Urlaub in Norwegen Alle Informationen die du vor einer Reise nach Norwegen brauchst: Wetter, Gesetze, Unterkünfte, Essen, Regionen, Tipps & mehr!

1. Allgemeine Informationen

Länderflagge

Norwegen, das Land der Fjorde mit etwas über fünf Millionen Einwohnern, gilt in Deutschland durch seine Naturschönheiten als ein Sehnsuchtsziel und viele Urlauber besuchen das Land jedes Jahr. Die Hauptstadt Oslo liegt weit im Süden, während sich das Land weit in den Norden bis über den Polarkreis und mit Spitzbergen bis an die Packeisgrenze erstreckt.

Zahlungsmittel - Die norwegische Krone


Wechselkurs

Wechselkurs

Norwegen gehört nicht zur europäischen Währungsgemeinschaft, sondern hat als Währung die norwegische Krone. Für Urlauber aus der EU bedeutet das, dass sie Wechselstuben im Land aufsuchen oder sich vor ihrem Urlaub mit norwegischen Kronen eindecken müssen. Die Stärke der Währung ist stark vom Ölpreis abhängig. Der ungefähre Umrechnungskurs lässt sich leicht behalten: Ein Euro entspricht etwa zehn norwegischen Kronen und eine norwegische Krone sind 10 Eurocent.


Banknoten

Banknoten

Norwegische Banknoten gibt es zwischen 50 und 1000 norwegischen Kronen. Diese haben, je nach Wert unterschiedliche Größen, je wertvoller, desto größer die Banknote. Aktuell werden norwegische Künstler und Wissenschaftler auf den Scheinen verewigt.


Bezahlung

Bezahlung

In Norwegen kann man natürlich überall bar zahlen und da die Kriminalitätsrate recht niedrig ist, muss man sich keine großen Sorgen machen, wenn man mit der gesamten Reisekasse unterwegs ist, aber man sollte auch keine unnötigen Risiken eingehen. Ebenfalls ist eine flächendeckend Akzeptanz von Kreditkarten und teilweise EC-Karten vorhanden.


Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Norwegen

Mit der Kreditkarte / EC-Karte in Norwegen

Kreditkarten sind in Norwegen ein absolut übliches Zahlungsmittel und werden in fast allen Fällen problemlos akzeptiert. Man sollte allerdings seine PIN für die Kreditkarte kennen. Da aber der Betrag in norwegischen Kronen ausgezeichnet ist, werden gesonderte Gebühren (etwa zwei Prozent) fällig. Deutsche EC-Karten können zu Problemen bei der Zahlung führen und Reiseschecks sind nicht mehr üblich.


Geldautomaten

Geldautomaten

An Geldautomaten, den sogenannten Minibanken, in Norwegen kann man wie in Deutschland Geld ziehen. Diese stehen auch in Tankstellen oder Supermärkten. Oftmals verfügen die Displays über die Möglichkeit, die Sprache auszuwählen und Englisch oder sogar Deutsch ist eine der Wahloptionen. Gebühren werden aber von der heimischen Bank erhoben: Zum einen verlangt das Geldinstitut einen Obolus für die Bearbeitung und zum anderen wird eine Gebühr für die Auszahlung in einer Fremdwährung fällig (meist wie beim Einkauf zusätzlich etwa zwei Prozent).


Lebenshaltungskosten im Urlaub in Norwegen

Norwegen ist eines der teuersten Urlaubsländer. Lebensmittel und Restaurantbesuche werden die größten Kostenpunkte sein. Wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, müssen auch Spritkosten und Mautgebühren sowie Fähren eingerechnet werden. Je nachdem wie man seinen Urlaub verbringt (Niveau der Restaurants, sonstige Ausgaben, Besichtigungen etc.), sollte man ungefähr 50 Euro pro Tag und Kopf einplanen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Hei Norge - Hallo Norwegen

Norwegen und die Sprache ist ein wahres Politikum und man sollte sich als Tourist mit entsprechenden Kommentaren über die Zweisprachigkeit des Landes sehr zurückhalten. Je nach Region herrscht entweder Nynorsk oder Bokmål vor. Es werden aber beide Varietäten überall im Land gesprochen und verstanden.


Offizielle Amtssprache in Norwegen

Norwegen verfügt über zwei Amtssprachen: Das Nynorsk ist eigentlich eine Kunstsprache, die im 19. Jahrhundert aus norwegischen Dialekten entwickelt wurde. Das liegt darin begründet, dass Norwegen viele Jahrhunderte unter dänischer Oberhoheit stand und somit Dänisch die Landessprache war. Das ursprüngliche Norwegisch verschwand und musste aus den Dialekten wiedergewonnen werden. Bokmål dagegen ist das Norwegisch, das aus dem Dänischen entstanden ist. Letzteres wird bevorzugt im Osten und Norden des Landes gesprochen, während Nynorsk seine Hochburgen besonders in den südwestlichen Landesteilen hat.


Die 30 wichtigsten Wörter auf Norwegisch

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DeutschNorwegisch
HalloHei!
Guten TagGod dag!
Auf WiedersehenPå gjensyn!
Jaja
Neinnei
DankeTakk!
Bitte!Vær så snill! / Vennligst ...
Prost!Skål!
EntschuldigungUnnskyld
Hilfe!Hjelp!
Toilettetoalett / WC
Ich heiße ...Jeg heter ...
Ich hätte gerne ...Jeg vil gjerne ha...
Was kostet ...?Hva koster ...?
Zahlen bitte!Kan vi betale?
Ich spreche kein norwegisch.Jeg snakker ikke norsk.
Einganginngang
Ausgangutgang
DeutschNorwegisch
einsen
zweito
dreitre
vierfire
fünffem
sechsseks
siebensju
achtåtte
neunni
zehnti
Montagmandag
Dienstagtirsdag
Mittwochonsdag
Donnerstagtorsdag
Freitagfredag
Samstaglørdag
Sonntagsøndag

Das Christentum in Norwegen

Das Christentum in Norwegen

Auch wenn die schönen Stabkirchen auf jedem Programm von Besuchern stehen, spielt die Religion im Alltag eine eher untergeordnete Rolle. Fast 80 Prozent der Norweger gehören der Norwegischen Kirche an, eine evangelisch-lutherische Konfession. Immerhin 13 Prozent der Norweger bekennen sich zu keiner Glaubensrichtung, zwei Prozent sind Muslime oder Katholiken. Andere christliche Denominationen machen vier Prozent aus und nur 0,3 Prozent der norwegischen Bevölkerung sind Buddhisten. Norwegen zählt elf Bistümer der norwegischen Kirche und wenn die Wahlbeteiligung bei Kirchenwahlen eine Indikation ist, steigt das Interesse an der Religion in Norwegen seit etwa fünf Jahren wieder an.

Konstitutionellen Monarchie mit parlamentarischen Zügen

Norwegen ist eine Erbmonarchie, hat eine Gewaltenteilung und das System des Parlamentarismus implementiert. Das Parlament umfasst etwa 170 Abgeordnete, die die Regierung kontrollieren. Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre. Volksabstimmungen sind zwar selten, kommen aber durchaus vor. Die letzte fand 1994 über den Beitritt zur EU statt. Hier entschied das Volk gegen einen Beitritt zur europäischen Union.


Staatsform und Regierungssystem in Norwegen

Norwegen ist eine Monarchie und das Staatsoberhaupt mehr in das politische Geschehen eingebunden als in anderen Monarchien. Durch diese große Bedeutung der Königsfamilie ist politische Kritik durchaus vorhanden, aber als Besucher sollte man sich mit Einschätzungen zum Verhältnis von Norwegen zur EU und anderen politischen Fragen eher zurückhalten. Die jetzige Verfassung vom 17. Mai 1814 basiert auf dem Vorbild der französischen Verfassung. Im Parlament Storting sind acht große Parteien vertreten, die das gesamte politische Spektrum abdecken. Darüber hinaus gibt es noch sieben kleinere Parteien, die nicht ins Parlament eingezogen sind.

Besondere religiöse Feiertage in Norwegen

Neben den üblichen beweglichen Feiertagen zu Ostern mit Gründonnerstag und Karfreitag sowie Ostermontag, Pfingsten, Christi Himmelfahrt und Weihnachten gibt es Norwegen ebenfalls die festen Feiertage. Fronleichnam entfällt. Da Norwegen ein überwiegend protestantisches Land ist, sind kirchliche Feiertage, die man aus anderen europäischen Ländern kennt, nicht im Festtagskalender vertreten. Ist man zwischen dem 1. und dem 17. Mai in Norwegen unterwegs, kommt man in die Parties der russetiden: Die Gymnasiasten feiern ihren bevorstehenden Abschluss. Bekannt sind natürlich die Feiern zu Mittsommer am 24. Juni mit großen Freudenfeuern, um den Sommer willkommen zu heißen. Am 29. Juli wird der St.-Olavs-Tag begangen, der Nationalheiliger von Norwegen ist. Auch der Sankt-Lucia-Tag, den man aus anderen skandinavischen Ländern kennt, wird in Norwegen am 13. Dezember gefeiert, auch wenn er längst nicht so eine große Bedeutung hat wie im schwedischen Nachbarland.


Nationale Feiertage in Norwegen

MonatTagFeiertag
Januar1.Nyttårsdag - Neujahrstag
Februar-
März-
April-
Mai1.Labor Day - Tag der Arbeit
17.Nasjonal Helligdag - Nationalfeiertag
Juni-
Juli-
August-
September-
Oktober-
November-
Dezember25.Første juledag - Weihnachten
26.Andre juledag - Weihnachten

Notfallnummern für einen Urlaub in Norwegen

Bevor man nach Norwegen aufbricht, sollte man sich die wichtigsten Nummern für den Notfall notieren. Ein Handy kann in solchen Situationen von unschätzbarem Wert sein, aber die Abdeckung ist in Norwegen, gerade in ländlichen Gebieten oder im Gebirge und an den Küsten nicht immer zuverlässig. An den Autobahnen gibt es Notrufsäulen.


NotfallbereichNotfallnummer
Erste Hilfe/Notarzt113
Feuerwehr110
Polizei112
Deutsche Botschaft(0047) 23 275400 - Oslo
Zentrale Notrufnummer des Auswärtigen Amts(0049) (0)30 18-17-2000
Zentraler Sperrnotruf für Kreditkarten (90% aller Finanzinstitute)

(0049) 116 116

(0049) (0)30 405040 50 - bessere Erreichbarkeit aus dem Ausland


Medizinische Notfälle

Braucht man medizinische Hilfe, ruft man in Norwegen die 113 an. Normalerweise sind diese Anrufe kostenlos und können auch von einem gesperrten Mobiltelefon durchgeführt werden. Bei Unfällen zur See erreicht man die Seenotrettung über die 120.


Polizei

Benötigt man polizeiliche Hilfe, wählt man die 112. Für gehörlose oder schwerhörige Menschen in Notlagen gibt es ein Schreibtelefon, das man unter der 1412 erreicht. Bei einem Unfall oder einer Panne erreicht man das norwegische Pendant zum ADAC (NAF) unter 81000505.


Banken

Kommt einem im Urlaub die Kreditkarte oder EC-Karte abhanden, sollte man sie möglichst schnell sperren lassen, um unfreiwillige Einkäufe zu vermeiden. Der Sperrnotruf ist die 116 116 (mit deutscher Vorwahl). Hier kann man die meisten Girokarten, Visa- und Masterkarten sperren lassen. Meist wird man nach der Bankleitzahl und Kontonummer gefragt. Hat man eines der beiden in der Aufregung vergessen, funktioniert die Sperrung meistens aber auch so. Vor der Reise sollte man sich aber informieren, wo man anrufen muss, um American-Express- oder Diners Club-Kreditkarten zu sperren. Weiterhin sollte man darauf achten, dass die eigene Bank am Sperrnotruf teilnimmt, denn es gibt Ausnahmen.

Zeitzone

Je nach Reisezeit und Aufenthaltsort kann das Zeitgefühl in Norwegen etwas durcheinander kommen, denn die lange Polarnacht und die strahlende Mitternachtssonne können den Biorhythmus und die innere Uhr aus dem gewohnten Trott bringen. Gerade wenn man Verabredungen einhalten will oder pünktlich Termine wahrnehmen soll, ist es nützlich, eine Armbanduhr zu tragen und diese öfter mit einem prüfenden Blick zu bedenken. Berufliche Termine nach 16 Uhr oder am Wochenende sind absolut unüblich. Kleinere Verspätungen werden toleriert, aber man sollte sie nicht zur Regel werden lassen.


Zeitverschiebung

Norwegen gehört zur mitteleuropäischen Zeitzone und damit gibt es keine Zeitverschiebung, wenn man nach Norwegen reist.


Winter-Sommer-Zeit

In Norwegen wird ebenfalls auf die Sommerzeit umgestellt: Die Zeiger der Uhren wandern im ganzen Land am letzten Wochenende im März eine Stunde nach vorne und am letzten Wochenende im Oktober wieder eine Stunde zurück. Das macht sich dann besonders in den nördlichen Gebieten bemerkbar, wo der Tag oder die Nacht gar nicht enden wollen.

2. Das Wetter

Wetter

Obwohl Norwegen mit seiner immensen Nord-Süd-Ausdehnung weit über den Polarkreis hinausreicht, ist das Klima recht mild. Zwischen der Hauptstadt im Süden und den nördlichen Landesteilen und besonders Spitzbergen bestehen natürlich große Temperaturunterschiede. Der Winter kommt mit strengem Frost, aber im Sommer kann die 20- oder sogar 25-Grad-Marke durchaus geknackt werden.

Das Wetter in Norwegen

Von Dezember bis März liegen die Temperaturen im ganzen Land unter dem Gefrierpunkt. Ab Ende März hält der Frühling zuerst noch etwas zögerlich im ganzen Land Einzug und ab Ende Juni macht sich der Sommer breit. Herrlich sind dann die recht milden Nächte, in denen die Sonne jenseits des Polarkreises nicht untergehen will. Ab September kommt der Herbst mit bunten Farben nach Norwegen und ab November wird es Winter: Die Sonnenstunden nehmen rapide ab, teilweise wird es gar nicht mehr hell. In Spitzbergen, das ebenfalls zu Norwegen gehört, sollte man auch im Sommer eine dicke Jacke einpacken. Auch wenn die allerletzten Ausläufer des Golfstroms im Sommer die Fjorde des Archipels eisfrei halten, kann es trotzdem empfindlich kalt werden.


Klimatabelle Norwegen (Oslo)

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
temperaturen-2°C
-7°C
-1°C
-6°C
5°C
-4°C
10°C
1°C
16°C
6°C
20°C
10°C
22°C
13°C
21°C
12°C
17°C
8°C
9°C
3°C
3°C
-2°C
0°C
-4°C
Sonnenstunden1h3h5h6h8h8h6h6h5h3h0h1h
Niederschlag15d13d9d11d10d13d15d14d14d14d16d17d

Temperaturen

Die wärmsten Monate im ganzen Land sind Juni, Juli und August. Es dauert etwas länger, bis sich der Sommer nach Norden vorkämpft und man kann davon ausgehen, dass die Vegetationsperiode etwa sechs Wochen langsamer und kürzer ist. Die kältesten Monate sind Dezember, Januar und Februar, obwohl sich selten sprichwörtliche sibirische Kälte breit macht, denn auch hier hat der Golfstrom mildernden Effekt. Allerdings sind in Norwegen auch schon Temperaturen von minus 40 Grad gemessen worden. Im Frühling und Herbst liegen die Temperaturen zwischen knapp unter zehn und etwas über 15 Grad. Nachts kühlt es sich natürlich ab und die Quecksilbersäule kratzt teilweise wieder am Gefrierpunkt.


Regen

Norwegen ist kein Sonnenland. Zwischen sieben und zehn Regentagen pro Monat muss man im ganzen Jahr einkalkulieren. Die meiste Sonne bekommt man zwischen April und Mai, im Juni und August ab. Auch im Februar regnet es nicht so viel, aber da sich dann auch eher selten die Sonne blicken lässt, trösten trockene Tage nur wenig. An den Küsten hat man es selten mit Dauerregen zu tun: Zwar treibt der Wind vom Meer die Wolken gegen die Berge der Fjorde, aber dort regnen sie sich ab und ziehen dann weiter. Ärgerlicher ist außerdem der Nebel, der ebenfalls vom Meer kommt und die schönsten Aussichten zum Beispiel vom Dalsnibba im Geirangerfjord zunichte machen kann. Als Regenhauptstadt Norwegen gilt Bergen mit stolzen 2.500 Millimetern pro Jahr und 248 Regentagen im Jahr – trotzdem regnet es selten ganze Tage am Stück durch und man kann immer wieder trockenen Fußes die Stadt erkunden.


Jahreszeiten

Norwegen hat ausgeprägte Jahreszeiten und je weiter man nach Norden reist, desto länger dauert der Winter und desto kürzer ist der Sommer. Im Süden des Landes kommt der Frühling mit Ostern, in kalten Jahren erst Mitte oder Ende April. Ganz offiziell beginnt der Sommer an Mittsommer im ganzen Land – egal wie verregnet und kühl der Tag ist. Ab September wird es schon wieder herbstlich und im November kommen Dunkelheit und Kälte dazu, die verkünden, dass es nun sicher Winter wird. Am Polarkreis wird es am Tag der Wintersonnwende (21. Dezember) nun exakt diesen einen Tag nicht hell, nördlich davon verlängert sich die Polarnacht je nach Standort: Am Nordkap reicht sie vom 20. November bis 22. Januar. Das Streulicht der Sonne sorgt aber überall für ein mystisch schimmerndes, bläuliches Licht, das die winterliche Landschaft besonders faszinierend macht.

Die beste Zeit für eine Reise nach Norwegen

Norwegen ist eigentlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die meisten Besucher kommen natürlich während des Sommers, um die Naturschönheiten zu bewundern, aber auch die Polarnacht findet immer mehr Anhänger. Dann wird Gemütlichkeit und Ruhe und Entspannung groß geschrieben und man genießt gutes Essen, ein schönes Feuer im Kamin, ein gutes Buch und nette Gesellschaft. Der Frühling lockt die Skifahrer nach Norwegen und der Herbst kann auch noch durchaus schöne Tage haben, wenn sich das Laub bunt färbt und die Sonne noch vom Himmel lacht.

3. Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Reisebestimmungen, Versicherungen & Gesetze

Norwegen gehört zum Schengen-Raum, was die Einreise erheblich vereinfacht. Es kann sinnvoll sein, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen, allerdings sollte man darauf achten, wie lange man im Land unterwegs sein will. In Sachen Gesetzen sind einige Besonderheiten zu beachten, die man aus Deutschland so nicht kennt. Dazu gehört das Jedermannsrecht.

Visum für Norwegen

Reisende aus dem Schengen-Raum benötigen einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, um nach Norwegen einreisen zu können. Ein Visum für EU-Bürger ist nicht nötig.

Kinder unter 10 Jahren dürfen seit 2012 nicht mehr mit dem Reisepass der Eltern einreisen. Auch sie benötigen wie Kinder über 10 Jahre einen Kinderausweis mit Lichtbild. Dies gilt auch für die meisten anderen EU-Länder sowie für eine Reihe von Ländern außerhalb der EU.

Die aktuellesten Informationen, ob ein Visum nötig ist, sind beim Auswärtigen Amt unter Norwegen - Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu finden.

Sollte ein Aufenthalt länger als drei Monate geplant sein, ist es möglich spätestens zwei Wochen nach der Einreise eine Aufenthaltgenehmigung bei der norwegischen Polizei zu beantargen.

Abgesichert in Norwegen - Versicherungen im Urlaub

Unternimmt man eine Reise ins Ausland, ist es sinnvoll, einen Blick auf die Versicherungen zu werfen, die man hoffentlich nicht benötigen wird. Reist man individuell und organisiert seine Reise selbst, muss man selbst entscheiden, welche Versicherungen man braucht. Ist man pauschal unterwegs, werden meistens Versicherungen wie Reiserücktrittskostenversicherung, Gepäckversicherungen und eventuell sogar Krankenversicherungen angeboten. Oft muss man selbst abwägen, ob und welche Versicherungen sinnvoll sind.


Krankenversicherung

Krankenversicherung

In Norwegen muss man krankenversichert sein. Auslandskrankenversicherungen verschiedener Anbieter decken den Versicherungsschutz ab, aber wenn man länger im Land bleiben möchte, greift der Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr – ab einen Aufenthalt von vier Wochen sollte man die Bedingungen ganz genau studieren. Ein genauer Blick ins Kleingedruckte des Versicherungsvertrag kann auch in anderen Fällen lohnen: Ein Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall wird oftmals nur übernommen, wenn er als medizinisch sinnvoll eingestuft wird. Das lädt zu langwierigen Streitereien ein, sodass man sich besser eine Versicherung aussucht, bei der der Krankenrücktransport nach Deutschland auf jeden Fall inkludiert ist.


Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Versicherungen für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Ein Blick in die Versicherungsklauseln der schon bestehenden Kfz-Versicherung kann bei der Reise mit dem eigenen Auto nach Norwegen bares Geld sparen: Oftmals greift die sogenannte Mallorca-Police, die die Deckungssumme automatisch auf das deutsche Niveau anhebt. Aber darüber hinaus sollte man immer die grüne Versicherungskarte dabei haben, denn sie erleichtert das Leben, wenn doch ein Unfall passiert sein sollte. Ist diese nicht mehr auffindbar, stellt die Versicherung eine neue aus. Ansonsten gehören ein Verbandskasten (Achtung Ablaufdatum!), ein Führerschein und natürlich der Fahrzeugschein ins Auto.


Versicherungen für Mietfahrzeuge

Versicherungen für Mietfahrzeuge

Viele Urlauber buchen vor Reiseantritt ihr Auto, Motorrad oder Boot. Auch Wohnmobile kann man online reservieren. Dabei werden eine Vielzahl von Versicherungen angeboten und auch hier sollte man zuerst seine eigene Kfz-Versicherung studieren, um keine unnötigen Versicherungen abzuschließen. Auch hier greift die Mallorca-Police. Ansonsten sollte man aber auf eine Vollkasko-Versicherung abschließen und je nachdem, was man im Urlaub vorhat, kann es sinnvoll sein, auf Reifen-, Unterboden- und Glasschutz zu achten.


Reiseversicherung

Reiseversicherung

Norwegen gilt als ein sicheres Reiseland. Trotzdem sollte man Wertsachen nicht offen im Fahrzeug liegen lassen und nicht die gesamte Reisekasse im Portemonaise haben. Wenn es einen Hotelsafe gibt, sollte man ihn nutzen, da ansonsten die abgeschlossene Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit nicht zahlt. Fliegt man nach Norwegen, wird oft eine Gepäckversicherung angeboten. Transportiert man Wertsachen im Koffer, kann sich das lohnen. Ansonsten gehen Koffer sehr selten verloren, sondern tauchen meist nach ein paar Tagen wieder auf und während dieser Zeit stellt die Fluggesellschaft Gutscheine aus, damit man sich mit dem Nötigsten eindecken kann.

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Wichtige Regeln und Verhaltensweisen für den Norwegenurlaub

Norwegens Gesetzeslage sieht etwas anders aus als die deutsche. Gerade das Jedermannsrecht ist ungewöhnlich, bringt aber viele Vorteile. Manche Vergehen werden allerdings auch mit horrenden Geldstrafen geahndet, die durch den Umrechnungskurs von Kronen in Euro nochmal um ein Vielfaches teurer werden. Man sollte sich also an die Vorschriften halten.


Verkehr

Verkehr

Ins Auto gehören ein gültiger Führerschein, der Fahrzeugschein, ein gültiger Verbandskasten, Warnwesten, Warndreieck und Schneeketten – auch im Sommer. Eine TÜV-Plakette muss ohnehin ins Nummernschild und auch die grüne Versicherungskarte bzw. generell ein Versicherungsnachweis ersparen Unannehmlichkeiten bei einem Unfall oder einer Kontrolle. Winterreifen sind selbstverständlich.

Übertretungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen werden sehr teuer und müssen häufig sofort und in bar beglichen werden. Innerorts sind 50km/h erlaubt. Außerorts darf 80km/h gefahren werden und auf Autobahnen 100km/h.

In Norwegen ist eine Lichtpflicht auch bei Tag und auch Handys am Steuer sind verboten.

Wie mit dem Kauf und dem Konsum ist Norwegen auch bei dem Thema Alkohol am Steuer konsequent. Es herrscht eine 0,2Promille Grenze, welche bei Überschreitung zu Geldstrafen oder sogar Gefängnisstrafen führen kann.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Norwegen hat scharfe Drogengesetze und man sollte auf keinen Fall Rauschmittel ins Land einführen, auch wenn sie für den eigenen Konsum bestimmt sind. Das gilt auch für "weiche" Drogen wie Cannabis. Alkohol über 60 % wird wie Drogen behandelt. Werden solche Substanzen im Gepäck festgestellt, muss man je nach Menge und Art hohe Geldstrafen oder sogar Haftstrafen in Kauf nehmen. Alkohol ist in Norwegen, wie in ganz Skandinavien, ohnehin ein sensibles Thema und man sollte von Trunkenheit in der Öffentlichkeit absehen. Auch wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sollte man auf Alkohol verzichten: Die Grenze liegt bei zwei Promille. Überschreitet man diese, greift man tief in die Tasche.


Nacktheit

Nacktheit

Die wenig einladenden Wassertemperaturen von etwa 18 Grad lassen Nacktbaden eigentlich wenig verlockend erscheinen. Trotzdem gibt es FKK-Strände und Mutige wagen sich dann nackt in die kalten Fluten. Davon abgesehen fällt Nacktheit in der Öffentlichkeit unter Erregung öffentlichen Ärgernisses und das kann teuer werden oder mit Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet werden. Gleiches gilt auch für sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit.


Kulturschätze

Kulturschätze

Norwegens Kunsthandwerk ist berühmt und macht bei der Ausfuhr keine Probleme. Anders ist die Sache gelagert bei Gegenstände von historischem Wert. Diese dürfen nicht ausgeführt werden. Da man aber in Norwegen, anders als in Griechenland oder Ägypten, selten über ein weites Feld an Ausgrabungen läuft, ist das meistens unproblematisch. Kulturschätze werden auch kaum zum Verkauf angeboten, sondern lagern in entsprechenden Museen. Probleme bei der Ausfuhr kann aber Kunsthandwerk aus Knochen oder ähnlichen Materialien machen. Hier sollte man sich vor dem Kauf beim norwegischen und deutschen Zoll nach den Bestimmungen erkundigen.


Zoll

Zoll

Ausreise aus Deutschland - Einreise nach Norwegen

  • Devisen
    • Die Einfuhr von Devisen ist auf 25.000 nkr begrenzt. Liegt der Betrag höher, muss er deklariert werden.
    • Allerdings müssen nach dem deutschen Zollgesetz Barmittel ab 10.000 € bei der Ausreise beim deutschen Zoll angemeldet werden.
  • Kulturgüter
    • Sobald ein Kulturgut ein- oder ausgeführt werden soll, bedarf es einer Genehmigung der entsprechenden Stellen.
  • Medikamente
    • Bei Einfuhr von Medikamenten muss deutlich sein, dass diese für den Eigenbedarf bestimmt sind.
  • Waffen
    • Für die Ausfuhr von Feuerwaffen, auch deren Munition und Teile, ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Person bis zu einem Gesamtwert von circa 100 € zollfrei
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
    • 250g Tabak
  • Getränke
    • 1 Liter mit einem Alkoholgehalt über 22 % bis 60% Alkohol
    • 1,5 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 22 % Alkohol
    • 2 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 4,7 % Alkohol
  • Lebensmittel
    • Kartoffeln dürfen nicht eingeführt werden.
    • Es dürfen maximal 10kg Fleisch- und Milchprodukte eingeführt werden.

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt. Bei alkoholischen Getränken mit über 20% Alkohol muss die einführende Person sogar über 20 Jahre alt sein.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Ausfuhr aus Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden.

Die norwegische Zollbehöre erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhrbestimmungen aus Norwegen.


Ausreise aus Norwegen - Einreise nach Deutschland

  • Devisen
    • Die Ausfuhr von Devisen ist auf 25.000 nkr begrenzt.
    • Nach dem deutschen Zollgesetz sind Barmittel ab 10.000 € bei der Einreise beim deutschen Zoll meldepflichtig.
  • Kulturgüter
    • Gegenstände von künstlerischem, kulturellem oder historischem Wert dürfen ohne Sondererlaubnis nicht über die Grenze hinweg befördert werden.
  • Waffen
    • Für die Einfuhr ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Geschenkartikel / Gegenstände des persönlichen Gebrauchs
    • Pro Person bis zu einem Gesamtwert von 300 € zollfrei
  • Feuerwerkskörper
    • Die Einfuhr nicht zugelassene Feuerwerkskörper ist strafbar.
  • Tabak
    • 200 Stück Zigaretten
      oder
      50 Zigarren
      oder
      100 Zigarillos
      oder
      250g Tabak
  • Getränke
    • 2 Liter mit einem Alkoholgehalt bis 22 % Alkohol
      oder
      1 Liter mit einem Alkoholgehalt über 22 % Alkohol
    • 4 Liter nichtschäumende Weine
    • 16 Liter Bier
  • Lebensmittel
    • 15kg Fisch (außer Süßwasserfisch)

Personen unter 18 Jahren sind nicht zur Ein- oder Ausfuhr von Tabakwaren und Alkohol berechtigt.

Die Zollbestimmungen können sich jederzeit ändern.

Die norwegische Zollbehöre erteilt Auskunft über die aktuellen Ausfuhrbestimmungen aus Norwegen.

Allgemeine Informationen zu den aktuellsten Zollvorschriften zur Einfuhr nach Deutschland können beim deutschen Zoll eingeholt werden sowie die Reisefreimengen.


Diebstahl

Diebstahl

In Norwegen ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig, aber in großen Menschenmengen und öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man trotzdem ein Auge auf seine Wertsachen haben. Hat man einen Verlust zu beklagen, sollte man sich selbstverständlich an die Polizei wenden und falls man eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat, den Nachweis darüber (in Kopie) vorzeigen können. Sind die gesamte Urlaubskasse und auch die Ausweispapiere gestohlen worden, sollte man mit der deutschen Botschaft in Kontakt treten.


Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Landesspezifische Gesetze und Verhaltensregeln

Das Jedermannsrecht ist für Urlauber aus Deutschland ungewohnt, aber sehr nützlich, denn es gestattet, dass man sich in der Natur (ausgenommen natürlich Privatgrund, der entsprechend eingezäunt ist, und Naturschutzgebiete) jederzeit frei bewegen darf. Das inkludiert auch zelten, wenn man nicht länger als zwei Tage bleibt. Auch wild wachsende Beeren, Nüsse und sonstige essbare Pflanzen dürfen geerntet, nicht geplündert, werden. Auch im Meer, aber nicht im Süßwasser, darf man angeln. An seinem Lagerplatz kann man ein Feuer zwischen dem 15. September und dem 15. April ohne Einschränkungen entzünden. Über den Sommer muss man einen gebührenden Abstand zu bewaldeten Flächen halten. Insgesamt spiegelt das Jedermannsrecht Norwegens gutes Verhältnis zur Natur wider und man sollte das als Urlauber respektieren, indem man seine Abfälle wieder mitnimmt und den Zeltplatz so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat.

Reisebestimmungen für Hunde und andere Tiere für Norwegen

Reist man mit dem eigenen PKW oder Wohnmobil nach Norwegen, möchte man unter Umständen sein Haustier, besonders den Familienhund, mitnehmen statt das Haustier in die Tierpension zu geben oder den Nachbarn die Betreuung zu überlassen. Auch wenn man aus der EU einreist, muss man einige Bestimmungen einhalten.

Wichtig ist ebenfalls sich vorher über die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland zu informieren.

Einen guten Überblick über die Bestimmungen und Tipps für das Reisen mit Tieren gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft oder der norwegische Zoll.


Einreisebestimmungen

Bei der Einreise müssen die entsprechenden Papiere der Tiere, besonders die Impfdokumente, beim Zoll sofort vorgewiesen werden. Pro einreisender Person können fünf Tiere registriert werden. Bei mehr als fünf Tieren gehen die norwegischen Behörden von kommerziellem Handel aus und man muss die entsprechenden Regelungen dafür befolgen. Die Tiere müssen gechipt sein. Tätowierungen sind nur dann zulässig, wenn sie gut lesbar sind und vor Juli 2011 vorgenommen wurden.


Impfungen

Tollwutimpfungen sind vorgeschrieben. Die Einreise darf erst ab dem 21. Tag nach dem Impfdatum erfolgen. Hunde müssen darüber hinaus auch gegen Bandwurm geimpft sein. Die Impfung muss drei Monate bis 24 Tage vor Einreise erfolgt sein. Tierbesitzer müssen sich von einem öffentlichen Veterinär ein Veterinärzertifikat ausstellen lassen, in dem die vorgenommenen Impfungen bestätigt werden. Dieses Zertifikat ist bei der Einreise vorzuweisen. Dieses Zertifikat kann durch einen in der EU anerkannten Pass ersetzt werden. Reist man aus einem Nicht-EU-Land ein, sind andere Bestimmungen zu beachten.

4. Unterkünfte

Unterkünfte

In Norwegen gibt es alle Arten von Unterkünften. In den großen Städten findet man natürlich Hotels, während auf dem Land die privaten Unterkünfte dominieren. Auch Hütten in der Natur kann man mieten und dort als Selbstversorger seinen Urlaub verbringen. Viele Unterkünfte zeichnen sich durch eine überaus malerische Lage und die umgebene, grandiose Natur aus.

Reservierungen in Hotels sind zu empfehlen

In großen und mittelgroßen Städten gibt es selbstverständlich Hotels, die je nach Kategorie, Lage, Angebot und Zeitraum recht teuer sein können. Trotzdem überzeugen die Hotels meistens durch einen guten Service. Im Sommer und in den norwegischen Ferien sollte man sich rechtzeitig um eine Unterkunft kümmern, da nicht nur die Preise steigen, sondern touristisch interessante Gegenden schnell ausgebucht sind. Das gilt nicht nur für die Hauptstadt Oslo, sondern auch für Bergen oder Tromsø. Hier sind die Sommermonate bei Touristen natürlich besonders beliebt.

Einen guten Überblick über die Hotels in Norwegen bieten folgende Anbieter:

Moderner Standard in norwegischen Jugendherbergen

Norwegen hat etwa 100 Jugendherbergen im ganzen Land, die sich Vandrerhejm nennen. Das einfache Wandererheim gehört aber längst der Vergangenheit an und ein moderner Standard und günstige Preise erwarten die Reisenden. Auch die großen Schlafsäle werden umfunktioniert zu Einzel-, Doppel, Mehrbett- oder Familienzimmern. Als Nichtmitglied im Verbund von Hostelling International oder VIP Backpackers Resorts International, den beiden großen Betreibern von Jugendherbergen in Norwegen, zahlt man pro Nacht und Person etwa drei Euro Gebühr. Eine Übernachtung liegt damit immer noch unter 50 Euro pro Nacht. Bettwäsche und Handtücher kann man vor Ort leihen oder man bringt sie selbst mit. In den Jugendherbergen findet man ein gemischtes Publikum aus aller Welt und aller Altersklassen.

Für die Suche nach dem perfekten Hostel in Norwegen helfen folgende Portale:

Individualreisen in Ferienwohnungen in Norwegen

An Norwegens Küsten, in den Fjorden und im Inland gibt es viele Ferienwohnungen, Apartments, Häuser und Hütten, die man als Urlauber für Tage, Wochen oder sogar Monate mieten kann. Auch in den großen Städten werden immer mehr Ferienwohnungen für den individuellen Urlaub angeboten. Je nach Lage des Objekts ist es im Sommer bei Naturfreunden, Anglern, Wanderern oder Ruhesuchenden äußerst beliebt und man sollte frühzeitig mit der Urlaubsplanung beginnen. Die Mietpreise richten sich nach ganz unterschiedlichen Kriterien, aber im Allgemeinen sind sie günstiger als die Übernachtung im Hotel. Allerdings ist man als quasi-Selbstversorger auf sich gestellt und man sollte sich vorher überlegen, wie man an Lebensmittel kommt, sodass man unter Umständen auch ein Auto mieten muss.

Bei den folgenden Anbietern kann ein Haus oder eine Ferienwohnung in Norwegen gemietet werden:

Camping in Norwegen - nah an der Natur

Norwegens fast unberührte Natur lockt jedes Jahr viele Camper in das Land der Fjorde, die mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs sind. Dafür gibt es viele schöne Campingplätze, aber auch Campinghütten. Man muss keine Campingkarte besitzen, aber manche Plätze und Hütten verlangen sie und dann macht es Sinn, Inhaber des Camping Key Europe zu sein, der zusätzlich Rabatte einbringt und eine Versicherung inkludiert.

Die folgenden Seiten geben einen guten Überblick und helfen bei der Suche nach einem passenden Stellplatz in Norwegen:


Zelt

Das eigene Zelt sollte man schon dabei haben, denn es werden nur ganz selten Zelte vermietet. Im ganzen Land stehen etwa 500 Zeltplätze zur Verfügung. NHO Reiseliv klassifiziert die Campingplätze im Land in Sternekategorien, die einen Indikator sowohl für die Qualität als auch für die Preise darstellen. Das Jedermannsrecht erlaubt es auch, in der Natur zu zelten, allerdings nicht mehr als zwei Nächte und nur dann, wenn man zu Fuß unterwegs ist.


Wohnmobil

Das Wohnmobil, mit dem man unterwegs ist, darf folgende Maße nicht überschreiten: Eine Breite von 2,55 m und eine Länge des Gespanns von 18,75. In der Höhe gibt es keine Beschränkungen. Einige Straßen haben eine Breite, die geringer ist als 2,55 m – bevor man also aufbricht, sollte man seine Route sorgfältig planen. Gleiches gilt auch für die Länge. Ist der Wohnwagen breiter als 2,30 m und ragt über 50 Zentimeter über das Zugfahrzeug an den Seiten hinaus, müssen weiße Reflektoren angebracht werden. Campingplätze sind teilweise rund um die Uhr geöffnet, ansonsten aber mindestens von sieben Uhr morgens bis 23 Uhr in die Nacht hinein.


Wildes Camping

Ist man mit dem Wohnwagen unterwegs, greift das Jedermannsrecht nicht. Wildes Campen ist nur mit dem Zelt möglich und auch nur dann, wenn man nicht länger als zwei Nächte bleibt, nicht auf privatem Grund zeltet und genügend Abstand zu Häusern hält. Mit dem Wohnwagen kann man auf Park- und Rastplätzen meist übernachten, aber auch hier sollte man sich nicht häuslich einrichten. Dass man in beiden Fällen keinen Müll hinterlassen soll, die Natur nicht mehr als nötig beeinträchtigt und vorsichtig mit offenem Feuer umgeht, versteht sich von selbst.

Couchsurfing und private Zimmer

In Norwegen gibt es gerade in den großen und größeren Städten Couchsurfing-Communities, die Übernachtungsgäste aufnehmen. Die Kommunikation im Vorfeld läuft online und man sollte in der Hochsaison früh eine Anfrage auf den Weg schicken, da viele Touristen diese Übernachtungsmöglichkeit nutzen, die eine günstige Alternative im recht teuren Urlaubsland Norwegen bieten.

Auf folgenden Portalen können passende Sofas in Norwegen gefunden werden.

5. Gesundheit

Gesundheit

Norwegen verfügt über ein gutes, öffentliches Gesundheitssystem in den Städten, das aber durch eine schlechte Finanzierung durch hohe Eigenbeteiligung der Patienten bezahlt wird. Vor Reiseantritt sollte man bei der heimischen Krankenkasse das Formular E 111 anfordern und sich darüber hinaus informieren, welche Kosten die eigene Krankenkasse im Behandlungsfall übernimmt. Auch die europäische Versichertenkarte EHIC wird in Norwegen akzeptiert. Zusätzlich ist es empfehlenswert, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen und dabei auf die Dauer zu achten, die die Versicherung dann auch abdeckt. Bei Reisen nach Svalbard/Spitzbergen ist darauf zu achten, ob diese Inselgruppe auch im Gebiet inkludiert ist, das die Versicherung abdeckt.

Medizinische Versorgung in Norwegen

Gesundheitseinrichtungen aus dem privaten Bereich gibt es nur in größeren Städten. Auf dem Land mit seiner dünnen Besiedlung sollte man sich, wenn man regelmäßig auf medizinische Hilfe angewiesen ist, über Behandlungsmöglichkeiten im Vorfeld informieren.

Impfungen für den Urlaub in Norwegen - Infektionen mit Impfschutz

Norwegen hat mit keinen Krankheiten zu kämpfen, denen man mit speziellen Impfungen vorbeugen könnte. Im Sommer sind, wie in Deutschland auch, Zecken aktiv, die FSME übertragen können. Eine entsprechende Impfung empfiehlt sich besonders in den Monaten April bis Oktober und wenn man einen sehr naturnahen Urlaub verbringen will.

Um sich jedoch möglichst gut vor Krankheiten zu schützen, sind folgende Impfungen empfohlen:

Die Standardimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln

sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.

Landesspezifische Impfungen bei einer Reise nach Norwegen sind nicht zwingend notwendig. Sollte man allerdings unter einfachen Bedingungen durch Norwegen reisen, besteht ein erhöhtes Risiko einer Frühsommermeningoenzephalitis (FSME), bzw. einer Borrelioseinfektion. Beide Krankheiten werden durch Zecken übertragen.

KrankheitBemerkung
FSME
  • Übertragung durch Zecken
  • in küstennahen Gebieten im Südwesten zwischen Alesund und Stavanger
Influenza
  • Übertragung durch Tröpfchen (Husten, Niesen)
Pneumokokken
  • Übertragung durch Tröpfchen (Husten, Niesen)
Hepatitis B
  • bei engen sozialen Kontakten
  • bei Langzeitaufenthalten

Infektrisiko im Urlaub in Norwegen - Infektionen ohne Impfschutz

Infektionskrankheiten sind weit verbreitet und eine Ansteckung ist schnell erfolgt. Die nachfolgende Liste stellt mögliche Risiken dar:

KrankheitBemerkung
Borreliose
  • Übertragung durch Zecken

Allgemeine Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit

Wenige einfache Verhaltensregeln bewirken eine starke Reduzierung der Ansteckungsmöglichkeiten:

  1. Moskitoschutz durch
    • Cremes mit DEET (außer Schwangere und Kinder unter zwei Jahren)
    • Tragen von langer Kleidung bei Dämmerung
    • Imprägnierung von Kleidung mit DEET
    • Imprägnierung von Zelt und Schlafsack mit DEET
    • Moskitoschutzkerzen
    • Moskitonetze
  2. Verzehr von Speisen nach dem Motto "Cook it, boil it, peel it or forget it" - "Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es"
  3. Verzehr von Getränken ohne Eis und nicht zu kalt
  4. Verzehr von Wasser nur aus der Flasche, nicht aus dem Hahn
  5. Sonnenschutz durch
    • Cremes mit Sonnenschutzfaktor größer als 20
    • Tragen von langer Kleidung und Kopfbedeckung
    • Nutzung des natürlichen Schattens
  6. kein Baden in natürlichen Gewässern
  7. kein direkter Kontakt mit Tieren
  8. regelmäßiges Händewaschen
  9. Verhütung beim Geschlechtsverkehr

Dies sind die grundlegenden Empfehlungen zum Schutze der Gesundheit. Werden diese beachtet, ist eine Ansteckungsgefahr mit vielen Krankheiten stark reduziert. Ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt zum geplanten Urlaub sollte in jedem Falle stattfinden, um individuelle Risiken zu minimieren.

Die aktuellesten Empfehlungen zum Reiseschutz können beim Tropeninstitut unter Norwegen nachgelesen werden.

Ebenfalls bietet das Auswärtige Amt unter Norwegen - Medizinische Hinweise die neusten Informationen zum Gesundheitsschutz für den Urlaub an.

Reiseapotheke für den Urlaub in Norwegen

Die Standardreiseapotheke deckt die häufigsten gesundheitlichen Probleme von gesunden Erwachsenen ab. Sie sollte folgende Dinge beinhalten:

Mittel gegen

  • Reisekrankheit
  • Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Wunddesinfektion
  • Schmerzen und Fieber
  • Prellungen und Zerrungen
  • Augenentzündung
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfallerkrankungen
  • Verbandmittel

Je nach genauem Reiseziel, Reisedauer und eigener gesundheitlichen Situation muss die Reiseapotheke angepasst werden.

Die Reiseapotheke von DocMorris - für jedes Reiseziel optimal gerüstet!

www.docmorris.de

Falls keine Tollwutimpfung vorliegt, sollten entkrampfende Medikamente mitgenommen werden. Bei einem Biss durch streunende oder wilde Tiere ist jedoch in jedem Fall das umgehende Aufsuchen eines Krankenhauses oder Arztes unumgänglich. Neben den Medikamenten, die man ohnehin täglich einnimmt und die zu den Klassikern der Reiseapotheke gehören (Schmerzmittel etc.), sollte man für Norwegen im Sommer auf jeden Fall Insektenschutzmittel und Mittel zur Linderung von Insektenbissen und –stichen mitnehmen. Will man wandern und einen Aktivurlaub verbringen, gehören auch Pflaster, Blasenpflaster, Mullbinden und sterile Handschuhe in die Grundausstattung. Auch eine Pinzette kann nützlich sein. Salbe gegen Verstauchungen und Prellungen sowie Desinfektionsspray können sich als nützlich erweisen. Auch Sonnenschutz gehört ins Gepäck. Reist man nach Svalbard und will eine Tour durchs Inselinnere machen, sollte man unbedingt eine Sonnenbrille einpacken, da man ansonsten schnell schneeblind werden kann.

6. Kultur

Kultur

Norweger sind stolz auf ihr Land und dessen Errungenschaften. Man sollte also nicht auf Norwegen schimpfen oder das Königshaus beleidigen – aber das steht einem Gast in einem Land ohnehin nicht zu. Norweger sind sehr naturverbunden und stolz auf die landschaftliche Schönheit ihres Lands der Fjorde. Daher sollte man mit diesen Naturschönheiten sorgsam umgehen. Ab und zu ein Lob an die schönen Seiten des Landes, das ehrlich gemeint ist und von Herzen kommt, schafft Sympathie.

In Norwegen immer eine Jacke dabei

Auch wenn Norwegen ein sehr offenes und tolerantes Land ist, sollte man gerade Kirchen nicht in Hotpants und Top besuchen. Im Alltag gibt es ansonsten aber kaum Einschränkungen, auch wenn ein Opernbesuch sicher auch nicht in Flip Flops und mit Bermuda-Shorts empfehlenswert ist.

Ruhige Gespräche und Handlungen

Norweger sind eher zurückhaltend. Ausschweifende Gesten und lautes Sprechen ziehen zumindest Aufmerksamkeit auf sich und daher verzichtet man besser darauf. Auch Fluchen ist nicht gern gesehen – selbst wenn es auf Deutsch ist.


Umgang mit Emotionen

In Norwegen steht ein harmonisches Miteinander an erster Stelle. Missfallen, Ärger oder Wut werden daher nicht so deutlich kommuniziert wie in Deutschland. Auch Türknallen oder abruptes Aufspringen sind nicht Teil der norwegischen Kultur. Hat man mit einem Norweger Probleme zu klären, tut man dies in leisen, höflichen Tönen und am besten unter vier Augen, ohne großes Publikum. Sich laut seinem Ärger und Unmut Luft zu machen wird als mangelnde Selbstbeherrschung ausgelegt.

Wichtige Verhaltensweisen in Norwegen

Norwegen als westeuropäisches Land pflegt einen offenen Umgang mit vielen Dingen. Alkohol allerdings gehört nicht dazu. Die Einfuhr von Spirituosen über 60 Prozent wird als Einfuhr von Rauschmittel klassifiziert und man kann dafür ins Gefängnis kommen.


Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

Anrede, Begrüßung und Verabschiedung

In Skandinavien ist das Duzen durchaus gebräuchlich. Will man auf der sicheren Seite sein, siezt man sein Gegenüber erst einmal, besonders wenn es sich um einen Vorgesetzten oder eine ältere Person handelt. Die Begrüßung per Handschlag ist in Norwegen üblich. Dabei kann es durchaus etwas förmlich zugehen, aber meist stellt sich schnell eine herzlichere Stimmung ein. Smalltalk sollte schon mit Sinn gefüllt sein, aber ein Tabuthema ist der zweite Weltkrieg.


Nacktheit

Nacktheit

In Norwegen gibt es FKK-Strände. Von diesen Möglichkeiten abgesehen fällt Nacktsein in der Öffentlichkeit unter Erregung öffentlichen Ärgernisses und ist strafbar. Aber da die Temperaturen, sowohl im Wasser als auch außerhalb, meist nicht dazu einladen, überflüssige Kleidung abzulegen, ist das meist kein Problem. Und da Norwegen außerdem recht dünn besiedelt ist, kann man an einem einsamen Teich ohne Zuschauer sicherlich eine schnelle, hüllenlose Runde im Wasser drehen.


Rauchen

Rauchen

Norwegen ist ein Land für Nichtraucher: Das Rauchen ist in Restaurants, öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, in öffentlichen Transportmitteln und Flugzeugen nicht gestattet. Auch in Hotels, Kneipen oder anderen Speiselokalitäten wird Zigarettenqualm nicht geduldet. Mietet man ein Auto oder ist mit dem eigenen Wagen unterwegs, darf man auch nicht rauchen. Raucherbereiche oder -zonen wird man übrigens meist vergebens suchen. Ist man mit den Hurtigruten entlang der Küste unterwegs, kann man die herrliche Aussicht auf die Fjordwelt an Deck zwar bei einer Zigarette genießen, aber Rauchen im Inneren der Schiffe ist tabu. Auch hier gibt es nicht unbedingt Rauchersalons. Duldet zum Beispiel der Restaurantinhaber Raucher in seinen Räumlichkeiten, wird er zur Kasse gebeten oder das Restaurant wird geschlossen. Will man in Norwegen Zigaretten kaufen, muss man über 18 Jahre alt sein.


Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Drogen- und Alkoholgesetze sind in Norwegen streng. Die Einfuhr von Alkohol über 60 Prozent kommt der Einfuhr von Rauschmitteln gleich und ist verboten. Hier drohen Gefängnisstrafen. Alkoholkonsum auf offener Straße ist verboten und das Bußgeld kann teuer werden. Das ergibt in Kombination mit dem Rauchverbot in Innenräumen eine recht paradoxe Situation, da das eine im Außenbereich und das andere im Inneren verboten ist. Die Norweger selbst vertragen recht wenig Alkohol und trinken daher auch relativ wenig. Drogen, auch "weiche", sind im Land tabu und man kann ins Gefängnis wandern, auch wenn man nur Mengen für den Eigenbedarf dabei hatte.


Intimitäten

Intimitäten

Sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind verboten, da sie unter die Klassifizierung "Erregung öffentlichen Ärgernis" fallen. Hand in Hand durch Oslo zu schlendern, ist aber selbstverständlich kein Problem. Auch Küsse in der Öffentlichkeit fallen eher nicht unter die Grenze des guten Geschmacks.


Geschenke

Geschenke

Besonders teuer ist in Norwegen Alkohol. Wenn man bei jemandem eingeladen ist, ist daher eine Flasche Wein ein gutes Geschenk. Aber Achtung: Nicht alle Norweger trinken überhaupt Alkohol und man sollte sich vorher erkundigen, wie es der betreffende Haushalt damit hält. Ansonsten sind auch Blumen beliebt.


Fluchen

Fluchen

Lautes Fluchen ist in Norwegen einfach ungewöhnlich und man wird sich manch verwunderten oder sogar pikierten Blick einfangen. Wer heftig gestikuliert und seinem Unmut laut Luft macht, wird als jemand gesehen, der sich nicht im Griff hat und dem es an Selbstbeherrschung einfach mangelt. Damit hinterlässt man ganz sicher keinen guten Eindruck.


Handeln

Handeln

Handeln und feilschen ist in Norwegen zwar nicht unbekannt, aber wird normalerweise nicht praktiziert, sondern man zahlt den Preis, der etikettiert ist. Trotzdem kann man ein bisschen Geld sparen, da man in Geschäften, die mit "Tax Free" markiert sind, die Steuer bei Ausreise zurückerhalten kann. Die Ausreise muss vier Wochen nach Kauf erfolgen und die Artikel müssen zum einen unbenutzt sein und zum anderen muss der Wert der Ware 315 Kronen übersteigen. Also lohnt es sich, den Kassenzettel aufzuheben.

7. Getränke und Speisen

Getränke und Speisen

Norwegen hat einige köstliche Spezialitäten zu bieten. Dazu gehört natürlich der weltbekannte Lachs, aber auch der süßliche Braunkäse will probiert werden. Mutige versuchen einen Elchburger und lassen sich von dem etwas eigentümlichen Aussehen des Stockfischs, der auf Gestellen trocknet, nicht abschrecken und versuchen ihn bevor er die lange Reise nach Portugal oder Spanien antritt.

Kaffee und Tee auf norwegischen Tischen

Wie in allen skandinavischen Ländern ist Alkohol teuer und wird nur in speziellen Geschäften verkauft. Hochprozentiges wird weniger oft als in Deutschland konsumiert. Aber das Getränk des täglichen Lebens ist der Kaffee, der in Norwegen seit einigen Jahren Einzug gehalten hat und zu jeder Tageszeit gerne getrunken wird. Aber auch Tee steht auf der Getränkekarte. Dazu kommen die Marken der internationalen Hersteller von Softgetränken.


Sehr gute Wasserqualität in Norwegen

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Wasserqualität in Norwegen hervorragend, sodass man ohne Bedenken das Leitungswasser konsumieren kann. Natürlich gibt es auch hier Fälle von Verunreinigungen, über die man aber informiert wird, sodass eigentlich kein Risiko besteht, wenn man nicht nur Medikamente mit Leitungswasser nimmt und seine Zähne putzt, sondern auch Flaschen abfüllt für Wandertouren. Auch die Zubereitung von Babynahrung mit Leitungswasser gilt als unbedenklich.


Norwegisches Bier und Aquavit

Bier ist das alkoholische Getränk Nummer eins in Norwegen und es gibt viele kleine Brauereien. Auch das sogenannte Jule-Bier gehört einfach in die Vorweihnachtszeit. Greift man zu etwas Hochprozentigem, dann ist es meist der Aquavit, der aus Kartoffeln hergestellt wird und mit unterschiedlichen Kräutern und Gewürzen wie Koriander oder Fenchel versetzt wird. Eine Besonderheit ist die Variante Aquavit Line, bei der die Spirituose in Fässern einmal über den Äquator verschifft wird – angeblich hat das einen Einfluss auf den Geschmack. Norweger brennen auch gerne zu Hause Schnaps, der die Vorlieben des jeweiligen Herstellers wiederspiegelt und daher einmalig ist.


Alkohol weniger üblich

Das Hauptgetränk der Norweger ist der Kaffee. Zum Essen wird gerne ein Bier getrunken und bei der Verdauung kommt der schon erwähnte Aquavit zum Einsatz. Viele Norweger verzichten aber auch ganz auf Alkohol. Das liegt nicht nur am Preis, sondern am fehlenden Geschmack für Spirituosen. Daher rührt auch, dass sie Alkohol schlechter vertragen und schneller betrunken sind.

Fisch, Elch und Knäckebrot

Norwegen ist natürlich reich an Fisch und es gibt leckere Zubereitungen, die sich als Exportschlager erwiesen haben. Dazu gehören der Graved Lachs und der Stockfisch, der sich unter anderem in Spanien als Bacalao wiederfindet. Darüber hinaus ist die norwegische Küche deftig und nicht unbedingt empfehlenswert für Vegetarier: Auf den Tisch kommen neben Fisch auch Schaf- und Ziegenfleisch. Ebenso Wild, als besondere Spezialität Rentier und Elch, stehen auf dem Speiseplan. Lange Zeit war es notwendig, Lebensmittel zu konservieren. Deshalb sind viele Lebensmittel gepökelt, gesalzen oder auf andere Weise haltbar gemacht worden. Wegen seiner Lage gedeiht in Norwegen Getreide nur im äußersten Süden des Landes, sodass man als Besucher auf gewöhnliches Brot verzichten muss. Dafür findet man alle Arten von Knäckebrot.


Moltebeeren und Braunkäse aus Norwegen

Ist man in Norwegen unterwegs, kommt man an Fisch kaum vorbei. Der Lachs hat es ja inzwischen in die gehobene Küche geschafft und ist vielleicht das bekannteste und beliebteste Gericht Norwegens, aber man sollte auch Lutefisk probieren: Der Stockfisch wird gewässert und dann gekocht oder gegrillt. Für jeden Tag gibt es die Kjøttkaker: Hackfleischbällchen mit Kartoffeln und Erbsen. Wer es süß mag, kommt mit den Moltebeeren, die man auch selbst pflücken kann, mit Schlagsahn auf seine Kosten. Auch Sauerrahmbrei mit Zucker und Zimt ist ein beliebtes Dessert. Unvermeidbar ist der Braunkäse, den man in dünne Scheiben gehobelt auf Brot, Toast oder Knäckebrot isst. Oft wandert er auch in Bratensoße und sorgt dort für einen leicht süßlich-karamellartigen Geschmack.


Norwegische Spezialität: Der Schafskopf

Neben den Fischspezialitäten gibt es in Norwegen viel Fleisch von Ziegen oder Schafen. Früher als Essen für arme Leute verpönt, ist heute der Schafskopf eine Delikatesse aus den Fjorden, die allerdings etwas gewöhnungsbedürftig aussieht. Der ganze Kopf des Tieres wird gepökelt und gesalzen und anschließend getrocknet. Danach wird er gar gekocht und als Beilage gibt es Kartoffeln und gestampfte Kohlrüben. Um den ganzen Schafskopf zu essen, braucht es schon einen starken Magen, denn auch die Augen werden verspeist. Früher wurde der Schafskopf im Herbst und um Weihnachten gegessen, da man das Tier nicht über den Winter füttern konnte oder wollte.


Üppiges Essen am Morgen und Abend

Norweger essen ein sehr üppiges Frühstück. Dafür fällt das Mittagessen meist eher mager aus: Meist gibt es ein Sandwich oder ähnliches aus der Hand. Das Abendessen ist sehr früh, meist schon gegen 17 oder 18 Uhr, und neben dem Frühstück die Hauptmahlzeit des Tages, wo warm gegessen wird. Bei einem so frühen Abendessen kann man am späteren Abend durchaus nochmal Hunger bekommen – dann gibt es einen kleinen Imbiss gegen 22 Uhr, der meist aus Kuchen und anderen süßen Sachen besteht. Ist man in einer norwegischen Familie eingeladen, ist es üblich beim Tischdecken zu helfen. Gerne darf man auch einen Toast ausbringen oder eine kleine Rede halten. Nach dem Essen bleibt man noch gemütlich beisammen sitzen und plaudert.

8. Mobilität

Mobilität

Norwegen ist ein wildes und zerklüftetes Land, in dem, gemessen an seiner Fläche, recht wenige Menschen leben. Um von einem Ort zum anderen zu kommen, war und ist manchmal der Seeweg der schnellste. Daher kommen die heute bei Touristen so beliebten Hurtigruten, die die schnellste Verbindung entlang der Küste darstellten.

Von Hauptstadt zu Haupstadt - Berlin - Oslo:

Flugzeug

1,5 h

Auto

13 h

Mit dem Flugzeug nach Norwegen

Die Anreise mit dem Flugzeug von Deutschland aus nach Norwegen gestaltet sich je nach Ziel problemlos. Flüge in die Hauptstadt Oslo gehen regelmäßig und direkt von deutschen Flughäfen aus. Nach Bergen direkt zu fliegen, ist schon etwas schwieriger und meist muss man lange Wartezeiten bei Zwischenlandungen in Kauf nehmen, sodass man besser auf die Bahn umsteigt. Es gibt auch Inlandsflüge, die lange Strecken mit dem Auto oder Zug abkürzen und auch abgelegene Regionen bedienen. Meist ist es am einfachsten, einen Flug von Deutschland aus nach Oslo zu buchen und von Oslo aus nach Möglichkeiten der Weiterreise zu suchen. Am besten tut man das von zu Hause aus online, damit man keine unnötigen Überraschungen bei der Anreise erlebt.


Flughäfen in Norwegen

Der größte Flughafen Norwegens ist Oslo mit mehr als 100 Flugzielen. Er verfügt über gute internationale Anschlüsse. Je nach Jahreszeit sollte man sich frühzeitig um Flüge nach Norwegen kümmern, da die Preise schnell steigen können. Darüber hinaus kann man aber auch zum Nordkap oder auf die Lofoten fliegen und bei gutem Wetter das Land aus der Vogelperspektive schonmal kennen lernen und sich erste Eindrücke verschaffen. Auch Svalbard verfügt über einen eigenen Flughafen, der nicht nur der reinen Versorgung dient, sondern auch Touristen auf die abgelegene und unberührte Inselgruppe bringt. Für Flüge nach Svalbard sollte man sich in einem Reisebüro erkundigen, die sich auf Reisen in die Arktis spezialisiert haben.


Flüge innerhalb Norwegens

Vom Flughafen Oslo gehen quasi in jede Region Norwegens Inlandflüge. Norwegen verfügt über fast 50 Flughäfen, die eine gute Verkehrsanbindung garantieren. Direktflüge von Oslo in den hohen Norden, zum Beispiel nach Tromsø kosten, je nach Buchungsdatum, etwa 150 Euro. Hier lohnt es sich, sehr frühzeitig die Reiseplanung zu beginnen, denn je weiter das Flugdatum in der Zukunft liegt, desto günstiger wird der Flug.

In Summe verkehren folgende Fluggesellschaften zwischen zahlreichen norwegischen Flughäfen:


Flüge von / nach Deutschland

Auch von Deutschland aus kann man nach Norwegen fliegen. Meistens gibt es Direktflüge nach Oslo; die kleineren Flughäfen werden nicht direkt von Deutschland aus angeflogen, sondern man muss in Oslo umsteigen. Das kann natürlich die Anreise erheblich in die Länge ziehen, aber man ist auch schnell in der Urlaubsregion, ohne das langgezogene Land von Süd nach Nord durchqueren zu müssen. Auch hier gilt, dass man die günstigsten Preise bekommt, wenn man sehr früh bucht.

Die folgenden Fluggesellschaften bieten wie oben beschrieben nationale und internationale Flüge an:

Weitere Fluggesellschaften für den internationalen Flugverkehr zwischen Deutschland und Norwegen sind:


Ticketerwerb

Flugtickets erwirbt man am unkompliziertesten und günstigsten über das Internet. Diverse Portale bieten Preisvergleiche und die Möglichkeit, direkt zu buchen. Kommt es zu Umbuchungen, online-Checkin oder sonstigen Sonderleistungen, muss man darauf achten, bei wem man das Ticket nun erworben hat und ob man sich an den Zwischenhändler oder direkt die Fluggesellschaft wenden muss. Natürlich kann man auch bei letzterer die Tickets online kaufen; meistens sind die Preise dort aber etwas höher. Auch im Reisebüro kann man Flugtickets nach Norwegen kaufen oder sich in einer Art Baukastensystem seine Traumreise zusammenstellen, indem man die Unterkünfte und eventuell sogar organisierte Ausflüge oder Fahrten mit Fähren hinzufügt.

Mit Auto oder Motorrad unterwegs in Norwegen

Wenn man mit dem Auto in Norwegen unterwegs ist, kann man seinen Urlaub individuell gestalten, an den schönsten Plätzen anhalten und das Land in seinem ganz eigenen Tempo bereisen. Aufpassen sollte man auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn bei Überschreitungen des Tempolimits wird es richtig teuer. Kann man nicht zahlen, wandert man ins Gefängnis. Außerdem sollte man bedenken, dass Norwegen durchaus seine wilden Seiten hat – Tiere, besonders Rentiere, auf der Fahrbahn oder am Straßenrand sind keine Seltenheit und können verkehrstechnisch eine Herausforderung darstellen. Davon abgesehen kann auch das Wetter Kapriolen schlagen und Schneeketten gehören zur Grundausrüstung im Winter, aber auch je nach Region bis in den Juni hinein. Im Winter sind entsprechende Kleidung inklusive Schal, Mütze und Handschuhe, eine Schaufel und ein kleines Notfallpaket mit energiereichen Snacks empfehlenswert.


Führerschein für den Norwegenurlaub

In Norwegen gilt der europäische Führerschein. Außerdem sollte man seine Versicherungsunterlagen bzw. Versichertenkarte sowie den Fahrzeugschein dabei haben. Vor der Reise sollte man nachsehen, ob man den Verbandskasten erneuern muss und ob man die Warnwesten eingepackt hat – bei einer Panne in norwegischer Dämmerung oder Dunkelheit können Sie entscheidend sein. Auch das Warndreieck gehört in den Kofferraum.


Mieten eines Autos im Norwegenurlaub

Will man nicht mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, kann man zum Beispiel am Flughafen von Oslo bei großen internationalen Anbietern ein Auto mieten. Die Preise allerdings sind dem norwegischen Niveau angepasst und deshalb relativ hoch. Im Mietwagen ist übrigens Rauchen tabu. Um ein Auto zu erhalten, muss man mindestens 19 Jahre alt sein; manche Vermieter verlangen einen Zuschlag, wenn der Fahrer unter 25 Jahre alt ist. Als Zahlungsmittel ist die Kreditkarte üblich. Darüber sollte man sich vorher informieren. Aufpassen sollte man auch bei den Versicherungen – nötig sind sie, aber überflüssige Absicherungen können viel Geld kosten.


Verkehrsregeln in Norwegen

In Norwegen muss man immer mit Licht fahren.

Innerorts ist man mit 50 km/h, außerorts mit 80 km/h unterwegs. In manchen Gebieten gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h und Bodenschwellen sorgen dafür, dass die Fahrer sich auch daran halten. Nicht immer warnen Hinweisschilder vor diesen kleinen Hindernissen. Man sollte sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, denn die Strafen für zu schnelles Fahren sind sehr hoch.

Die Promillegrenze liegt in Norwegen bei 0,2 Promille und Telefonieren am Steuer ist Verboten.

Ins Auto gehört mindestens eine Warnweste.

In Norwegen sind Spikereifen nicht verboten. Sie dürfen von Oktober bis Ostern benutzt werden – oder wenn die Witterungsverhältnisse die Benutzung rechtfertigen. Schneeketten gehören im Winter und je nach Region bis Juni auch ins Auto.


Tanken in Norwegen

Benzin ist in Norwegen teuer. Damit will man die Umwelt schützen. Es steht die Wahl zwischen Normalbenzin (Regular gas), Super (Blyfri 95), SuperPlus (Blyfri 98) oder Diesel. Die Tankstellenbesitzer sind an keine Preisvorschriften gebunden und die Preise variieren daher stark von Ort zu Ort. In abgelegenen Gebieten oder im Gebirge sind Tankstellen eher dünn gesät und man sollte sich vorher informieren, wo man tanken kann. Im ganzen Land gibt es etwa 100 Tankstellen, die Autogas anbieten und mit unterschiedlichen Anschlusssystemen ausgestattet sind. Je nach Anschluss werden entsprechende Adapter bereitgehalten.


Parken in Norwegen

Entlang der Landstraßen in Norwegen finden sich immer wieder Parkplätze, von denen man eine schöne Aussicht genießt, die den Einstieg zu einem Wanderweg bilden oder die den Zugang zu einem Aussichtspunkt ermöglichen. In den Städten gibt es Parkhäuser, Parkplätze und Tiefgaragen, die natürlich gebührenpflichtig sind. Unbedingt sollte man an einem Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen, denn ansonsten überschreiten die Strafen schnell 100 Euro.


Maut in Norwegen

Die Nutzung von Straßen ist in Norwegen mautpflichtig. Das liegt daran, dass die Instandhaltung und Wartung der Straßen, Brücken und Tunnels nicht nur durch ihre Lage und Konstruktion, sondern auch durch die Witterungsverhältnisse extrem aufwendig und teuer ist. Ein ausländisches Fahrzeug kann nicht am Auto-PASS-System teilnehmen, sondern man zahlt entweder per Rechnung nachträglich oder vorher über Kreditkarte. Die Gebühren liegen zwischen fünf und 150 Kronen je nach Streckenabschnitt für PKWs unter 3,5 Tonnen. Darüber wird es teurer.

Wilde Landschaften mit der norwegischen Eisenbahn durchqueren

Die norwegische Bahn NSB durchquert das Land von Süd nach Nord und bietet eine entspannte Art des Reisens. Viele Strecken sind landschaftlich sehr schön und technisch interessant durch atemberaubende Brücken oder Tunnel, die Meisterleistungen der Technik darstellen, verbunden. Von der Südküste verläuft das Gleisnetz bis Bodø, nördlich des Polarkreises – danach ist man auf andere Transportmittel angewiesen. Besonders schön sind die Routen von Bergen nach Oslo oder von Myrdal nach Flåm. Dabei passiert der Zug eine wildromantische Landschaft von rauschenden Bächen und Wasserfällen und kommt schließlich in einem der schönsten Fjorde Norwegens an.

Der wichtigste Bahnhof Norwegens ist die Oslo Sentralstasjon, auch kurz Oslo S genannt. Von hier aus gibt es Verbindungen in alle Landesteile und über die Grenzen Norwegens hinaus. Norwegens Bahnhöfe sind meist gut ausgestattet. In den Gebäuden findet man gerade in den größeren Städten eine Touristeninformation, die Möglichkeit, Geld zu wechseln, und Gastronomie. Auch die kleineren Bahnhöfe verfügen über Schließfächer, Geldautomaten und meistens über barrierefreie Zugänge.

Norwegen kann man mit dem Interrail-Ticket bereisen. Ist man mit der NSB unterwegs, kann man Tickets online kaufen oder man zieht die Karten am Automaten im Bahnhof. Für längere Fahrten oder Fahrten mit den Nachtzügen sollte man eine Reservierung vornehmen. Die berühmte Fahrt von Myrdal nach Flåm oder in die Gegenrichtung kostet ungefähr 320 Kronen pro Erwachsenen.

Mit dem Bus durch Norwegen

In Norwegen verkehren in den Städten sowohl die Stadtbusse als auch Fernbusse, die die einzelnen Landesteile miteinander verbinden. Davon ausgenommen ist Nordnorwegen. Im restlichen Land gibt es zwei große Busunternehmen: NOR-WAY Bussekspress bietet viele Routen an. Gleiches gilt auch für Nettbus Ekspress. In der Fjordlandschaft ist Fjord1 tätig. Dazu kommen einige lokale Anbieter. Alle Busunternehmen korrespondieren in ihren Ankunftszeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr, Zügen und Fähren, sodass man meist problemlos das Verkehrsmittel wechseln kann. Reisen mit dem Bus ist deutlich günstiger als die Bahn oder das Flugzeug und es gibt die Möglichkeit, Skier oder Fahrräder gegen Gebühr mitzunehmen.

An die Busbahnhöfe angeschlossen ist meist ein Informationsschalter, der sowohl Fahrpläne für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt als auch für Fernbusse bereithält. Häufig gibt es auch eine Gepäckaufbewahrung. Da einige Busbahnhöfe in direkter Nähe zum Bahnhof der Stadt liegen oder in diesen integriert sind, findet man die gleichen Services wie dort.

Tickets, die man online bucht, sind meist günstiger und man kann eine Platzreservierung vornehmen. Für den öffentlichen Nahverkehr kann man die Tickets in Norwegen direkt beim Fahrer erstehen oder aber man erwirbt ein Tages- oder Mehrtagesticket, wenn man länger in der Stadt ist und sich viel ansehen will. Die Tickets kann man ausdrucken oder man lädt sie aufs Handy. Aber auch für Kurzentschlossene gibt es Tickets an Automaten oder Informationsschaltern der Anbieter:

In Oslo kostet eine Fahrt 27 Kronen, die Reise von Oslo nach Bergen kostet zwischen 550 und 650 Kronen.

Schifffahrt und Kreuzfahrten

Norwegen ist ein Land des Wassers. Nicht nur die Fjorde, die teilweise tief ins Land einschneiden, sondern auch viele Inseln und Seen machen das Boot zu einem beliebten Verkehrsmittel. Die Hurtigruten sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und schon lange kein einfaches Transportmittel mehr, sondern eine ganz besondere Kreuzfahrt entlang der Küste, durch Fjorde und auf die Inseln Norwegens. Günstig ist diese gemächliche Reise allerdings nicht; dafür bieten die Postschiffe viel Komfort und ein einmaliges Ambiente. Reisen kann man online oder im Reisebüro buchen.


Norwegen zu Boot entdecken

Touristen, die vor dem 01. Januar 1980 geboren sind, dürfen ein Boot ohne Führerschein führen. Wer jünger ist, muss für ein Boot über acht Meter und mit einer Motorleistung von mehr als 25 PS einen Bootsführerschein haben. Der deutsche Bootsführerschein gilt auch in Norwegen. An Bord eines Boots müssen Schwimmwesten sein, es gibt allerdings keine Vorschrift, die besagt, dass man sie auch anlegen muss. Sinnvoll ist das natürlich auf jeden Fall. In Häfen gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung von fünf Knoten und Alkohol am Ruder ist tabu.


Fahrrad fahren eine Herausforderung

In Norwegen gibt es einige Fahrradrouten. Natürlich kommen Downhiller und Mountainbiker in Norwegens Bergwelt auf ihre Kosten, aber auch ein Radurlaub im Nordland auf dem Küstenradweg oder entlang des Oslofjords ist empfehlenswert. Wenn man mit dem Fahrrad in Norwegen unterwegs ist, sollte man an die wichtigsten Ersatzteile und besonders Regenschutz denken. Außerdem sollte man als Fahrradfahrer über eine gute Kondition verfügen – das Land ist bergig und meist muss man auf der einen Seite hinauf, um den schönen Ausblick zu genießen und sich dann ins nächste Tal rollen zu lassen.


Fähren

In Norwegen ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten oftmals über Wasser und es gibt viele Fähren. Davon abgesehen reisen die meisten Besucher mit der Fähre nach Norwegen. Je nach Startpunkt dauert die Überfahrt etwa zwölf Stunden. Tickets bucht man am einfachsten und günstigsten bei den Anbietern wie Colorline oder Stena Line direkt online. Kleine Fähren von jeden Tag und nach Bedarf, sodass man keine Reservierung vornehmen muss. Je nach Saison und Ort kann es aber schonmal zu Warteschlangen kommen. Gerade die Passage von Geiranger nach Hellesylt im Geirangerfjord ist natürlich beliebt und im Sommer steht man hier an.

9. Aktivitäten

Aktivitäten

Norwegen mit seiner grandiosen Natur ist wie geschaffen für einen Aktivurlaub. Aber wer nur an Sport denkt, wird schnell feststellen, dass das Land auch einige interessante, kulturelle Angebote zu bieten hat, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man seinen Urlaub in Norwegen verbringt und das Wetter es nicht zulässt, dass man draußen aktiv ist.

Kulturelle Aktivitäten in Norwegen

Stabkirchen sind natürlich das architektonische und kulturelle Highlight in Norwegen, aber darüber hinaus gibt es viel Alltagskultur zu entdecken: Feste, traditionelle Gerichte und Kunsthandwerk vermitteln ein authentisches und spannendes Bild Norwegens. Auch die Kultur der Samen, die im hohen Norden des Landes halbnomandisch leben, lohnt einen genaueren Blick. Sie leben hauptsächlich von der Rentierzucht und dem Tourismus und gewähren einen Einblick in eine Jahrhunderte alte Lebensweise.


Museum

Museum

In Oslo sollte man einen Besuch im Munch-Museum nicht verpassen. Versionen des Schreis sind hier neben anderen Werken des berühmtesten norwegischen Künstlers zu sehen. Ebenfalls in Olso beheimatet ist das Wikingermuseum, das in die Geschichte und Kultur eines Volks entführt, das zwar als Schrecken Europas bekannt war, gleichzeitig aber eine faszinierende Kultur verfügte, die sich in Alltagsgegenständen, Häusern und Schiffen im Museum darstellt. Hat man noch nicht genug von großen Entdeckern und Seefahrern, sollte man das Fram-Museum besuchen, das dem großen Polarforscher Roald Amundsen gewidmet ist, der als erster Mensch den Südpol erreichte. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Museen in Oslo, aber auch im Rest des Landes. Darunter ist eines über Öl, das schwarze Gold Norwegens, den norwegischen Wald, Ski und vieles mehr.


Oper & Schauspiel

Oper & Schauspiel

Das Opernhaus von Oslo, das seit 2008 seine Türen geöffnet hat, ist schon von außen eine architektonische Sensation. Hier gibt es Opern- und Ballettaufführungen. Darüber hinaus verfügt Norwegen über eine lebhafte Theaterszene, die sich nicht nur auf Oslo begrenzt. So ist in Tromsø das älteste Filmtheater des Landes beheimatet und in der Nähe von Grimstad findet sich ein spektakuläres Freilichttheater, das sich in einem Steinbruch befindet und auf Stücke von Ibsen, dem großen Nationaldichter, spezialisiert hat. Den Nationale Scene, das älteste Theater Norwegens, befindet sich in Bergen, während das Nationaltheater seinen Sitz in der Hauptstadt hat.


Ausstellungen

Ausstellungen

In den Sommermonaten gibt es viele Ausstellungen unter freiem Himmel zu sehen, die von Saison zu Saison wechseln. Am besten informiert man sich vor der Abreise online. Auch Sonderausstellungen locken viele Menschen in die Räumlichkeiten der Museen. Zündstoff hat unlängst die Ausstellung über das Attentat auf der Insel Utøya geliefert, die Gegenstände des Verbrechens, Interviews und anderes für mindestens fünf Jahren im Regierungsviertel zeigen soll. Auch das Nobel-Friedenszentrum mit seiner Dauerausstellung zu Alfred Nobel zeigt wechselnde Ausstellungen, die sich hochaktuell mit der Thematik Krieg, Frieden und Konfliktlösungen und –management auseinandersetzen.


Kirchen & Tempel

Kirchen & Tempel

Die Stabkirche von Urnes im Sognefjord gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wird jedes Jahr von vielen Besuchern besichtigt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1150. Sie ist aber nicht die einzige Stabkirche Norwegens – es gibt im ganzen Land über 25 der Holzkirchen mit beeindruckender Statik. Viele verfügen über aufwendige Holzschnitzereien, die sich teilweise bis heute einer Deutung entziehen. An einigen lohnt es sich, die Holzpfähle genauer unter die Lupe zu nehmen – hier finden sich Darstellungen aus den nordischen Sagen. In scharfen Kontrast zu diesen traditionellen Bauwerken steht zum Beispiel die Eismeerkathedrale in Tromsø , die mit ihrer modernen Architektur das Stadtbild entscheidend prägt.

Wintersport ideal in Norwegen

Norwegen ist ein Land, das Sportbegeisterten viel zu bieten hat. Jede Jahreszeit bietet eigene Möglichkeiten: Der Winter lockt mit Schnee und vielen Skipisten und anderen Wintersportmöglichkeiten vor atemberaubender Kulisse, während im Sommer Wanderer, Fahrradfahrer und Wassersportler das Land besuchen, um ihren Hobbies nachzugehen. Die entsprechende Ausrüstung kann man entweder selbst mitbringen oder man leiht sie vor Ort gegen Gebühr aus. Das entspannte und liebevolle Verhältnis der Norweger zur Natur macht Sport im Freien zu einem Vergnügen und man kommt schnell in Kontakt mit Menschen.


Golf

Golf

In ganz Norwegen gibt es fast 200 Golfplätze, die meist mit ihrer wunderschönen Lage bestechen. Golf ist in Norwegen eine Sportart, die das ganze Jahr über ausgeübt wird – also auch im Winter, wenn der Schnee aus den Plätzen ein weißes Wunderland gemacht hat oder wenn die Mitternachtssonne vom Himmel lacht. Meist beginnt die Golfsaison aber ab 01. Mai und endet spätestens im November. Die besten Plätze Norwegens sind der Oslo Golf Club Bogstad und Miklagard, aber auch der Platz auf den Lofoten ist äußerst beliebt. Golfer sollten unbedingt ihren Mitgliedsausweis mitbringen, denn es ist meist nicht möglich, ohne Mitgliedschaft einen norwegischen Golfplatz zu nutzen. Der Greenfee liegt bei 250 bis 500 Kronen.


Segeln & Wassersport

Segeln & Wassersport

Norwegen hat viel Wasser zu bieten. Die Küstenlinie mit ihren Inseln und Einbuchtungen beträgt fast 60.000 Kilometer und so kann jeder ein ruhiges Plätzchen finden. Bei Tauchern ist Norwegen wegen seines klaren Wassers beliebt, das eine gute Sicht erlaubt. Allerdings sollte man sich auf kühle Wassertemperaturen einstellen. Wilde Bergbäche erlauben Rafting, außerhalb der Fjorde sind Segler unterwegs und viele Norweger besitzen ein eigenes Boot. Wer nicht auf dem Wasser mit dem eigenen Gefährt anreisen möchte, kann im Land Boote mieten. Auch wenn man es nicht vermuten würde, bietet Norwegen auch Strände, die Surfer anziehen. Beliebt sind besonders die Lofoten, die Finmark und andere nördliche Gefilde.


Klettern

Klettern

Mit seinen Bergen ist Norwegen das ideale Ziel für Kletterer und Bergsteiger. In Åndalsnes ist eines der Kletterzentren des Landes zu Hause. Aber auch die Lofoten und Rogaland ziehen viele Bergbegeisterte an. Wichtig ist, dass man eine gute Ausrüstung dabei hat. In Norwegen gilt wie überall, dass sich das Wetter schneller ändern kann als man Schutz suchen kann – daher ist es sinnvoll, vorher Informationen einzuholen. Wer das Besondere liebt, sollte sich im Winter nach Südnorwegen zum Eisklettern aufmachen – die vielen gefrorenen Wasserfälle unter anderem in Rjukan ziehen Kletterer aus aller Welt an.


Wandern

Wandern

Wer es etwas ruhiger angehen lassen möchte, aber trotzdem aktiv sein will, kann in Norwegen auch wandern gehen. Einige Anbieter haben sogar Wanderreisen durch Norwegen im Programm. Lohnenswerte Ziele sind zum Beispiel Jotunheim, die Heimat der Riesen, im Süden des Landes, wo sich auch ein Naturpark befindet. Die Hardangervidda mit ihrem Gletscher bildet die größte Hochebene Europas und bietet auch Wege für einen eher gemütlichen Spaziergang. Der Nationalpark Rondane, der älteste Norwegens, bildet mit schroffen Gipfeln und Moorlandschaften eine herrliche Landschaft für Erkundungen in Norwegens Wildnis. Hier begegnet man auch wild lebenden Rentieren. Wer lieber die Fjordlandschaft zu Fuß erkunden will, sollte den Weg zum Lysefjord einschlagen. Dort findet man auch den Kjeragbolten, den eingeklemmten Felsen, der schon so oft als Fotomotiv hergehalten hat.


Wintersport

Wintersport

Wintersport wird in Norwegen natürlich groß geschrieben. Ski und Langlauf gehören ebenso zum Repertoire wie Snowboarden. Auch Schlittschuhläufer kommen in Norwegen auf ihre Kosten und man sollte sich eine Tour mit dem Hundeschlitten durch die verschneite Landschaft nicht entgehen lassen. Die größten Wintersportgebiete liegen im Süden und Osten des Landes. Die Saison beginnt teilweise schon im Oktober und reicht bis etwa April. In den Weihnachts- oder Winterferien hat man also quasi Schneegarantie. Einige Reiseveranstalter bieten Aufenthalte in Norwegen zur Zeit der weißen Pracht an. Die Preise für einen Skipass pro Tag liegen zwischen etwas über 30 Euro bis etwa 45 Euro. Skier kann man vor Ort leihen oder man bringt seine eigene Ausrüstung einfach selbst mit.


Weitere Sportmöglichkeiten

Weitere Sportmöglichkeiten

Auch Angler zieht es nach Norwegen. Der große Fischreichtum der Gewässer, egal ob Süß- oder Salzwasser, macht das Angeln zu einem Vergnügen. Das Meeresangeln mit der Handangel ist in Norwegen ohne Lizenz erlaubt. Das inkludiert auch Fanggründe in den Fjorden oder an der Küste. Bis zu 15 Kilo darf man im Gepäck haben, wenn man Norwegen wieder verlässt. Dazu kommt ein Trophäenfisch. Angler im Meer müssen nur die Mindestmaße der einzelnen Arten beachten – ansonsten steht dem fangfrischen Vergnügen nichts im Wege. Für das Angeln im Süßwasser braucht man eine Genehmigung, die nicht kostenlos ist. Dafür entschädigen der Fischreichtum und die Artenvielfalt. Etwas nördlich von Oslo lohnt das Revier Gjøvik einen Besuch.

Privates Vorglühen mit folgendem Ausgang

In Norwegen geht es eher ruhig zu bei Parties. Das liegt auch an den horrenden Preisen für Alkohol, die die Feierlaune meist dämpfen. Norweger haben sich deshalb darauf verlegt, zu Hause vorzuglühen ("Vorspiel") und danach loszuziehen. Ist man danach noch in der Stimmung, kann man zu Hause noch einen Absacker trinken ("Nachspiel"). Die meisten zieht es donnerstags und samstags abends in die Bars und Clubs. Donnerstags ist der Eintritt kostenlos. Trotzdem ist Bier meist unerschwinglich und man sollte die Augen offenhalten, um Angebote zu entdecken.

Das Nachtleben in Norwegen hat seine Hochzeiten donnerstags und samstags. Viel los ist natürlich in den größeren Städten, die auch über eine Universität verfügen, denn die Studenten, die teilweise aus aller Welt kommen, gehen gerne aus. Oslos Nachtleben zum Beispiel hat für jeden Geschmack etwas zu bieten – von gemütlichen und urigen Kneipen über Bars mit Livemusik bis hin zu Clubs, wo man bis in den frühen Morgen feiert. Ähnlich sieht es in Bergen aus, wenn auch in kleinerem Maßstab. Generell belastet das Nachtleben durch den sehr teuren Alkohol den Geldbeutel.


Festivals

Der Sommer von Juni bis August ist die Hauptsaison für Festivals in Norwegen. Die Bandbreite ist riesig: In Karmøy wird ein riesiges Wikingerfestival gefeiert, während Bergen Grieg huldigt. Laut geht es beim Norwegian Wood Rockfestival zu, während Risør mit dem Kammermusikfestival leisere Töne anschlägt. Das Jazz-Festival in Kongsberg oder in Molde ist ebenso ein Anziehungspunkt wie das International Folk Music Festival in Førde. Sowohl das Riddu Riddu Festival in Kåfjord als auch das Træna Festival sind etwas ganz Besonderes. Letzteres findet auf einer Insel statt und die Besucher reisen mit dem Boot und einem Zelt an. Wer immer noch nicht genug hat, kann zum Peer-Gynt-Festival gehen oder besorgt sich Tickets für das Øya Festival – das größte Openair-Festival in Oslo oder eines der vielen anderen Festivals in Norwegen.

Herausragende kulturelle Festivals sind unter anderem:

MonatStadtFestival / Veranstaltung
JanuarTromsøTromsø Internasjonale Filmfestival - Das nördlichste Filmfestival der Welt
FebruarKristiansundOpera Festival
RørosRørosmartnan
MärzOsloInferno Festival
Oslo Biathlon Weltcup
AprilKristiansandInternasjonale Barnefilmfestival
MaiBergenMusikfestspiele Bergen
JuniAvaldsnesVikingfestivalen
BergenGrieg in Bergen Festival
OsloNorwegian Wood Rockfestival
Risørkammermusikkfest
VossEkstremsportveko
JuliKongsbergKongsberg Jazz Festival
MoldeInternational Jazz Festival
FørdeFørde International Folk Music Festival
OlmmáivággiRiddu Riđđu
TraenaTræna Festival
AugustSør-FronPeer-Gynt-Festival
OsloØya Festival
SeptemberOsloMatstreif food festival
HaugesundDen norske filmfestivalen
OktoberLillehammerDølaJazz Lillehammer Jazzfestival
NovemberOsloFilm fra Sør
FagernesRakfisk Festival
DezemberOsloJulemarked på Rådhusplassen

Für jeden was dabei

Norwegen hat eine kreative Kunsthandwerkerszene, die einzigartige Produkte hervorbringt. Ein Lächeln zaubern die Trolle fast jedem aufs Gesicht und sie eignen sich hervorragend als Mitbringsel. Darüber hinaus ist Norwegen für seine filigranen Silberarbeiten bekannt, die ganz charakteristisch sind. Auch der berühmte Norwegerpulli, teilweise in winddichter Ausführung mit verschließbaren Taschen zu haben, ist typisch für das Land. Auch Lebensmittel wie Aquavit, Braunkäse oder natürlich Lachs sind gute Einkäufe. Eine gute Anlaufstelle sind die Husfliden, die Kunsthandwerk verkaufen. Überschreitet der Einkaufswert 325 Kronen, liegt der Einkauf nicht mehr als vier Wochen zurück und hat man die Gegenstände noch nicht benutzt, kann man bei der Ausfuhr die Steuer zurückerhalten. Man sollte auf die Tax Free Schilder in den Läden achten.


Handeln in Norwegen

Handeln ist in Norwegen nicht üblich. Man zahlt den ausgewiesenen Preis. Ausnahmen macht man vielleicht beim Stöbern auf dem Flohmarkt.


Ein- und Ausfuhrbestimmungen in Norwegen

Bei der Ausfuhr aus Norwegen muss man darauf achten, dass man kein Kunsthandwerk mitnimmt, bei dem tierische Elemente verarbeitet wurden, die unter den Artenschutz fallen. Dazu zählen Wölfe, Vielfraße, Eisfüchse und einige Raubvögel. Für die Ausfuhr von Kunst und Antiquitäten bedarf es einer besonderen Genehmigung. Fisch und Fleisch dürfen im Umfang von 15 Kilo pro Person ausgeführt werden – ausgenommen davon sind Lachs, Forelle und Saibling. Reist man mit dem Schiff oder Flugzeug zurück nach Deutschland, liegt der Freibetrag bei 430 Euro. Ist man mit dem Zug oder Auto unterwegs, kann man nur Waren im Wert von 300 Euro zollfrei einführen.

Nähere Informationen zum Thema Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen bei einem Norwegenurlaub sind unter dem Punkt Gesetze zu finden.

In Deutschland sind die deutschen Zollvorschriften zu beachten. Bei der Einreise aus Norwegen gelten die Zollvorschriften für die Einreise aus Nicht-EU-Ländern.

Erlebnisreiche Natur Norwegens

Norwegen ist ein Paradies für Naturliebhaber. Diese sollten den Geirangerfjord nicht versäumen: Er ist der berühmteste Fjord Norwegens und der Ausblick vom Dalsnibba grandios. Auch die Lofoten bieten wunderschöne Natur. Wer es extremer mag, reist weiter Richtung Norden, genießt die Mitternachtssonne am Nordkap und hat vielleicht sogar das Glück zu sehen, wie die Sonne den Horizont nur streift, um dann wieder aufzugehen. Noch weiter im Norden wartet Spitzbergen auf Entdecker und Abenteurer. Walrosse und Eisbären gehören zu den Bewohnern von Svalbard und Kreuzfahrten erlauben nicht nur ein hautnahes Erleben der Gletscher im Magdalenen- oder Lilljehoekfjord, sondern führen meist bis zur Packeisgrenze jenseits der Walrossinsel Moffen.

Norwegische Wellness für Körper und Geist

Norwegen ist, wie andere Länder in Skandinavien auch, eine Hochburg der Saunen. Darüber hinaus verfügt das Land über viele Spa-Einrichtungen. Das Quality Spa & Resort Norefjell hat mehrere Preise gewonnen. Ein besonderes Erlebnis ist ein Tag auf der Vulkana. Das Boot ist eine schwimmende Spa-Einrichtung mit Saunen, Warmwasserbecken, Restaurant, Lounge, Massage und sieben Kabinen. Normalerweise liegt die Vulkana in Tromsø, aber von dort bricht sie zu regelrechten Wellnessfahrten auf. Die meisten Spamöglichkeiten gibt es rund um Oslo, aber auch in der Nähe von Bergen gibt es Wellnesseinrichtungen.

Die meisten Wellness-Einrichtungen bieten auch die Möglichkeit, Beauty-Anwendungen zu buchen. Die größte Kette Norwegens für Beauty- und Pflegeprodukte ist Vita. Die berühmte "norwegische Formel" von Handcreme, Lippenbalsam und anderem hat übrigens nichts mit dem Land direkt zu tun.

Nach und nach hat sich Yoga auch in Norwegen etabliert. Die meisten Yogaschulen und das größte und vielfältigste Angebot an Kursen findet man in Oslo, aber auch in anderen größeren Städten wie in Bergen und Stavanger etabliert sich Yoga langsam. Aber auch jenseits dieser Möglichkeiten bietet die atemberaubende norwegische Natur die Möglichkeit, sich einen ruhigen Platz für einige Übungen zu suchen und so im Urlaub noch intensiver zu entspannen.

10. Regionen & Geographie

Regionen & Geographie

Das Festland Norwegens besteht praktisch nur aus dem Gebirgszug der Skanden. Der höchste Gipfel befindet sich mit fast 2.500 Metern in Jotunheim. Die letzte Eiszeit und das Abschmelzen des Eispanzers hat in Norwegen ihre Spuren hinterlassen, dass nun glatt polierter Fels zu Tage tritt. Trotzdem verfügt das Land über mehr als 1.500 Gletscher und mehr als 2.000 Teilgletscher. Auch der größte Gletscher Europas ist mit dem Jostedalsbreen in Norwegen beheimatet. Die Küste ist geprägt von tiefen Einschnitten, den Fjorden. Norwegen wird in sieben Landesteile und 19 Verwaltungsbezirke (Fylke) unterteilt.

Nord-Norge

Nord-Norge setzt sich aus den Fylke Finmark, Nordland und Troms zusammen und ist größtenteils nördlich des Polarkreises gelegen. Hier herrschen also die Mitternachtssonne und die Polarnacht, aber auch die Nordlichter lassen sich hier am besten beobachten. Zu Nord-Norge gehören auch die Lofoten und Vesterålen.


Trøndelag

Trøndelag besteht aus Nord-Trøndelag und Sør-Trøndelag. Die größte Stadt ist Trondheim, aber die meisten Besucher zieht es nach einem Blick auf die eindrucksvolle gotische Kathedrale in die 19 Nationalparks der Region. Dort gibt es sowohl sanfte Hügellandschaft als auch wilde Berge. Man kann ausgezeichnet wandern, Ski laufen und die Natur genießen.


Vestlandet

Vestlandet, wie der Name verrät, liegt im Westen des Landes an der Atlantikküste und besteht aus den Fylke Hordaland, Møre og Romsdal, Rogaland und Sogn og Fjordane. Hier liegen die Städte Bergen und Stavanger. Erstere ist durch die Tyske Bryggen auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch der Geiranger- und der Nærøfjord sind beliebte Ziele.


Østlandet

Østlandet liegt Vestlandet gegenüber und besteht aus Akershus, Buskerud, Hedmark, Oppland, Oslo, Telemark, Vestfold und Østfold. Natürlich ist die Hauptstadt ein großer Anziehungspunkt der Region, aber auch Jotunheim, wo der höchste Berg Norwegens liegt und man die Bergwelt beim Wandern oder Klettern genießen kann.


Sørlandet/ Agder

Sørlandet besteht aus Aust-Agder und Vest-Agder und bildet den Südzipfel des Landes. Hier gibt es die lieblichen Schären, aber auch Strände, an denen man sich im Sommer vielleicht sogar ins Meer trauen kann. Entlang der Küste kann man herrlich wandern, radfahren oder angeln.


Svalbard/Spitzbergen

Svalbard gehört nicht zum norwegischen Festland, sondern ist eine Insel, die sogar nördlich von Grönland liegt. Dank der letzten Ausläufer des Golfstroms ist der Archipel im Sommer eisfrei und kann von Versorgungs- und Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden. "Hauptstadt" ist Longyearbeen, aber es gibt kleinere Siedlungen, viel Natur und den Zauber der hohen Arktis.

11. Medien

Regionen & Geographie

Kommunikation mit den Lieben zu Hause ist natürlich auch bei einem Urlaub in Norwegen wichtig. Man kann sein eigenes Handy in den Urlaub mitnehmen, sollte sich aber vorher über Kosten informieren, damit am Ende keine hohe Rechnung als böse Überraschung wartet. Aber auch eine Postkarte, die lange zu Hause an der Pinnwand hängt, ist eine schöne Idee.

Telefonieren in Norwegen

Handyempfang ist je nach Aufenthaltsort in Norwegen schwierig. Gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist, kann es sein, dass das Gespräch plötzlich weg ist, weil man hinter einem Berg oder in einem Tunnel steckt. Besser also, man greift zum Telefon, wenn man ohnehin eine Pause machen will. Verlässt man mit einem Boot oder Schiff die Küstengewässer, hat man unter Umständen auch keinen Empfang mehr. Aber auf den Kreuzfahrtschiffen kann man normalerweise gegen Gebühr vom Telefon in der Kabine telefonieren. Bleibt man länger als ein paar Wochen im Land und führt auch viele Inlandsgespräche, sollte man sich vielleicht eine norwegische SIM-Karte zulegen. Vorsicht: Das eigene Handy kann ein SIM-Lock haben.


Internationale Vorwahlnummern

LänderVorwahl
Norwegen0047
Deutschland0049
Schweiz0041
Österreich0043

Regionale Vorwahlen

Die Vorwahl nach Deutschland ist 0049/+49. Dann entfällt die 0 bei der Ortsvorwahl und bei der Handynummer. Nach Österreich kommt man über die 0043/+43 und in die Schweiz mit der 0041/+41. Die norwegische Vorwahl ist 0047/+47. Diese muss man auch von einem deutschen Handy wählen, selbst wenn man sich im Land aufhält – das Handy weiß im Zweifelsfall ja nicht, wo es ist.


Kosten und norwegische Anbieter

Die Preise fürs Datenroaming richten sich je nach dem eigenen Anbieter im Heimatland. Zwar hat die EU Kostengrenzen fürs Roaming festgesetzt, aber inwieweit diese auch in Norwegen gelten, ist nicht ganz durchsichtig, da nicht alle Anbieter dem heimischen Provider die Abrechnung rückmelden und so die Kostenbremse von 60 Euro, die in der EU greift, nicht aktiviert wird. Daher sollte man lange Gespräche oder extensives Nutzen des mobilen Internets lieber vermeiden. Am besten lässt man sich von den Daheimgebliebenen einfach anrufen – dann zahlt man sechs Cent pro Minute und hat die Kosten so einigermaßen im Griff. Norwegische Telefonanbieter sind zum Beispiel Telenor, Tele2, Phonero oder NetCom / Telia.

Norwegisches WLAN und Internetcafés

Am günstigsten ist die Nutzung des Internets über WiFi. Züge, Busse und Flughäfen bieten meist einen Zugang an, für den man sich aber vorher mit seiner Emailadresse registrieren muss. Auch die Bandbreite ist nicht umfassend. Restaurants und Cafés bieten meist einen kostenlosen Zugang an. Auch die Unterkunft, wenn man sich nicht gerade eine Hütte in unberührter Natur ausgesucht hat, bietet WLAN – aber auch hier sollte man auf die Kosten achten.

Internetcafés gibt es in allen größeren Städten in Norwegen. Die Kosten liegen zwischen 40 und 60 Kronen pro Stunde. Achtung: Die Nutzung eines anderen Rechners ist immer ein Risiko für Passwörter. Auf gar keinen Fall sollte man Bankgeschäfte in einem Internetcafé abwickeln. Manchmal sind auch bestimmte Seiten gesperrt, sodass man nicht auf seine Mails zugreifen kann. Es ist auch nicht möglich, Software auf die Rechner zu installieren, um zum Beispiel Bilder zu überspielen oder zu bearbeiten.


Mit dem Handy in Norwegen online gehen

Will man nicht in Kostenfallen tappen, wartet man bis man seine Schnappschüsse des Tages per WhatsApp oder Email teilt, bis man wieder in einem WiFi-Bereich ist. Die Alternative ist, eine norwegische SIM-Karte als Prepaid-Option zu kaufen. Es gibt ein Dutzend Anbieter und am besten macht man sich vorher über Angebote schlau. Die Karten gibt es an Tankstellen, Supermärkten und Kiosken, sodass man nicht in einen Mobilfunkladen gehen muss. Als Urlauber sollte man immer darauf achten, dass Norwegen nicht zur EU gehört und deshalb Kostendeckelungen, die vorgenommen wurden, unter Umständen nicht greifen.

Prepaid-Sim-Karten können bei vielen Anbietern schon vor der Reise direkt im Internet bestellt werden. Große Anbieter in Norwegen:

Deutsche Sender über Astra

Radio aus Norwegen kann man in der ganzen Welt als Livestream online empfangen. Gleiches gilt für deutsches Radio in Norwegen. Dazu benötigt man einen Internetzugang mit ausreichender Bandbreite, einen Flashplayer und die Möglichkeit, Ton wiederzugeben. Je weiter südlich man ist, desto größer Chancen hat man auf den Empfang von deutschen Sendern über Astra. Aber angeblich ist es auch möglich, nördlich von Trondheim deutsche Sender zu empfangen, obwohl die Witterungslage den Empfang empfindlich stören kann. Ist man auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff unterwegs, hat man auch dort manchmal die Chance auf deutsches Fernsehen in der eigenen Kabine.

Post aus Bergen

Briefkästen sind in Norwegen rot und tragen die gelbe Aufschrift Post. Etwas Besonderes ist die Postkarte samt Stempel vom Nordkap oder eine aus Spitzbergen, obwohl das Postamt in Ny Ålesund nicht mehr geöffnet ist. In kleineren Städten, die über kein eigenes Postamt verfügen, ist ein Postschalter in einem Lebensmittelgeschäft untergebracht. Die Öffnungszeiten der Postämter sind meist von neun bis 17 Uhr. Samstags kann man seine Urlaubsgrüße bis 14 Uhr abgeben.

Eine Postkarte oder ein Brief bis 20 Gramm nach Deutschland kosten neun Kronen. Je nach Gewicht und Größe wird es teurer. Will man Versicherungen oder Eilzustellungen hinzubuchen, erhöht sich das Porto entsprechend.

Die Post kann man entweder direkt in einer Filiale oder an einem Postschalter in einem Geschäft abgeben oder man wirft sie in einen Briefkasten. Je nach Aufenthaltsort kann die Laufzeit zwischen zwei Tagen bis mehrere Wochen liegen. Post von Spitzbergen braucht mindestens eine Woche bis an ihren Bestimmungsort.

12. Weitere Tipps

Regionen & Geographie

Zu den beliebtesten Mitbringseln aus Norwegen gehören Strickwaren, Kunsthandwerk, Schmuck und Lebensmittel wie der Braunkäse oder natürlich Lachs. Ein leckeres Fischessen, frisch vom Markt oder Kutter, sollte man sich in Norwegen auf gar keinen Fall entgehen lassen. Auch ein Elchburger in Bergen auf dem Markt direkt vor Tyske Bryggen ist es zumindest wert, probiert zu werden.

Natur begeistert Norwegens Urlauber

Das besondere Naturerlebnis findet man in der Mitternachtssonne Spitzbergens. Hier kann man Eisbären beobachten, auch wenn man sich nicht ohne kundigen Führer und Gewehr auf den Weg machen sollte. Will man es etwas weniger abenteuerlicher, ist man auf den Lofoten richtig. Die Inseln sind ein kleines Paradies und hier findet man die typischen Postkartenansichten: Wunderschöne Natur, klares Wasser, rote Hütten und Gestelle mit Stockfisch. Bergen ist eine lebendige, schöne Stadt. Tyske Bryggen und Gamle Bergen sind ganz klar die Hauptattraktionen. Und vermutlich war man nicht in Norwegen, wenn man nicht im Geirangerfjord war. Gleiches gilt auch für das Nordkap, das zwar nicht der nördlichste Punkt Europas ist (der Landzunge Kinnarodden gebührt diese Ehre), aber die Aussicht von dem steilen Kliff ist trotzdem unglaublich.

Strom in Norwegen

Norwegen wird zum Großteil von Wasser- und Windkraft mit Strom versorgt und ist damit Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien. Darüber hinaus hängt Norwegens Wirtschaft auch an den Erdöl- und Erdgasvorkommen.


Stromspannung in Norwegen

Die Stromstärke in Norwegen beträgt 220 Volt (Wechselstrom). In den Zügen gibt es auch Steckdosen mit 110 Volt.


Adapter für den Norwegenurlaub

Für die Reise nach Norwegen braucht man keinen Adapter. Die Steckdosen sehen genauso aus wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Trinkgeld in Norwegen

Trinkgelder sind nicht so üblich wie in Deutschland. Am besten rundet man den Rechnungsbetrag einfach auf, mehr als 10 Prozent der Rechnungssumme sind aber untypisch. Man gibt nur dann Trinkgeld, wenn man mit dem Service auch wirklich zufrieden war.

Taxi fahren in Norwegen

Taxis haben in Norwegen keine eindeutige Farbe, aber meistens das entsprechende Schild auf dem Dach und / oder eine Beschriftung auf dem Fahrzeug selbst. Die Bezahlung ist in bar oder mit Kreditkarte vorher. Will man mit Karte zahlen, sollte man den Fahrer vor Fahrtbeginn informieren. Man kann Taxis an den entsprechenden Ständen nehmen (es gibt keine Verpflichtung das erste in der Schlange zu wählen), auf der Straße anhalten oder auch telefonisch bestellen. Je nach Fahrtziel lohnt es sich, vor Beginn der Fahrt einen Fixpreis zu vereinbaren.

Öffnungszeiten von Geschäften in Norwegen

Läden sind meist während der Woche zwischen zehn und 16 oder 18 Uhr geöffnet, in größeren Städten sogar bis 20 Uhr. Samstags kann man zwischen zehn und 16 bzw. 18 Uhr einkaufen gehen, Sonntags sind die Läden, bis auf einige Supermärkte und Tankstellen, geschlossen.

Abhebegebühren und zusätzliche Bankgebühren in Norwegen

Bezahlt man in Norwegen mit der Kreditkarte (EC-Karten werden nicht akzeptiert), sollte man bedenken, dass neben einem Auslandszuschlag auch der Wechselkurs der norwegischen Krone zum Euro berechnet wird. Will man an einem Automaten Geld ziehen, kommt neben den Bearbeitungsgebühren für die Abwicklung über ein fremdes Geldinstitut auch die Gebühr für eine Fremdwährung hinzu. Es lohnt sich also, sich vorher zu informieren, mit welcher Kreditkarte man im Ausland kostenlos Geld abheben kann. Verschiedene Banken haben unterschiedliche Angebote. Braucht man aber unbedingt Bargeld, sollte man die Anzahl der Abhebungen möglichst gering halten, da sie sich meistens nicht an der Höhe des Betrags bemessen, sondern jedes Mal fällig werden.

Einige deutsche Banken bieten die Möglichkeit einer kostenlosen Abhebung im Ausland.

Scheue Tiere, rote Beeren und Wasser beobachten

Norwegen ist ein wildes Land. Das darf man bei aller Schönheit der Landschaft nicht vergessen und man sollte die Gefahren nicht unterschätzen. Es gibt in der Tat gefährliche Tiere, giftige Pflanzen und auch Naturereignisse, die dem Menschen gefährlich werden können. Lässt man genügend Vorsicht walten, geht respektvoll mit der Natur um und hält sich an die Spielregeln, gibt es keinen Grund, mit angstvollen Gedanken nach Norwegen zu fahren, sondern man kann die Natur und ihre Schönheiten unbeschwert und mit einem guten Gefühl genießen.


Tiere

Tiere

In Norwegen gibt es Wölfe, die aber normalerweise dem Menschen nicht gefährlich werden. Sollte ein Wolf doch zum Angriff übergehen, sollte man versuchen, ihn mit Lärm und wilden Gesten zu verschrecken. Das Tier wird die Flucht ergreifen.

Die Braunbärenpopulation in Norwegen ist leider sehr gering und man kann sich glücklich schätzen, ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen. Auch diese Tiere greifen Menschen normalerweise nicht an. Geht der Bär trotzdem zu Angriff über, sollte man die Ruhe bewahren und dem Bären aus dem Weg gehen. Eine Eisbärenpopulation von ungefähr 3.000 Tieren gibt es auf Spitzbergen. Die Tiere stehen unter strengem Schutz, scheuen aber die Konfrontation mit Menschen nicht unbedingt, wenn sie auf Nahrungssuche sind und Essensgerüche wittern. Daher sollte man auf Spitzbergen nie ohne Gewehr unterwegs sein. Untersucht ein Eisbär das Lager, gibt man Warnschüsse ab, von denen sich der Bär normalerweise vertreiben lässt. Nur im Notfall darf man einen Eisbären erschießen.

Auf Spitzbergen nistet die Küstenseeschwalbe, die ihre Nester sehr aggressiv gegen Eindringlinge verteidigt. Zum Schutz des Kopfs hält man die Hand in die Höhe, denn der Vogel greift immer nur den höchsten Punkt ihres Feindes an. Davon abgesehen sollte man ihr Brutgebiet schnellstmöglich verlassen.


Pflanzen

Pflanzen

Das Jedermannsrecht erlaubt einen intensiven Umgang mit der norwegischen Natur. Trotzdem sollte man gerade beim Beerensammeln Vorsicht walten lassen: Die grünen bzw. knallroten Beeren der Stechpalme sind giftig und können für Kinder tödlich sein. Auch der Eisenhut, den man auch aus Deutschland kennt, ist sehr giftig und kann für Kinder und Erwachsene tödlich sein. Auf gar keinen Fall sollte man die violett blühende Pflanze verzehren. Auch Berührungen auf der Haut können zu Vergiftungen führen. Das ebenfalls violett blühende Leberblümchen ist ein Frühblüher und ebenfalls giftig, wenn auch nicht so gefährlich wie die Stechpalme oder der Eisenhut. Juckreiz, Bläschenbildung und Rötungen sind trotzdem unangenehme Symptome. Bei einer Vergiftung, die sich meistens mit Übelkeit, Schweißausbrüchen oder Krämpfen äußert, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen oder kontaktieren.


Naturphänomene

Naturphänomene

Die Gezeiten fallen in Norwegen sehr unterschiedlich aus. Gerade in den Fjorden kann der Tidenhub mehrere Meter betragen und Schwimmern Probleme bereiten. Gerät man in eine Strömung, sollte man nicht in Panik geraten, sondern ruhig bleiben. Um aus einer Strömung herauszukommen, bewegt man sich im rechten Winkel zum Ufer. Sollte das nichts nützen und Erschöpfung oder Krämpfe machen sich bemerkbar, sollte man versuchen, andere auf sich aufmerksam zu machen, indem man ruft oder Handzeichen gibt. Da viele Menschen mit Booten unterwegs sind, wird man schnell an Bord genommen.

Auch in Norwegen ist man nicht gefeit vor Lawinengefahr. Auch hier sollte man beim Skifahren oder Snowboarden markierte Pisten nicht verlassen. Eine Gletscherwanderung sollte man nicht ohne erfahrenen Führer unternehmen, da ansonsten Risse und Spalten im Eis zum Verhängnis werden können. Ist die Abbruchkante in einem See, Fjord oder Meer, sollte man mit dem Boot einen gebührenden Abstand zum Eis halten, denn Stücke, die abbrechen, verwandeln sich nicht nur in harte, tödliche Geschosse, sondern können je nach Größe auch eine Flutwelle, ähnlich eines kleinen Tsunamis, auslösen. Deren Auswirkungen sind in größerer Entfernung nicht so verheerend. Ist man in nördlichen Gewässern unterwegs, sollte man Wetter und Strömungen im Auge behalten, denn Eisberge und –schollen entwickeln eine zerstörerische Kraft, gegen die eine Bordwand keine Chance hat: Das Schiff wird, wenn es vom Eis eingeschlossen ist, zerdrückt und sinkt. Aber auch ohne geschlossene Eisdecke können Eisstücke im Wasser Löcher im Schiff hinterlassen, die Wassereinbruch zulassen.