bewertungen und Ausstattung verschaffen. Die Qualität kann sehr unterschiedlich sein und auch das Zielpublikum kann variieren: In den Städten sind die meisten Hostels eher auf ein junges Publikum zugeschnitten während Hostels, die etwas abgelegener sind, Gäste aller Altersstufen beherbergen und auch Familien gerne dort einkehren. Auch hier gilt, dass die Preise je nach Lage, Ausstattung und Saison sehr stark variieren können.

Für die Suche nach dem perfekten Hostel in Kanada helfen folgende Portale:

Häuser und Ferienwohnungen in ganz Kanada

Was vor einigen Jahren noch ungewöhnlich war, ist inzwischen ein recht beliebtes Modell der Unterbringung: Häuser, Hütten oder Apartments können auch in Kanada gemietet werden. Auch hier gibt es entsprechende Portale online, auf denen man sich die schönsten Fleckchen aussuchen kann. Oftmals wünschen sich die Vermieter allerdings Aufenthalte, die länger als eine Nacht dauern. Die Kosten sind sehr abhängig von der Größe der Unterkunft, der Lage, Ausstattung und Saison, aber gerade wenn man mit einer größeren Gruppe unterwegs ist, kann es sich lohnen, ein ganzes Haus zu mieten.

Bei den folgenden Anbietern kann ein Haus oder eine Ferienwohnung in Kanada gemietet werden:

Camping in Kanada - nah an der Natur

Camping ist auch in Kanada sehr beliebt. Nicht nur Besucher mieten sich ein Wohnmobil und erkunden das Land auf eigene Faust, auch Kanadier oder Amerikaner sind an langen Wochenenden oder in den Ferien gerne unterwegs und die schönsten Stellplätze sind schnell belegt. Manchmal ist es aber möglich, Reservierungen zu machen und sich so einen Stellplatz zu sichern. Die Ausstattung der Campingplätze, gerade in den Nationalparks, ist meist gut und bietet eine Infrastruktur in nächster Nähe, zu der oftmals auch ein Supermarkt gehört.

Die folgenden Seiten geben einen guten Überblick und helfen bei der Suche nach einem passenden Stellplatz in Kanada:


Zelt

Mit dem Zelt kann man Kanada auch erkunden. So ist man der unberührten Wildnis vermutlich am nächsten, aber man sollte bedenken, dass die Wildnis manchmal sehr neugierig ist und in Form eines Bären durchaus auch die Nase in den Zelteingang stecken kann. Daher sollte man die Vorsichtshinweise, die man erhält, auf jeden Fall beherzigen und den Anweisungen der Rancher in den Nationalparks unbedingt Folge leisten oder man zeltet auf einen ausgewiesenen Campingplatz.


Wohnmobil

Stellplätze auf dem Campingplatz kosten pro Nacht zwischen zwölf und vierzig Dollar. Die meisten verfügen über einen eigenen Picknickplatz und Grill inklusive Rost. Auch deutsche Reiseveranstalter haben Wohnmobiltouren durch Kanada im Angebot, sodass man zwar die große Freiheit genießen kann, gleichzeitig aber auch eine gewisse Sicherheit im Gepäck hat. Bei der Anmietung eines Wohnmobils sollte man aber auf die Größe des Gefährtes achten, denn auch dort herrschen andere Dimensionen und ein überlanges Wohnmobil kann ungeübte Fahrer vor Probleme stellen.


Wildes Camping

In Nationalparks ist wildes Campen strengstens untersagt und auch auf privatem Gelände darf man nicht einfach sein Zelt aufschlagen. In den Wäldern darf man das meistens aber schon, allerdings sollte man sich vorher genau informieren, ob es sich dabei nicht um ein Naturschutzgebiet, Privatgrund oder landwirtschaftlich genutzte Fläche handelt. Und beim Wildcampen gilt ganz besonders, gewissen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, da man ansonsten Besuch von der Wildnis bekommt. Es versteht sich von selbst, dass man verantwortlich mit Feuer umgeht – besonders wenn es Warnungen wegen Dürre und Waldbrandgefahr gibt. Außerdem ist es selbstverständlich, den Platz so zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat: Der Müll gehört also wieder in den Rucksack.

Couchsurfing in kanadischen Großstädten

Auch in Kanada gibt es eine Couchsurfing-Community, die sich aber mehr auf die Städte konzentriert. Wie überall kann man auch hier gute und schlechte Erfahrungen machen und man sollte eine gesunde Vorsicht walten lassen. Zu Festivals oder beliebten Reisezeiten kann es allerdings sein, dass die Möglichkeiten sehr begrenzt sind. Will man länger an einem Ort bleiben, kann man auch versuchen, Häuser oder Wohnungen mit einem Kanadier zu tauschen. Auch hier muss aber eine gewisse Vertrauensbasis vorhanden sein.

Auf folgenden Portalen können passende Sofas in Kanada gefunden werden.

5. Gesundheit

Gesundheit

Die Gesundheitsversorgung in Kanada ist im Großen und Ganzen gut. Besonders in den Großstädten gibt es alle Fachkliniken, niedergelassene Allgemeinmediziner und Fachärzte, darunter auch Zahnärzte. Die Versorgung auf dem Land kann sich durch die langen Distanzen teilweise problematisch darstellen. Notfälle werden dann meist mit dem Helikopter versorgt.

Sehr gute medizinische Versorgung in den kanadischen Städten

Die Kosten für eine Behandlung im Krankenhaus übersteigen schnell die Reisekasse, denn die Tagessätze liegen häufig zwischen 1.000 und 2.000 Dollar. Eine Auslandskrankenversicherung wird also dringend empfohlen. Ambulante Krankenhäuser kann man ohne Termin aufsuchen, wenn man ärztlichen Rat benötigt. Formblätter für die Krankenversicherung können recht langwierig sein und wenn es die Versicherung zulässt, sollte man die eigene Kreditkarte belasten lassen und alles Weitere, was die Finanzen betrifft, von zu Hause aus klären. Ein ähnliches Vorgehen wird auch empfohlen für die medizinische Behandlung in ländlichen Gebieten.

Impfungen für den Urlaub in Kanada - Infektionen mit Impfschutz

Sobald der Frühling richtig beginnt, beginnt auch die Saison für das West-Nil-Fieber, das gerade für ältere Menschen oder Menschen mit schwachem Immunsystem fatal sein kann. Daher sollte man einen Mückenschutz gegen nachtaktive Mücken erwägen. Für Kinder wird die Impfung gegen Meningitis empfohlen und will man weit nach Norden, sollte man auch Impfungen gegen Hepatitis A und B vornehmen lassen. Auch Schutz vor Masern und Tollwut kann in Betracht gezogen werden.

Um sich jedoch möglichst gut vor Krankheiten zu schützen, sind folgende Impfungen empfohlen:

Die Standardimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln

sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.

Landesspezifische Impfungen bei einer Reise in Kanada

KrankheitBemerkung
Hepatitis A
  • vorallem für den nördlichen Teil Kanadas
  • bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Hepatitis B
  • bei Langzeitaufenthalten
  • bei Trekkingreisen
  • bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
Meningokokken
  • Tröpfcheninfektion
  • Auslöser für Hirnhautentzündung, Blutvergiftung uvm.
  • bei einem Langzeitaufenthalt für Schüler/Studenten
Tollwut
  • bei Trekkingreisen
  • bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebiet

Infektrisiko im Urlaub in Kanada - Infektionen ohne Impfschutz

Infektionskrankheiten sind weit verbreitet und eine Ansteckung ist schnell erfolgt. Die nachfolgende Liste stellt mögliche Risiken dar:

KrankheitBemerkung
West-Nil-Fieber
  • Übertragung durch nachtaktive Mücken
  • Grippeähnliche Viruserkrankung mit möglichen schweren Verlauf/Folgen
  • Aufkommen ab Mai
Borreliose
  • Übertragung durch Zecken
SARS
  • Schweres akutes Atemwegssyndrom
  • Region Toronto
  • Tröpfcheninfektion

Allgemeine Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit

Wenige einfache Verhaltensregeln bewirken eine starke Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten:

  1. Moskitoschutz durch
    • Cremes mit DEET (außer Schwangere und Kinder unter zwei Jahren)
    • Tragen von langer Kleidung bei Dämmerung
    • Imprägnierung von Kleidung mit DEET
    • Imprägnierung von Zelt und Schlafsack mit DEET
    • Moskitoschutzkerzen
    • Moskitonetze
  2. Verzehr von Speisen nach dem Motto "Cook it, boil it, peel it or forget it" - "Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es"
  3. Verzehr von Getränken ohne Eis und nicht zu kalt
  4. Verzehr von Wasser nur aus der Flasche, nicht aus dem Hahn
  5. Sonnenschutz durch
    • Cremes mit Sonnenschutzfaktor größer als 20
    • Tragen von langer Kleidung und Kopfbedeckung
    • Nutzung des natürlichen Schattens
  6. kein Baden in natürlichen Gewässern
  7. kein direkter Kontakt mit Tieren
  8. regelmäßiges Händewaschen
  9. Verhütung beim Geschlechtsverkehr

Dies sind die grundlegenden Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit. Werden diese beachtet, ist eine Ansteckungsgefahr mit vielen Krankheiten stark reduziert. Ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt zum geplanten Urlaub sollte in jedem Falle stattfinden, um individuelle Risiken zu minimieren.

Die aktuellesten Empfehlungen zum Reiseschutz können beim Tropeninstitut unter Kanada nachgelesen werden.

Ebenfalls bietet das Auswärtige Amt unter Kanada - Medizinische Hinweise die neusten Informationen zum Gesundheitsschutz für den Urlaub an.

Reiseapotheke für den Urlaub in Kanada

Die Standardreiseapotheke deckt die häufigsten gesundheitlichen Probleme von gesunden Erwachsenen ab. Sie sollte folgende Dinge beinhalten:

Mittel gegen

  • Reisekrankheit
  • Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Wunddesinfektion
  • Schmerzen und Fieber
  • Prellungen und Zerrungen
  • Augenentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfallerkrankungen
  • Verbandmittel

Je nach genauem Reiseziel, Reisedauer und eigener gesundheitlichen Situation muss die Reiseapotheke angepasst werden.

Die Reiseapotheke von DocMorris - für jedes Reiseziel optimal gerüstet!

www.docmorris.de

Falls keine Tollwutimpfung vorliegt, sollten entkrampfende Medikamente mitgenommen werden. Bei einem Biss durch streunende oder wilde Tiere ist jedoch in jedem Fall das umgehende Aufsuchen eines Krankenhauses oder Arztes unumgänglich.

6. Kultur

Kultur

In Kanada gibt es keine allzu großen Fettnäpfchen, in die man auf dem interkulturellen Parkett treten kann. Kanadier gelten allgemein als freundlich, offen und hilfsbereit. Schnell kann man Gespräche beginnen, aber tiefere Freundschaften brauchen eine lange Zeit. Auch lockere Zusagen oder Verabredungen darf man nicht allzu wörtlich nehmen, sondern sind oft einfach unverbindlich und freundlich gemeint.

Tolerantes und legeres Kanada

In Sachen Kleidung ist Kanada ein sehr tolerantes Land. Ist man in den Nationalparks unterwegs, sollte man auf angemessenes Schuhwerk und Kleidung achten, aber in den Großstädten mit ihrem multikulturellen Flair kann man quasi in keiner Bekleidung mehr als müdes Kopfschütteln hervorrufen. Auch für die Oper muss man sich nicht so schick machen, wie man das aus Deutschland gewöhnt ist: Auch ältere Herrschaften lassen sich dort in Pullover und Jeans sehen. Manche Restaurants legen allerdings Wert auf bestimmte Kleidung und in Kirchen sollte man darauf achten, nicht in Hotpants und mit Spaghettiträgern zur Besichtigung aufzubrechen.

Kanadische Zurückhaltung

Kanadier sind in Mimik und Gestik eher zurückhaltend und heben auch sehr selten die Stimme. Laut zu werden kann in Nordamerika als mangelnde Beherrschung ausgelegt werden und man sollte es daher vermeiden. Ansonsten sind auch weit ausholende Gesten eher unangebracht und sollten vermieden werden.


Handzeichen - Andere Länder, andere Bedeutungen

HandzeichenBemerkung
Sich mit dem Finger an die Stirn tippenTippt sich der Gesprächspartner an die Stirn, will er nicht den Verstand des anderen anzweifeln, sondern ihn für seine gute Idee loben und darauf hinweisen, dass er wohl was im Köpfchen hat.
Gekreuzter Mittel- und ZeigefingerIn Kanada wünscht man sich mit der "fingers crossed"-Geste Glück.

Mit Kritik sparsam umgehen

Gerade mit Kritik sollte man im englischsprachigen Raum gegenüber Fremden sehr zurückhaltend sein und sie gut verpacken – sie wird trotzdem ankommen. Generell versucht man immer, negative Gefühle zu unterdrücken und nicht im Miteinander dominieren zu lassen. Das kann mitunter anstrengend sein, denn es ist nicht einfach, die verklausulierte Sprache zu dechiffrieren, aber mit etwas Übung gelingt es dann doch. Dagegen betont man gerne das Positive und die Gemeinsamkeiten, was ein gutes Gefühl im Miteinander erzeugen soll. Direkte Ansagen, die man aus Deutschland vielleicht gewöhnt ist, sind eher unangebracht.

Höfliches und offenes Miteinander in Kanada

In Kanada gibt es kaum Verhaltensweisen, die einen Besucher sehr irritieren können. Das Land hat viele unterschiedliche Wurzeln und Traditionen und so ist man daran gewöhnt, auf einer Ebene zu kommunizieren und miteinander zu interagieren, die es jedem ermöglicht, sich wohlzufühlen und an der Unterhaltung teilzunehmen. Vielleicht gelten gerade deshalb die Kanadier als besonders höflich und offen.


Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

In Kanada ist man schnell beim gefühlten Du angekommen – da es die Unterscheidung zwischen Sie und Du nicht gibt im Englischen, wird zum Vornamen gegriffen und für Besucher scheint das dann schnell ein vertrauliches und freundschaftliches Verhältnis zu implizieren, was aber gar nicht unbedingt der Fall sein muss. Auch die Frage nach Befinden, die sich an jedes "Hello!" anschließt, verlangt keine ehrliche und ausführliche Antwort. Das "See you!" ist auch nicht wörtlich gemeint, sondern eine unverbindliche und quasi bedeutungslose Abschiedsformel. Zur Begrüßung kann man sich die Hand geben, Frauen umarmen sich manchmal. Gleiches gilt bei der Verabschiedung.


Nacktheit

Nacktheit

Nackt über den Campingplatz zu rennen, wird nicht toleriert. Dafür gibt es FKK-Bereiche in Kanada. Knappe Bekleidung ist aber meistens kein Problem und wenn man nicht gerade bei festlichen Anlässen zugegen ist, selten ein Kritikpunkt. In Winnipeg sollte man, wenn man sich nackt in der eigenen Wohnung bewegen will, besser die Vorhänge zuziehen, denn es ist in der Stadt nicht erlaubt, selbst in den eigenen vier Wänden unbekleidet zu sein. Wie genau dieses Gesetz angewandt wird, ist allerdings fraglich – ganz besonders bei Touristen.


Rauchen

Rauchen

Rauchen ist im öffentlichen Bereich in Kanada nicht gestattet. Dazu gehören Gebäude von Behörden, Krankenhäuser, Schulen, Flughäfen, aber auch Transportmittel des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs und auch Mietwagen. Meist gibt es Raucherbereiche. Zigaretten und Tabak sind in Kanada recht teuer – das wird zwar durch den günstigen Dollarkurs aufgefangen, aber wer das Reisebudget nicht übermäßig belasten will, bringt seine Zigaretten in der entsprechenden Menge aus Deutschland mit.

Achtung beim Rauchen auf dem Campingplatz oder während einer Wanderung im Sommer: Waldbrände werden oft von gedankenlos entsorgten Zigarettenkippen entfacht.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Alkohol in der Öffentlichkeit zu konsumieren, ist strafbar. Daher bekommt man in den Liquor Stores, wo man Alkohol aller Art erstehen kann, auch eine sehr diskrete braune Papptüte. Das Alter zum Konsum von Alkohol ist je nach Region unterschiedlich, liegt aber zwischen 18 und 21 Jahren. Einige Restaurants und Bars haben keine eigene Ausschanklizenz für Alkohol und weisen deshalb den Hinweis b.y.o.b. auf – bring your own bottle bedeutet, dass man den Wein fürs Abendessen im Liquor Store erwirbt und dann von der Bedienung kredenzt bekommt.

Der Konsum von Cannabis ist in Kanada legal, alle anderen Drogen sind aber weiterhin illegal.


Intimitäten

Intimitäten

Kanadier sind sehr tolerant und wenn ein leidenschaftlicher Kuss ausartet, bekommt man vielleicht einen amüsierten Kommentar eines Passanten zu hören, aber ansonsten gibt es keine Konsequenzen. Anders sieht es bei weitergehenden sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit aus, die unter Strafe stehen. Homosexuelle Paare können ihre Beziehung ebenfalls offen zeigen und müssen keine Repressalien fürchten.


Geschenke

Geschenke

Gastgeschenke sind inzwischen fast zur Tradition geworden und viele Kanadier haben deutsche Vorfahren – daher freuen sie sich über Bildbände aus und über Deutschland, deutschen Wein oder vielleicht sogar eine kleine Kuckucksuhr. Ansonsten sind aber auch Blumen oder Pralinen bei Einladungen nach Hause zum Abendessen üblich. Meist übergibt man diese, nachdem man hereingebeten wurde. Erhält man selbst ein Geschenk, gilt es Freude zu zeigen, aber nicht zu übertreiben, da es ansonsten unglaubwürdig wirkt. Je nach Situation darf man es gerne sofort öffnen.


Fluchen

Fluchen

Fluchen als normalerweise recht lautstarker Ausdruck eines negativen Gefühls oder einer Unzufriedenheit steht zwar nicht unter Strafe, wird aber je nach Wortwahl und Lautstärke sowie begleitender Mimik und Gestik mit einem irritierten Kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Auf Englisch sollte man seinem Unmut, besonders mit dem berühmten Wort mit vier Buchstaben, das auch im Fernsehen gerne unkenntlich gemacht wird, eher nicht Luft machen. Viele Kanadier verstehen passiv deutsch, können aber zumindest den Sinn von emotionalen Ausbrüchen, bei denen man richtig vom Leder zieht, verstehen – daher sollte man auch das besser leiser und zurückhaltender formulieren.


Handeln

Handeln

Auf Märkten, an Ständen oder in kleinen, privat geführten Läden kann man sein Glück beim Handeln auf charmante Art versuchen, darf aber nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappt. In Supermärkten oder bei großen Ketten braucht man das gar nicht erst zu versuchen: Die ausgewiesenen Preise werden gezahlt. In Supermärkten sind die Preise oftmals ohne Steuer etikettiert, sodass man, wenn man im Kopf mitrechnet, eher auf- als abrunden sollte. Manchmal kann man trotzdem Schnäppchen machen – gerade bei Autovermietern, die dann gratis das Navigationssystem hinzugeben oder kostenlos einen Zweitfahrer in den Vertrag aufnehmen. Wenn man freundlich und verbindlich ist, kann man in Kanada gerade dort Preise drücken, wo man es am wenigsten erwarten würde.

7. Getränke und Speisen

Getränke und Speisen

Heute ist in Kanadas Küche die ganze Welt zu Hause, aber die ersten Einwanderer aus Großbritannien, Irland, Deutschland und auch aus Osteuropa brachten eine deftige Landküche mit, die an Festtagen auf Fleisch basierte und ansonsten darauf ausgelegt war, satt zu machen. Davon findet man heute nur selten Spuren, denn wo die Fast-Food-Ketten Platz auf der kulinarischen Landkarte gelassen haben, findet man Spezialitäten aus Südeuropa, Asien oder auch aus Südamerika.

Vielfalt und Eiswein auf kanadischen Tischen

Wein war Kanadiern lange Zeit suspekt, weil er als Luxusgetränk galt. Heute findet man ihn häufig in der Getränkekarte und in Ontario, nicht weit von den Niagara-Fällen gibt es eine regelrechte Weinregion, die schon sehr lange Bestand hat. Dort sind die klimatischen Bedingungen mit Frost, aber auch sehr milden Tagen ideal für einen hervorragenden Eiswein, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die honiggelbe Farbe weist schon auf die schwere Süße des edlen Tropfens hin, der meistens auch nicht ganz billig in den Liquor Stores zu haben ist. Ansonsten greifen die Kanadier gerne zum Bier – es gibt viele kleine, lokale Brauereien, oder zu Softgetränken, die natürlich mit Eis serviert werden, was man aber abbestellen kann.


Gute Wasserqualität, jedoch mit Chlor

Das Wasser aus der Leitung ist meistens von guter Qualität und trinkbar, aber der Geruch und Geschmack sind gewöhnungsbedürftig, denn das Wasser wird mit sehr viel Chlor versetzt. Übertünchen kann man das entweder mit Sirup oder eben mit viel Eis. Alte oder schadhafte Leitungen können die Wasserqualität beeinträchtigen und wenn man sicher gehen will, kauft man Wasser im Supermarkt oder kocht es nochmals ab, bevor man es trinkt, zur Zubereitung von Speisen zu verwenden oder für Babynahrung benutzt.


Liquor Store und BYOB in Kanada

Alkohol wird gerne getrunken, ist aber im Verkauf streng reglementiert: Jede Art von Alkohol erhält man nur in sogenannten Liquor Stores, wo man die Einkäufe in eine mehr oder minder diskrete Papptüte verpackt, die blickdicht ist. Manche Restaurants haben keine Ausschanklizenz, sodass man eben seine eigene Flasche Wein mitbringen darf und auch muss. Je nach Provinz variiert das Alter, in dem man legal Alkohol konsumieren und kaufen darf – insgesamt liegt es aber zwischen 18 und 21 Jahren. Privat wird aber meist früher getrunken.


Kanadische Limonaden und Bier

Durstlöscher Nummer eins sind Softdrinks oder auch hausgemachte Limonaden, die durch einen Öko- und Do-it-yourself-Trend wieder an Beliebtheit gewinnen. Eis gehört selbstverständlich dazu und man outet sich sofort als Tourist, wenn man es abbestellt. Auch ins Bier verirren sich mitunter ein paar Eiswürfel. Kanada verfügt über viele lokale und kleine Brauereien, die gute Gerstensäfte produzieren. Diese kleinen Micro-Breweries werden allerdings von den großen Marken bedroht und daher finden sie große Unterstützung nicht nur bei Lokalpatrioten. Wein gehört immer noch eher zum schicken Abendessen als zum Feierabend und hochprozentiger Alkohol wird eher selten konsumiert.

Kanada zeichnet sich durch Internationalität aus

Egal ob man griechisch, koreanisch, italienisch oder vielleicht doch lieber einen Burger essen will – in den Großstädten gibt es alle Möglichkeiten für alle Geldbeutel. Wenigstens einmal sollte man sich das meist mehr als fragliche Vergnügen gönnen, eine typische Fast-Food-Kette zu besuchen. Inzwischen haben aber auch Vegetarismus und gesundheitsbewusste Ernährung Einzug gehalten und das spiegelt sich auch bei den Schnellrestaurants wider, dessen Gerichte trotzdem immer noch fettig sind und satt und glücklich machen.


Poutine, Pasteten und Japa Dog

Die regionalen Unterschiede für typische Speisen sind in Kanada recht groß. Ist man in Toronto, sollte man Poutine versuchen: Pommes frites mit Bratensoße und Käse bilden das simple Gericht der Weltstadt. In Quebec bekommt man dagegen Fleischpasteten und geräucherte Rinderbrust vorgesetzt, wenn man nicht gerade Ente in der Dose bestellt hat – eine Mischung aus Entenfleisch und Leber in Bratensoße. In Vancouver hingegen beißt man mit großem Vergnügen in den Japa Dog – einen Hotdog mit Mayonaise, Teriyaki-Sauce, Röstzwiebeln und einem Streifen Seetang. So findet sich quasi in jeder Provinz ein kleines Nationalgericht, auch wenn Poutine inzwischen seinen Siegeszug angetreten hat.


Kanadischer Ahornsirup und Cranberries

Kanada ist bekannt und auf der ganzen Welt berühmt für seinen Ahornsirup. Von der Konsistenz von Honig und mit dessen Klebrigkeit ausgestattet bringt der goldbraune Sirup einen ganz eigenen Geschmack mit, der irgendwie ganz fest mit Kanada verbunden ist. Er lässt sich mit Yoghurt, Müsli, Waffeln und Pfannkuchen kombinieren, aber am besten schmeckt er im Winter, wenn man ihn auf den Schnee gießt und in fast festem Zustand um ein Holzstäbchen wickelt, um ihn dann mit Hingabe abzulecken. Außerdem wird in Kanada viel mit Cranberries gekocht – die sehr gesunden Beeren findet man manchmal sogar in Soßen zum Fleisch, aber häufig auch bei Nachspeisen oder sogar als Saft, der meist aber mit Zucker versetzt ist.


Frühstück, Mittag, Abendbrot mit Familie, Freunden und Kollegen

Morgens einen Kaffee und einen Donut auf dem Weg zur Arbeit, mittags ein Sandwich oder seit neuestem auch mal einen Salat to go, abends vielleicht Spaghetti oder eine Pizza – so sieht das Essen der typischen Kanadier aus. Meist geht man in der Mittagspause mit Kollegen eine Kleinigkeit essen oder aber man nimmt sein Lunch mit an den Arbeitsplatz. Je nach Branche gibt es vielleicht auch ein Businesslunch. Abends isst man mit der Familie oder man geht ins Restaurant, wenn es der Job verlangt. Mit Freunden geht man auch unter der Woche, aber doch bevorzugt am Wochenende ins Restaurant. Zwischen den Mahlzeiten wird gerne genascht: Schokoriegel, aber auch gesündere Alternativen wie Frozen Yoghurt.

8. Mobilität

Mobilität

Das Erstaunlichste an Kanada sind wohl die Distanzen, die jeder Karte spotten. Selbst die Großstädte verfügen über eine enorme Ausdehnung und man sollte immer ein Auge auf dem Maßstab haben. Für Fußgänger ist dieses Land nur bedingt gemacht, gleiches gilt für Benutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehr, denn in Kanada fährt man entweder mit dem Auto oder man fliegt eben.

Von Hauptstadt zu Haupstadt - Berlin - Ottawa:

Flugzeug

13 h

Auto

1,5 Wochen mit Fähre

Mit dem Flugzeug durch Kanada

Das Flugzeug ist das bewährteste, komfortabelste und schnellste Verkehrsmittel in Kanada und oftmals ist es sogar das günstigste. In Vancouver landen im Hafen Wasserflugzeuge, die zwar auch Touristenattraktion sind, aber vorwiegend als Transportmittel entlang der Küste genutzt werden. Wenn also nicht gerade ein Schneesturm herrscht oder ein Eisregen ohnehin jede Mobilität lahmlegt, sollte man besonders für größere Distanzen in Kanada auf das Flugzeug ausweichen. Dadurch spart man viel Zeit auf der Straße, auch wenn man das Land nur aus der Vogelperspektive kennen lernt.


Flughäfen in Kanada

Jede größere Stadt verfügt über einen Flughafen und so kommt Kanada auf über 130 Flughäfen im gesamten Land. Viele bieten Verbindungen in alle Ecken Kanadas, nach Amerika und auch in andere Kontinente. Die Flughäfen verfügen über eine hervorragende Ausstattung, auch wenn die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr manchmal zu wünschen übrig lässt. Flüge sind meist pünktlich und ohne Komplikationen, aber gerade im Winter kann es durch widrige Witterungsbedingungen durchaus vorkommen, dass Flughäfen für Stunden oder auch Tage geschlossen werden.

Der Lester B.Pearson International Airport in Toronto mit fast 50 Airlines, über 150 Zielen und 40 Millionen Passagieren ist in Kanada der größte Flughafen. Er liegt circa 30 km entfernt von Toronto. Gefolgt wird dieser vom Montreal International Airport sowie dem Vancouver International Airport.


Flüge innerhalb Kanadas

Inlandsflüge sind längst nicht so exklusiv wie in Europa, denn die Entfernungen, die die Maschinen überwinden, sind beachtlich. Außerdem sind die Flüge meist sehr günstig, denn in Kanada gibt es eine Reihe von Billigfluglinien, die sich einen gnadenlosen Preiskampf liefern und so dafür sorgen, dass man recht preiswert durchs Land fliegen kann. Die Tickets reserviert man am besten online, um den besten Preis zu bekommen. Manche der Billigairlines bieten auch Verbindungen zu Destinationen an, die von Europa aus schwierig zu erreichen sind – dazu gehören Flüge zwei Mal pro Woche auf die Bermudas von Toronto aus.

In Summe verkehren folgende Fluggesellschaften zwischen zahlreichen kanadischen Flughäfen:


Flüge von / nach Deutschland

Die schnellste, wenn auch nicht die bequemste Art, nach Kanada zu reisen ist ein Flug. Direktverbindungen gibt es zum Beispiel von Frankfurt nach Toronto. Meist ist allerdings eine Zwischenlandung auf Island wesentlich günstiger, auch wenn das die Reisezeit eigentlich unnötig verlängert. Der Ticketpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst, einer davon ist der Zeitpunkt der Buchung – je weiter man im Voraus bucht, desto günstiger ist es normalerweise, nach Kanada zu fliegen. So kann man für unter 500 Euro direkt nach Toronto reisen.

Die folgenden Fluggesellschaften bieten wie oben beschrieben nationale und internationale Flüge an:

Weitere Fluggesellschaften für den internationalen Flugverkehr zwischen Deutschland und Kanada sind:


Ticketerwerb

Am einfachsten und bequemsten werden Flugtickets nach Kanada im Internet gebucht. Hier stehen eine Reihe von Vergleichsportale zur Verfügung, die den billigsten Tarif für die Nutzer suchen und entweder auf die Seite von Vermittlerfirmen oder direkt zum Anbieter weiterleiten. Man kann natürlich auch direkt bei der Fluggesellschaft buchen oder man nutzt die Dienstleistung des Reisebüros seines Vertrauens.

Die kanadischen Weiten individuell erleben

Die große Freiheit erlebt man in Kanada am intensivsten und besten mit dem Mietwagen oder auch mit dem Motorrad. Fast jeder Kanadier hat sein eigenes Fahrzeug, was zur Rushhour in den Städten zu viel Betrieb auf den Straßen führt. In Kanada gibt es, genau so wie in den USA, nur Wagen mit Automatikgetriebe und meist sind die Dimensionen der Fahrzeuge für europäische Größenvorstellungen überproportioniert, aber man gewöhnt sich schnell und meist ohne Probleme daran. Autovermieter findet man an den Flughäfen, aber auch in den Städten selbst. Die Straßen sind nach dem Winter meist in keinem sehr guten Zustand, aber im Großen und Ganzen sind die Straßenverhältnisse wie in Deutschland auch.


Führerschein für den Kanadaurlaub

Ein alter Führerschein (blauer "Lappen") oder ein Führerschein aus der DDR wird nicht akzeptiert. Meist tut es der Führerschein im Scheckkartenformat, aber im Zweifelsfall sollte man sich einen europäischen Führerschein oder zumindest eine Version besorgen, die auch englischsprachig ist.


Mieten eines Autos im Kanadaurlaub

Ein Auto kann man ab einem Alter von 25 Jahren mieten. Ist man jünger, wird meist eine gesonderte Kaution verlangt. Einen Wagen kann bereits von zu Hause aus übers Internet reserviert werden - eine gültige Kreditkarte muss vorgewiesen werden.

Auch wenn die Städte meist im Schachbrettmuster angelegt sind, ist ein Navigationssystem/GPS trotzdem empfehlenswert. Ansonsten bereitet das Mieten eines Autos in Kanada keine weiteren Probleme.


Verkehrsregeln in Kanada

In Kanada wird wie in Deutschland rechts gefahren und es besteht eine Anschnallpflicht. Es gibt aber auch einige Verkehrsregeln, die anders sind als in Deutschland.

Unter keinen Umständen sollte man an einem gelben Schulbus, der am Straßenrand bei eingeschalteter Warnblinkanlage hält, vorbeifahren – die Strafen dafür sind horrend.Dabei ist es egal ob es die selbe Fahrspur ist oder die entgegengesetze Fahrspur.

Bei einer roten Ampel darf man nach kurzem Stopp an der Kreuzung trotzdem recht abbiegen, wenn der fließende Verkehr es zulässt.

Auf Highways gibt es meist eine Spur, die reserviert ist für Fahrzeuge, in denen mehr als eine Person fährt.

Überholen kann man links und rechts, was nicht zu dem befürchteten Chaos führt, sondern recht problemlos funktioniert.

Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften ist 50km/h, auf Landstraßen 80km/h und auf Autobahnen 100km/h.

Die kanadische Promillegrenze liegt bei 0,8Promille. Jedoch gibt es wenige Provinzen in welchen die Promillegrenze bei 0,5Promille liegt. Fahrer unter 21Jahre haben ein strenges Alkoholverbot.

Ampeln stehen für gewöhnlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Die 4-Way-Stop-Schilder besagen, dass alle Fahrzeuge anhalten müssen und nach Reihenfolge des Ankommens weiterfahren dürfen.

Es besteht eine Lichtpflicht in Kanada.


Tanken in Australien

Tankstellen sind in Kanada nicht dünn gesät und auch schon von weitem gut zu erkennen. Man kann wählen zwischen Full-Serviceund Self-Service. Ist man in der Wildnis unterwegs, kann es sein, dass die Entfernungen von einer zur nächsten Tankstelle größer werden – dann weisen aber entsprechende Schilder darauf hin. Manchmal kann man direkt an der Zapfsäule mit der Kreditkarte bezahlen, was sich auch in Deutschland immer mehr durchsetzt. In ländlichen Gegenden muss man manchmal seine Kreditkarte hinterlegen, um mehr Benzin zu bekommen. Die Preise für Kraftstoff sind aber in der Regel eher moderat und man kommt mit 50 Dollar schon recht weit. In Kanada wird unterschieden zwischen Regular gas (Normal Benzin), Mid Gas (Super Benzin), Premium Gas (SuperPlus Benzin) und dem Diesel. An wenigen Tankstellen gibt es auch Autogas.


Parken in Kanada

Parkplätze sind in Kanada ein Kapitel für sich. In den Städten sind die Parkgebühren teilweise horrend und unter Umständen ist der Betrag für ein Knöllchen günstiger als die Tagesrate. In den Innenstädten kann man ein Parkhaus ansteuern oder auf ausgewiesenen Plätzen am Straßenrand parken. Dort gibt es dann Automaten, die auch Kreditkarten akzeptieren. Valetparken durch das Hotel ist zwar bequem, weil man dem Portier einfach den Schlüssel überlassen kann und er kümmert er sich um alles Weitere, aber auch das ist eine kostspielige Angelegenheit. Im Winter sollte genau darauf achten, wo man sein Auto abstellt, denn man findet es entweder unter dem Schnee nur schwer wieder oder aber man hat es aus Versehen auf der falschen Straßenseite abgestellt und den Schneepflug behindert.


Maut in Kanada

Auch in Kanada gibt es mautpflichtige Strecken. Dazu gehört zum Beispiel die Brücke auf die Prince Edward Island oder einige Highways rund um Toronto. Schilder weisen auf die Mautpflicht hin, die durch Kennzeichenerfassung automatisch abgewickelt wird. Mit dem Mietwagen braucht man dafür eine Kreditkarte. Zu mautpflichtigen Routen gibt es gerade um Toronto herum aber auch immer kostenlose Alternativen, auf denen man dafür dann eben im Stau steckt.

Mit der Bahn durch Kanada

Natürlich gibt es in Kanada auch Zugverbindungen, aber gerade Strecken, die von Pendlern genutzt werden, haben sehr touristenunfreundliche Fahrpläne. Eingleisige Strecken werden dann nach der Richtung der Pendlerströme befahren. Wer trotzdem nicht auf die Eisenbahnromantik verzichten möchte, kann ganze Reisen mit der Bahn buchen und so die grandiose Landschaft bequem an sich vorbeiziehen lassen. Züge fahren allerdings nicht unbedingt jeden Tag und für die längeren Entfernungen muss man viel Zeit einplanen und sollte dementsprechend Proviant, Kleidung und unter Umständen auch eine Decke oder einen Schlafsack einpacken.

Die großen Bahnhöfe in den Städten verfügen über sogenannte Boarding Halls, in denen man auf die Boarding Time für den Zug wartet, sodass man vor Kälte und Zugluft gut geschützt ist. Diese Bahnhöfe sind auch gut mit Infrastruktur ausgestattet – es gibt Läden und kleinere Supermärkte, an denen man sich mit Proviant versorgen kann. Kleinere Bahnhöfe verfügen höchstens über einen Ticketautomaten oder einen überdachten Bereich. Die meisten Bahnhöfe sind behindertengerecht.

Ist man mit VIA Rail - die stattliche Eisenbahngesellschaft - unterwegs, kann man auch Haltewünsche ohne Bahnhof vorher über Koordinaten angeben und dann wird man dort abgesetzt oder eingesammelt.

Zugtickets kann man bereits vor Reiseantritt online kaufen oder man bezahlt sie direkt am Ticketautomaten am Bahnhof. Größere Bahnhöfe verfügen auch über bemannte Schalter, an denen man Fahrkarten und Informationen bekommt. Ganze Reisen durch Kanada mit dem Zug kann man entweder bei spezialisierten Reiseanbietern buchen oder selbst von zu Hause aus planen. Die Preise für Fahrkarten richten sich hauptsächlich nach der Entfernung, aber auch nach der Kategorie.

Lange Strecken mit dem Bus

Busse verkehren in den Großstädten regelmäßig und sehr zuverlässig. Nachts wird allerdings der Busverkehr nach und nach eingestellt. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man Haltewünsche kundtun, damit man nicht so lange durch die Nacht nach Hause laufen muss. Busfahrer sind meist sehr nett und hilfsbereit, sodass sie verlorene Touristen auch mitten auf der Strecke einsammeln. Fernbusse gibt es ebenfalls, das bekannteste Transportunternehmen ist der Greyhound, den es auch in den USA gibt. Bushaltestelle der Stadtbusse bestehen meist nur aus einem Pfahl, an dem ein Fahrplan hängt. Dahinter stehen die Kanadier dann in einer ordentlichen Schlange und warten auf den Bus. Fernbusbahnhöfe gibt es ebenfalls. Diese sind manchmal an die Bahnhöfe der Züge angegliedert, liegen aber doch meistens zentral, sodass man in der Nähe Supermärkte, Geldautomaten und andere Dinge des täglichen Bedarfs finden kann.

Tickets für die Überlandfahrten erhält man online, direkt am Busbahnhof oder in den jeweiligen Stadtbüros der einzelnen Anbieter:

Zusätzlich gibt es viele regionale Busunternehmen wie zum Beispiel: Terra Nova Transport, Trailways, Orleans Express, Saskatchewan Transportation u.v.m..

Tickets für Busse in der Stadt kann man nicht immer beim Fahrer kaufen. In Toronto muss man vorher sogenannte Tokens erwerben, die dann für eine Fahrt gelten, selbst wenn man umsteigen und das Verkehrsmittel wechseln muss. Für ein Token erhält man ein Ticket, das man bei einer Kontrolle vorzeigen muss. Tickets für Fernbusse kann man am einfachsten per Internet bestellen. Greyhound betreibt eine Website, auf der man Abfahrtzeiten, Fahrzeiten und Preise bequem vergleichen kann.

Mit dem Boot in Kanada

Kanada verfügt über viel Wasserfläche. Zuerst denkt man natürlich an die beiden Küstenlinien am Atlantik und Pazifik, aber auch die Großen Seen im Osten stellen eine ungeheure Wassermasse dar und nach Norden scheint sich Kanada langsam im Wasser zu verlieren. Es macht also Sinn, unter Umständen auf das Schiff oder Boot als Transportmittel zurückzugreifen. Jedes motorisierte Boot darf nur von einer Person mit einem Führerschein geführt werden. Bleibt man nicht länger als eineinhalb Monate im Land, kann man mit dem deutschen Sportbootführerschein ein Boot in Kanada führen.


Fahrrad fahren ist im Trend

Kanadas Großstädte sind von den Städteplanern nicht unbedingt für Fahrradfahrer konzipiert worden. Trotzdem erobern sich die Zweiräder langsam ihren Platz im Straßenverkehr und gerade das grüne Vancouver ist bereits von Fahrrädern geprägt. Im Stanley Park auf der Halbinsel kann man sich einen Drahtesel mieten und den Park erkunden. Auch die Halbinsel mit dem Rad zu umrunden, ist eine leichte Tour mit schönen Ausblicken auf die Bucht, die Berge und die Skyline der Stadt. Wer es etwas sportlich ambitionierter mag, kann auch längere Strecken, u.a. durch die Rocky Mountains, mit dem Fahrrad bewältigen – entweder auf eigene Faust oder mit der Planung eines Reiseveranstalters.


Kanadischer Fährbetrieb stark abhängig von Wetter

Fährverbindungen sind im Inland immer abhängig vom Eisgang im Winter. Ist das Gewässer komplett zugefroren, wird der Fährbetrieb eingestellt, aber auch bei Eisschollen bleibt die Fähre im Hafen. Die Verbindungen über die Großen Seen werden mehr und mehr gekürzt. Aber auch entlang der Küste gibt es einige Fährverbindungen, die teilweise landschaftlich sehr schön sind, sodass man sie bei gutem Wetter und guter Sicht unternehmen sollte. Dazu gehört unter anderem die Inside Passage oder die Discovery Coast Passage.

9. Aktivitäten

Aktivitäten

Kanada ist ein Land für Aktivurlauber jeder Art: Die Städte laden zu Museumsbesuchen, Einkaufsbummel und Sightseeing ein, während die großen National Parks mit ihrer spektakulären landschaftlichen Schönheit Naturbegeisterte anzieht, die dort einer Reihe von Outdoor-Aktivitäten frönen können. Dazu gehören Wandern, Rafting, Kajak fahren, Mountainbiken und alle Arten von Wintersport.

Traditionelle und moderne Unterhaltung in Kanada

Kanadas kulturelles Leben ist aufregend und sehr unterschiedlich: Sowohl auf die kanadische Geschichte wird starken Wert gelegt als auch auf aktuelle Trends. Die ganze Welt findet sich wieder in Museen und Ausstellungen, die meist nach einem interaktiven und modernen Programm konzipiert wurden und in beeindruckenden Gebäuden untergebracht sind. Historische Gebäude und sogenannte landmarks sind meist zugänglich und halten das kanadische Erbe wach. Wer es lieber klassisch mag, kann Opern- und Theateraufführungen besuchen. Im Sommer gibt es Straßenfestivals und das ganze Jahr über werden Musicals und Konzerte angeboten. Auch Kulinarik, Kunsthandwerk und Performance Art kommen nicht zu kurz im vielfältigen Angebot.


Museum

Museum

In Kanada gibt es vielfältige Museen, die sich auch etwas abseitigen Themen widmen. Für alle Schuhbegeisterte findet sich in Toronto das Bata Shoe Museum, wo man Fußbekleidung aus allen Jahrhunderten und nach allen Geschmäckern bestaunen kann. Wer es lieber klassisch mag, sollte dem Royal Ontario Museum einen Besuch abstatten – hier werden Exponate aus der Naturkunde ebenso gezeigt wie Stücke aus der kanadischen Geschichte. In Quebec findet sich ein Maritimes Museum, eine Kunstgalerie, aber auch ein Museum über das frankophone Amerika. Wer einen Blick in die kanadische Seele wagen sollte, muss der Hockey Hall of Fame in Toronto einen Besuch abstatten.


Oper & Schauspiel

Oper & Schauspiel

Die Oper von Toronto findet sich in einem futuristischen Gebäude aus Holz, Stahl und Glas mit einem großzügig gestalteten Innenraum. Hier werden die großen Klassiker der Opernbühne in guter Qualität inszeniert. Einzig die lose Bestuhlung in den Logen kann den Besuch etwas trüben. Ansonsten finden sich aber auch Opernhäuser in Vancouver, Winnipeg, Quebec, Montreal und kleineren Städten wie Edmonton, Dalhousie, Mississauga oder Burnaby. Das vielfältigste Angebot an Oper und Schauspiel findet sich allerdings in Toronto. Dort gibt es auch Aufführungen, die weniger traditionell gestaltet sind.


Ausstellungen

Ausstellungen

Wechselnde Ausstellungen finden sich in fast allen größeren Museen in Kanada wie die Art Gallery in Ontario, das Museum of Fine Arts in Montreal, die National Gallery in Ottawa oder die Jardins de Metis. Freilichtmuseen oder historic landmarks wie Häuser, Kirchen, Forts und ähnliches bieten besonders von Frühling bis Herbst ein breites Programm an, zu dem auch Re-Enactments gehören, bei denen historische Schlachten in Kostümen nachgestellt werden und die meist ein sehr großes und beliebtes Spektakel sind. In Toronto findet jeden Herbst und Frühling auf dem Messegelände die Kunsthanderwerkerausstellung "One of a kind" statt, wo exklusive und individuelle Produkte zur Dekoration, für den Haushalt, aber auch Bekleidung und Gebrauchsgegenstände angeboten werden.


Kirchen & Tempel

Kirchen & Tempel

Die schönste Kirche Kanadas ist vielleicht in Montreal zu finden: Notre-Dame de Montreal besticht durch die großen, farbigen Glasfenster und einen sehr stimmungsvollen Innenraum. Auch die Basilika Sainte Anne de Beaupre im gleichnamigen Ort gilt als sehr sehenswert. Die anglikanische Kirche St. John’s ragt mit ihrer Neugotik weit in den Himmel von Lunenburg, aber auch die Christ Church Cathedral von Victoria ist sehr beeindruckend. In Guelph findet sich die Church of Our Lady Immaculate, die ebenfalls an das europäische Mittelalter erinnert. Auch in Toronto stehen viele Kirchen, die an die normannische Architektur im ländlichen England denken lassen.

Hauptsache Outdoor - Sport in Kanada

Kanadier sind sportbegeistert. Ice Hockey, das in Kanada schlicht Hockey heißt und damit manchmal für Verwirrung sorgt, ist der Nationalsport, der mit riesigem Interesse verfolgt wird – egal wo, ob im Flugzeug, auf der Straße oder zu Hause im Wohnzimmer. Aber auch Besucher des Landes finden jede Menge Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen – im Idealfall an der frischen und klaren Luft und in schöner Umgebung. Quasi jeder sportliche Wunsch, und sei er noch so abenteuerlich, wird in Kanada erfüllt und ausprobiert, ganz besonders wenn er draußen stattfinden kann.


Golf

Golf

Alle Provinzen und Territorien Kanadas haben ihre eigenen Golfplätze, die meist nicht mit landschaftlichen Reizen geizen. Ob man nun in den Rocky Mountains, am Atlantik oder am Ufer der Großen Seen einen Abschlag machen will, in Kanada hat man die Qual der Wahl. Anbieter haben sich daher auf Golfreisen nach Kanada spezialisiert und bieten Reisen zu den schönsten Reisen je nach landschaftlichem Thema oder auch eine Rundreise an. Meist gibt es keine Vorgabe in Sachen Handycap und sowohl die Profis als auch Anfänger auf dem Green finden hier ihre Herausforderungen. Meist sind die Plätze nicht so sehr besucht, dass man warten muss, besonders auch weil die Kanadier zügig spielen.


Segeln & Wassersport

Segeln & Wassersport

Kanada mit seinen enormen Dimensionen bietet auch für Wassersportler jede Menge Möglichkeiten. Sowohl im Süß- als auch Salzwasser kann man segeln gehen oder einen Blick unter die Wasseroberfläche werfen. Dazu kann man in den Großen Seen auf Tauchstation gehen, die wilde Atlantikküste von Nova Scotia besuchen oder man reist an die Pazifikküste. Wer es abenteuerlicher mag, kann auch weiter nach Norden reisen und dort ins sehr kühle Nass von Labrador und Neufundland abtauchen. Auch Angler kommen in Kanada nicht zu kurz: Fast schon ikonographisch ist das Bild vom Bären, der den Lachs fängt. Zwölf Monate Angelsaison, unberührte Gewässer und riesige Beute sind Versprechen, die Kanada leicht halten kann.


Klettern

Klettern

Auch in Kanada ist die Kletterleidenschaft groß und das ist auch kein Wunder bei der Natur, die meist direkt vor der Haustür liegt. Gerade die Rocky Mountains bieten jede Menge Herausforderungen für Kletterer. Der Banff Nationalpark bietet auch für die Familienmitglieder wunderbare Naturerlebnisse, die nicht gerne klettern gehen. Inzwischen gibt es Kletterführer zu den besten Spots in Kanada, man kann sich vor Ort bei einem Guide erkundigen und Ausrüstung kaufen oder mieten. Einige Reiseveranstalter haben auch Klettertouren im Angebot und zeigen ihren Gästen die besten Touren, die für ihr Können passend sind. Kanada ist also für die passionierten Kletterer gut erschlossen.


Wandern

Wandern

Kanadier sind Outdoor-Begeisterte, sodass man selbst in den Städten sogenannte trails findet, auf denen man bequem wandern gehen kann. Wesentlich weiter weg vom Großstadtlärm gibt es Wanderwege, die gut beschildert und in gutem Zustand sind, in den Nationalparks, aber auch abseits davon, wo manchmal viel weniger los ist als an den beliebten Sehenswürdigkeiten. Viele Besucher verbinden Wandern gleich mit Campen und haben ihr Zelt mit dabei. Wer sich lieber auf erfahrene Reiseführer verlässt, kann auch Wanderreisen in Kanada buchen und so gut geführt und bequem zu Fuß die schönsten Flecken erwandern kann.


Wintersport

Wintersport

Kanada ist das Wintersportland schlechthin. Whistler ist förmlich legendär und die Saison dauert je nach Schneeverhältnissen und Region von ungefähr November bis April. Skiresort rund um den Mount Tremblant in den Laurentian Mountains im Osten des Landes erinnern an Resorts in den Alpen und versprühen einen urigen Charme mit Holzhütten, Lagerfeuern und Eisbahnen. Über 250 Skigebiete gibt es im ganzen Land, deren Preise für Skipässe eine ebenso große Bandbreite aufweisen: Das Preisniveau reicht von unter zehn Euro bis über 500. Auch Reiseveranstalter haben Skiurlaube in Kanada fest im Programm und bieten Urlaube, bei denen an alles gedacht wurde, an.


Weitere Sportmöglichkeiten

Weitere Sportmöglichkeiten

Über diese Sportangebote hinaus bietet Kanada noch einiges anderes an: Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, Paragliding, Fahrten mit dem Heißluftballon, Segelfliegen, Nordic Walking, Mountainbike- und Downhill-Strecken, alle erdenklichen Arten von Wassersport – selbst in den Großen Seen kann man im Sommer an bewachten Stränden schwimmen gehen – lassen jeden Sportbegeisterten auf seine Kosten kommen. Informationen findet man vor Ort oder vorher im Internet, wo man unter anderem Segelkurse auf den Großen Seen buchen kann.

Parties und Nachtleben in Kanada

Parties in Kanada sind eher eine gemütliche Angelegenheit, die zu Hause, beim Campen oder im Garten stattfindet. Es gibt allerdings Gelegenheiten, wo ganze Städte eine Nacht lang auf den Beinen sind: Die Nuit Blanche in Toronto mit Straßenmusik, Performance Art, Straßenkunst von teilweise sehr renommierten Künstlern und einer elektrisierenden Stimmung dauert bis in die frühen Morgenstunden im September und ist jedes Jahr ein großes Erlebnis. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Bars und Clubs in den Städten, während man auf dem Land im Sommer vielleicht lieber den Grill bestückt. Das Nachtleben in den großen Städten ist bunt und vielfältig, aber gegen zwei Uhr nachts beendet, weil dann die Sperrstunde greift. Dementsprechend schwierig kann es aber auch sein, zu dieser Zeit in die Außengebiete der Stadt zu gelangen, weil der öffentliche Nahverkehr meist nach Mitternacht nur noch eingeschränkt fährt. Clubs und Bars werden meist von jungen Kanadiern besucht. Die Preise können aber recht hoch sein für alkoholische Getränke. Besonders beliebt sind Rooftop Bars mit herrlichem Panorama über das Häuser- und Lichtermeer. Am besten kommt man bereits bei Einbruch der Dunkelheit und kann so beobachten, wie die Stadt zur Nacht erwacht.


Festivals

Neben der Nuit Blanche gibt es eine Reihe von gut besuchten Festivals in fast allen Regionen Kanadas. Dazu gehört zum Beispiel das Jazz Festival von Montreal, die Winterlude in Ottawa oder das Festival des Lichts in Vancouver. Neben Musikfestivals gibt es aber auch Veranstaltungen, die Regionen außerhalb Kanadas in den Blick nehmen (Caribbean Carnival in Toronto) oder Kanadas Besonderheit beleuchten (National Exhibition in Toronto bzw. Pacific National Exhibition in Vancouver). Hinzu kommt das renommierte Filmfestival in Toronto, das im September stattfindet, oder Veranstaltungen zu bestimmten Themengebieten wie Humor, Essen, Literatur oder Festivals für Kinder.

Herausragende kulturelle Festivals sind unter anderem:

MonatStadtFestival / Veranstaltung
JanuarQuebec CityQuebec Winter Carnival
MontrealIgloofest
FebruarOttawaWinterlude - Festival rund um den Winter
WinnipegFestival du Voyageur
WhitehorseYukon Sourdough Rendezvous
MärzVancouverVancouver International Wine Festival
AprilWhistlerWorld Ski & Snowboard Festival
CalgaryCalgary Comic and Entertainment Expo
MaiAnnapolis ValleyApple Blossom Festival
WinnipegManito Ahbee Festival
OttawaCanadian Tulip Festival
JuniOttawaCanadian Dance Festival
TorontoPride Toronto
JuliMontrealJazz Festival von Montreal
Montreal Just for Laughs
CalgaryCalgary Stampede
InuvikGreat Northern Arts Festival
QuebecFestival d`Été
AugustTorontoCaribbean Carnival
Toronto National Exhibition
MontrealWorld Film Festival
Montreal Osheaga
WinnipegFolklorama
SeptemberSt. CatharinesNiagara Grape and Wine Festival
TorontoToronto International Film Festival
Toronto Nuit Blanche
OktoberCalgaryWordfest
NovemberOttawaOttawa Wine & Food Festival
DezemberOwen SoundFestival of Northern Lights
VancouverPacific National Exhibition

Kanadischer Ahornsirup und unteriridische Einkaufszentren

In Kanada kann man sehr gut einkaufen gehen. Fast alles kann man in den großen Städten bekommen – von italienischen Schuhen bis hin zu den berühmten Decken der Hudson Bay Company. Beliebt als Mitbringsel ist natürlich der Ahornsirup in dekorativen Fläschchen, aber darüber hinaus kann man auch Eiswein in den Koffer packen oder man ersteht Mode. Im Osten gibt es unter der Erde ausgedehnte Shopping Malls, die besonders im Winter Schutz vor Kälte und Wind bieten. In Toronto lohnt das Eaton Centre, um dort den Weg unter die Erde anzutreten.


Feste Preise und Verhandlungsgeschick

In Supermärkten oder Modeketten, Buchläden und größeren Läden braucht man meist nicht zu versuchen zu handeln, denn die Preise sind fix. Manchmal ist die Mehrwertsteuer auch noch nicht aufgeschlagen, sodass man an der Kasse eine böse Überraschung erleben kann. Auf Märkten oder an Ständen sowie in kleineren Läden, deren Preisschilder handgeschrieben sind, kann man sein Verhandlungsgeschick ausprobieren, sollte aber nicht zu enttäuscht sein, wenn es nicht klappt. Wenn man ein Auto anmietet, kann man manchmal ganz gute Rabatte erzielen oder Sonderleistungen bekommen.


Ein- und Ausfuhrbestimmungen in Kanada

Bestimmte Materialien tierischen oder generell organischen Ursprungs dürfen in Deutschland nicht eingeführt werden. Daher sollte man sich vor dem Kauf, besonders von Kunsthandwerk, informieren, welche Materialien verwendet wurden und im Zweifelsfall vom Kauf absehen. Meist setzen die Fluggesellschaften der Einfuhr nach Deutschland schon Grenzen durch das zulässige Gewicht für Koffer.

Nähere Informationen zum Thema Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei einem Kanadaurlaub sind unter dem Punkt Gesetze zu finden.

In Deutschland sind die deutschen Zollvorschriften zu beachten. Bei der Einreise aus Kanada gelten die Zollvorschriften für die Einreise aus nicht EU-Ländern.

Der kanadische Indian Summer

Kanada ist ein wildes Land voller unberührter Natur, sodass quasi jeder Besuch in einem Nationalpark ein besonderes Naturerlebnis darstellt. Trotzdem gibt es auch hier Highlights, die sich an den Jahreszeiten orientieren. Nicht umsonst reisen die meisten Besucher zum Indian Summer nach Kanada, der aber meist ein Glücksspiel ist: Das prächtige Farbenspiel liegt zwischen Ende September und Ende November und richtet sich nach dem Wetter: Tagsüber sind die Temperaturen noch sehr mild und der Himmel von einem strahlenden Blau, während nachts schon Frost herrscht und damit die Blätter in leuchtenden Farben taucht. In besonders strengen Wintern kann man eine Besonderheit an den Niagara-Fällen bewundern: Die mächtigen Wassermassen erstarren dann zu Eis und bieten einen bizarren Anblick.

Heiße Quellen und frische Luft in Kanada

Auch in Kanada haben sich die Suche nach Erholung, Wellness und Entspannung in einer breiten Industrie und entsprechenden Angeboten in Hotels und anderen Einrichtungen niedergeschlagen. Das zeigt sich meistens in einem sehr aktiven Angebot für Sportler, aber dazu kommen auch die Angebote von Massage, Therapien mit heißen Steinen und anderen Möglichkeiten zur Entspannung von Körper und Geist. Diese Angebote finden sich zum einen in den Metropolen, zum anderen aber auch in den Resorts in der Natur und an den Hot-Spots zum Sightseeing.

Das natürliche Schönheit von natürlichen Produkten kommt, hat man in Kanada verinnerlicht. In den Großstädten findet man zwar auch die klassischen Beautysalons, aber gerade in British Columbia und Alberta hat sich rund um die heißen Quellen eine Infrastruktur gebildet, die Entspannung und natürliche Schönheit in den Mittelpunkt stellt. Auch die Weingüter im Osten und Westen des Landes bieten manchmal Beauty-Treatments an. Spas, Restaurants mit speziellen Menüs, Saunen und Massagen vervollständigen das Angebot für die, die im Urlaub nicht nur etwas Neues sehen wollen, sondern sich auch um das körperliche Wohlbefinden kümmern möchten.

Wenn selbst Kanadas Premierminister Yoga macht, dann kann man im Land mit einem entsprechenden Angebot rechnen. Yogaschulen und Yogakurse gibt es meist in den größeren Städten. Wer seinen Urlaub unter den Aspekt Yoga stellt, der kann sich zum Beispiel in British Columbia in einem Retreat verschiedenen Yoga-Arten widmen oder Yoga mit Surfen am Strand des Pazifik verbinden und online dazu und zu anderen Angeboten in Kanada mehr Informationen finden. Auch Yogareisen kann man buchen und sich so einem rundrum-sorglos-Paket hingeben.

10. Regionen & Geographie

Regionen & Geographie

Kanada ist zwar riesig in seiner geographischen Ausdehnung, besteht aber nur aus zehn Provinzen und drei Territorien. Der Unterschied zwischen diesen beiden liegt in ihrem rechtlichen Status. Von der Nordgrenze der USA reicht das Land hinauf bis nach Grönland und wird geprägt von Bergen, großen Wassermassen, Wäldern und viel Einsamkeit, wenn man denn möchte.

Alberta

Die Provinz Alberta mit der Hauptstadt Edmonton liegt im Westen Kanadas und gehört zu den Prärieprovinzen. Gleichzeitig machen sich aber auch schon die Ausläufer der Rocky Mountains bemerkbar. Edmonton und Calgary sind die meistbesuchten Städte und Jasper und Banff die beliebtesten Nationalparks in Kanada.


British Columbia

Die Hauptstadt von British Columbia ist Victoria, die berühmteste Stadt mit den meisten Touristen allerdings Vancouver. British Columbia liegt an der Pazifikküste und ist durch Meer und Berge geprägt. Hier kann man Wale und Bären beobachten, Kreuzfahrten Richtung Norden starten im Hafen von Vancouver.


Manitoba

Manitoba schließt die Prärieprovinzen nach Osten hin ab und Hauptstadt sowie größte Stadt ist Winnipeg, das als lange Zeit als Durchgangsstation Richtung Pazifik galt. Liegt im Süden fruchtbares Ackerland in leicht hügeliger Landschaft, wird es in der Mitte von Manitoba bewaldeter mit Birken und im Norden schließt sich dann bis an die Hudson Bay die Tundra an.


Neufundland und Labrador

Bis 1949 unabhängig, gehören Neufundland und Labrador zu den Provinzen am Atlantik. Die größte Stadt und gleichzeitig Hauptstadt ist St. John’s. Die Küstenlandschaft ist durch die Brecher des Atlantiks wild zerklüftet und von tief eingeschnittenen Fjorden geprägt, was einen besonderen landschaftlichen Reiz ausmacht. Hier finden sich auch frühe Siedlungsspuren der Wikinger.


New Brunswick

Auch New Brunswick liegt am Atlantik und gehört damit zu den Seeprovinzen. Hier werden offiziell zwei Sprachen gesprochen, Englisch und Französisch. Wälder und Ackerland prägen das Landschaftsbild; auch die Ausläufer der Appalachen haben ihren Anteil am Erscheinungsbild von New Brunswick. Hauptstadt ist Fredericton, größte Stadt aber Saint John.


Nordwest Territorien

Die nordwestlichen Territorien liegen nördlich von Manitoba und Alberta und erstrecken sich bis zum Polarmeer. Hauptstadt ist Yellowknife. Eine Vielzahl von Sprachen der First Nations werden hier gesprochen. Karibuherden und Moschusochsen ziehen über die Weiten der Tundra mit ihren kurzen Sommern und langen Wintern. Auch Eisbären kann man mit viel Glück zu Gesicht bekommen.


Nova Scotia

Nova Scotia liegt mit seiner Hauptstadt Halifax ebenfalls direkt am Atlantik. Die meiste Landmasse der Provinz besteht aus der Halbinsel Halifax und Kap Breton, einer weiteren Halbinsel, die beide von Buchten eingeschnitten sind. Der Fischfang ist immer noch eine wichtige Einkommensquelle. Zwei Nationalparks liegen in Nova Scotia, das ansonsten sehr vom Leben am und vom Meer geprägt ist.


Nunavut

Auch Nunavut ist eines der Territorien, das direkt der Regierung unterstellt ist. Die Hauptstadt ist Iqaluit und die gewaltige Landmasse reicht bis hinauf nach Grönland. In diesem Territorium gelten besondere Rechte für die Angehörige der Inuit. Die Fauna ist arktisch geprägt: Eisbären, Polarfüchse und Schneehühner bewohnen das riesige Gebiet und im Meer tummeln sich Wale.


Ontario

In Ontario leben die meisten Menschen. Hier liegt die Millionenstadt Toronto und die Großen Seen liegen zum größten Teil in Ontario. Auch die Niagara-Fälle sind in Ontario zu finden und ziehen viele tausend Besucher jedes Jahr an. Auch die Hauptstadt Ottawa liegt im Osten von Ontario. Im Norden liegt der kanadische Schild, eine unfruchtbare Gegend mit vielen Flüssen. Rund um die Hundson Bay erstrecken sich Wälder und Sümpfe und im Süden wird Landwirtschaft betrieben.


Prince Edward Island

Prince Edward Island ist die kleinste der Provinzen und liegt als Insel im Atlantik vor der Ostküste. Eine Brücke führt auf die Prince Edward Island, deren Hauptstadt Charlottetown ist. Feinschmecker zieht es auch auf die Insel, denn hier werden Hummer, Austern und Muscheln aus dem Meer geholt. Damit ist die Fischerei auch der größte Wirtschaftszweig auf Prince Edward Island.


Quebec

Quebec ist die größte der Provinzen und liegt östlich von Ontario. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt am Sankt Lorenz-Strom, der in den Atlantik mündet. Aber auch Montreal zieht viele Besucher an. Französisch hat einen großen Einfluss auf die Alltagskultur und befeuert immer wieder das Unabhängigkeitsstreben von Quebec. Auch die Laurentian Mountains mit ihren beliebten Skigebieten liegen in Quebec.


Saskatchewan

Die Hauptstadt der Provinz Saskatchewan ist Regina. Die Provinz liegt als mittlere der Prärieprovinzen zwischen Alberta und Manitoba. Weite Ebenen mit Flusstälern, hügeliges Land sowie Nadelwälder prägen das Landschaftsbild von Saskatchewan. Im Grasslands-Nationalpark kann man die ursprüngliche Prärie betrachten; der Prince Albert National Park bietet einen Einblick in die Wald- und Seenlandschaft.


Yukon

Yukon ist ein Territorium Kanadas und liegt im äußersten Nordwesten des Landes. Hauptstadt und größte Stadt ist Whitehorse. Wald prägt das Land, nur ganz im Norden erstreckt sich die Tundra. In den Wäldern begegnet man Bären, Luchsen, Pumas, Wölfen und Bibern. Darüber hinaus finden sich eine Vielzahl von weiteren Tieren. Angler finden Forellen, Äschen, Saiblinge und andere Fische in den Gewässern.

11. Medien

Regionen & Geographie

Auch Kanadas Medienlandschaft hat sich durch das Internet kolossal geändert, aber trotzdem spielen die Zeitungen immer noch eine große Rolle. Außerdem stehen eine Reihe von Radio- und Fernsehprogramme zur Verfügung, die teilweise von regionaler, nationaler oder auch internationaler Bedeutung sind. Hinzu kommt das Internet, das auch von der kanadischen Regierung für Einreiseinformationen extensiv genutzt wird.

Telefonieren in Kanada

Telefonieren von Kanada nach Deutschland oder von Deutschland aus nach Kanada stellt unter dem Aspekt der Kosten gesehen immer noch ein Problem dar und die Suche nach günstigen Tarifen kann immer noch zeit- und nervenraubend sein. Handyempfang in abgelegenen Gebieten ist nicht immer gut, in den Städten aber meist kein Problem. Für einen längeren Aufenthalt legt man sich am besten eine kanadische SIM-Karte zu, um damit wenigstens im Land kostengünstig telefonieren zu können und auch die Kosten für Gespräche nach Hause werden dadurch wenigstens etwas gedämpft. Aber Achtung: Manche SIM-Karten haben ein Format, das nicht in deutsche Handys oder Smartphones passen – dann stellt der Telefonanbieter normalerweise eine kleinere Karte zur Verfügung, wenn man auf das Problem aufmerksam macht.


Internationale Vorwahlnummern

LänderVorwahl
Kanada001
Deutschland0049
Schweiz0041
Österreich0043

Regionale Vorwahlen

Die Vorwahl nach Deutschland ist die 0049 bzw. die +49, bei der man dann die 0 bei der Ortsvorwahl weglässt. Will man mit einer deutschen SIM-Karte oder von Deutschland aus nach Kanada telefonieren, wählt man die 001 oder +1 vor, wobei man auch hier die erste Ziffer der nachfolgenden Nummer normalerweise weglässt.

Kanada ist Mitglied im NANP, dem "Nordamerikanischen Nummerierungsplan", einem System jeweils dreistelliger Vorwahlen und der gemeinsamen 001 als Ländervorwahl. Zum NANP gehören neben Kanada auch die USA und viele karibische Staaten, welche alle die 001 als Ländervorwahl haben. So haben auch die 13 kanadischen Provinzen und Territorien zum Teil mehrere dreistellige Vorwahlen (wiederum je nach Regionen). So erreicht man beispielsweise alle Orte im Yukon-Territorium unter der Vorwahl 867. Es ergibt sich eine regionales Vorwahlensystem.


Kosten und kanadische Anbieter

Telefonieren in Kanada oder nach Deutschland mit einer deutschen SIM-Karte ist teuer und deutsche Anbieter haben keine kostengünstigen Pakete im Programm, die man während des Aufenthalts hinzubuchen könnte. Um die Roaming-Gebühren oder eine andere SIM-Karte kommt man also nicht herum. Viele Anbieter unterbrechen die Datenverbindung und die Möglichkeit zu telefonieren, sobald Kosten von 60 Euro aufgelaufen sind. Dann muss man mit einer kostenlosen SMS das Roaming erneut aktivieren. Kanadische SIM-Karten erhält man ohne Probleme in Telefonläden, sollte aber darauf achten, dass man nur Prepaid-Karten kauft, da man ansonsten meist auch nach der Abreise noch Vertragsgebühren zahlt.

Auf Grund der Ausdehnung des Landes gibt es keinen landesweiten Telekom-Anbieter, welches beim Durchqueren des Landes notwendig macht mehrere Prepaidkarten zu kaufen. Einige der zahlreichen Anbieter sind: Bell Mobility, Fido, Rogers Communication, Telus, Virgin Mobile, SaskTel. Weiterhin sind zwei Standards für Mobilfunktnetze - CDMA und GSM - vorhanden. Es ist sinnvoll sich vorher darüber zu informieren, ob das eigene Telefon in der jeweiligen kanadischen Region nutzbar ist. Im schlimmsten Fallre muss vor Ort ein neues Telefon erworben werden. Obwohl auch in Kanada Smartphones sowie viele Touristen an der Tagesordnung sind, sind Prepaid-Angebote vergleichsweise teurer.

Offene WLans in Kanada

Viele Restaurants, Bars, Hotels, aber auch öffentliche Einrichtungen bieten inzwischen ein offenes WLAN an, in das man sich einwählen kann. Die Sicherheit für die Daten, die über diese Netzwerke versandt werden, ist allerdings meist nicht gewährleistet: Passwörter sollten also möglichst oft und besonders nach dem Urlaub gewechselt werden. Über die mobilen Daten kann man zumindest mit dem Smartphone überall online gehen. Dieses Endgerät kann man als "Router" für Tablet oder Laptop nutzen und so auch mit anderen Endgeräten surfen.

Da die mobilen Daten und die Angebote eines freien WLANs inzwischen auf dem Vormarsch sind, sterben Internetcafés langsam aber sicher aus, wenn sie nicht gleichzeitig andere Serviceleistungen anbieten. In kleineren Städten mag man also vergeblich nach einem Internetcafé suchen. Meist kann man die PCs auch nur eingeschränkt nutzen: Speichern von Daten ist nicht möglich und auch die Sicherheit von Passwörtern kann fraglich sein – Bankgeschäfte sind also meist tabu. Die Kosten fürs Surfen werden nach Zeiteinheiten berechnet, liegen aber zwischen fünf und zehn Dollar maximal. An viele Internetcafés ist ein Copyshop angeschlossen, wo man Flugtickets, Hotelreservierung etc. ausdrucken kann.


Mit dem Handy in Kanada online gehen

Telefonieren wird inzwischen fast von Nachrichten über das World Wide Web als beliebtestes Mittel, um Kontakt zu halten, abgelöst. Will man also eine WhatsApp an die Lieben zu Hause oder in der ganzen Welt schicken, sollte man sich vorher Gedanken machen, wie hoch die Kosten sind, die man damit produziert. Grundsätzlich gilt Ähnliches wie beim Telefonieren: Am günstigsten ist eine kanadische SIM-Karte für das Telefon, sodass man zum gleichen Tarif wie die Einheimischen surft und eine gute Verbindung hat. Auch wenn Verträge verlockend sind, hat man meist eine lange Laufzeit, in der man zumindest die Grundgebühr immer weiter zahlt. Also sollte man unbedingt darauf achten, eine Prepaid-Karte zu erwerben. Die Mobilfunkanbieter in Kanada unterscheiden sich je nach Region, da die Unternehmen jeweils regionale Lizenzen erwerben müssen.

Prepaid-Sim-Karten können bei vielen Anbietern schon vor der Reise direkt im Internet bestellt werden. Große Anbieter in Kanada:

Deutsches Radio und Fernseh via Satelit oder Internet

Deutsches Radio und deutsches Fernsehen empfängt man in Kanada nicht ohne Satellit oder bestimmte Pakete. AhornTV ist ein deutscher Sender in Kanada, andere Sender empfängt man über Ethnic Channel und Next TV. Ansonsten kann man aber über das Internet (und eine relativ stabile Verbindung) auf die Mediatheken deutscher Sender zugreifen und auch deutsches Radio kann man über das Internet hören. Dazu braucht man nur ein Endgerät mit entsprechender App oder einem Flash Player und Lautsprechern. So muss man auch auf Nachrichten aus der Heimat nicht verzichten, während man in Kanada ist.

Teure Briefe in die Heimat

Die Canada Post hat für Briefe und Pakete nach Deutschland sehr hohe Preise und man sollte sich gut überlegen, ob man so viel einkauft, dass man ein Päckchen nach Hause schicken muss. Die Briefkästen der kanadischen Post sind kaum zu übersehen: Viereckig mit einem Schlitz zum Einwurf der Sendungen sind sie in rot gehalten, haben aber blaue und weiße Aufdrucke, sodass sie einen recht fröhlichen Eindruck vermitteln. Dort wird man aber nur Briefe und Postkarten los, größere Sendungen muss man an einem Postschalter aufgeben, der sich auch in Geschäften finden kann. Schilder am Eingang weisen darauf hin. Bis 30 Gramm zahlt man 2,50 Dollar für einen Brief in die Heimat, von 30 bis 50 Gramm werden 3,60 Dollar fällig und bis 100 Gramm 5,90 Dollar. Eine Postkarte macht sich auch für 2,50 Dollar auf den Weg. Pakete berechnen sich nach Gewicht und Größe. Formate, die vom Standard abweichen, sind teurer. Dazu kommen Zusatzleistungen, die man buchen kann, die ebenfalls kräftig zu Buche schlagen können, wie Versicherungen der Sendungen (17 Dollar für internationale Sendungen).

Briefe und Postkarten kann man einfach in einen der Briefkästen werfen. Diese stehen meistens frei auf Bürgersteigen oder öffentlichen Plätzen. Eher selten sind sie in Wände eingelassen. Alles andere, das vom Standardformat abweicht, oder Päckchen und Pakete müssen an Postschalter abgegeben werden und man muss Angaben über den Inhalt und den Wert machen, was ein bisschen unglücklich ist, wenn man Geschenke versendet. Normalerweise ist ein Brief, eine Karte, aber auch eine größere Sendung zwischen vier und sieben Werktage unterwegs, in hektischen Zeiten wie Weihnachten kann es aber auch bis zu zwei Wochen oder länger dauern.

12. Weitere Tipps

Regionen & Geographie

Für das riesige Kanada Tipps zu geben, ist eine Herausforderung, denn das Land ist voller Überraschungen und schönen Fleckchen, guten Restaurants, feinen Geschäften und netten Menschen. Trotzdem sollte man auch ein paar Klischees erfüllen, wenn man in Kanada ist: Dazu gehört die Einkehr bei Tim Hortons, der beliebten Café-Kette, ein Pfannkuchen mit Ahornsirup, sich mindestens einmal in Sachen Entfernungen verschätzen und der Besuch an den Niagara-Fällen.

Weihnachtsmarkt, Vancouver und Wasserflugzeug

Wer in Toronto zur Weihnachtszeit ist, sollte im Brewery District vorbeischauen und auf dem schönen Weihnachtsmarkt ein bisschen Atmosphäre schnuppern. In Niagara sollte man auf gar keinen Fall übernachten, denn man tappt nur in unzählige Touristenfallen. Viel besser ist es, ein paar Kilometer ins schöne Dörfchen Niagara-on-the-Lake zu fahren und in einem der alten Häuser zu übernachten. Wer in Vancouver schönes Wetter hat, sollte zu einem Rundflug mit dem Wasserflugzeug aufbrechen – die kleinen Flieger landen direkt im Hafen. Und wer sich das berühmteste Hotel von Vancouver ausgesucht hat, tut gut daran, den Aufpreis für ein Zimmer zur Hafenseite zu zahlen – der Ausblick ist fantastisch und morgens wird man vom Schiffshorn des direkt unter dem Fenster anlegenden Kreuzfahrtschiffs geweckt.

Strom in Kanada

Kanada gewinnt einen Teil seiner Energie aus den Naturkräften, besonders dem Wasser. Gerade im Winter, wenn der Frost das Land fest im Griff hat, fällt diese Energiequelle aus. Dazu kommen, dass das Stromnetz von Kanada hauptsächlich oberirdisch verläuft und die Kabel anfällig für Stürme und den berüchtigten Eisregen sind, der sich tonnenschwer auf die Drähte legt, sodass gerade im Winter Stromausfälle nicht unüblich sind und damit für enorme Probleme, Verkehrschaos und manchmal sogar Kältetote sorgen, wenn das extreme Wetter lange anhält. Der letzte größere Stromausfall dieser Art fand 2013 statt – damit sind diese Vorkommnisse längst kein Problem der fernen Vergangenheit.


Stromspannung in Kanada

Die Stromspannung in Kanada beträgt 110 Volt/ 60 Hertz Wechselstrom. Die meisten modernen Geräte schalten automatisch auf diese Spannung um, andere, ältere Geräte können damit aber Probleme haben.


Adapter für den Kanadaurlaub

Auch die Steckerformen sind in Kanada anders: Abgeflachte Stecker und die entsprechenden Steckdosen machen Probleme bei europäischen Geräten. Dazu benötigt man einen Adapter, oftmals einfach Amerika-Stecker genannt, den man auch in den USA verwenden kann. Im Handel werden sie unter Typ A oder Typ B (mit Kindersicherung) geführt. Egal, ob der Stecker zwei oder drei flache Kontakte hat, beide passen in eine Steckdose mit zwei oder drei Schlitzen.

Trinkgeld in Kanada

Trinkgeld gehört in Kanada einfach dazu – und zwar nicht nur im Restaurant, sondern auch beim Taxifahrer, Guide, Gepäckträger etc. Meist sind bis zu zwanzig Prozent des Rechnungsbetrags üblich, bei größeren Summen genügen aber auch 15 Prozent. Kein Trinkgeld zu geben, bedeutet ganz klar, dass man mit der erbrachten Leistung überhaupt nicht zufrieden war. Trinkgeld ist in der Kultur Nordamerikas fest verankert und macht einen Teil des Lohns aus – daher sollte man wirklich nur in Ausnahmefällen auf den Obolus verzichten, denn Europäer gelten ohnehin schon als geizig.

Taxi fahren in Kanada

Taxis sind in den Großstädten Teil des Inventars auf der Straße, bedeuten aber nicht unbedingt, dass man schnell von einem Punkt zum anderen kommt, denn die Taxis bleiben genau so im dichten Verkehr der Rushhour stecken wie alle anderen Fahrzeuge auch, was den Preis schnell in die Höhe treiben kann. Auf dem Land findet man dagegen kaum Taxis und man sollte sich nicht darauf verlassen, eins ergattern zu können. Ein Taxi vom Pearson Airport von Toronto, der weit außerhalb der Stadt liegt, bis ins Stadtzentrum kostet je nach Verkehrslage etwa 75 Dollar.

Öffnungszeiten von Geschäften in Kanada

In den Großstädten gibt es Läden, die nie schließen. Die meisten Geschäfte öffnen zwischen acht und zehn Uhr am Morgen und schließen ungefähr um 20 Uhr. Besondere Veranstaltungen können diese Öffnungszeiten aber verändern. Je nach Feiertag können Geschäfte in bestimmten Stadtteilen und Ethnie geöffnet oder geschlossen sein. Der Sonntag ist in Kanada ein ganz normaler Tag zum Einkaufen, aber nicht alle Geschäfte nehmen diese Möglichkeit auch wahr, sodass man sich am besten vorab informiert.

Abhebegebühren und zusätzliche Bankgebühren in Kanada

Zahlt man mit der Kreditkarte oder hebt an einem Geldautomaten (ATM) Bargeld ab, können Gebühren fällig werden, die sich nach der eigenen Hausbank richten. Meistens liegen diese Gebühren aber bei etwa zwei Prozent, wenn man mit der Kreditkarte zahlt, da die Bank die Fremdwährung der kanadischen Dollar in Euro konvertiert und dafür Gebühren erhebt. Nutzt man einen Geldautomaten, können auch dafür noch einmal Gebühren fällig werden, die man sich aber meistens nicht anzeigen lassen kann, sodass man erst zu Hause auf dem Kontoauszug erfährt, wie teuer das Geldabheben war. Meistens liegen die Aufschläge aber bei fünf Euro.

Einige deutsche Banken bieten die Möglichkeit einer kostenlosen Abhebung im Ausland.

Kanadas ungezähmte, wunderschöne Natur

Kanada ist ein wildes Land, in dem sich einiges an ungezähmter Natur tummelt. Immer wieder hört man von Unfällen, die Touristen beim Wandern, Klettern oder Wintersport erleiden, von denen aber auch Einheimische nicht verschont bleiben. Darüber hinaus sind aber auch etwas zu enge Bekanntschaften mit Wildtieren, die nicht ungefährlich sind, nicht ungewöhnlich – besonders dann, wenn man sich nicht an entsprechende Hinweise und Verhaltensregeln hält. Aber auch in Kanada gibt es giftige Pflanzen, mit denen man nicht in zu engen Kontakt treten sollte, geschweige denn einen Verzehrversuch wagen sollte. In allen Nationalparks und an anderen Stellen gibt es aber Hinweisschilder und auch Ranger machen auf die Gefahren aufmerksam, sodass man bei achtsamem Umgang mit der Natur seinen Urlaub in Kanada auch unbeschadet übersteht.


Tiere

Tiere

Bären, Elche und Waschbären können Touristen in Kanada ohne weiteres begegnen. Waschbären sind meist sehr zutraulich, können aber gefährliche Biss- und Kratzwunden hinterlassen und außerdem Tollwut übertragen. Auch Elche können zu Aggressivität neigen: Laute Geräusche, Aufblenden von Scheinwerfern und Kauern sind zu vermeiden. Am besten ergreift man schnellstmöglich die Flucht. Je nach Bärenart sind die Strategien zur Abwehr und zum Überleben unterschiedlich. Allerdings ist es nicht ganz einfach, einen Schwarzbär von einem Braunbär zu unterscheiden. Sowohl bei Bären als auch bei Wölfen jeglicher Art ist in den meisten Fällen weglaufen aber die falsche Taktik, weil man sich als Beute präsentiert. Selbst Klapperschlangen verirren sich bis nach Kanada. Bei einem Biss sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.


Pflanzen

Pflanzen

In Kanada gedeiht der Sumach, eine Pflanzenart, die Milchsaft und Beeren ausbildet. Rote Beeren sind ungefährlich, vom Verzehr (und wenn möglich Berührung) sollte man trotzdem absehen. Zur gleichen Gattung gehört auch der Giftsumach, der auch unter dem Namen Giftefeu bekannt ist. Die Pflanze erreicht einen Höhe von etwa zwei bis drei Metern und sowohl die Berührung ruft Reaktionen der Haut hervor (Juckreiz, Blasenbildung) als auch der Verzehr (Koliken, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufzusammenbruch, Tod). Auch der Kontakt mit den Augen sollte dringend vermieden werden, da die Gefahr der Erblindung droht. Unbedingt sollte man beim Kontakt mit dieser Pflanze einen Arzt aufsuchen!


Naturphänomene

Naturphänomene

Sowohl der Tidenhub als auch Meeresströmungen oder Strömungen durch Felsen sind eine Gefahr für Schwimmer, egal wie geübt sie sein mögen, denn meistens ist es nicht möglich, gegen eine Strömung anzuschwimmen. Bei dem Versuch verbraucht man nur seine Kräfte und erschöpft sich. Daher sollte man sich immer im rechten Winkel zur bestehenden Strömung bewegen, um aus ihr hinauszugelangen. Ist dies nicht möglich, sollte man sich durch lautes Rufen und Winken bemerkbar machen, damit man Hilfe erhält. Diese muss nicht unbedingt von Landseite kommen, sondern kann auch von Booten oder Schiffen geleistet werden – daher sollte man sich nach der nächsten Möglichkeit orientieren.

Über einhundert Vulkane gibt es in Kanada, da der Westen des Landes am Ring of Fire des Pazifiks liegt. Die meisten der Feuerberge verhalten sich aber ruhig und sorgen nur für heiße Quellen. Die meisten aktiven Vulkane liegen in British Columbia. Bei einem Vulkanausbruch ist offiziellen Anordnungen unbedingt Folge zu leisten. Bei Lavaausfluss sollte man höher gelegenes Gebiet jenseits des Kraters aufsuchen. Bei Asche und Steinen, die in die Luft geschleudert werden, einen feuerfesten Unterschlupf auswählen. Evakuierungen sind eine notwendige Maßnahme, der man sich nicht verweigern sollte, um ein besonderes Naturschauspiel zu sehen, denn die Gefahrenlage ist bei einer Räumung des Gebietes ernst.

Hurrikanes erreichen Kanada nur äußerst selten, denn die Stürme schwächen sich meist vorher ab. Trotzdem können Hurrikane zu Sturmböen und Überflutungen führen. Daher sollte man das Haus nach Möglichkeit nicht verlassen, Unterführung meiden, da diese überflutet werden könnten und den behördlichen Anweisungen Folge leisten.

In Kanada können aber auch andere extreme Wetterphänomene wie Eisregen, sehr niedrige Temperaturen und riesige Schneemengen vorkommen. Meist stellen diese aber nur eine Beeinträchtigung des Verkehrs und restlichen öffentlichen Lebens dar und sind nur selten lebensbedrohlich. Trotzdem sollte man sich bei extremer Kälte, stark vereisten Straßen und starkem Schneefall am besten zu Hause aufhalten und die Straßen meiden, da die Unfallgefahr stark erhöht ist.