Urlaub in Irland Alle Informationen die du vor einer Reise nach Irland brauchst: Wetter, Gesetze, Unterkünfte, Essen, Regionen, Tipps & mehr!

1. Allgemeine Informationen

Länderflagge

Irland, die grüne Insel, bildet einen der westlichen Außenposten Europas und fast 4,6 Millionen Einwohner nennen die Republic of Ireland, so der offizielle Name, ihr Zuhause. Die irische Insel wird unterteilt in den größeren, südlichen Teil, der einen eigenen Staat bildet, und Northern Irland, das zu Großbritannien gehört.

Zahlungsmittel - Der Euro

Wechselkurs

Wechselkurs

Irland ist seit 1973 Mitglied der EU und hat 1999 als offizielles Zahlungsmittel den Euro eingeführt, was bedeutet, dass man weder Geld wechseln muss noch mühevoll in eine fremde Währung umrechnen muss. Dies gilt nicht für Northern Ireland, wo das britische Pfund offizielles Zahlungsmittel ist.


Banknoten

Banknoten

Als Mitglied im Euroraum verwendet man in Irland die gleichen Banknoten und das gleiche Münzgeld wie auch in Deutschland. Banknoten und Münzen sind in Wert, Aussehen und Beschaffenheit wie in Deutschland erhältlich. Niedrigste Münzwert ist 1Cent, der höchste Münzwert ist 2Euro. Niedrigste Banknote ist 5Euro, höchste Banknote ist 500Euro.


Bezahlung

Bezahlung

In Irland kann man bequem per Kredit- oder EC-Karte oder mit Bargeld bezahlen. Bei Hotelreservierungen oder der Anmietung eines Fahrzeuges wird allerdings oft die Kreditkarte als Sicherheit verlangt, während man in kleineren Geschäften und in ländlichen Regionen besser mit Bargeld unterwegs ist.


Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Irland

Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Irland

In Irland werden die gängigen Kreditkarten angenommen; American Express kann manchmal aber zu Problemen führen. Vor Abreise sollte man sich unbedingt seinen PIN einprägen, da nahezu immer nach der Geheimzahl gefragt wird und die Bestätigung mit Unterschrift eher unüblich geworden ist. Gebühren fallen bei der Zahlung mit Kreditkarte nicht an, da der Betrag in Euro beglichen wird. EC-Karten werden nicht immer angenommen. In Pubs und in bodenständigen Restaurants ist es üblich, in bar zu zahlen, auch wenn Plastikgeld immer mehr Verbreitung findet.

In Nordirland - de, britischen Teil Irlands - werden teilweise eigene Scheine gedruckt, die aber den gleichen Wert haben wie im restlichen Großbritannien. Einige Geschäfte nehmen im Norden aus Kulanz auch den Euro als Zahlungsmittel an, aber verlassen kann man sich auf diese Handhabe nicht.


Geldautomaten

Geldautomaten

Hebt man mit der Kreditkarte oder EC-Karte in Irland Geld an einem Geldautomaten ab, werden Gebühren fällig, die oftmals nicht angezeigt werden, sich aber meistens in dem Rahmen bewegen, den man auch zu Hause für Abhebungen über eine fremde Bank zahlen muss. Die sogenannten ATMs findet man nicht nur in Banken, sondern auch an Tankstellen oder in Shopping Centern. Auch wenn Irland ein sicheres Reiseland ist, sollte man trotzdem seine PIN schützen, indem man die Sicht auf die Tastatur verdeckt.


Lebenshaltungskosten im Urlaub in Irland

Auch wenn die Finanzkrise 2008 die Lebenshaltungskosten in Irland etwas gesenkt hat, gehört das Land immer noch zu den eher teuren Urlaubsdestinationen. Für eine kleine Flasche Wasser muss man zum Beispiel im Durchschnitt etwas über einen Euro rechnen. Unabhängig von den Aktivitäten, die man geplant hat, sollte man für Verpflegung in Pubs pro Tag und Person etwas mehr als 30 Euro kalkulieren.

Hello Èire - Hallo Irland

Neben Englisch wird auch Irisch gesprochen, besonders in den sogenannten Gaeltacht-Regionen im Westen des Landes. Irisch ist eine keltische Sprache und für die meisten Irlandbesucher unverständlich. Gerne wechseln aber die Irisch-Sprecher ins Englisch, obwohl die Freude sehr groß ist, wenn man einige Wörter auf Irisch kann. So steht das Wort "Fir" für Mann und "Mna" für Frau, was oft bei Toiletten zu Verwirrungen führt.

Eine sprachliche Besonderheit Nordirlands ist Ullans, eine schottische Variante, die sehr gepflegt wird, auch wenn sie im Alltag kaum Einfluss hat. Trotzdem wird Ullans sehr gepflegt, denn Ullans verweist auf eine lange Tradition und wechselhafte Geschichte.


Offizielle Amtssprache in Irland

Die irische Republik verfügt über zwei Amtssprachen - Irisch und Englisch. Englisch wird von jedem Iren gesprochen, auch wenn die irische Aussprache am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein kann und man sein Schulenglisch erst daran anpassen muss.


Die 30 wichtigsten Wörter auf Englisch

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DeutschEnglisch / Irisch
HalloHello / How´s she cutting?
Guten TagGood day / Dia dui
Auf WiedersehenGoodbye / Slán
Jayes / Tá
Neinno / Níl
DankeThank you / go raibh maith agat
Bitte!Please! / le do thoil
Prost!Cheers! / Sláinte!
EntschuldigungExcuse me / gabh mo leithséal
Hilfe!Help! / Cabhair!
Toilettetoilet / lethreas
Ich heiße ...My name is ... / Is é mo ainm ...
Ich hätte gerne ...I would like to have ... / Ba mhaith liom ...
Was kostet ...?What does the ... cost? / Cad iad na costais ...?
Zahlen bitte!Pay please! / Íoc leat!
Ich spreche kein englisch.I do not speak English. / Níl gaeilge agam.
EingangEntrance / Ionchur
AusgangExit / Aschur
DeutschEnglisch
einsone / aon
zweitwo / dó
dreithree / trí
vierfour / ceathair
fünffive / cúig
sechssix / sé
siebenseven / seacht
achteight / ocht
neunnine / naoi
zehnten / deich
MontagMonday / dé Luain
DienstagTuesday / dé Máirt
MittwochWednesday / dé Céadaoin
DonnerstagThursday / Déardaoin
FreitagFriday / dé hAoine
SamstagSaturday / dé Sathairn
SonntagSunday Dé Domhnaigh

Das Christentum in Irland

Das Christentum in Irland

Die Republik Irland ist sehr katholisch und das merkt man häufig. Bestes Beispiel ist wahrscheinlich der Nationalfeiertag Irlands, der St. Patrick’s Day, der an den Nationalheiligen erinnert. Der Konflikt mit Großbritannien und Nordirland ist auch immer wieder um die Religion entbrannt, denn der Norden ist protestantisch geprägt. Staat und Kirche sind daher zwar getrennt, aber die Einflüsse von einem auf das andere waren gerade in der Vergangenheit sehr zu spüren. Die Bedeutung der Religion nimmt auch in Irland ab, trotzdem sollte man von abfälligen Bemerkungen über den Glauben gegenüber Einheimisch absehen.

Die Politik in Irland

Die Politik Irland war stets vom Verhältnis zum Nachbarn Großbritannien geprägt und hat sich in den letzten zwanzig Jahren sehr verbessert. Aber schwierig ist es immer noch, denn die lange Geschichte der Auseinandersetzung, Unterdrückung und Feindschaft wirkt weiterhin nach. In Unterhaltungen sollte man Kommentare über Großbritannien und das Verhältnis der beiden Staaten zueinander am besten außen vorlassen. Die politische Landschaft in Irland ist nicht von dem rechts-links-Denken geprägt, sondern viele der Parteien haben eine lange historische Tradition, in der sie Position in der Auseinandersetzung mit dem Vereinigten Königreich bezogen haben.


Staatsform und Regierungssystem in Irland

Irland wurde 1921 von Großbritannien unabhängig. Seitdem ist der Monarch des Vereinigten Königreichs nicht mehr irisches Staatsoberhaupt, sondern Irlands Staatsform ist eine parlamentarische Republik und das Regierungssystem eine parlamentarische Demokratie.

Besondere religiöse Feiertage in Irland

Auch in Irland werden die christlichen Feiertag um Ostern und Weihnachten begangen.

Ostern gehört zu den beweglichen Feiertagen. Der Karfreitag ist in Irland allerdings kein gesetzlicher Feiertag, lediglich Schulen und einige Geschäfte bleiben geschlossen und man darf keinen Alkohol kaufen. Der Ostermontag ist en gesetzlich anerkannter Feiertag und vielerorts gilt der Sonntagsfahrplan für öffentliche Verkehrsmittel.

Am ersten Weihnachtsfeiertag (25.12.) bleiben hingegen tatsächlich die meisten Geschäfte geschlossen und öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht, am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.) haben vor allem in den Städten die meisten Geschäfte geöffnet. Pfingsten und Christi Himmelfahrt sind in Irland keine Feiertage.

Grundsätzlich ist es an Feiertagen in Irland nicht vollständig untersagt Geschäfte zu öffnen. So kann es sein, dass einige Geschäfte geöffnet haben, darauf verlassen kann man sich jedoch nicht.


Nationale Feiertage in Irland

MonatTagFeiertag
Januar1.New Year`s Day - Neujahr
Februar-
März17.St Patrick`s Day - Feiertag des irischen Nationalheiligen
April-
Maierster Montag im MaiMaifeiertag
Junierster Montag im JuniFrühlingsfeiertag
Juli-
Augusterster Montag im AugustSommerfeiertag
September-
Oktoberletzter Montag im OktoberOktoberfeiertag
November-
Dezember-

Notfallnummern für einen Urlaub in Irland

Im Falle eines Notfalls kann man auch in Irland vom eigenen oder einem fremden Mobiltelefon Hilfe holen, auch wenn man die PIN bzw. das Muster nicht kennt oder kein Guthaben auf einem Prepaid-Gerät ist. Je nach Aufenthaltsort kann der Empfang aber schlecht oder gar nicht vorhanden sein. Dies gilt besonders für die westlichen Gebiete mit ihren felsigen Küsten und abgelegenen Siedlungen. Notrufsäulen sind in Irland eher Mangelware: Es gibt sie nur auf Autobahnen (Straßen mit der Kennzeichnung M für Motorway) und dort können die Distanzen zwischen den Säulen teilweise ziemlich groß sein. Ein Handy dabeizuhaben, ist also durchaus sinnvoll.


NotfallbereichNotfallnummer
Erste Hilfe/Notarzt112 oder 999
Feuerwehr112 oder 999
Polizei112 oder 999
Deutsche Botschaft(0353) 1 269 30 11 - Dublin
Zentrale Notrufnummer des Auswärtigen Amts(0049) (0)30 18-17-2000
Zentraler Sperrnotruf für Kreditkarten (90% aller Finanzinstitute)

(0049) 116 116

(0049) (0)30 405040 50 - bessere Erreichbarkeit aus dem Ausland


Medizinische Notfälle

Um medizinische Hilfe zu erhalten, wählt man in Irland entweder die 112 oder die 999. Gefragt wird man in der Regel nach dem eigenen Standort bzw. dem Ort des Unfalls, einer Wegbeschreibung und Kontaktdetails inklusive Telefonnummer sowie dem Unfallhergang, Angaben über Verletzte, Art der Verletzung und unter Umständen weiteren relevanten Informationen.


Polizei

Auch die Polizei – die Garda Síochána (Wächter des Friedens) - ist unter der 112 oder der 999 erreichbar. Neben Berufsbeamten gibt es seit 2005 auch eine Hilfspolizei bestehend aus freiwilligen irischen Bürgern. Diese erkennt man an einer auffälligen dunkelblauen Schulterklappe. Wie auch in Großbritannien ist die Polizei in Irland üblicherweise nicht mit Schusswaffen ausgerüstet.


Banken

Geht die eigene Kreditkarte, EC-Karte oder gleich das ganze Portemonaise verloren oder wird entwendet, sollte man zu allererst den Zugang zum Konto mit den relevanten Karten sperren lassen. Dazu wählt man die Nummer 0049 116 116. Gegebenenfalls sollte man das eigene Kreditinstitut kontaktieren und dort die betroffene Karte sperren lassen.

Zeitzone

Irland gehört zur Greenwich Mean Time (GTM) oder auch Westeuropäischen Zeitzone (WEZ) und hat damit die gleiche Zeit wie zum Beispiel London, Reykjavik oder Lissabon.


Zeitverschiebung

Die Zeitverschiebung beträgt -1 Stunde. Ist es in Deutschland also bereits 21 Uhr, schlägt in Irland die Uhr gerade 20 Uhr.


Winter-Sommer-Zeit

Auch in Irland herrscht vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März die Winterzeit. Von März bis Oktober gibt es die Sommerzeit. Die Uhren werden im März eine Stunde vorgestellt und im Oktober eine Stunde zurück auf die Normalzeit gestellt.

2. Das Wetter

Wetter

Böse Zungen behaupten, dass Irland deshalb als die grüne Insel gilt, weil es sehr viel regnet. Fakt ist, dass Irland nicht nur vom Golfstrom, der hier schon zum Nordatlantikstrom geworden ist, gestreift wird, sondern aufgrund seiner Insellage natürlich ein maritimes Klima aufweist, das sehr regenreich ausfallen kann.

Das Wetter in Irland

Regnerisch, oft windig aber mild. So lässt sich das irische Wetter am besten beschreiben. Der Wind weht gerade im Herbst in stürmischen Böen über die westlichen Küstenstreifen und hat so in jahrtausendlanger Arbeit teilweise bizarre Felsformationen geschaffen. Tröstlich ist aber, dass die Schauer meist nur von kurzer Dauer sind und danach die Sonne zumindest hinter den Wolken wieder hervorblinzelt.


Klimatabelle Iralnd (Dublin)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen8°C
3°C
8°C
3°C
10°C
3°C
11°C
4°C
14°C
7°C
18°C
10°C
19°C
11°C
19°C
11°C
17°C
10°C
14°C
8°C
10°C
4°C
9°C
3°C
Sonnenstunden2h3h4h5h7h6h5h5h4h3h2h2h
Niederschlag13d10d10d10d11d10d10d11d11d11d11d13d

Temperaturen

In der Regel fallen auch im Winter die Temperaturen nicht unter den Nullpunkt des Thermometers. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei angenehmen zehn Grad Celsius. Die kältesten Monat in Irland sind Dezember, Januar und Februar mit Werten zwischen neun und zwei Grad, während im März schon ganz zaghaft der Frühling Einzug hält: Jetzt kann das Thermometer schon die Zehn-Grad-Marke überschreiten. Bis Juni wird aber die Zwanzig-Grad-Marke in der Regel nicht geknackt. Die wärmsten Monate des Jahres sind Juli und August, die klassischen Sommermonate, in denen man mit Werten maximal von 19 bis 20 Grad rechnen kann. Ab September fällt die Quecksilbersäule langsam wieder bis sie im November Maximalwerte von zehn Grad erreicht.


Regen

Irlands Wetter ist wechselhaft und die Sonnenbrille gehört ebenso zur Ausrüstung wie der Regenschutz. Die regenreichsten Monate sind Dezember und Januar dicht gefolgt von den Herbstmonaten. Die trockensten Monate sind die Sommermonate mit immer noch 10 Regentagen pro Monate. Drei Wochen Regen selbst in den trockensten Monaten erscheint viel, aber nur sehr selten kämpft man mit drei Wochen Dauerregen. Im Gegenteil können sich alle Wetterlagen und alle Jahreszeiten in Irland in 24 Stunden versammeln und sorgen so für ganz besondere Lichtverhältnisse. Sehr selten bedeckt im Winter eine weiße Schneeschicht das Land und wenn tatsächlich einmal Flocken fallen sollten, bleiben sie meist nicht lange erhalten.


Jahreszeiten

Jahreszeiten lassen sich in Irland am besten am Kalender ablesen: Es gibt sehr milde Wintertage, aber auch frische Sommertage. Da die Temperatur das ganze Jahr über sehr ausgewogen ist, sind die Jahreszeiten nicht so scharf voneinander getrennt wie in Kontinentaleuropa. Die Sommer kommen den meisten Besuchern, wenn es sich nicht gerade um eine rekordverdächtige Hitzewelle handelt, sehr kühl vor, dafür fallen die Winter meist mild aus und die Übergangsjahreszeiten von Frühling und Herbst markieren keine so klaren Grenzen wie man es vielleicht gewohnt ist.

Die beste Reisezeit in Irland

Da das Wetter so ausgewogen ist, gibt es für Irland eigentlich keine beste Reisezeit. Hochsaison ist auf der grünen Insel natürlich der Sommer, wenn die Quecksilbersäule am höchsten steigt und die Sommermonate sind die trockensten Monate, aber auch ein goldener Herbst hat seinen besonders Reiz. Auch der Frühling, wenn die grüne Insel ihr typisches Kleid anlegt, ist eine schöne Reisezeit, während die Winter mit ihren Atlantikstürmen und der klaren Luft danach viele Outdoorfans in die Natur zieht.

3. Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Irland ist Mitglied der europäischen Union, womit sich viele Formalien bei der Einreise und bei verwaltungstechnischen Abläufen im Land sehr vereinfachen, wenn man als Besucher Staatsbürger eines anderen europäischen Landes ist oder zumindest aus dem Schengen-Raum kommt. Daher ist Irland auch bei Studierenden sehr beliebt, um ihr Auslandssemester zu verbringen.

Visum für Irland

Seit 1973 gehört Irland zur europäischen Union. Das Land ist ebenso Unterzeichner des Schengener Abkommens, sodass Mitglieder mit entsprechenden Papieren frei nach Irland einreisen können. Zur Einreise nach Irland benötigt man also nur ein gültiges Ausweisdokument mit einem Lichtbild für die Fluggesellschaft. Aufgrund der Freizügigkeitsbestimmungen im EU-Raum sind auch längere Aufenthalte auf der grünen Insel ohne großen bürokratischen Aufwand möglich. Als deutscher Staatsbürger benötigt man kein Visum für einen Aufenthalt in Irland.

Kinder unter 10 Jahren dürfen seit 2012 nicht mehr mit dem Reisepass der Eltern einreisen. Auch sie benötigen wie Kinder über 10 Jahre einen Kinderausweis mit Lichtbild. Dies gilt auch für die meisten anderen EU-Länder sowie für eine Reihe von Ländern außerhalb der EU. Allein Reisende unter 15 Jahren benötigen außerdem eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.

Die aktuellesten Informationen, ob ein Visum nötig ist, sind beim Auswärtigen Amt unter Irland - Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu finden.

Abgesichert in Irland - Versicherungen im Urlaub

Bucht man eine organisierte Reise durch Irland, werden oftmals Versicherungspakete angeboten. Auch Fluggesellschaften oder Anbieter von Flügen für Individualreisende geben die Möglichkeit, diverse Versicherungen abzuschließen. Diese Pakete, die oftmals als "rundum sorglos" beworben werden, können den Reisepreis schnell in die Höhe treiben und man sollte genau überlegen, welche Versicherungen man benötigt. Das ist natürlich sehr abhängig von der persönlichen Situation.


Krankenversicherung

Krankenversicherung

Mit der europäischen Versichertenkarte EHIC, die sich normalerweise auf der Rückseite der normalen Krankenversicherungskarte befindet, erhält man auch in Irland gesundheitliche Grundversorgung. Ist die europäische Krankenversicherungskarte nicht auf der Rückseite der Krankenkassenkarte, kann man seine Krankenversicherung vor Reiseantritt kontaktieren, damit sie ein entsprechendes Dokument ausstellen. Trotzdem kann es sich je nach eigenem Gesundheitszustand, Alter der Reisenden und familiären Bindungen lohnen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Hier sollte man auf das Kleingedruckte achten: Viele Auslandsversicherungen bieten nur den Krankenrücktransport an, wenn dies als medizinisch notwendig erachtet wird.


Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Irlands Straßen haben einen legendär schlechten Ruf und den in den meisten Fällen auch völlig berechtigt. Mit einem neuen Wagen in Speziallackierung nach Irland zu fahren, kann also eigentlich nur in einem teuren Ärgernis enden und man greift am besten auf ein gemietetes Fahrzeug mit Versicherungen zurück oder man versichert seinen eigenen Wagen entsprechend. Sind Kratzer und Beulen allerdings eher zweitrangig, sollte man trotzdem die Versicherungspolice dabei haben, denn die Polizei kann im Falle einer Kontrolle oder eines Unfalls diese verlangen. Auch der Nachweis der Fahrtüchtigkeit (TÜV-Abnahme bzw. NCT) gehören an Bord.


Versicherungen für Mietfahrzeuge

Versicherungen für Mietfahrzeuge

In Irland sind internationale Autovermietungen ansässig, deren Konditionen sich von Land zu Land kaum unterscheiden. Dies gilt auch für die Versicherungen, die angeboten werden. Bevor man ein teures Versicherungspaket abschließt, sollte man sich die heimische Kfz-Versicherung ansehen, denn die sogenannte Mallorca-Police hebt die Deckungssumme auf das deutsche Niveau an. Bei den irischen Straßenverhältnissen ist eine Vollkasko-Versicherung unerlässlich. Zusätzlich können Unterboden- und Glasschutz empfehlenswert sein – das liegt aber am eigenen Ermessen. Gesonderte Versicherungen, die man als Tourist verpflichtend abschließen muss, gibt es in Irland nicht.


Reiseversicherung

Reiseversicherung

Ein Fahrzeug, in dem offen Wertgegenstände herumliegen, ist eine Verlockung für Langfinger – das gilt überall auf der Welt, aber auch in Irland. Versicherungen gegen Diebstahl nützen allerdings nur dann, wenn man nicht grob fahrlässig gehandelt hat (offenes Fahrzeug, offene Fenster, Wertsachen nicht im Safe werden von der Versicherung nicht abgedeckt). Gepäck geht auf Flügen selten ganz verloren. Es kann vorkommen, dass einzelne Koffer auf Irrwegen ein wenig länger brauchen bis zu ihrem Besitzer, aber in diesem Fall stellt die Fluggesellschaft normalerweise Gutscheine zur Verfügung, mit denen man sich mit dem Nötigsten eindecken kann.

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Wichtige Regeln und Verhaltensweisen für den Irlandurlaub

Die irischen Gesetze, mit denen Besucher des Landes normalerweise in Kontakt kommen, unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen, die in Deutschland auch gelten. Unsinnige Gesetze, die vor Jahrhunderten erlassen wurden und heute entweder nach und nach abgeschafft werden oder zum Schmunzeln anregen, gibt es auch in Irland, aber Probleme bereiten diese nicht. Volljährig wird man in Irland ebenfalls mit dem 18. Lebensjahr. Das wirkt sich unter anderem auf die Abgabe von Alkohol und den Zugang zu Veranstaltungen aus.


Verkehr

Verkehr

Ist man mit dem Auto in Irland unterwegs, sollte man beachten, dass die diversen Autovermieter ein unterschiedliches Mindestalter für den Fahrer angeben. Im Auto sollte man die Versicherungspolice, einen gültigen Führerschein und den Fahrtüchtigkeitsnachweis des TÜVs bzw. des irischen National Car Test (NCT) haben. Hat man diese nicht dabei, kann es bei einer Verkehrskontrolle oder bei einem Unfall zu Geldstrafen kommen.

Wichtig in Irland zu wissen ist, dass Linksverkehr herrscht. Wenn mit dem eigenen Fahrzeug nach Irland gefahren wird, muss das Licht für den Linksverkehr eingestellt werden.

Das Tempolimit innerorts ist 50km/h. Außerorts sind 80km/h und auf Schnellstraßen 100km/h zulässig. Auf Autobahnen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 100km/h.

Die Promillegrenze für erfahrenen Fahrer beträgt 0,5, für Fahranfänger, welche weniger als zwei Jahren ihren Führerschein besitzen sind es 0,2 Promille.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Ab einem Alter von 18 Jahren darf man in Irland Alkohol konsumieren und kaufen. Abgabe an Minderjährige ist strafbar.

In Sachen Drogen bahnt sich in Irland zur Zeit ein Umdenken an und man will den Konsum unter Aufsicht entkriminalisieren. Verkauf von oder Handel mit Drogen ist aber weiterhin illegal und steht unter Strafe. Für Cannabis gibt es keine Mengenangabe, die als für den persönlichen Bedarf eingestuft ist, sodass auch kleine und kleinste Mengen zu Geldstrafen führen können. Bei mehrmaligem Vergehen können diese in Gefängnisstrafen umgewandelt werden.


Nacktheit

Nacktheit

In Irland gibt es keine ausgewiesenen Zonen für die Freikörperkultur und Nacktheit steht im Land unter Strafe. Es gibt zwar eine irische Nudistenvereinigung, die für mehr Akzeptanz der Freikörperkultur kämpft, aber eine Lockerung der Gesetze geschieht, wenn überhaupt, nur langsam. Nacktheit in der Öffentlichkeit fällt unter Erregung öffentlichen Ärgernisses und wird meist mit Geldstrafen geahndet.


Kulturschätze

Kulturschätze

Irland verfügt über eine lange und faszinierende Geschichte, die so wertvolle Artefakte wie das Book of Kells hervorgebracht hat, das im Trinity College in Dublin ausgestellt wird. Der Export von Kulturgütern ist generell erlaubt, aber archäologische Funde dürfen nicht verkauft und exportiert werden. Solche Handlungen werden strafrechtlich verfolgt und können je nach Schwere des Vergehens mit Geld- oder Freiheitsstrafen bedacht werden.


Zoll

Zoll

Reisen innerhalb der Europäischen Union - Ein-/Ausreise Deutschland - Ein-/Ausreise Irland

  • Devisen
    • Können in unbegrenzter Höhe nach Irland eingeführt werden
    • Allerdings müssen nach dem deutschen Zollgesetz Barmittel ab 10.000 € bei der Ausreise beim deutschen Zoll angemeldet werden. Das gleiche gilt für den irischen Zoll bei der Einreise in Irland.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Schmuck
    • Kann in unbegrenzter Höhe in Irland eingeführt werden, allerdings sollte man bei sehr teurem Schmuck auf Nachfrage einen Besitznachweis erbringen können.
  • Waffen
    • Für die Einfuhr und Ausfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Tabak
    • 800 Stück Zigaretten
    • 400 Stück Zigarillos
    • 200 Stück Zigarren
    • 1kg Tabak
  • Getränke
    • 10 Liter Spirituosen
    • 10 Liter Alkoholische Süßgetränke
    • 20 Liter Zwischenerzeugnisse (z.B.: Sherry, Portwein)
    • 60 Liter Schaumwein
    • 110 Liter Bier
    • 10 kg Kaffee
    • 10 kg Kaffeehaltige Waren

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Allgemeine Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Einfuhr nach Deutschland und Ausfuhr aus Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden sowie die Reisefreimengen

Die Botschaft der Republik Irland erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhr- und Einfuhrbestimmungen aus und nach Irland.


Diebstahl

Diebstahl

Irland gilt gemeinhin als sicheres Reiseland, aber auch hier kann man Opfer von Taschendieben werden. Gerade Dublin mit seinen vielen Besuchern ist ein bevorzugter Ort der Langfinger. Relativ häufig kommt es auch vor, dass Autos entwendet werden oder bei dem Versuch ein erheblicher Schaden entsteht. Sollte man Opfer eines Verbrechens geworden sein, sollte man Anzeige bei der Polizei erstatten, sofort die Geldkarten sperren lassen und sich nach Möglichkeit um Geldmittel kümmern.


Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Irland ist, trotz dem modernen Äußeren, ein sehr traditionelles Land. Einige absurde Gesetze haben es natürlich noch in die Neuzeit geschafft, aber ihre Bedeutung für den typischen Urlauber hält sich doch in sehr engen Grenzen: Kaum jemand wird in seinen Ferien Talg nach Spanien exportieren wollen. Wichtig für die Raucher ist es allerdings zu wissen, dass das Rauchen in öffentlichen Räumen, in Restaurants und Pubs nicht gestattet ist. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen können übrigens richtig teuer werden: Bis 100 Euro Strafe können dafür verlangt werden.

Reisebestimmungen für Hunde und andere Tiere für Irland

Tiere dürfen nach Irland eingeführt werden, aber die Reise mit der Fähre kann für die Vierbeiner recht anstrengend werden, da sie die Zeit auf dem Schiff, die über zwölf Stunden dauert, entweder im Zwinger oder im Auto aufhalten müssen. Daher macht es Sinn, eine Reise nach Irland mit Hund, Katze oder Frettchen entweder per Flugzeug zu machen oder aber die kurzen Fährstrecken von Großbritannien aus zu planen.

Wichtig ist ebenfalls sich vorher über die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland zu informieren.

Einen guten Überblick über die Bestimmungen und Tipps für das Reisen mit Tieren gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Einreisebestimmungen

Nicht vergessen darf man den Heimtierausweis (pet passport), der innerhalb der EU gültig ist. In diesem Pass müssen vom Tierarzt oder Veterinär die Chipnummer zur Identifizierung, vorgenommene Impfungen und Untersuchungen eingetragen worden sein. Weitere Papiere benötigt man bei der direkten Einreise nach Irland nicht. Für die Anreise über Großbritannien oder Frankreich können andere Bedingungen gelten. Hier ist zum Beispiel die Einreise gewisser Hunderassen wie Pitbull nicht gestattet.


Impfungen

Alle Tiere müssen gegen Tollwut geimpft sein (Vermerk im Heimtierausweis). Hunde müssen zusätzlich gegen Bandwürmer geimpft sein; das gilt nicht für Katzen. Das Tier, das einreist, muss gechipt sein. Außerdem sollte man sein Tier beim Ministerium für Landwirtschaft, Nahrungsmittel und Marine anmelden. Dazu ist eine spezielle Emailadresse eingerichtet.

4. Unterkünfte

Unterkünfte

Irland verfügt über viele malerische Unterkünfte, deren Charme sich aus alten Mauern, einer pittoresken Lage und freundlichen Gastgebern ergibt. Allerdings sollte man beachten, dass so ein altes Gemäuer manchmal recht zugig sein kann, was der Gemütlichkeit leicht Abbruch tun kann. Trotzdem ist eine Nacht in einem Cottage an der Küste ein unvergessliches Erlebnis.

Lange Traditionen und irischer Charme

Sowohl in den großen Städten wie auch in kleineren Städten auf dem Land sind Hotels vertreten, die oft nicht nur fantasievolle Namen tragen, sondern auch auf eine lange Tradition zurückschauen können und dabei einen ganz eigenen Charme haben. Auch das überwiegend aus Großbritannien bekannte Konzept der Bed & Breakfasts ist in Irland zu finden. Dazu kommen Guest Houses, die damit vergleichbar sind. Je nach Ausstattung und Lage kann ein Hotel sehr teuer sein; B&Bs oder Guest Houses sind privat geführt und häufig günstiger. Außerdem ergibt sich hier leichter Kontakt mit anderen Reisenden und der Landlady oder dem Landlord, die oft wertvolle Tipps in petto haben und sich in typisch irischer Gastfreundschaft gerne auf eine Unterhaltung einlassen.

Einen guten Überblick über die Hotels in Irland bieten folgende Anbieter:

Hostels und Jugendherbergen in Irland

Hostels und Jugendherbergen sind in Irland weit verbreitet, besonders da viele junge Leute auf die grüne Insel kommen. Trotzdem ist das Publikum sehr gemischt und man findet schnell nette Gesprächspartner. Es gibt sowohl die klassischen Schlafsäle als auch Zimmer. Seine Übernachtung sollte man nach Möglichkeit vorher online buchen, damit man auch sicher ein Bett hat. Die Preise variieren je nach Lage, Ausstattung und Reisezeit recht stark, liegen aber meistens zwischen zehn und 40 Euro pro Nacht und Person.

Für die Suche nach dem perfekten Hostel in Irland helfen folgende Portale:

Irische Ferienwohnungen zum verweilen

Will man sich die etwas strapaziösen Straßenverhältnisse auf der grünen Insel ersparen und möchte lieber an einem schönen Plätzchen bleiben, bietet es sich an, eine Ferienwohnung oder ein Haus zu mieten. Online gibt es dazu viele Angebote, aber man sollte bedenken, dass man ein Mietobjekt wählt, von dem aus ein Supermarkt gut zu erreichen ist und sich vorher informieren, was zur Ausstattung gehört. Die Kosten variieren je nach Saison, Lage und Größe, aber zwischen 500 und 1.000 Euro kann man für eine Woche veranschlagen.

Bei den folgenden Anbietern kann ein Haus oder eine Ferienwohnung in Irland gemietet werden:

Camping in Irland - nah an der Natur

Auf der grünen Insel gibt es viele Campingplätze. Eine hohe Konzentration herrscht natürlich in der Nähe des berühmten Ring of Kerry im Südwesten des Landes, aber auch im Rest von Irland gibt es malerische Campingplätze, die an der Küste oder im Landesinneren liegen. Auch in der Nähe der Hauptstadt oder anderen Städten des Landes finden sich Campingplätze, sodass man von dort aus Erkundungstouren unternehmen kann. Mit dem Wohnwagen sollte man allerdings nicht direkt nach Dublin fahren. Besser man lässt den Wohnwagen auf einem Parkplatz außerhalb der Stadt zurück und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die folgenden Seiten geben einen guten Überblick und helfen bei der Suche nach einem passenden Stellplatz in Irland:


Zelt

Mit dem Zelt und Rucksack Irland zu erkunden, ist eine beliebte Methode, gerade für junge Leute mit großer Abenteuerlust und kleiner Reisekasse. In Irland ist das auch meistens kein Problem, denn die Iren sind ein gastfreundliches und hilfsbereites Volk, nehmen gerne Anhalter mit und bieten auch schonmal ein Plätzchen auf der Couch an, wenn es draußen regnen sollte. Das sollte man ohnehin bedenken: Irlands Wetter ist nicht nur unvorhersehbar, sondern auch feucht: Das Zelt sollte also einiges an Wasser aushalten können und wenn man den Küsten unterwegs ist, sollte man sich ein windgeschütztes Plätzchen suchen.


Wohnmobil

Mit dem eigenen Wohnmobil nach Irland zu fahren, erfordert einiges an Planung, denn die irischen Straßen sind teilweise eng und man sollte sich die Route vorher genau ansehen, damit man sich nicht festfährt. Irland ist nichts für Fahranfänger mit einem Wohnmobil, denn man sollte gut zurücksetzen können und auch schmale Ausweichen nutzen können. In Irland kann man sich aber auch ein Wohnmobil mieten und so die lange Anreise bzw. Fährüberfahrt umgehen. Allerdings muss man dann damit leben, dass das Steuer auf der "falschen" Seite ist. Die Höchstgeschwindigkeit für das Fahren mit einem Wohnmobil ist 80 km/h.


Wildes Camping

In Irland ist das wilde Campen erlaubt. Aber viele freie Flächen sind Weideland oder eingezäunt, sodass man zuerst den Besitzer ausfindig machen und um Erlaubnis fragen muss. Das resultiert aber häufig in einem freundlichen Willkommen und einer netten Unterhaltung. Es versteht sich von selbst, dass man den Platz wieder sauber verlässt, keine Tiere auf den Weiden hetzt und keinen Lärm macht. Plätze in Senken sollte man meiden, denn ein kräftiger Regenguss kann dazu führen, dass das Zelt schnell unter Wasser steht. Viele Plätze sind für Wohnmobile unzugänglich, da man sie mit Stangen oder Steinen blockiert hat.

Couchsurfing in Irland

Couchsurfing ist auch in Irland eine beliebte Übernachtungsmöglichkeit und diverse Internetportale ermöglichen kostenlose oder kostengünstige Übernachtungen nicht nur in der Hauptstadt, sondern überall im Land. Aber auch für Irland gilt, was überall auf der Welt gilt: Eine grundsätzliche Vorsicht ist angebracht, man sollte die Profile der Couchsurfer genau studieren und auf das Feedback von anderen achten.

Auf folgenden Portalen können passende Sofas in Irland gefunden werden.

5. Gesundheit

Gesundheit

Irlands Gesundheitssystem funktioniert ähnlich wie das britische und ist für Bürger der EU kostenlos. Für eine Behandlung zeigt man die europäische Versichertenkarte EHIC vor und der Behandlung steht nichts mehr im Weg. Wartezeiten können allerdings lange werden, da ein Allgemeinmediziner ungefähr 700 Patienten zu betreuen hat.

Medizinische Versorgung in Irland

Im Idealfall wird man im eigenen, lang ersehnten Urlaub natürlich nicht krank, aber gerade wenn der Alltagsstress nachlässt, wird man auch anfällig für Krankheiten. In Irland muss man sich dann aber keine Gedanken machen, denn man ist durch die europäische Versichertenkarte, die von der deutschen Krankenkasse ausgestellt wird, versichert und muss nichts zahlen. Um lange Wartezeiten für Behandlungen oder Untersuchungen kommt man manchmal trotzdem nicht herum. Die Versorgung in der Hauptstadt Dublin ist mit mehreren Krankenhäusern und allen Fachärzten hervorragend. Auf dem Land ist dies nicht immer der Fall.

Impfungen für den Urlaub in Irland - Infektionen mit Impfschutz

Für Irland gibt es zur Zeit keine Impfvorschriften.

Um sich jedoch möglichst gut vor Krankheiten zu schützen, sind folgende Impfungen empfohlen:

Die Standardimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln

sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.

Landesspezifische Impfungen bei einer Reise nach Irland

KrankheitBemerkung
Meningokokken
  • Tröpfcheninfektion
  • Auslöser für Hirnhautentzündung, Blutvergiftung uvm.
  • bei einem Langzeitaufenthalt für Schüler/Studenten
Hepatitis B
  • bei engen sozialen Kontakten
  • bei Langzeitaufenthalten

Infektrisiko im Urlaub in Irland - Infektionen ohne Impfschutz

Infektionskrankheiten sind weit verbreitet und eine Ansteckung ist schnell erfolgt. Jedoch gibt es für Irland kein landesspezifisches Infektrisiko.


Allgemeine Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit

Wenige einfache Verhaltensregeln bewirken eine starke Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten:

  1. Moskitoschutz durch
    • Cremes mit DEET (außer Schwangere und Kinder unter zwei Jahren)
    • Tragen von langer Kleidung bei Dämmerung
    • Imprägnierung von Kleidung mit DEET
    • Imprägnierung von Zelt und Schlafsack mit DEET
    • Moskitoschutzkerzen
    • Moskitonetze
  2. Verzehr von Speisen nach dem Motto "Cook it, boil it, peel it or forget it" - "Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es"
  3. Verzehr von Getränken ohne Eis und nicht zu kalt
  4. Verzehr von Wasser nur aus der Flasche, nicht aus dem Hahn
  5. Sonnenschutz durch
    • Cremes mit Sonnenschutzfaktor größer als 20
    • Tragen von langer Kleidung und Kopfbedeckung
    • Nutzung des natürlichen Schattens
  6. kein Baden in natürlichen Gewässern
  7. kein direkter Kontakt mit Tieren
  8. regelmäßiges Händewaschen
  9. Verhütung beim Geschlechtsverkehr

Dies sind die grundlegenden Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit. Werden diese beachtet, ist eine Ansteckungsgefahr mit vielen Krankheiten stark reduziert. Ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt zum geplanten Urlaub sollte in jedem Falle stattfinden, um individuelle Risiken zu minimieren.

Die aktuellesten Empfehlungen zum Reiseschutz können beim Tropeninstitut unter Irland nachgelesen werden.

Ebenfalls bietet das Auswärtige Amt unter Irland - Medizinische Hinweise die neusten Informationen zum Gesundheitsschutz für den Urlaub an.

Reiseapotheke für den Urlaub in Irland

Die Standardreiseapotheke deckt die häufigsten gesundheitlichen Probleme von gesunden Erwachsenen ab. Sie sollte folgende Dinge beinhalten:

Mittel gegen

  • Reisekrankheit
  • Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Wunddesinfektion
  • Schmerzen und Fieber
  • Prellungen und Zerrungen
  • Augenentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfallerkrankungen
  • Verbandmittel

Je nach genauem Reiseziel, Reisedauer und eigener gesundheitlichen Situation muss die Reiseapotheke angepasst werden.

Die Reiseapotheke von DocMorris - für jedes Reiseziel optimal gerüstet!

www.docmorris.de

Falls keine Tollwutimpfung vorliegt, sollten entkrampfende Medikamente mitgenommen werden. Bei einem Biss durch streunende oder wilde Tiere ist jedoch in jedem Fall das umgehende Aufsuchen eines Krankenhauses oder Arztes unumgänglich.

6. Kultur

Kultur

Iren sind in der Regel freundliche, offene und gastfreundliche Menschen, die sich gerne auf ein Gespräch einlassen. Die irische Hilfsbereitschaft ist schon fast legendär und hat in einigen gutgemeinten Witzen, in denen ein Paddy die Hauptrolle spielt, ihren sprichwörtlichen Ausdruck gefunden. Achtung bei Wegbeschreibungen: Die können schnell ausarten und für Fremde unverständlich werden.

Immer ein Pullover dabei

Die Kleidung wird in Irland hauptsächlich vom Wetter bestimmt. Selbst an einem warmen Sommertag sollte man einen Pullover griffbereit haben, denn eine kühle Brise vom Meer kann schnell für Gänsehaut sorgen. Am besten macht man sich das Zwiebelprinzip zu eigen. Kirchen sollte man nach Möglichkeit nicht in Hotpants und knappem Top besuchen, sondern darauf achten, dass die Schultern und die Oberschenkel bedeckt sind. Auch für den Besuch von Oper und Theater darf man sich gerne etwas schicker machen, auch wenn es auch eine saubere Jeans tut. Sehr gehobene Restaurants können Kleiderempfehlungen haben.

Lebendige Mimik zum Geschichten erzählen

Iren sind großartige Geschichtenerzähler, die sie auch gerne mit lebendiger Mimik und weit ausholenden Gesten unterstreichen. Unterhaltungen gehen also meist ziemlich lebhaft vonstatten. Dabei kann auch das Victory-Zeichen zum Einsatz kommen, aber Achtung: Dabei sollte man den Handrücken nicht nach außen drehen – ansonsten ist aus der harmlosen Geste schnell eine üble Beleidigung geworden.


Handzeichen - Andere Länder, andere Bedeutungen

HandzeichenBemerkung
umgedrehte „Victory“-ZeichenZeigefinger und Mittelfinger bilden ein V für Victory und der Handrücken ist nach außen gedreht. Dies ist eine Beleidigung und vergleichbar mit dem berüchtigten "Stinkefinger". Einige meinen, diese beleidigende Geste stamme aus dem Mittelalter, als die damals gefürchteten englischen Langbogenschützen auf dem Schlachtfeld so die gegnerischen Soldaten verhöhnen wollten. Mit Zeige und Mittelfinger spannt man auch heute noch die Sehne eines Bogens und die Engländer bedeuteten so ihren Gegnern; "mit diesen Fingern machen wir euch fertig!".

Irische Emotionen

Die Iren sind in Sachen Emotionen und deren öffentliche Darstellung nicht so steif wie ihre britischen Nachbarn. Im Gegenteil ist die grüne Insel manchmal regelrecht eine Insel der Emotionen, besonders am Nationalfeiertag. Dies gilt natürlich besonders für die positiven Gefühle. Missfallen oder Unmut äußert man gerade als Gast besser leise und dezent. Kritik an einer Unterkunft kann man zum Beispiel sehr höflich und stets als Ich-Aussage verpacken, denn so wahrt man nicht nur selbst sein Gesicht, sondern man erspart auch seinem Gastgeber unangenehme Auseinandersetzungen in einem Tonfall, den man eigentlich nicht anschlagen wollte.

Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und irische Religion

Neben der typischen irischen Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft kommt auf der grünen Insel hinzu, dass gerade die ältere Generation fest im Katholizismus verwurzelt ist. Übermäßige Frömmigkeit wird deshalb nicht an den Tag gelegt, aber er spielt im Leben der Menschen eine größere Rolle. Gerne lässt man sich in Irland auf ein Schwätzchen ein, am besten übers Wetter und den Regen, der heute besonders stark, lang oder kalt ist. Es macht übrigens durchaus Sinn, einen Iren an eine Abmachung mehrmals zu erinnern, denn oft kommt einfach etwas dazwischen, was aber nicht als böser Wille zu verstehen ist.


Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

In Irland ist man schnell bei den Vornamen angekommen. Das hat nichts mit mangelndem Respekt oder aufdringlicher Nähe zu tun, sondern ist einfach eine Art der Anrede, die sich von der deutschen Förmlichkeit unterscheidet. Hierarchien werden dadurch in Irland flacher, aber man sollte trotzdem darauf achten, älteren Menschen und Vorgesetzten den entsprechenden Respekt entgegenzubringen. Zur Begrüßung und eventuell zum Abschied gibt man sich die Hand. Wenn man sich besser oder gut kennt, kommt bei Frauen vielleicht eine kurze Umarmung hinzu. Die irischen Begrüßungsformeln werden im Umgang mit Touristen normalerweise nicht verwendet, sondern man weicht auf das englische "Hello, how are you?" aus – die Frage nach dem Befinden beantwortet man aber normalerweise einfach mit der Gegenfrage oder einem "fine". Zum Abschied reicht ein schlichtes "Bye, see you (later)!".


Nacktheit

Nacktheit

In Sachen Freikörperkultur ist Irland von einer konservativen Einstellung geprägt, die nur langsam aufgeweicht wird. Baden oben ohne oder ganz ohne Bekleidung ist nicht erlaubt und wird meist mit einer Geldstrafe bedacht. Zugegeben, der recht frische Atlantik lädt normalerweise auch nicht zu solchen Vergnügungen ein und man muss schon recht abgehärtet sein, um Wassertemperaturen um 15 Grad im Sommer zu ertragen. Aber auch hier gilt: Wer sich nicht erwischen lässt und ohne Augenzeugen hüllenlos ins Wasser steigt, dem droht auch keine Strafe.


Rauchen

Rauchen

In Irland herrscht in öffentlichen Räumen Rauchverbot. Dazu gehören Restaurants, Pubs, Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Hotels und die öffentlichen Transportmittel. Viele Kneipen haben Raucherräume eingerichtet und es gibt spezielle Raucherzonen. Eine Kippe einfach mit einem lässigen Schnippen zu entsorgen kann teuer werden: Bis 100 Euro Strafe verhängen die Ordnungshüter. Daher hält man besser nach einem Aschenbecher Ausschau und entsorgt seine aufgerauchte Zigarette ordnungsgemäß.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Das Klischee besagt, dass Iren fleißige Pubgänger sind und sehr trinkfest. Das gilt sicherlich für die Ausnahmen, die man auch in Deutschland finden wird. Insgesamt ist das Verhältnis der Iren zum Alkohol kein sehr anderes als das der Deutschen. Ab 18 Jahren kann man Alkohol kaufen; davor bekommt man auch kein Bier.

Die irische Drogenpolitik ist momentan von einem Umdenken und einer liberalen Tendenz geprägt. Trotzdem sollte man seinen privaten Vorrat an Cannabis nicht mit auf die grüne Insel nehmen, denn es gibt keine Grenze, ab wann die mitgeführten Mengen für den Handel bestimmt sein könnten. Andere Drogen sind ebenso verboten und Geldstrafen oder sogar Gefängnisaufenthalte können die Konsequenz sein.


Intimitäten

Intimitäten

Hand in Hand durch Dublin oder am Giant’s Causeway entlangzuschlendern ist überhaupt kein Problem. Auch Küsse in der Öffentlichkeit werden entweder ignoriert oder mit einem Schmunzeln bedacht. Arten diese aus, kann man sich schon mal den Spruch "Get a room!" (Besorgt euch ein Zimmer!) einfangen, der meist von Gelächter begleitet wird. Alles darüber hinaus wird aber als Erregung öffentlichen Ärgernisses klassifiziert und bedeutet mindestens eine Verwarnung, wenn nicht sogar eine Geldstrafe. Auch das Ausleben einer homosexuellen Beziehung stellt kein Problem dar – im Gegenteil fand die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften 2015 mit großem Medienecho sehr positiv statt.


Geschenke

Geschenke

Wie jeder freut man sich auch in Irland über ein Geschenk. Gastgeschenke für die gastgebende Familie machen den Einstieg leichter und man kann etwas von der Gastfreundschaft zurückgeben. Man sollte sich aber erkundigen, ob die Familie Alkohol trinkt. Dann ist eine Flasche Wein eine gute Idee, die zum Essen getrunken werden kann, aber auch Süßigkeiten wie Schokoküsse sorgen gerade bei Kindern für leuchtende Augen. Normalerweise übergibt man Geschenke am Anfang der Begegnung. Erhält man selbst ein Geschenk, gilt es zuerst, sich zu bedanken. Ob man das Geschenk direkt auspackt, sollte man von den Umständen abhängig machen, aber auch erklären, warum man es nicht direkt ansieht.


Fluchen

Fluchen

Trotz der Höflichkeit, die in Irland herrscht, fluchen die Einheimischen gerne und ausgiebig – am liebsten mit religiösem Bezug. Jesus Christ in allen denkbaren und undenkbaren Kombinationen gehört zum Standardrepertoire, aber als Gast im Land und Nicht-Muttersprachler sollte man sich besser nicht an den fantasievollen Flüchen beteiligen, denn man würde ansonsten schnell irritierte Blicke ernten und vielleicht den mahnenden Hinweis "Watch your language!" (Achte auf Deine Sprache!) bekommen. Auf Deutsch zu fluchen ist zwar ungefährlich, aber der Tonfall ist meist ziemlich unmissverständlich und als Gast in einem Land sollte man sich nach Möglichkeit mit derben Ausdrücken, egal in welcher Sprache, sparsam umgehen. Strafen gibt es allerdings nicht.


Handeln

Handeln

Zu offensives Handeln ist in Irland nicht unbedingt üblich. Vielmehr lässt man sich auf eine Unterhaltung ein und fragt irgendwann mehr oder minder beiläufig, ob der Preis wirklich der letzte ist. Bringt man das witzig und mit Charme, kann man einiges erreichen. Auf Märkten ist es manchmal durchaus üblich, zu versuchen den Preis zu drücken, aber Übernachtungspreise sind oft ebenso fix wie etikettierte Preise in Geschäften.

7. Getränke und Speisen

Getränke und Speisen

Die irische Küche ist wesentlich besser als die ihrer britischen Nachbarn. Gerade in den letzten zehn Jahren haben sich einige Feinschmeckerrestaurants etabliert, die einen ausgezeichneten Ruf genießen, aber auch gesalzene Preise verlangen. Das Essen in Pubs ist sowohl landestypisch als auch sehr reichlich und das Irish Breakfast genauso wie seine verwandten Versionen in England oder Schottland sehr sättigend.

Vielfältigkeit der irischen Getränke

Wer an Irland denkt, denkt zuerst an Guinness Beer und Whiskey (hier mit e). Darüber hinaus kommen aber auch Ale und Cidre auf den Tisch und Tee ist ebenso beliebt wie in Großbritannien - wird zu jeder Tageszeit getrunken und gilt fast als Allheilmittel. Auch Met gibt es in Irland, auch wenn das Getränk inzwischen selten geworden ist. Hinzu kommt der hochprozentige Poteen, ein schwarz gebrannter Schnaps, der manchmal aus Kartoffeln hergestellt wird, aber auch ein illegal hergestellter Whiskey sein kann. In Deutschland ist er unter dem Begriff Mondschein bekannt und so hat er auch Einzug in die irische Folkmusic gefunden: Bob Dylans bekannte Version vom "Moonshiner" spielt darauf an.


Mäßige Wasserqualität in Irland

Das Wasser aus der Leitung ist in Irland mit Vorsicht zu genießen, denn auch wenn die Qualität gut ist, können veraltete Rohrleitungen das Wasser ungenießbar machen. Das Müllproblem, das die Insel Anfang der 2000er Jahre hatte, hat auch das Grundwasser mit Schadstoffen belastet und auch wenn der kleine Bach so klar und sauber aussieht, sollte man im Zweifelsfall eher davon absehen, so seinen Durst zu stillen. Auch Quellen oder Weihwasser sind nicht von Trinkwasserqualität. Für die Zubereitung von Babynahrung sollte man das Wasser besser abkochen, zum Zähneputzen ist es aber unbedenklich.


Große Auswahl an Bier und Wiskey

Irischer Whiskey ist genau so bekannt und gut wie seine schottische Variante. Man kann auch in Irland Brennereien besichtigen und an Whiskey-Tastings teilnehmen, wo man nicht nur seinen Gaumen schult, sondern auch einiges über das Getränk lernt. Bier ist ein beliebtes Getränk in Irland und man bekommt eine große Vielfalt an Biersorten im Pub. Wie fast alles ist auch der Alkohol in Irland etwas teurer als zu Hause und allein die Mehrwertsteuer mit 21% schlägt schon kräftig zu Buche.


Irische Trinkgewohnheiten

Alkohol ist etwas, das man in Gemeinschaft und erst ab 18 trinkt. Eltern können zu Hause ihre Kinder am Bier nippen lassen, aber im Ausschank ist das verboten. In Irland sind viele Abstinenzler und das Klischee des trinkfesten Iren, dessen Wohnzimmer der Pub um die Ecke ist, stirbt langsam aus. Trotzdem gehört das Pint fest zum Pub. Hochprozentige Getränke werden auch konsumiert, aber nicht in den Mengen und wesentlich seltener als ein Bier oder Cidre. Wein gehört zum Essen und wird meist eher nicht zu der bodenständigen Hausmannskost getrunken, sondern eher bei ausgefallenen Gerichten gereicht.

Deftige und schmackhafte irische Küche

Irland war lange Jahre der arme Nachbar von Großbritannien, wo gerade im 19. Jahrhundert fürchterliche Hungersnöte große Auswanderungswellen in die USA zur Konsequenz hatten. Essen spielt also eine ganz besondere Rolle im Leben der Iren und gerade die Kartoffel ist Hauptbestandteil vieler Gerichte, auch wenn ein Pilz für mehrere Jahre andauernde Missernten der Knolle viele Menschenleben forderte. Die Great Famine in den 1840er Jahren ist immer noch ein nationales Trauma und die Bedeutung von Nahrung wurde dadurch nochmals unterstrichen. Viele irische Gerichte sind sehr sättigend, wenn auch günstig in der Herstellung und von den Zutaten her gesehen. Allmählich etabliert sich eine Gourmet-Küche, die sich der hervorragenden regionalen Produkte bedient und man kann sich durch die Insel schlemmen.


Black Pudding, Colcannon und Irish-Stew

Jeden Tag essen Iren genauso Pizza, Pasta und Hamburger wie der Rest Europas. Dabei hat die Insel durch ihre Lage und ihre landwirtschaftliche Nutzung hervorragende Fischgründe und sehr gutes Fleisch, eine Vielzahl von Milchprodukten und natürlich Kartoffelgerichte zu bieten. Neben den typischen Pub-Gerichten wie Burger aller Art oder Pasta mit Bolognese-Sauce findet man manchmal auch Black Pudding, Colcannon, ein Eintopf auf Kohl und Kartoffeln oder das berühmt-berüchtigte Irish Stew, ebenfalls ein Eintopf, in den Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, und – je nach Verfügbarkeit – Rindfleisch oder Hammelfleisch hineinwandern. Zur besseren Verdaulichkeit wird das Ganze mit einer kräftigen Prise Kümmel abgeschmeckt.


Fisch und Kartoffeln als Spezialität

Fischspezialitäten sollte man sich auf der grünen Insel auf keinen Fall entgehen lassen. Cremige Fischsuppe, Muscheln, Lachs, Krebsscheren, aber auch frittierter Aal oder Algen sind inzwischen in die Gourmetküche vorgedrungen. Die meisten Fischprodukte sind im wahrsten Sinne des Wortes fangfrisch. Wer allerdings morgens schon ein Irish Breakfast zu sich nimmt, braucht bestimmt kein Mittagessen: Das üppige Frühstück besteht meist aus Bacon, Würstchen, Spiegelei, Kartoffelplätzchen, gebackenen Bohnen in Tomatensauce, Toast, Pilzen und regional einigen Zugaben. Generell lohnt es sich aber, einen Ausflug in die Kartoffelküche zu unternehmen, denn die Vielfalt macht überaus satt: Neben Eintöpfen und Kartoffelplätzchen gibt es außerdem verschiedene Arten von Kartoffelbrei oder Stampfkartoffeln, Brot oder Pfannkuchen aus Kartoffeln.


Irische Tradition stirbt aus

Das üppige Frühstück wird eigentlich nur noch Gästen serviert. Iren selbst nehmen eine Breakfast Roll von der Tankstelle mit und essen sie auf dem Weg zur Arbeit. Mittags geht man in der Lunch Break vielleicht in den Pub oder isst einen Salat aus dem Supermarkt. Abends wird eher selten mit Kollegen gegessen, außer es handelt sich um Geschäftsessen. Eher fährt man nach Hause und isst mit der Familie. Die traditionellen Gerichte sind dabei selten geworden und Iren gehen nur selten in eines der gehobenen Restaurants. Auch wenn inzwischen das Pub-Sterben auch Irland ergriffen hat, ist das Public House trotzdem Treffpunkt und ein Abend mit Musik in einer der Kneipen lohnt sich auf jeden Fall.

8. Mobilität

Mobilität

Irland ist eigentlich kein großes Land und die Entfernungen meistens eher überschaubar, aber trotzdem verbringt man einen erstaunlich langen Teil seines Urlaubs auf der Straße. Das liegt daran, dass man nicht mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h rechnen kann, sondern sich lieber darauf verlassen sollte 60 Kilometer in der Stunde zu schaffen.

Von Hauptstadt zu Haupstadt - Berlin - Dublin:

Flugzeug

2,5 h

Auto

21 h

Mit dem Flugzeug nach und durch Irland

Flugverbindungen sind vermutlich die kürzesten und am wenigstens nervenaufreibende bzw. unkomplizierteste Art nach Irland zu reisen und längere Strecken auf der grünen Insel zu bewältigen. Es gibt sowohl große, internationale Flughäfen als auch kleinere Flughäfen, die nationale und ausgewählte internationale Verbindungen garantieren. Die nationale Fluggesellschaft ist Aer Lingus, leicht zu erkennen an dem Kleeblatt, aber darüber hinaus bedienen auch Billigflieger die Strecken nach Irland. Auch von Großbritannien aus werden Flüge nach Irland angeboten.


Flughäfen in Irland

Der größte internationale Flughafen des Landes ist der von Dublin mit fast 30 Fluggesellschaften, 150 Zielen und 20 Millionen Passagieren. Von vielen Flughäfen Deutschlands kann man direkt oder mit Zwischenlandung in die irische Hauptstadt fliegen. Meistens sind die Flüge nicht sehr teuer und wenn man weit im Voraus bucht, sind sehr günstige Preise zu haben. Von Dublins Flughafen gibt es verschiedene, recht einfache Möglichkeiten, in das Stadtzentrum zu kommen, unter anderem steht ein in kurzen Intervallen verkehrender Bus zur Verfügung. Aber auch kleinere Flughäfen wie Shannon, der zweitgrößte Airport Irlands, bieten einige, ausgewählte internationale Flüge an, die allerdings nicht an jedem Wochentag durchgeführt werden. Landet man dort, lohnt es sich meist, einen Mietwagen zu nehmen und die Region auf eigene Faust zu erkunden.


Flüge innerhalb Irlands

Inlandsflüge gibt es von Dublin nach Kerry im Südwesten des Landes, wo der berühmte Ring of Kerry viele Besucher anzieht, die die Flugverbindung gerne nutzen, um die landschaftliche Schönheit der südwestlichen Region der Insel mit dem pulsierenden Leben in der Hauptstadt zu verbinden.

In Summe verkehren folgende Fluggesellschaften zwischen irischen Flughäfen:

Darüber hinaus kann man das Flugzeug auch nutzen, wenn man von Donegal nach Dublin oder zurück reisen möchte. Auf die Aran-Inseln vor der Westküste gibt es ebenfalls Flugverbindungen vom Connemara-Airport aus. Zwischen den Inseln gibt es aber keine Möglichkeit, mit dem Flugzeug zu reisen und man ist auf das Schiff angewiesen.


Flüge von / nach Deutschland

Direktflüge nach Dublin gibt es unter anderem von Frankfurt, Köln oder Berlin. Je nach Anbieter, Buchungszeitpunkt und Saison liegen diese unter 100 Euro pro Person für Hin- und Rückflug. Diese niedrigen Preise machen Dublin zu einer der beliebtesten Städte für Kurztrips. Auch die regionalen Flughäfen werden von den kleineren deutschen Flugplätzen, die meist von den Billiganbietern frequentiert werden, angeboten. Auch hier muss man nicht mit horrenden Preisen rechnen und je nach Zeitpunkt der Buchung und Reise und nach Gepäckstücken kann man auch hier für unter 100 Euro hin- und zurückfliegen.

Die folgenden Fluggesellschaften bieten wie oben beschrieben nationale und internationale Flüge an:

Weitere Fluggesellschaften für den internationalen Flugverkehr zwischen Deutschland und Irland sind:


Ticketerwerb

Oftmals ist es am einfachsten und preiswertesten, das Ticket über das Internet zu beziehen. Vergleichsportale für Flüge bringen Übersicht in den Dschungel von vielfältigen Angeboten und für die Buchung benötigt man meist nur eine Kreditkarte, was die Flugbuchung zu einer Sache von Minuten macht. Bestätigung und Ticket kann man sich selbst ausdrucken und dann kann die Reise losgehen. Wer sich lieber auf die Experten verlassen möchte, kann sein Ticket auch im Reisebüro seines Vertrauens buchen und dort auch schöne Rundreisen entdecken.

Schwierige Straßenverhältnisse Irlands

Man kann das eigene Auto per Fähre, unter anderem von Frankreich aus, auf die grüne Insel bringen und dort mit dem vertrauten Fahrzeug die landschaftliche Schönheit Irlands entdecken. Gerade kleinere Nebenstraßen sind oft in keinem guten Zustand und man sollte langsam und umsichtig fahren und um Pfützen einen großen Bogen machen, denn es ist nicht abzusehen, wie tief diese sind. Mit dem Motorrad sollte man bei solchen Straßenverhältnissen besondere Vorsicht walten lassen. Nicht überschätzen sollte man bei einer individuellen Rundreise die Kilometer, die man an einem Tag tatsächlich zurücklegen kann, denn diese sind nicht besonders viele, was zum einen an den vielen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liegt, zum anderen aber auch daran, dass man das Fahrtempo an die Straßenverhältnisse anpasst. Ortsfremden wird empfohlen, nicht nachts zu fahren.


Führerschein für den Irlandurlaub

In Irland gilt der europäische Führerschein im Scheckkartenformat und man benötigt keinen speziellen Führerschein oder Zusatzdokumente.


Mieten eines Autos im Irlandurlaub

Wer die lange Fährüberfahrt meiden will, mietet sich nach Ankunft ein Auto. Das ist kein Problem und es gibt viele Anmietstationen. Bedenken sollte man aber, dass man sich mit einem fremden Wagen, der das Steuer auf der "falschen Seite" hat, ein unbekanntes Land erkundet. Tagestouren sollte man nicht zu lange planen, damit man auch Zeit hat, das Land zu genießen. Will man ein Auto mieten, braucht man eine Kreditkarte und einen Führerschein. Meist wird bei der Kreditkarte die PIN verlangt, auch wenn man das Auto per Internet gebucht hat. Je nach Vermietung kann das Alter für die Anmietung variieren, aber meist muss man 25 Jahre alt sein; darunter wird manchmal eine gesonderte Gebühr oder Kaution erhoben.


Verkehrsregeln in Irland

In Irland fährt man auf der linken Straßenseite. Das ist die Grundregel, die man stets beherzigen sollte – auch im Kreisverkehr oder als Fußgänger, wenn man eine Straße überqueren will. Ebenso müssen Rechtsabbieger dem entgegenkommenden Verkehr Vorfahrt gewähren. Aber an ungeregelten Straßenkreuzungen gilt rechts vor links. Ansonsten sind die meisten Iren überaus höfliche Autofahrer.

Höchstgeschwindigkeiten sind denen in Deutschland sehr ähnlich: Wenn nicht anders beschildert, gilt in Ortschaften 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 80 km/h, auf Nationalstraßen 100 km/h und auf der Autobahn 120 km/h. Hinweise wie "Slower!" oder "Dead Slow!" sollte man unbedingt befolgen. Die Höchstgeschwindigkeiten auf Schildern wird in Kilometer pro Stunde angezeigt und ersetzte im Jahre 2005 die Miles per Hour. Höhen und Breitenangaben sind jedoch in Zoll oder Fuss und nicht in Meter angegeben.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Die Anschnallpflicht genauso wie die Helmpflicht oder das Handyverbot sind wie in Deutschland geregelt.

Straßenschilder sind meist sehr groß, was daran liegt, dass die Ortsnamen sowohl in Irisch als auch in Englisch angegeben sind, was für einige Verwirrung sorgen kann. Eine besondere Straßenbemalung sind die "Yellow boxes" - gelbe Diagonalstreifen - in welchen man nicht zum stehen kommen darf. Daher muss bei stockenden Verkehr gesichert sein, dass man mit dem Fahrzeug bei Überquerrung am Ende vollständig diesen Bereich verlassen hat.

In Irland gibt es nicht nur Blaulicht und Gelblicht, sondern auch Rotlicht und Grünlicht. Auch bei Rotlicht und Grünlicht wird auf Kooperation im Straßenverkehr gehofft, ist aber gesetzlich kein Zwang.

Die irischen Ampelnsignale haben die gleiche Bedeutung wie in Deutschland, aber die Sequenzen sind anders. Die Gelbphase vor dem Grün entfällt, aber die Gelbphase vor dem Rot bleibt bestehen. So schaltet eine Standardampel grün-gelb-rot fürs stehen bleiben oder rot-grün fürs weiter fahren. Ampeln an Fußgängerüberwegen haben eine gelbblickende Phase vor dem grün. So schaltet hier eine Ampel von grün-gelb-rot fürs stehen bleiben und rot-gelb blickend-grün fürs weiter fahren. Während der gelb blickenden Phase darf der Autofahrer nur fahren, wenn sich kein Fußgänger auf dem Überweg befindet. Handgeschaltete Fußgängerampeln reagieren sofort bei Bedarf, so dass es hier eine schnelle Umschaltung der Ampelphase erfolgt und der Fahrer hier immer wachsam sein sollte.


Tanken in Irland

An Tankstellen gibt es Diesel (Derv) und bleifreies Super (Premium Unleaded), manchmal auch Flüssiggas. Die meisten Tankstellen öffnen bereits sehr früh morgens (zwischen sieben und acht Uhr), schließen dafür aber um 18 Uhr. 24-Stunden-Tankstellen oder Tankautomaten sind nicht sehr weit verbreitet und finden sich wenn, dann überhaupt nur in der Nähe größerer Städte. Auch am Sonntag kann es in ländlichen Gebieten sein, dass die Tankstelle geschlossen ist. Autowerkstätten sind nicht unbedingt an eine Tankstelle angegliedert, dafür findet man aber einen kleinen Laden, in dem man aber meist kein Fahrzeugzubehör wie eine Glühbirne kaufen kann.


Parken in Irland

Gelbe Striche auf der Fahrbahn markieren Zonen, in denen man nicht parken darf. Zuwiderhandeln bedeutet entweder, dass man abgeschleppt wird oder aber sein Auto mit einer Kralle verziert wiederfindet, die weiteres Fahren unmöglich macht. In diesem Fall findet man aber auch die Telefonnummer der Parkkrallen-Verteiler, die meist für eine gehörige Aufwandsentschädigung den Wagen wieder freigeben. Ansonsten findet man in Städten die üblichen Parkautomaten, aber man kann nicht überall zu jeder Zeit parken, manche Parkstreifen sind zum Beispiel während den Stoßzeiten freizuhalten. Dies wird als Freeway-Zeit oder Freeflow-Zeit beschrieben. Zieht man einen Parkschein, sollte man darauf achten, dass man auch den für die richtige Zone gewählt hat. Denn es kann schon passieren, dass auf der linken Straßeseite eine andere Parkzone ist als auf der rechten Straßenseite oder auf der Straße um die Ecke.

Vorsicht ist bei schwarz-roten Schildern angebracht, welche eine "Control Zone" kennzeichnen und ein Abstellen eines Fahrzeuges nicht erlaubt.


Irische Maut

In Irland wird auf einigen Autobahnabschnitten und auch auf einigen Nationalstraßen Maut erhoben, die zwischen 1,90 und 3,10 Euro liegt. Die Maut kann man entweder per Telefon, online oder an Zahlstellen an der Strecke entrichten. Die Maut auf der M50 rund um Dublin muss bis 20 Uhr am Folgetag entrichtet werden, ansonsten verteuert sich der Betrag stufenweise. Auch Mietwagen sind von der Maut nicht ausgenommen. Manche Autoverleiher übernehmen die elektronische Zahlung direkt und decken sie über die Kreditkarte ab. Will man also Mautstrecken fahren, sollte man sich, wenn man ein Auto gemietet hat, vorher bei seinem Vermieter informieren.

Mit der Bahn durch Irland

Eine andere Möglichkeit, große Distanzen in Irland relativ problemlos und ohne größere Umstände zu bewältigen, ist die Reise mit dem Zug. Irish Rail hat eine eigene Webpräsenz, wo man Tickets kaufen kann, die online meist um einiges günstiger sind als wenn man sie an den Bahnhöfen löst. Die Metropolregion von Dublin wird von dem DART (Dublin Area Rapid Transit) bedient, der nicht nur von Pendlern gerne genutzt wird, aber zu den Rushhours natürlich besonders voll ist. Dublin verfügt über zwei große Bahnhöfe, Connolly Station und Heuston Station. An der Ostküste zieht sich das Schienennetz hinauf bis nach Nordirland, im Westen verzweigt es sich, um auch das Inland zu bedienen und endet dann in verschiedenen Städten weit im Westen wie Tralee oder Westport. Jeder Bahnhof verfügt über einen Ticketautomaten oder sogar einen bemannten Schalter, wo man Erkundigungen einziehen und Tickets kaufen kann. Gerade Bahnhöfe in den größeren Städten sind gut erschlossen, verfügen über Kiosk, Gepäckaufbewahrung und sind behindertengerecht. Je kleiner der Bahnhof, desto weniger ausgebaut ist die entsprechende Infrastruktur in der Regel. Tickets für die Züge in Irland kann man online kaufen, wenn man seine Reise plant. Will man auch durch Nordirland reisen, ist es nicht möglich, Tickets im Internet zu erstehen, sondern man muss sie an den Bahnhöfen lösen. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Interrailpass in Irland zu nutzen, der unter Umständen vergünstigte Fährüberfahrten ermöglicht. Darüber hinaus kann man auch organsierte Bahnfahrten mit Unterkünften buchen.

Mit dem Bus durch Irland

In Irland gibt es sowohl die Busse des öffentlichen Nahverkehrs als auch Fernbusse, die ihre Passagiere über die ganze Insel transportieren. Zu den großen Unternehmen gehört Bus Eireann, die über ein gut ausgebautes Routennetz verfügen. Daneben gibt es viele kleinere Anbieter, die zum Beispiel Tagestouren zu berühmten Sehenswürdigkeiten wie New Grange und dem Hill of Tara unweit von Dublin organisieren und so den Gästen auf bequeme Art besondere interessante Teile des Landes mit Führungen zeigt. Auch deutsche Reiseveranstalter bieten organisierte Busreisen unterschiedlicher Dauer und mit verschiedenen Destinationen durch Irland an. Der zentrale Busbahnhof in Dublin ist Busaras, der auch architektonisch sehr interessant ist. Er liegt zentral in der Nähe des Bahnhofs Connoly Station in der Nähe des Liffey. Die meisten Busbahnhöfe befinden sich in der Nähe der Bahnhöfe oder sind an diese angegliedert, auch wenn die Fahrpläne nicht korrespondieren. Damit ist allerdings eine infrastrukturelle Grundversorgung zumindest in den größeren Städten sichergestellt. In abgelegeneren Gegenden muss man allerdings auch schon mal mit einem Haltestellenschild und einem Schutzhäuschen vorlieb nehmen.

Tickets für die Überlandfahrten erhält man online, direkt am Busbahnhof oder in den jeweiligen Stadtbüros der einzelnen Anbieter:

Bus Eireann verfügt über eine Internetpräsenz. Dort wird man über Routen, Abfahrtzeiten und Ticketpreise informiert und es ist auch möglich, Tickets online zu ordern. Man kann aber auch an Ticketschaltern bzw. Automaten in den Busbahnhöfen oder beim Fahrer direkt die Fahrkarten beziehen. Will man mit Bus Eireann nach Großbritannien reisen, muss man das Ticket vorher erwerben, es ist allerdings nicht möglich, dies online zu tun. Eine Fahrt von Dublin nach Cork kostet etwa 15 Euro – Reisen mit dem Bus sind also recht kostengünstig und man kommt entspannt und relativ schnell an sein Ziel.

Mit dem Schiff oder Boot

Irland als Insel mit vielen schönen Gewässern hat natürlich eine gewisse Affinität zu Booten aller Art und man kann mit einem gemieteten Hausboot wunderbar geruhsam zum Beispiel den Shannon bereisen. Auch die Anreise mit dem Schiff oder Destinationen in Irland im Zuge einer Kreuzfahrt sind beliebt. Wanderungen über die grüne Insel – mit der entsprechenden Ausrüstung – bringen die Naturschönheiten den Gästen in ihrem ganz eigenen Tempo nahe, auch wenn die zurückgelegten Kilometer zwangsläufig begrenzt sind. Sind die Füße müde, kann man immer noch auf Bus oder Bahn umsteigen.

Um mit einem Hausboot Irlands Gewässer und die Sehenswürdigkeiten an den Ufern von Flüssen und Seen zu erkunden, benötigt man keinen Bootsführerschein. Der Vermieter nimmt eine Einweisung vor und dann ist man sein eigener Kapitän. Für Touren mit Booten in den Küstengewässern ist ein ICC erforderlich. Darüber hinaus sollte man mit dem Gebiet vertraut sein, denn gerade die Westküste Irlands ist wild und zerklüftet. Das häufig wechselnde Wetter verlangt zusätzlich volle Aufmerksamkeit.


Mit dem Fahrrad

Wer es nicht so mit dem flüssigen Element hat, kann auf das Fahrrad umsteigen. Sowohl in der Republik von Irland als auch in Nordirland gibt es Fahrradwege, die äußerst malerisch sind. Aber auch hier sollte man sich klar sein, dass man auf der linken Straßenseite fährt. Darüber hinaus darf man das Wetter nie aus den Augen lassen und Regenkleidung gehört auf jeden Fall ins Gepäck. Gleiches gilt für eine Fahrradpumpe und ein kleines Werkzeugkit. Wer sein eigenes Fahrrad nicht mitbringen möchte, kann in Irland selbstverständlich auch Fahrräder mieten oder man bucht direkt eine Radrundreise, die unter Umständen mit einem Begleitfahrzeug organisiert wird. In öffentlichen Verkehrsmitteln sind Fahrräder nur bedingt zugelassen, sodass man sich vorher erkunden sollte, ob man das Fahrrad mit in den Bus oder Zug nehmen darf.


Mit der Fähre

Die großen Fährhäfen in Irland sind Dublin und Rosslare. Von dort gibt es Verbindungen sowohl nach Wales als auch nach Frankreich. Die Überfahrt nach Großbritannien dauert etwa zwei Stunden, während man nach Frankreich zwischen 17 und 20 Stunden unterwegs ist und auf der Fähre übernachtet. Die Kosten einer Überfahrt richten sich zum einen nach der Saison (im Sommer sind die Fährverbindungen in der Regel etwas teurer), der Anzahl der Reisenden und den Fahrzeugen. Die Fähren nach Nordfrankreich verkehren normalerweise einmal am Tag, meistens am späten Nachmittag oder Abend, während es mehrere Überfahrten täglich nach Großbritannien gibt.

9. Aktivitäten

Aktivitäten

Irland bietet für jeden etwas. Kulturell Interessierte können sich mit der reichen Geschichte auseinandersetzen, Kinder sind begeistert von Sagen, Mythen und Ruinen während Naturliebhaber und Fotografen von den Lichtverhältnissen und der wunderschönen, sattgrünen Natur fasziniert sind. Feinschmecker zieht es in Restaurants, die exquisite Meeresfrüchte anbieten, und Aktivurlauber machen sich zu Fuß, mit dem Rad oder Boot auf, um das Land auf individuelle Art zu erkunden.

Irische Geschichtenerzähler und Folkmusik

Irlands Kultur kennt kaum einen Unterschied zwischen elitärer Hochkultur und Alltagskultur, was den Zugang sehr vereinfacht: Irische Geschichten, die traditionell von wandernden Erzählern vorgetragen wurden, sind ebenso präsent wie die beliebte irische Folkmusic. Dazu kommen pittoreske Ruinen, die die Geschichte des Landes erzählen, spannende Museen, Theater, Festivals und die irische Küche, die die Besucher alle mit der vielfältigen, irischen Kultur vertraut machen.


Museum

Museum

Wer in Dublin ist, sollte den Eintritt investieren und sich das Book of Kells ansehen. Das mittelalterliche Manuskript mit den reichen Buchmalereien wird im Trinity College aufbewahrt und ist ein Touristenmagnet. Die prächtigen und kostbaren Farben leuchten auch nach Jahrhunderten noch. Das Irish National Museum bietet interessante Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Lebens in Irland und ist in Dublin kostenlos. Daneben gibt es eine Vielzahl von Museen, die sich verschiedenen Themen wie dem Whiskey, der Geschichte, Schiffen, der Great Famine und anderen Themen widmen. In vielen Regionen, Städten und Dörfern gibt es außerdem lokale Besonderheiten, die mit Museen oder Ausstellungen bedacht werden.


Oper & Schauspiel

Oper & Schauspiel

Wenn man in Irland ins Theater geht, sollte man das Stück entweder kennen oder aber über gute Englischkenntnisse verfügen, denn ansonsten wird die Freude an der Aufführung doch geschmälert. Gelungene Inszenierungen hat das Abbey Theatre in Dublin im Programm, aber es gibt auch eine Oper in Temple Bar Music Center, Dublin. Auch in Wexford gibt es eine Oper, Theater finden sich in ganz Irland, von Listowel im tiefen Südwesten bis Derry im Nordosten. Die Qualität der Aufführungen ist meistens recht hoch und man kann sich mit Tickets für eine Aufführungen auf jeden Fall auf einen unterhaltsamen Abend freuen.


Ausstellungen

Ausstellungen

In Irland gibt es immer wieder wechselnde Ausstellungen, die sich mit Land und Leuten, Geschichte, Kulinarik, Reisen oder Kunsthandwerk befassen. Gerade in den Sommermonaten öffnen viele Parks und Gärten ihre Pforten für botanische Ausstellungen. Darüber hinaus werden in Museen und Galerien wechselnde Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Irish Museum of Modern Art oder in der Chester Beatty Library (beide in Dublin). Interessante Ausstellungen zur Geschichte und Kunst Irlands gibt es unter anderem in Ballingarry oder Limerick, auch wenn das kulturelle Zentrum ganz klar die Hauptstadt ist.


Kirchen & Tempel

Kirchen & Tempel

Wenn man in Dublin ist, sollte man sich die beiden großen Kirchen Christ Church und St Patrick’s nicht entgehen lassen. In ersterer ist Strongbow begraben, der die anglo-normannische Herrschaft in Irland begründete. In der St Patrick’s Cathedral kann man hingegen das Grab des vermutlich berühmtesten irischen Schriftstellers, Jonathan Swift, besuchen, wo sich viele Literaturfreunde versammeln. Neben den christlichen Kirchen blickt Irland auch auf eine lange vorgeschichtliche Besiedlung zurück. Eines der berühmtesten Monumente der megalithischen Periode befindet sich unweit von Dublin: Die Anlage von New Grange ist auch nach vielen tausend Jahren ein beeindruckender Anblick und eine Besichtigung im Inneren lohnt, wenn man die Enge nicht fürchtet. Das Spektakel während der Wintersonnwende, wenn die Wintersonne einen Strahlenfächer in die Grabkammer malt, ist allerdings nur für vorher ausgeloste Besucher zu sehen – wenn das Wetter es erlaubt.

Sport in phantastischer Natur

Irland ist ein Paradies für Outdoorfans und Aktivitäten aller Art werden angeboten. Die recht liebliche Natur ist dabei immer ein zusätzlicher Bonus und ermöglicht viele traumhafte Erlebnisse, Ausblicke und Erfahrungen. Die Iren an sich sind auch ziemlich sportbegeistert, praktizieren eine Vielzahl von unterschiedlichen Sportarten und feuern leidenschaftlich ihre Teams im Fußball oder Rugby an. Dazu kommen Sportarten wie Hurling oder Gaelic Football, die nicht professionell, dafür aber mit umso mehr Herzblut gespielt werden.


Golf

Golf

Irland scheint prädestiniert für Golfspieler. Über 400 Golfplätze auf der ganzen Insel locken fast eine viertel Million Golfer aus ganz unterschiedlichen Ländern jedes Jahr nach Irland. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die organisierte Golfreisen anbieten und damit die besten Plätze vorher für die Reiseteilnehmer auswählen. Aber man kann auch auf eigene Faust die schönsten Golfplätze der grünen Insel erkunden. Viele Plätze heißen die Spieler das ganze Jahr über willkommen, aber Hauptsaison für Golfspieler ist in Irland zwischen April und Oktober. Auf den Plätzen geht es oftmals noch etwas konservativ zu und man sollte sich an die entsprechenden Kleiderordnungen halten. Auch Reservierungen im Voraus können das Golferlebnis verbessern.


Segeln & Wassersport

Segeln & Wassersport

Irlands Küste bietet für jede Art des Wassersports die idealen Bedingungen. Surfer lieben die wilde Küste im Westen, wo große Brecher des Atlantiks für gute Bedingungen sorgen, Segler oder solche, die es gerne werden möchten, schätzen gut ausgebaute Häfen, gute Windbedingungen und viele Segelschulen. Für Kajak- und Kanubegeisterte gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sowohl auf den Binnengewässern als auch an der Küste. Dazu kommen die Möglichkeiten, Irlands Unterwasserwelt zu betrachten, Windsurfen zu betreiben oder Wasserski zu fahren. Aber: Irlands Wassertemperaturen sind weit von tropischen Werten entfernt, sodass man auch im Sommer einen Neoprenanzug benötigt.


Klettern

Klettern

Obwohl Irland eigentlich eher aus sanften Hügeln besteht, finden sich auch hier Möglichkeiten zum Klettern, auch wenn man sagen muss, dass sich Irland eher für Wanderungen als für Klettertouren eignet. In den Bergen von Wicklow gibt es aber einige gute Klettergebiete und man kann auch an den Klippen im County Clare klettern gehen. Darüber hinaus gibt es auch Klettergebiete in der Nähe von Dublin und in den Mournes Mountains, wo es die meisten Möglichkeiten gibt. Der Untergrund variiert von Granit, Sandstein, Lehm und Quarzit.


Wandern

Wandern

Will man die grüne Insel per pedes erkunden, warten mehr als 200 Wanderwege auf Wanderer und Spaziergänger. Die meisten dieser Wege führen durch landschaftlich ausgesprochen reizvolles Gebiet und sind gut beschildert. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Längen erwarten die Wanderer, sodass man mühelos einen Wanderurlaub über die grüne Insel planen kann. Im Süden gilt der Beara Way als besonders reizvoll, auf den Spuren eines Heiligen wandelt man, wenn man den St. Declan’s Way beschreitet und auch der Kerry oder Dingle Way führen zu wunderschönen Naturhighlights. Für Wandertouren durch Irland gilt, dass man feste, wasserdichte Schuhe haben sollte und sowohl Regen- als auch Sonnenschutz in den Rucksack gehören.


Wintersport

Wintersport

Irlands Klima ist viel zu mild, um Wintersport zu erlauben, denn selbst wenn einmal Flocken fallen, bleiben sie meist nur kurz oder gar nicht liegen. Ski fahren kann man nur auf Kunstschnee oder in Hallen. Die Dubliner Skihalle ist dabei etwas besonderes, da kein künstlicher Schnee existiert. Es wird eine künstlicher Oberfläche und innovative Förderbandtechnik genutzt um das Gefühl von Schnee zu erzeugen.


Weitere Sportmöglichkeiten

Weitere Sportmöglichkeiten

Sowohl Süßwasserangeln als auch Hochseeangeln ist in Irland möglich. Barsch, Lachs, Hecht, Forelle und viele andere Fische kann man auf der ganzen Insel aus dem Wasser ziehen. Es gibt keine Schonzeit, aber um Meeresforellen und Lachse aus dem Wasser zu ziehen, benötigt man eine Genehmigung. Manche Angelreviere erfordern außerdem eine lokale Lizenz, sodass man sich vor Anreise oder direkt vor Ort nach den zur Zeit aktuellen Gegebenheiten erkundigen sollte. Es ist auch ratsam, einen ortskundigen Führer zu engagieren, der die besten Stellen kennt.

Irische Sperrstunde nach 24Uhr

Irlands Nachtleben lässt sich in zwei Wörtern zusammenfassen: Temple Bar. Dieser District im Zentrum von Dublin lockt mit Kneipen, Pubs, Restaurants und Bars, die die Nacht zum Tag machen. Wer es gemütlicher mag oder in ländlichen Gefilden unterwegs ist, geht einfach in den Pub und normalerweise bleibt man nicht lange alleine sitzen – besonders während einer Lifesession der lokalen Band. Sonntags abends sollte man sich aber darauf einstellen, dass es ruhiger zugeht. Parties können in Irland aber schnell die Urlaubskasse belasten, denn der Alkohol ist, wie eigentlich alles, etwas teurer als zu Hause, aber gerade in den Studentenstädten gibt es meist besondere Angebote.

Sperrstunde ist in Irland nicht 23 Uhr wie auf der östlichen Nachbarinsel, sondern um 1 Uhr wird am Wochenende abgesperrt. Länger geht es mit einer Sondergenehmigung: Dann dürfen die Nachtschwärmer bis 3 Uhr auf der Tanzfläche bleiben.

In Dublin gibt es eine Vielzahl von guten Locations, die jeden Geschmack treffen. Zentrum des Nachtlebens ist Temple Bar, auch wenn sich einige Clubs nicht dort befinden. Cork und Galway, die klassischen Studentenstädte und auch beliebte Destinationen bei einem Austausch, haben ebenfalls ein gutes Nachtleben zu bieten, was natürlich von dieser Klientel geprägt ist.


Festivals

Nicht verpassen sollte man die Umzüge im ganzen Land und besonders in Dublin zum Nationalfeiertag St. Patrick’s Day. Die Hauptstadt wird dann in grüne Farbe getaucht und wichtige Gebäude entsprechend beleuchtet. Außerdem gibt es jede Menge Lifemusik. Aber nicht nur im März ist viel los im Festival-Kalender, sondern das ganze Jahr über gibt es etwas zu erleben, egal ob chinesisches Neujahr gefeiert wird, irische Musik im Mittelpunkt steht, traditionelle Märkte veranstaltet werden oder das irische Essen präsentiert wird – so ist für jeden Geschmack und für jeden Monat des Jahres etwas dabei.

Herausragende kulturelle Festivals sind unter anderem:

MonatStadtFestival / Veranstaltung
JanuarDublinTemple Bar TradFest - größtes Festival für traditionelle irische Musik
FebruarDublinDublin International Film Festival
Dublin Dublin Chines New Year Festival
MärzIrlandSt. Patricks Day - Paraden, Parties, Konzerte und mehr am Gedenktag des irischen Nationalheiligen
Aran IslandTedfest 5 Aran Inseln
AprilDingleInternational Pan Celtic Festival
LimerickLimerick Riverfest
MaiEnniskillenA Wilde Weekend - Oscar Wilde Festival
JuniWarrenpointMourne International Walking Festival
Slane CastleSlane Castle Concert
DublinThe AIB Street Performance World Championship
CastlebarCastlebar Blues Festival
CorkCork Midsummer Festival
JuliGalwayGalway International Arts Festival
KilkennyKilkenny Arts Festival
Glenarm CastleDalriada Festival - familienfreundliches Sport-, Musik- und Kulinarikfestival
BallinaBallina Salmon Festival
Punchestown RacecourseOxegen Rockfestival
AugustWechselnde OrteFleadh Cheoil Festival für traditionelle irische Musik
TraleeRose of Tralee
Stradbally CastleElectric Picnic Stradbally Castle
SeptemberDublinTheaterfestival Dublin
OktoberDublinBram Stoker Festival
NovemberKillkennySubtitle Film Fest
DezemberCarlowDuckett`s Grove Christmas Food & Craft Fair

Shopping in Irland

Irland ist das Land des Kunsthandwerks: Egal ob wunderschön getöpferte Keramikgegenstände, Gemälde oder künstlerisch gestaltete Gegenstände aus Treibholz und Steinen – es gibt nichts, was es nicht gibt. Dazu kommen Buchhandlungen, Boutiquen und Feinkostläden, die verlockende Dinge anbieten. Auch ein Pullover, Schal oder Socken aus Schafswolle ist ein beliebtes Souvenir und sehr irisch. Das Shopping-Angebot in Dublin ist schier unüberschaubar und auch in den größeren Städten und Touristenzentren gibt es Shopping-Malls oder Souvenirgeschäfte, während man auf dem Land eher individuelle Galerien, Hofläden und kleine Geheimtipps, auf die manchmal mit kleinen Schildern an den Straßen hingewiesen wird.


Handeln in Irland

Um den Preis zu feilschen, ist in Irland eigentlich nicht üblich – außer man will Tiere für den Bauernhof, bevorzugt Pferde, kaufen. Eine nette Unterhaltung mit dem Verkäufer kann aber manchmal den Preis schon etwas drücken – generell ist Kommunikation, nicht so direkt wie in Deutschland, in dieser Hinsicht der Schlüssel zum Erfolg. An Ständen oder auf Märkten, wo frische Produkte angeboten werden, ist es eher möglich, den Preis etwas zu drücken, aber viele Preise sind einfach festgeschrieben und da ist nichts zu machen.


Ein- und Ausfuhrbestimmungen in Irland

Da Irland Teil der europäischen Union ist, vereinfachen sich die Zollbestimmungen erheblich. Da die Fluggesellschaften aber ein Maximalgewicht für Gepäckstücke angeben, reduziert sich die Menge unter Umständen entsprechend. Einkäufe, die man für den Eigenbedarf erworben hat oder als Souvenir ausführt, müssen nicht deklariert werden.

Nähere Informationen zum Thema Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei einem Irlandurlaub sind unter dem Punkt Gesetze zu finden.

In Deutschland sind die deutschen Zollvorschriften zu beachten. Bei der Einreise aus Irland gelten die Zollvorschriften für die Einreise aus EU-Ländern.

Beeindruckende Felssäulen oder seichte Ufer in Irland

Irland ist voller Naturschönheiten: Der Ring of Kerry im Südwesten ist das Ziel vieler Touristen, die die grandiose Klippenlandschaft sehen möchten, aber auch die Klippen von Moher sind überaus beeindruckend und der Giant’s Causeway, der aus tausenden von Felssäulen besteht, ist ein sehr beliebtes Fotomotiv. Neben dieser eher rauen Landschaft bieten die Ufer des Shannon, des längsten Fluss in Irland, ein eher liebliches Panorama. Karg und einprägsam präsentiert The Burren, eine geologisch interessante Formation, die sich südlich von Galway erstreckt und etwa 250 Quadratkilometer umfasst. Hier fällt es leicht, sich in die lange Vergangenheit der Insel zurückzuversetzen.

Irische Klöster oder Wellness-Luxus-Tempel

Einige Gäste nutzen Irland als Ziel für innere Einkehr und die Möglichkeit, den Alltagsstress weit hinter sich zu lassen. Dazu bietet es sich an, in Klöstern einzukehren und dort zu übernachten, denn die Stille und oft auch Abgelegenheit fördern die Erholung des Geists. Wer es etwas weltlicher und vielleicht auch luxuriöser mag, wird ebenfalls auf der grünen Insel fündig: Resorts in Cork, Wicklow oder Wexford bieten von Hot Stones bis zu Peelings mit Gold alles, was das Herz begehrt. Natürlich sind auch klassische Wellness-Angebote wie Dampfbäder, Saunen, Spa-Einrichtungen oder Massagen im Programm, sodass man sich ganz nach dem eigenen Geschmack rundum verwöhnen lassen kann. Beauty-Behandlungen mit Algen haben in Irland eine sehr lange Tradition. Kosmetikunternehmen haben sich in den letzten Jahren auf Algenprodukte spezialisiert und bieten auch Behandlungen vor Ort an: Im County Sligo kann man sich mit den Algenprodukten und verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten wie Bädern, Ganzkörperpackungen oder Gesichtsbehandlungen vertraut machen. Irland ist eine Insel der Entspannung. So kann man Yoga-Kurse in der grandiosen Landschaft von the Burren machen oder man schlendert durch den Meditationsgarten von Dzogchen Beara in Cork, wo man auch entsprechende Kurse belegen. Auch am Lough Erne gibt es die Möglichkeit, an Yoga-Kursen teilzunehmen oder es sich mit Massagen und Spa-Anwendungen einfach gut gehen zu lassen. Auch in der Clew Bay tut man etwas für die Entspannung – mit Yoga, Reiten, vegetarischer Ernährung und Meditation.

10. Regionen & Geographie

Regionen & Geographie

Vor der anglo-normannischen Besiedlung der Insel wurde Irland in vier Bereiche unterteilt, die die gleichen Funktionen wie Königreiche hatten: Ulster umfasste das heutige Nordirland und Teile der nördlichen Republik, im Südosten schloss sich daran Leinster an, wo auch Dublin lag, im Westen lag Connacht und im Südwesten Munster. Heute gibt es in Irland 32 Counties, von denen sechs in Nordirland liegen.

Donegal

Donegal liegt im Norden Irlands und beherbergt einen der Nationalparks auf der Insel: Der Glenveagh National Park überzeugt mit seiner landschaftlichen Schönheit, den wildromantischen Bergen und Hochmooren, einsamen Seen und Wäldern. Donegal ist eine der Gaeltacht-Regionen und viele Ferienlager werden im Sommer hier veranstaltet, wo die irische Sprache und irische Traditionen gelehrt werden.


Leitrim

In Leitrim wohnen die wenigstens Menschen in Irland, was die Landschaft einsam und unberührt erscheinen lässt. Sehenswert sind unter anderem der Glencar Waterfall, die vielen Seen und zum Beispiel die Ruinen des Klosters Creevelea. Leitrim verfügt nur über eine Küstenlinie von 2,5 Kilometern.


Sligo

Sligo liegt an der Nordküste Irlands und besticht mit seinen Sandstränden in Goldtönen, mit dramatischen Klippen und seinen archäologischen Funden: Es liegt nahe anzunehmen, dass die frühesten Siedlungen in Sligo entstanden. Dramatisch erhebt sich der Ben Bulben, eine Felsformation, in Sligo. Damit kontrastiert zum Beispiel die liebliche Insel Beezie`s im Lough Gill.


Mayo

Die Grafschqaft Mayo ist geprägt von seiner dramatischen Küstenlinie, die die wilden Brecher des Atlantiks über die Jahrtausende geschaffen hat. Hier kann man zum Beispiel den Leuchtturm Blacksod besuchen, der einen Eindruck davon vermittelt. Die Mullet Halbinsel, auf der er steht, gilt ebenfalls als sehr sehenswert. Daneben wartet Mayo auch mit altehrwürdigen Gebäuden wie der Ballintubber Abbey oder dem Westport House auf.


Galway

Galway, benannt nach der Stadt, ist besonders bei Studierenden vieler Fachrichtungen ein beliebtes Ziel für ein Auslandssemester. Hier findet man den größten See der grünen Insel, den Lough Corrib und einigen Gebirgszügen, die das Land wild erscheinen lassen. In der Bucht von Galway liegen die Aran Inseln, die einen Ausflug auf jeden Fall wert sind.


Roscommon

Roscommon liegt im Inland und wartet mit de Lough Key mit seinen 32 Inseln auf. Die großartigen Ruinen von Roscommon Castle geben einen lebendigen Einblick in die Geschichte der Grafschaft. Auch der Shannon, der längste Fluss Irlands, durchfließt die Grafschaft und zeigt sich zum Beispiel in Athlone von seiner ganzen Majestät.


Longford

Auch Longford liegt im Landesinneren von Irland und gehört zu den kleinsten Grafschaften auf der grünen Insel. Longford ist im Norden geprägt von sanften Hügeln während der Süden flach ist. Hier gibt es Moore und Feuchtgebiete, Weideland und Seenlandschaften. Der Westen wird dominiert vom Lough Ree und dem Shannon.


Cavan

An Nordirland grenzt die Grafschaft Cavan. Auch hier kann man in die reiche Geschichte Irlands eintauchen und alte Erdfestungen, Burgen oder Gräber besichtigen. Dazu kommen landschaftliche Sehenswürdigkeiten wie zwei Waldparks, einen Geopark oder den ohne Bootsführerschein befahrbaren Shannon-Erne-Waterway.


Monaghan

Auch Monaghan grenzt an Nordirland und die Landschaft ist gekennzeichnet von vielen Seen und Flüssen, die ausgedehnte Bootstouren ermöglichen. Sanfte Berge gibt es ebenso wie saftig grüne Felder und Wälder. Auch hier gibt es die für Irland so typischen Rundtürme, die auf Kirchen verweisen.


Louth

Louth, auch Wee County genannt, ist die kleinste der Grafschaften und grenzt ebenfalls an Nordirland. Die Heimat der Folk-Pop-Band The Corrs hat nicht nur die irischen Bewohner gesehen, sondern auch die Wikinger landeten hier und hinterließen ihre Spuren, um dann von den Normannen gefolgt zu werden. In Louth gibt es einige sehr interessante religiöse Bauten und die sanften Cooley Mountains.


Meath

Im County Meath, das in alten Zeiten ein weiteres Königreich bildete, liegt der sagenumwobene Hill of Tara, an dem kein Besucher der grünen Insel vorbeikommt. Hier findet man ein uraltes Hügelfort und bei klarem Wetter eine gute Fernsicht. Darüber hinaus liegt hier Brú na Bóinne, auch bekannt als New Grange, eine faszinierende, uralte Anlage der Megalithkultur. Slane Castle ist für seine Rockkonzerte bekannt.


Westmeath

Auch Westmeath ist ein Überbleibsel des alten Königreich Meath und hier findet man die Rinder, Lämmer und das Wild, für das Irland berühmt ist. Der Allen Bog, ein ausgedehnter Sumpf im Inneren Irlands, liegt in Westmeath. Hier sind viele wichtige archäologische Funde gemacht worden. Durch den Sumpf und durch die ganze Grafschaft führen mehrere Wasserstraßen.


Dublin

Die Grafschaft der Hauptstadt ist naturgemäß die mit den höchsten Einwohnerzahlen. Dublin selbst ist das kulturelle und politische Zentrum des Landes mit seinen Theatern, Kirchen, Museen und dem Ausgehviertel Temple Bar. Außerhalb von Dublin liegen die Three Rocks, von denen man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht hat.


Kildare

Kildare, im Südwesten von Dublin, zeichnet sich durch Marschland und Feuchtgebiete wie das Hochmoor Allen Bog aus. Auch die zwei bedeutendsten Kanäle des Landes, der Royal Canal und der Grand Canal, verlaufen durch die Grafschaft. Auch bewaldete Flächen gibt es in Kildare. Die Grafschaft Kildare wurde bereits im 13. Jahrhundert etabliert und es gibt viele historische Gebäude, die sehenswert sind.


Offaly

Die Grafschaft Offaly verfügt über keine Küstenlinie, ist aber bekannt für seine vielen historischen Gebäude, von denen sich viele in und um Birr befinden, das im Westen der Grafschaft gelegen ist. Dazu gehört Birr Castle mit seinem imposanten Teleskop oder das georgianische Birr mit seinen pittoresken Straßenzügen. Darüber hinaus verfügt Offaly über Berge, die eine schöne Aussicht bieten, Sümpfe, wo seltene Pflanzen ihr Zuhause gefunden haben, und alte klerikale Bauten.


Clare

Clare liegt an der Atlantikküste und ist Heimat der berühmten Klippen von Moher. Auch The Burren liegt im County Clare, eine karge Landschaft, die von vielen Entspannungssuchenden aufgesucht wird. Vor der Küste liegen einige Inseln. Auch der Fluss Shannon mündet hier in den Atlantik.


Tipperary

In Tipperary gibt es Berge, die so spannende Namen wie Devil’s Bit tragen. Wer es etwas beschaulicher mag, schaut sich die vielen Burgen und Klöster wie Rock of Cashel, Ormonde Castle oder Holy Cross Abbey an, aber auch hier kann man über gruselige Spukgeschichten stolpern. Ruhiger geht es dann im Glen of Aherlow zu, einer lieblichen Landschaft.


Laois

Laois liegt im Landesinneren und hat keine Küstenlinie, ebenso wie alle Grafschaften, an die es angrenzt. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und Feldern. Imposant ist der Rock of Dunamase, an den sich wie ein Vogelnest eine Burgruine klammert. Dazu kommen einige historische Gebäude wie Rundtürme, Burgen oder Klöster.


Wicklow

Wicklow liegt an der Ostküste der grünen Insel und ist besonders bekannt für seine gleichnamigen Berge. Daneben gibt es viele Flüsse und Seen und unter anderem das Kloster des heiligen Kevin, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Der Name Wicklow verweist auf die Wikinger, die hier siedelten.


Carlow

Carlow liegt im Landesinneren von Irland und hat mehr als 50.000 Einwohner. Die Landschaft ist durch sanfte Hügel, Felder und Besiedlung geprägt. Die Blackstairs Mountains liegen ebenfalls in der Grafschaft Carlow. Wie ein Märchenschloss erhebt sich zwischen den Feldern Duckett’s Grove Historic House mit seinen Gärten und ist einen Besuch wert.


Kilkenny

Kilkenny ist eher flach, die höchste Erhebung gerade etwas über 500 Meter hoch. Es gibt mehrere schön angelegte Gärten, die man besichtigen kann, und auch Canice’s Cathedral in Kilkenny ist sehenswert. Drüber hinaus kann man Klöster und Burgen oder die Dunmore Cave ansehen.


Waterford

Waterford ist geprägt durch zwei Bergzüge, viele Flüsse und vulkanisch entstandene Strände an der Südküste der grünen Insel. Die Copper Coast ist ein UNESCO Geopark. Der Name "Kupferküste" leitet sich von dem Bergbau ab, der hier früher betrieben wurde.


Cork

Cork gehört neben Kerry zu den Grafschaften, die bei Besuchern am beliebtesten sind. Es gibt Küsten, Berge, Seen und Flüsse, aber auch Wälder zu entdecken. Fota Island bietet für alle Besucher etwas: Es gibt einen Golfplatz, einen Wildlife Park, das Fota House mit seinen Gärten und ein luxuriöses Hotel. Wer es ruhiger mag, der St. Finbarr’s Church Gougane Barra.


Kerry

Kerrys größte Sehenswürdigkeit ist der gleichnamige, berühmte Ring, eine Küstenstraße mit spektakulären Ausblicken auf den brausenden Atlantik. Wandern kann man wunderschön über den Kerry, Dingle oder Beara Way. Killarney ist die Touristenhochburg in Kerry, hat aber von ihrem Charme kaum etwas verloren. Auch in Kerry gibt es uralte Dolmen und Steinkreise, Burgen und Klöster, die man besichtigen und so in die irische Geschichte eintauchen kann.


Wexford

Wexford liegt an der irischen See ganz im Südosten der grünen Insel. Hier kann man die meisten Sonnenstunden von ganz Irland erleben. Die Grafschaft wird dominiert von Bergen und Hügeln, Seen und Flüssen. Einige Kilometer vor der Küste liegen zwei Inselgruppen. Die Stadt Wexford verfügt über ein Opernhaus. Hook Head ist ein mittelalterlicher Leuchtturm; der Bannow Drive zieht wegen seiner landschaftlichen Schönheit viele Besucher an. In Wexford gibt es auch feine Sanddünen.


Limerick

Limerick, im Westen des Landes, ist Heimat des größten Steinkreises Irlands, dem Grange Stone Circle. Auch hier gibt es malerische Täler (glens) und Seen (loughs), darüber hinaus viele historische Gebäude wie die Glenstal Abbey oder das Adare Manor. Die Hauptstadt Limerick gilt als Namensgeberin für die gleichnamigen scherzhaften Gedichte.

11. Medien

Regionen & Geographie

Streift man über die grüne Insel, wird man an manchen Orten wie den Three Rocks in der Nähe von Dublin Sendemasten sehen. Neben den digitalen Medien gibt es in Irland aber auch verschiedene Printmedien, die im starken Wettbewerb miteinander stehen. Um den Kontakt nach Deutschland zu den Daheimgebliebenen aufrecht zu erhalten, nimmt man am besten das eigene Handy mit.

Mobiles Telefonieren auch auf der grünen Insel

Telefonzellen in Irland sind eigentlich ein Auslaufmodell seit das Handy seinen Siegeszug angetreten hat und die Tarife auch für Auslandsgespräche immer günstiger werden. Trotzdem findet man noch Telefonzelle im britischen Rot oder in grün und weiß. Modernere Exemplare sind rundherum verglast. Ob die Telefonzellen auch wirklich funktionieren, steht allerdings auf einem anderen Blatt.


Internationale Vorwahlnummern

LänderVorwahl
Irland00353
Deutschland0049
Schweiz0041
Österreich0043

Regionale Vorwahlen

Die Vorwahl nach Irland ist 00353 bzw. +353. Für Gespräche nach Deutschland wählt man die 0049 bzw. +49. Die 0 der Ortsvorwahl entfällt dann. Das gilt auch für Handynummern.

Die Stadtvorwahlen sind nach Regionen unterteilt, ähnlich wie in Deutschland. Die Handyvorwahlen beginnen meist mit einer 08.


Kosten und irische Anbieter

Handys wählen sich normalerweise in das verfügbare Netz im Ausland ein. Dazu suchen sie das mit der besten Netzabdeckung oder den Partneranbieter des heimatlichen Netzes aus. Manche Mobilfunkverträge inkludieren bereits Telefonate ins europäische Ausland oder aus dem Ausland in deutsche Netze, sodass keine oder nur geringe Kosten zur monatlichen Grundgebühr anfallen. Das gilt nicht für Prepaid-Handys. Roaminggebühren sind inzwischen EU-weit gedeckelt und liegen bei 0,05 Euro pro Minute ein- oder ausgehender Anrufe. Für SMS werden circa 0,02 Euro fällig. Die größten irischen Telefonanbieter sind: Eircom, Vodafone, Three und Virgin Media.

Internet in Irland

Für viele läuft ein Gros der Kommunikation inzwischen über das Internet und gerade im Urlaub möchte man Bilder der neuen Eindrücke an Freunde und Bekannte schicken und so seine Urlaubsfreude teilen. Damit dabei die Kosten nicht ins Uferlose steigen, versucht man normalerweise Zugang zu einem WLAN zu erhalten. Viele Hotels, Pubs, Restaurants, Cafés und Bars bieten daher einen kostenlosen Zugang zum WLAN an, aber gerade in den ländlichen, irischen Gegenden sollte man sich darauf nicht unbedingt verlassen. Auch kleine, privat geführte Unterkünfte bieten diesen Service unter Umständen nicht an. Ist man darauf angewiesen, sollte man sich vor Anreise erkundigen, welche Möglichkeiten es im gewählten Quartier gibt. Internetcafés sind ebenso selten geworden wie Telefonzellen. Gerade in den Touristenhochburgen Dublin oder im Westen des Landes sind diese Angebote aber noch recht häufig. Hier ist Vorsicht geboten: Passwörter sollte man nach Möglichkeit nicht eingeben und Online-Banking verbietet sich ohnehin. Nach dem Urlaub empfiehlt es sich, die Passwörter zu ändern. Auf den Computern in Internetcafés kann man keine Dateien herunterladen, sodass die Nutzung eingeschränkt ist. Die Kosten pro Stunde liegen etwa bei fünf Euro in Dublin.


Mit dem Handy in Irland online gehen

Inzwischen sind mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone mehr die Regel als die Ausnahme beim Urlaubsgepäck. So kann man auch an quasi jedem Ort der Welt ins Internet gehen und Informationen austauschen. Dazu aktiviert man einfach die mobilen Daten. Die Verbindung ist allerdings nicht überall gut und gerade große Datenmengen brauchen in der Übertragung sehr lange. Man kann Internet-Pakete vom heimischen Telefonanbieter käuflich erwerben, die entweder per Tag oder per Woche abgerechnet werden. Auch hier haben manche Telefonverträge Sonderkonditionen inkludiert, aber generell gilt, dass man pro MB 0,05 Euro zahlen muss.

Prepaid-Sim-Karten können bei vielen Anbietern schon vor der Reise direkt im Internet bestellt werden. Große Anbieter in Irland:

Vielseitiges Medienangebot in Irland

In Irland gibt es eine Fülle von Fernsehsender. Dazu gehören auch einige britische Sender wie BBC4, BBC3 oder BBC News. Deutsches Fernsehen empfängt man in Irland eher selten ohne Schüssel. Meist muss man auf die Mediatheken der verschiedenen Sender zurückgreifen, die online abrufbar sind. Für deutsches Radio muss man sich ebenfalls auf das Internet verlassen: Eine Vielzahl von deutschen Radiosendern haben einen Life Stream online eingerichtet. Um diesen hören zu können, braucht man eine recht gute Internetverbindung, einen Computer mit Tonwiedergabe und einen Flashplayer. Es gibt mehrere irische Radiosender, die unterschiedliche Musikrichtungen und Interessen bedienen.

Grüne Post

Das Postunternehmen in Irland ist verstaatlicht und nennt sich An Post. Irische Briefkästen sind – wie es sich auf der grünen Insel gehört, grüne, halbhohe Säulen. Neben der klassischen Briefzustellung übernimmt An Post auch Services von Lotto, Bank und einem Busunternehmen. Eine Postkarte an die Lieben zu Hause kostet circa 1,05 Euro. Päckchen und Pakete mit eventuellen Zusatzleistung wie Versicherung oder Tracking werden schnell sehr teuer. Ein Päckchen nach Deutschland von einem Gewicht von einem Kilo kostet circa 25,50 Euro. Seine Urlaubspost wirft man in die saftig grünen halbhohen Säulen ein. Größere Formate können die Briefkästen, die es auch in Wänden oder Felsen eingelassen gibt, meistens nicht schlucken und man muss sie auf dem Postamt abgeben. Die Briefkästen sind in den meisten Fällen übrigens wahre Antiquitäten: VR, eingeprägt über dem Schlitz, steht für Victoria Regina, während ER an Edward Rex erinnert. Je nach Einwurfsort brauchen Briefe und Postkarten ein bis drei Tage, Pakete können entsprechend länger unterwegs sein.

12. Weitere Tipps

Regionen & Geographie

Jeder Reisende, der einmal in Irland war, bringt Geheimtipps und Ratschläge mit, denn auf der grünen Insel gehen die Uhren manchmal etwas anders und man muss sich an viele Sonderfälle und Eigenarten gewöhnen, aber gerade das macht das Land so besonders und liebenswert. Im Zweifelsfall kommt man mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause, die man später immer noch sehr gerne erzählt.

Die besten und schönsten Plätze in Irland

In Irland gibt es eigentlich keinen besten oder schönsten Platz: Viele einzigartige Panoramen, lieblich grüne Hügel oder raue Küsten warten auf Entdeckung. Der St. Patrick’s Trail führt zu den wichtigsten Stationen des Nationalheiligen und entführt in die spannende Geschichte des Landes. Blarney Castle mit dem Stein der Sprachgewandtheit zeigt, dass Irland wirklich ein Land der Geschichtenerzähler und der Sagen und Legenden ist. Der schönste Platz bei einem der vielen Regengüsse ist vermutlich ein behaglicher Pub, wo man den Schauer bei einem Guinness, einem Tee, Irish Coffee oder einem Whiskey abwarten kann.

Strom in Irland

Irland, besonders die westlichen Gebiete, werden im Herbst, Winter und frühen Frühjahr teilweise von schweren Stürmen heimgesucht, die über den Atlantik heranbrausen. Daher kann es zu Stromausfällen kommen, die teilweise länger andauern und größere Landesteile betreffen. Im Sommer, wenn die meisten Touristen im Land unterwegs sind, kommt dies aber nur äußerst selten vor.


Stromspannung in Irland

Die elektrische Spannung liegt in Irland bei 230 Volt. In Nordirland beträgt sie 240 Volt.


Adapter für den Irlandurlaub

Steckdosen sind in Irland dreipolig, sodass man einen Adapter benötigt. Der Adapter firmiert und der Klassifizierung Typ G und kostet zwischen zwei und fünf Euro. Entweder man besorgt sich einen Adapter bereits in Deutschland in einem Elektrofachhandel oder im Internet oder man kauft ihn in Irland.

Trinkgeld in Irland

In Irland gibt man in einem Restaurant etwa zehn bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld – aber nur, wenn kein spezieller Servicebetrag auf der Rechnung aufgelistet ist. War man mit dem Service trotzdem sehr zufrieden, kann man trotzdem noch ein zusätzliches Trinkgeld geben. Im Pub fällt das Trinkgeld geringer aus, auch deshalb, weil man sich seine Getränke an der Bar meist selbst holt und hier auch sein Essen bestellt. Etwa fünf Prozent des Rechnungsbetrags werden als Trinkgeld gegeben.

Auch Taxifahrer freuen sich über ein kleines Extra, das bei etwa zehn Prozent liegt. In Nordirland ist dies hingegen unüblich, aber auch hier gilt: Ein besonders netter und zuvorkommender Taxifahrer freut sich über ein Trinkgeld besonders.

Wird dem Gast im Hotel der Koffer aufs Zimmer gebracht, entlohnt man normalerweise mit einem Euro bzw. in Nordirland mit einem bis zwei Pfund.

Taxi fahren in Irland

Taxen sind normalerweise das Mittel der Wahl, wenn man in größeren Städten schnell, direkt und ohne sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen zu wollen, von einem Ort zum anderen kommen will. Freie Taxis fahren normalerweise nicht durch die Straßen, sondern sammeln sich an zentralen Standplätzen an großen öffentlichen Plätzen oder Straßen, an Bahnhöfen oder Flughäfen. Lässt man zum Beispiel im Hotel ein Taxi bestellen, wird eine gesonderte Gebühr fällig. Alle Taxen haben ein Taxameter, auf dem der Preis für die Fahrt angezeigt wird. Die Fahrt vom Flughafen in das Stadtzentrum von Dublin kostet etwa 20 Euro – je nach Verkehrsaufkommen.

Öffnungszeiten von Geschäften in Irland

In Irland ist der Sonntag größtenteils noch heilig und Ruhetage werden eingehalten. Von Montag bis Samstag sind die meisten Läden durchgängig von 9 oder 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. An Feiertagen können diese Öffnungszeiten variieren. Große Supermärkte haben teilweise bis spät in den Abend oder sogar bis Mitternacht geöffnet. In den Städten kann man unter Umständen auch Sonntags einen kurzen Einkaufsbummel machen, denn manche Läden haben zwischen Mittag und 17 oder 18 Uhr geöffnet.

Abhebegebühren und zusätzliche Bankgebühren in Irland

Gebühren für die Auszahlung an Geldautomaten im Ausland erhebt die heimische Bank. Meist werden diese am Automaten nicht angezeigt, sodass man sich später auf dem Kontoauszug schlau machen muss. Entsprechende Servicegebühren sind aber in den Informationsbroschüren der eigenen Bank festgelegt und liegen meist bei um fünf Euro pro Abhebung, sodass es Sinn macht, möglichst einmal einen hohen Betrag abzuheben als mehrere kleinere.

Einige deutsche Banken bieten die Möglichkeit einer kostenlosen Abhebung im Ausland.

Raue, aber dennoch ungefährliche Natur Irlands

Die Legende besagt, dass St. Patrick die Schlangen aus Irland vertrieben hat – damit hatte der Teufel natürlich auf der Insel des Heiligen keine Chance mehr. Tatsächlich gibt es erstaunlich wenig Tiere in Irland, die dem Menschen akut gefährlich werden können. Auch gefährliche Naturereignisse halten sich im Rahmen: Abgesehen von den Stürmen des Atlantiks gibt es in Irland weder aktive Vulkane noch Wetterphänomene, die ansatzweise an die Zerstörungskraft eines Hurricanes heranreichen. Vorsichtig sollte man bei sogenannten flash floods sein – wenn viel Regen fällt, kann der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen und die Flüsse treten über die Ufer. Davon abgesehen ist die Natur in Irland sehr zahm und freundlich.


Tiere

Tiere

In Irland gibt es keine gefährlichen Tiere. Die heimische Fauna im Bezug auf Säugetiere ist recht übersichtlich und die einzigen Raubtiere, die darunter sind, sind Dachs und Fuchs, die beide als eher scheu gelten. Auch stattliche Hirsche gibt es auf der grünen Insel, aber auch diese gelten nicht als angriffslustig. Auch Insekten gelten als nicht gefährlich: Es gibt keine giftigen Spinnen, nur sehr penetrante Stechmücken, die es im Sommer in Millionen gibt. Da hilft nur ein Insektenschutzmittel oder eine Kortisonsalbe. Auch im Meer lauern keine gefährlichen Tiere, auch wenn mit dem Atlantik nicht zu spaßen ist.


Pflanzen

Pflanzen

Generell gilt: Pflanzen, die nicht absolut zweifelsfrei als essbar und ungefährlich identifiziert sind, dürfen nicht verzehrt werden. Falls man trotzdem giftige Pflanzenteile zu sich genommen hat, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen und am besten eine Probe der verzehrten Pflanze dabei haben, um die Identifizierung des Gifts zu erleichtern. In Irland wächst der gefleckte Schierling, eine halbhohe Pflanze mit auffälligen Blättern, eine giftige Pflanze. Auch der Fingerhut und der Stechginster sind auf der Insel heimisch und eignen sich nicht zum Verzehr.


Naturphänomene

Naturphänomene

Der Atlantik ist ein rauer Ozean mit tückischen Seiten. Oft muss die Küstenwache in Irland ausrücken, manchmal kommt aber auch jede Hilfe zu spät. Deshalb sollte man an den Küsten stets vorsichtig sein, gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist. Die Klippen und Felsen können für tückische Strömungen sorgen, gegen die man kaum anschwimmen kann und die von den Gezeiten verstärkt werden können. Als Vorsichtsmaßnahme gilt: Baden nur an ausgewiesenen Stränden und unter Aufsicht. Gerät man in eine Strömung, macht es keinen Sinn gegen sie anzukämpfen. Vielmehr sollte man versuchen, auf sich aufmerksam zu machen und so Hilfe zu erhalten oder seitlich aus der Strömung heraus schwimmen.